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Weltweit verkaufen mit Shopify: der ultimative Leitfaden

Der Verkauf deiner Produkte an Kunden in neuen Ländern und Regionen rund um den Globus ist eine wachsende Chance für dein E-Commerce-Business. Tatsächlich kommen 35 % des gesamten Shopify-Traffics von internationalen Besuchern. Ganze 92 % dieser Besucher möchten in ihrer eigenen Währung stöbern und kaufen.

Der Aufbau einer Storefront für ein globales Publikum ist wichtiger denn je. Aber keine Sorge: Shopify macht es dir leicht, weltweit zu verkaufen. Bringe dein Business von lokal auf international – und  zwar innerhalb eines einzigen Shops.

Lass uns also detailliert aufschlüsseln, wie du das tun kannst, und sicherstellen, dass du es erfolgreich umsetzen wirst. Je nachdem, wie weit du bereits mit deinem Geschäft fortgeschritten bist, kannst du mithilfe des Inhaltsverzeichnisses an einem der folgenden Artikelabschnitte einsteigen.


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Identifizieren internationaler Zielmärkte

Überlege dir bewusst, wohin du expandieren wirst. Eine Strategie nach dem Motto „Verkaufe an alle, überall“ mag attraktiv erscheinen, um so viele Käufer wie möglich zu gewinnen. Verschiedene Märkte rund um den Globus sind jedoch nuanciert und zeichnen sich durch einzigartige Surf- und Kaufgewohnheiten aus. Das Gießkannen-Prinzip ist ein sicherer Weg, deine Bemühungen zu verwässern und deine internationale Expansion zu stoppen, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Beginne mit einem Blick auf den Bericht zu deinen Onlineshop-Sitzungen nach Standort, den du im Statistikbereich von Shopify findest. Wenn du bereits internationale Besucher aus verschiedenen Ländern hast, solltest du dir zwei oder drei davon genauer anschauen. Wenn du bereits Verkäufe aus diesen Ländern verzeichnest, umso besser. Wir suchen nach Indikatoren für eine mögliche internationale Nachfrage nach deinen Produkten. Letztendlich wirst du anhand dieser Indikatoren einen oder zwei Märkte identifizieren, auf denen du deine Verkaufsaktivitäten ausweiten kannst.

Wenn du noch keine internationalen Besucher oder Verkäufe hast, brauchst du dir keine Sorgen machen. In diesem Fall solltest du trotzdem ein oder zwei Märkte auswählen, die du als Märkte mit gutem Nachfragepotenzial identifizierst. Märkte, die dir räumlich nahe sind oder sich durch die gleiche Muttersprache und ähnliche Kaufgewohnheiten auszeichnen, sind gute Optionen für deine erste internationale Expansion.  


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Anbieten von Preisen in der Landeswährung des Käufers (erfordert Shopify Payments)

Nachdem du deinen internationalen Markt identifiziert hast, solltest du zunächst sicherstellen, dass die Käufer deine Produkte in ihrer eigenen Währung bezahlen können. 33 % der internationalen Besucher würden einen Kauf gar nicht erst in Erwägung ziehen, wenn ihre Landeswährung nicht angeboten wird. Vor diesem Hintergrund ist dies ein entscheidender erster Schritt bei der Neukundengewinnung.

  • Navigiere zu deinen Shopify-Payments-Einstellungen
  • Klicke auf die Option zum Hinzufügen eines neuen Landes
  • Wähle den Markt aus, auf dem du verkaufen möchtest

  • Sobald das Land bzw. die Region hinzugefügt wurde, ist die Währung für deinen neuen Zielmarkt live. Herzlichen Glückwunsch: Damit hast du den ersten Schritt zum internationalen Verkauf getan!

    Käufer aus dem von dir ausgewählten Markt können nun die Preise in ihrer Landeswährung anzeigen lassen, die automatisch auf Grundlage deiner Basispreise und eines Echtzeit-Wechselkurses umgerechnet werden. Noch mehr Kontrolle über die Preise, die deine internationalen Käufer sehen, erhältst du im nächsten Abschnitt.

    Um sicherzustellen, dass deine internationalen Käufer auf deiner Website deine Produkte entdecken und in ihrer Landeswährung bezahlen können, installierst du zunächst die Geolocation-App von Shopify. Wenn ein Käufer aus dem nun von dir bedienten Land auf deiner Website landet, erkennt Geolocation anhand seiner IP-Adresse, von wo aus er einkauft. Anschließend wird sichergestellt, dass er deinen Shop in seiner lokalen Währung und mit den umgerechneten Preisen sieht.

    Lesetipp: Passende Währungen und lokale Zahlarten - warum das so wichtig ist, liest du hier.

    Wenn du internationalen Käufern die Möglichkeit gibst, in ihrer Landeswährung zu bezahlen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei dir kaufen. Von daher solltest du das Geolocation-Pop-up priorisiert vor Werbebotschaften oder anderen Popups installieren, die du möglicherweise nutzt. Für bessere Ergebnisse empfehlen wir die Verwendung des Popup-Fensters in der Mitte des Bildschirms, was die höchste Akzeptanzrate bei den Käufern erzielt.

    Ob national oder international, verkaufe so erfolgreich wie andere Shopify-Händler:innen! Ihre Storys hörst du im Podcast.

      Abonniere am besten direkt den Shopify Podcast und verpasse keine Folge mehr!

      Steuerung der internationalen Preisgestaltung

      Herzlichen Glückwunsch! Du verkaufst jetzt an einen neuen internationalen Markt, auf dem Käufer in ihrer eigenen Währung stöbern, kaufen und bezahlen können. Als nächstes kannst du bei Bedarf noch mehr Kontrolle über deine internationalen Preisgestaltung erlangen.

      Derzeit sind automatische Wechselkurse in deinem Shop installiert – perfekt, um es einmal einzustellen und sich dann anderen Aufgaben zu widmen. Shopify rechnet deine Basispreise automatisch in die Währung deine Käufers um, indem es einen Live-Wechselkurs verwendet und dabei die Gebühren für die Währungsumrechnung berücksichtigt. Somit wird sichergestellt, dass du niemals mit leeren Händen dastehen wirst. Es gibt jedoch eine Sache, die du bei der automatischen Preisgestaltung beachten solltest: Deine Produktpreise können sich ändern, wenn der Markt schwankt. Und das kann wiederum potenzielle Käufer überraschen, wenn sie deine Website vor dem Tätigen eines Kaufs mehrmals besuchen.

      Um dem entgegenzuwirken, kannst du auch manuelle Wechselkurse nutzen, um deine Preise zu stabilisieren. Du kannst einen geeigneten Kurs vorwählen, der für die Umrechnung deiner Preise in diese Währung verwendet wird. Das bedeutet, dass deine Produktpreise stabil bleiben, bis du diesen Kurs wieder änderst. Denke daran, dass bei der Annahme einer Bestellung in einer anderen Währung eine geringe Umrechnungsgebühr anfällt. Wenn du also manuelle Devisenkurse verwendest, solltest du den Prozentsatz der Gebühren mithilfe dieser Formel in den gewählten Kurs einbeziehen.

      Take control of your international pricing

      Ab dem Shopify-Tarif kannst du mit Preisanpassungen noch mehr Kontrolle über deine internationale Strategie erlangen und deine Preise für bestimmte Länder anhand von Prozentsätzen nach oben oder unten anpassen.

      Ein Beispiel: Ein internationaler Händler möchte den Schritt auf den europäischen Markt wagen und in Deutschland und Frankreich verkaufen. Wenn die deutschen Preise etwas höher sein sollen, kann der Händler eine prozentuale Preisanpassung einfügen. So können die deutschen Preise erhöht und die französischen Preise auf der Grundlage der vorab definierten Währungsumrechnung belassen werden. So würde zum Beispiel die Eingabe einer Anpassung von 100 % den Preis verdoppeln. Ein Wert von -50 % würde den Preis halbieren. Die Preise werden weiterhin den Rundungsregeln folgen, die für jede Währung festgelegt wurden, und übersichtlich in der Storefront angezeigt.

      Take control of your international pricing with price adjustments

      Wenn du den Advanced- oder Shopify Plus-Plan nutzt, kannst du jedes deiner Produkte oder für eine bestimmte Kategorie deines Katalogs spezifische internationale Preise festlegen. Dies ist hilfreich, wenn du bestimmte Preise für den von dir ins Auge gefassten internationalen Markt im Sinn hast, oder wenn du eine unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers hast, die global angewendet werden muss.

      Solch spezifische internationale Preise lassen sich über einen .CSV-Upload deiner Produkte festlegen:

      1. Beginne damit, die Produkte zu exportieren, für die du internationale Preise festlegen möchtest. Anschließend öffnest du die .CSV-Datei.
      2. Scrolle an die Stelle, an der du die Überschriften für die internationalen Preise siehst. Die australische Preisgestaltung erfolgt z. B. in der Spalte mit der Überschrift Price / AU.
      3. Gib deine Preise für jedes Land/jede Region genau so ein, wie sie in deinem Shop erscheinen sollen, bevor du die CSV-Datei dann wieder in Shopify importierst.

      Tipp: Wenn du keine spezifischen internationalen Preise für deinen gesamten Katalog festlegst, folgen deine anderen Produkte dem Wechselkurs und den Preisanpassungen, die du zuvor eingerichtet hast.

      Anzeigen der Steuern

      Verschiedene Märkte auf der Welt haben unterschiedliche Erwartungen, wenn es darum geht, Steuern anzuzeigen und zu bezahlen. Auf den nordamerikanischen Märkten werden die Produkte in der Regel ohne Steuern angezeigt, die dann erst im Checkout hinzugefügt werden.

      Andere Märkte, darunter ganz Europa und der asiatisch-pazifische Raum, schreiben dagegen in der Regel vor, dass Produkte inklusive aller zu zahlenden Steuern angezeigt werden müssen. Shopify nimmt dir die Mühe ab, diese Variablen zu berücksichtigen, indem es automatisch Steuern in den Produktpreis ein- oder ausschließt, je nachdem, woher deine Käufer kommen.

      Nehmen wir zum Beispiel an, ein Händler befindet sich in den USA und hat Großbritannien als Expansionsmarkt gewählt. Dieser Händler verkauft ein T-Shirt für 20 US-Dollar, das ohne alle Steuern in Shopify geladen wird – so wie es in den USA üblich ist. Er verkauft mit einem manuellen Wechselkurs von 0,75 nach Großbritannien. Die Käufer werden erwarten, dass ihre Preise in Pfund auch den lokalen Mehrwertsteuersatz von 20 % enthalten.

      Lesetipp: Alles, was du über die Mehrwertsteuer in der EU wissen musst, findest du in diesem Beitrag.

      Der Endpreis des T-Shirts für Käufer aus Großbritannien wird im Shop als 18 britische Pfund (20 x 0,75 Devisenkurs x 1,2 MwSt.) angezeigt, anstatt die 20 % MwSt. erst beim Checkout hinzuzufügen. Denn das könnte die Käufer verunsichern oder sogar verärgern und sie letztendlich zum Kaufabbruch veranlassen.

      Die vollständige Liste der Länder oder Regionen mit ihrer jeweiligen steuerlichen Behandlung findest du in unserer Hilfedokumentation.

      Tipp: Shopify passt die Preise nur an, wenn du Devisenkurse und/oder Preisanpassungen verwendest. Wenn du spezifische internationale Preise festlegst, passt Shopify diese Preise nicht für dich an. Lege sie also mithilfe der oben erwähnten Steuereinstellungen genau so fest, wie deine Käufer sie in verschiedenen Märkten sehen und bezahlen sollen.

      Einrichten des internationalen Versands

      Du machst große Fortschritte bei der Internationalisierung des Onlineangebots deines Shops! Als nächstes solltest du sicherstellen, dass internationale Käufer maßgeschneiderte Versandoptionen angezeigt bekommen. Dein Shop verfolgt keine „Rest der Welt“-Strategie mehr. Von daher wollen wir sicherstellen, dass dies auch für einen der wichtigsten Teile des Kauferlebnisses gilt. Es geht darum, wie deine Käufer ihre Produkte bekommen.

      Beginne damit, in deinen Versandeinstellungen eine Versandzone speziell für deinen neuen internationalen Zielmarkt anzulegen. Überlege dir auch, wie deine Versandstrategie aussehen soll, wenn du die verschiedenen Versandtarife erstellst. Der internationale Versand wird wahrscheinlich teurer sein. Vor diesem Hintergrund solltest du die folgenden Taktiken in Betracht ziehen, um das Einkaufserlebnis für deine Kunden so reibungslos wie möglich zu gestalten:

      1. Prüfe die Preise und Optionen bei deinem ausgewählten Versanddienstleister. Du solltest sicherstellen, dass der von dir gewählte Versanddienstleister die von dir gewählten Märkte beliefert und du gesicherte Informationen über die entsprechenden Versandtarife hast. Wenn du den Versand über den Dienstleister berechnen lässt, solltest du die Erfahrung des Käufers simulieren, indem du einen internationalen Checkout vorab testest.
      2. Käufer schätzen Transparenz. Wenn du deine Versandversprechen einhältst, anstatt längere Lieferzeiten zu verstecken, wirst du Vertrauen aufbauen und echte Stammkunden gewinnen. So solltest du in deinen Bestellinfos die Versandgeschwindigkeiten angeben, damit Käufer genau wissen, was sie zu erwarten haben.
      3. Ziehe in Erwägung, deine Produktpreise für den Zielmarkt über die oben erwähnte internationale Preisgestaltung zu erhöhen, um so günstigerer Versandoptionen anbieten zu können. Versetze dich in die Lage potenzieller Käufer: Würdest du eher einen Artikel für 70 Euro mit 30 Euro Versand oder einen Artikel für 100 Euro mit kostenlosem Versand kaufen?
      4. Recherchiere Länder oder Regionen, die beim Versand steuerliche Verpflichtungen mit sich bringen. Wenn du z. B. nach Großbritannien versendest, musst du auf alle Pakete, die du versendest und deren Wert unter 135 Pfund liegt, die Mehrwertsteuer einziehen und an die britische Regierung abführen. Du möchtest vermeiden, dass deine internationalen Käufer ihre Pakete nicht erhalten, weil ihnen die Einfuhr verweigert wird.
      5. Wenn einige deiner Produkte schwer und sperrig sind und ein internationaler Versand einfach nicht machbar ist, kannst du Käufer in anderen Ländern mit Hilfe von Versandprofilen vom Kauf dieser Artikel abhalten.

      Lesetipp: Fulfillment-Anbieter, die den Versand in mehrere Länder übernehmen, erleichtern die Expansion. Hier vergleichen wir die besten Dienstleister!

      Nutzung internationaler Domains zur Ansprache bestimmter Märkte

      In dieser Phase bietest du deinen internationalen Käufern ein lokalisiertes Preiserlebnis mit spezifischen und transparenten Versandoptionen für jeden Markt. Gute Arbeit! Der nächste Schritt auf deinem Weg zu einer internationalen Präsenz ist die weitere Lokalisierung deiner Storefront mit spezifischen internationalen Domains.

      Internationale Domains sind nicht nur ein positiver visueller Indikator für Käufer, dass sie sich auf einer lokalen Version deiner Website befinden. Sie erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, dass Käufer in ihrer eigenen Währung bezahlen, ohne etwas tun zu müssen. Das liegt daran, dass damit Preis- und Sprachvorgaben für jeden Markt festgelegt werden, den du ansprichst.

      Lesetipp: Mehr Tipps für die perfekte Domain geben wir dir hier.

      Nehmen wir zum Beispiel an, du bist ein Händler mit Sitz Deutschland und verkaufst auf styletrip.de. Für deine Expansion nach Großbritannien kannst du internationale Domains nutzen, sodass diese Käufer styletrip.co.uk (CC Top-Level-Domain) oder sogar uk.johnsapparel.de (Subdomain) sehen.

      Wenn du nicht sicher sind, welche dieser beiden Varianten du nutzen sollst, empfehlen wir eine Subdomain, die dich kein zusätzliches Geld kostet. Wenn du eine von Shopify verwaltete Domain verwendest, kannst du direkt in deinem Adminbereich eine Subdomain einrichten. Für Domains von Drittanbietern solltest du deren Dokumentation für die Einrichtung lesen und deine Subdomain mit Shopify verbinden.

      Sobald deine neue Domain in Shopify verbunden ist, legst du die Preis- und Sprachvorgaben im Bereich Domainverwaltung fest.

      Use international domains to target specific markets

      Wenn du Märkte ansprechen möchtest, die eine andere Muttersprache als Ihre eigene sprechen, werden wir uns im nächsten Abschnitt mit der Übersetzung deiner Inhalte befassen.

      Wenn Käufer nun auf deiner Domain für Großbritannien landen, werden ihnen automatisch die lokalen Preise in GBP angezeigt. Shopify kümmert sich automatisch um die SEO und setzt auf jeder deiner Domains die entsprechenden hreflang-Tags. Auf diese Weise wissen Google und andere Suchmaschinen, welche Domain zu welchem Land oder welcher Region gehört. Dadurch wird Käufern in den Suchergebnissen die richtige Domain und die richtigen Preise angezeigt.

      Tipp: Die Suche kann unberechenbar sein, wobei internationale Käufer trotzdem manchmal auf der falschen Domain landen können. Stelle sicher, dass du weiterhin die Geolocation-App nutzt, damit deine Käufer in diesem Fall sofort zur richtigen Domain und zum richtigen Preis geführt werden.

      Übersetzen deines Shops und deiner Online-Materialien

      Wenn du dein Business zum ersten Mal global ausbaust, gibt es idealerweise Zielmärkte, auf denen die gleiche Muttersprache gesprochen wird. Wenn dies jedoch nicht der Fall ist oder du deine internationale Expansion auf die nächste Stufe bringen möchtest, solltest deinen Shop in die Sprache des Landes übersetzen, das du als nächstes bedienen möchtest.

      Ähnlich wie bei lokalen Preisen und Währungen bevorzugen fast 80 % der internationalen Käufer den Einkauf in einem Onlineshop in ihrer Muttersprache. Somit wird ein übersetzter Shop zu einem leistungsstarken Instrument zur Steigerung des internationalen Umsatzes. Entgegen dem, was du vielleicht anderswo gelesen hast, musst du nicht mehrere Shopify-Stores eröffnen, um ein Einkaufserlebnis in mehreren Sprachen anzubieten.

      Du kannst zunächst unsere Sammlung kompatibler Übersetzungsanwendungen durchsuchen. Dabei handelt es sich um Tools, die direkt in den mehrsprachigen Bereich von Shopify eingebunden werden, wo du die Übersetzung deiner Inhalte verwaltest. Die meisten Apps bieten eine kostenlose Testphase von sieben bis vierzehn Tagen an. Du solltest dir also Zeit zum Recherchieren und Testen nehmen, und dann eine App auswählen, mit der du dich am wohlsten fühlst.

      Sobald du deine bevorzugte Übersetzungs-App ausgewählt und installiert hast, aktivierst du im Bereich „Sprachen deines Adminbereichs die Sprache, in die du deinen Shop übersetzen möchtest.

      Translate your store and online materialsDu kannst nun damit beginnen, deine Inhalte in der App deiner Wahl zu übersetzen. Wenn du einen Markt mit einer Sprache ausgewählt hast, die du bereits beherrschst, kannst du die Übersetzung der Inhalte natürlich selbst in Angriff nehmen. In den meisten Fällen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass du in der Sprache deines Expansionsmarktes fit bist. In diesen Fällen kannst du zwei Optionen in Betracht ziehen:

      1. Nutzen Sie ein Online-Tool wie Deepl, um maschinell übersetzte Inhalte in der gewählten Sprache zu generieren. Dies ist ein effektiver Weg, um mit dem Verkauf in einer anderen Sprache zu beginnen.
      2. Die Qualität der maschinellen Übersetzungen verbessert sich täglich, ist aber nicht wirklich genau. Dies gilt besonders für Sprachen wie Türkisch und leider auch bei Marketinginhalten, bei denen oft kleinste Nuancen einen großen Unterschied machen können. Von daher empfehlen wir in der Regel, auf dem Experts Marketplace von Shopify nach Partnern zu suchen, die deine Inhalte passgenau in die gewünschte Sprache übersetzen können. Je nachdem, wie viele Inhalte du übersetzen musst, kann ein solches Projekt zwischen ein paar hundert und ein paar tausend Euro kosten. 

      Wenn du gerade erst anfängst, empfehlen wir, zunächst mit maschinellen Übersetzungen zu beginnen und sich erst dann um manuelle Übersetzungen zu kümmern, wenn du eine gewisse Dynamik aufgebaut hast. Wenn du dann echtes Wachstum in deinem Zielmarkt verzeichnest oder du die Bedürfnisse und Nuancen dieses Marktes bereits verstehst, sollten mehr in professionelle Übersetzungen investieren.

      In Sachen Übersetzung solltest du zuerst die Seiten mit dem höchsten Besucheraufkommen, die Produkte und alle Informationen zu Recht und Nutzungsbedingungen priorisieren. Denke daran, auch deine E-Mail-Benachrichtigungen zu übersetzen. Schließlich sollen die Käufer aus deinem neuen Zielmarkt nach dem Kaufabschluss auch die automatischen E-Mails verstehen, die sie zur Bestätigung und Versandbenachrichtigung erhalten.

      Wenn alles soweit übersetzt ist, solltest du sicherstellen, dass die neue Sprache auf der entsprechenden internationalen Domain verfügbar ist. Hierfür gehst du in den Bereich „Domains“ zurück und legst sie entweder als Standard oder als Sprachoption fest. Shopify kümmert sich auch hier um die SEO, indem es die richtigen hreflang-Tags für jede neue Sprache setzt, die du veröffentlichst. Die zuvor installierte Geolocation-App ermöglicht es den Käufern zudem, die Sprachen bei Bedarf umzuschalten.

      Marketing und Werbung

      Werbung ist ein effektiver Weg, um Traffic aus deinem internationalen Zielmarkt zu generieren und die Nachfrage zu steigern, während du gleichzeitig dein lokales Einkaufserlebnis testen kannst. Du hast viel Arbeit investiert, um deinen Onlineshop für internationale Besucher zu lokalisieren. Stelle sicher, dass du aus all diesen Bemühungen Kapital schlägst, indem du auch dein Marketing lokalisierst.

      Unabhängig davon, auf welchen Kanälen du Werbung schalten möchtest, solltest du regionalspezifische Kampagnen erstellen, die deine internationalen Käufer gezielt ansprechen und sie auf die richtige Version deiner Website leiten. Für neue Kunden sollte das Einkaufserlebnis so reibungslos wie möglich sein. Dies gilt vor allem für diejenigen, die zum ersten Mal aus einem neuen Land oder einer neuen Region auf deine Website kommen.

      Um dies zu gewährleisten, solltest du zum Beispiel im Facebook-Werbeanzeigenmanager deine Anzeigen, die auf neue Käufer abzielen, in verschiedene Kampagnen aufteilen. Lokalisiere die Texte (eine effektive Taktik ist die Herausstellung eines schnellen Versands in das Zielland), die Bilder und stelle sicher, dass die Ziel-URLs die internationalen Domains widerspiegeln, die du für jeden Markt eingerichtet hast.

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      Facebook ist nur eines von vielen Beispielen, die hier zu berücksichtigen sind. Achte darauf, dass du die Werbung in jedem der Online-Kanäle lokalisierst, mit denen du Käufer ansprechen möchtest.

      Wenn du dynamisches Retargeting mit Facebook, Google oder Pinterest verwendest, sollten diese Kampagnen auch gemäß der Vorlieben deiner Käufer lokalisiert sein, indem du deren lokale Sprache und entsprechend konvertierte Preise einbindest. Dazu musst du einen Produkt-Feed von Shopify erstellen, der mehrere Währungen und Sprachen unterstützt, um sowohl die gleichen Preise als auch Texte deines Onlineshops anzuzeigen. Wir empfehlen entweder DataFeed Watch oder Multiple Google Shopping Feeds als dedizierte Lösung für Google.

      Weltweit verkaufen mit Shopify - Fazit

      Wir wollen ehrlich zu dir sein: Die globale Expansion kommt nicht ohne Hindernisse. Der globale E-Commerce ist komplex und nuanciert, verändert sich ständig in rasantem Tempo und zwingt uns alle dazu, uns so schnell wie möglich weiterzuentwickeln und anzupassen.

      Aber für jede Herausforderung gibt es buchstäblich eine ganze Welt voller Möglichkeiten: Es gibt etwa 4,66 Milliarden Internetnutzer auf diesem Planeten und die Schaffung von personalisierten, reibungslosen Einkaufserlebnissen bringt sie näher zu dir. Das ist der Grund, warum wir die Dinge bauen, die wir bauen, und warum du sie benutzen solltest. Denn gemeinsam wollen wir den Handel für alle besser machen.


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      Häufig gestellte Fragen zum weltweiten Verkauf

      Warum weltweit verkaufen?

      Die meisten Produkte eignen sich für einen internationalen Verkauf. Belieferst du mehr als einen Markt, steigert das seine Reichweite und die Zahl deiner potenziellen Kunden. Dein Unternehmen hat die Möglichkeit stärker zu wachsen und mehr Gewinn zu erwirtschaften.

      Kann man mit Shopify weltweit verkaufen?

      Ja! Shopify macht es dir leicht, weltweit zu verkaufen. Du kannst innerhalb eines einzigen Shops mehrere Zielmärkte abdecken. In diesem Beitrag erklären wir, wie du das anstellst.

      Was muss ich beim internationalen Verkauf beachten?

      Überlege dir bewusst, wohin du expandieren wirst. Sieh dir dazu deine bisherigen Zugriffe auf deinen Shop an und schau, ob sich darunter bereits Sitzungen aus anderen Ländern befinden. Das kann ein Indikator dafür sein, dass es sich um ein möglichen Zielmarkt handelt. Wenn du international Verkaufen willst, solltest du die Preise dann in Landeswährung anzeigen, die richtigen Steuern anbieten, entsprechende Versanddienstleister einbinden, über eine zum Zielmarkt passende Domain verkaufen und deinen Shop in die entsprechende Spreche übersetzen.

      Wie kann ich mit Shopify international verkaufen?

      Shopify bietet dir für alle wichtigen Punkte Möglichkeiten, um international zu verkaufen. Über Shopify Payments kannst du Währungen für verschiedene Länder anzeigen lassen. Mit der Geolocation-App kannst du anschließend entdecken, aus welchem Land dein Besucher kommt und die richtige Landeswährung anbieten. Shopify rechnet deine Basispreise automatisch in die Währung deines Käufers um, indem es einen Live-Wechselkurs verwendet. Du kannst allerdings auch manuelle Wechselkurse nutzen. Shopify blendet zudem je nach Landesbestimmung Steuern ein und aus und bietet dir im App Store viele Apps um deinen Shop zu übersetzen.

      Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

      Dieser Beitrag erschien im Original auf dem shopify.com-Blog und wurde übersetzt.