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SKU: Wie die Artikelnummer funktioniert & dein Business stärken kann

SKU Artikelnummer

Bist du ein Einzelhandelsveteran oder bereitest du dich gerade auf die Eröffnung deines ersten Geschäfts vor? Hast du einen großen Bestand an verschiedenen Produkten oder hältst du diesen eher begrenzt und spezialisierst dich auf nur ein Produkt? Verkaufst du vor Ort in einem Geschäft oder online? Unabhängig von deiner Antwort verfügst du wahrscheinlich bereits über eine SKU-Architektur oder planst, sie für dein Business zu entwickeln.

Eine SKU (auch Artikelnummer oder Lagereinheit) hilft, ein bestimmtes Produkt zu verfolgen. Aber was du vielleicht nicht weißt, ist, wie das Ganze hinter den Kulissen funktioniert. Dieser Beitrag soll dir dabei helfen, die Sinnhaftigkeit von Artikelnummern zu verstehen und dir zeigen, wie du sie effektiv einsetzen kannst.

Inhaltsverzeichnis


Mit Shopify kannst du eine effektive SKU-Struktur aufbauen und umsetzen!

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Was ist eine SKU?

Eine SKU (= Stock Keeping Unit) bzw. Artikelnummer ist eine eindeutige Nummer, die zur internen Verfolgung des Bestands eines Unternehmens verwendet wird. SKUs sind alphanumerisch und sollten Informationen zu den wichtigsten Merkmalen eines Produkts enthalten, z. B. Preis, Farbe, Stil, Marke, Geschlecht, Typ und Größe. Diese in den SKUs enthaltenen Informationen sollten zudem in der Reihenfolge vom Wichtigsten zum Unwichtigsten geordnet werden.

SKU-Nummern sind nicht universell. Sie sind genau auf dein Business abgestimmt und können so angepasst werden, dass sie die relevantesten Informationen zu deinen Produkten repräsentieren.

SKU number diagram | Shopify Retail blog

Wie werden SKUs verwendet?

Handelnde verwenden SKUs, um ihren Bestand und ihre Verkäufe zu verfolgen. Dies wiederum kann analytische Daten liefern, die für die Entwicklung von Geschäfts- und Kundenbeziehungen von Vorteil sind. Folgendes solltest du allerdings im Hinterkopf behalten: Nicht jeder wird dasselbe verfolgen. Daher ist es wichtig, dass du die spezifischen Anforderungen deines Unternehmens untersuchst, bevor du deine SKU-Architektur aufbaust.

Wie erstellst du also eine SKU-Architektur für dein Unternehmen? Folge diesen einfachen Schritten:

  • Führe dir die Größe deines Lagerbestands vor Augen: Wenn dein Bestand nur minimal ist, kannst du eine Architektur erstellen, die den Kundentyp verfolgt, z. B. Erwachsene, Babys, Kinder usw. Wenn dein Bestand eher größer ist, solltest du die Eigenschaften des Produkts nach Kundentyp weiter aufschlüsseln, um zusätzliche Details zum Produkt bereitzustellen.

Typ > Geschlecht > Größe

  • Stelle sicher, dass die Zahlenfolge eindeutig ist: Wenn deine SKUs beispielsweise eine Hersteller-SKU widerspiegeln oder für verschiedene Produkte dupliziert wurden, wirst du dein Inventar möglicherweise nicht genau verfolgen können.
  • Denke an den Kund:innen: Du solltest dir auch klar machen, was Kund:innen an deinen Produkten wichtig ist. Fragen sie häufig nach der Farbe? Wenn dies der Fall ist, solltest du die Nummer, die für die Farbe steht, am Anfang deiner SKU aufführen. So kannst du ihnen schnell die gewünschten Informationen zur Verfügung stellen.
  • Wähle dein Inventarsystem: Wenn du ein POS-System verwendest, kannst du darin meist eine SKU-Architektur erstellen. Wenn das nicht der Fall ist und du über einen kleinen Bestand verfügst, kannst du sie tatsächlich von Hand und nach Bedarf erstellen. Alternativ kannst du Online-Generatoren wie Primaseller oder TradeGecko verwenden, die den Prozess für dich vereinfachen.

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Hier sind ein paar Dinge, die du bei der Namensgebung beachten solltest:

  • Bleibe zwischen 8 und 12 Zeichen
  • Beginne die Zahl mit einem Buchstaben
  • Verwende niemals eine Null
  • Halte das Format leicht verständlich
  • Stelle sicher, dass jeder Buchstabe und jede Zahl eine Bedeutung hat

Lesetipp: Erfahre alles über das brandneue Shopify Kassensystem: Entwickelt für den Einzelhandel von heute.

Was ist der Unterschied zwischen einer SKU-Nummer und einem EAN-Code?

sku-ean

Hast du dich jemals gefragt, was diese beiden scheinbar identischen Zahlenreihen, SKU und EAN-Code, auf der Rückseite eines Produkts wirklich bedeuten? Obwohl sie ähnlich aussehen, leisten sie tatsächlich zwei verschiedene Dinge.

Nachfolgend eine Aufschlüsselung der Unterschiede:

SKU (Stock Keeping Unit)

EAN (European Article Number)

  • Intern
  • Universell
  • Zwischen 8–12 Zeichen
  • Immer 13 Zeichen
  • Identifiziert Produktmerkmale
  • Identifiziert Hersteller und Artikel
  • Alphanumerisch
  • Numerisch
  • Der Händler bestimmt seine SKU-Architektur
  • In Deutschland herausgegeben von der GS1 Germany GmbH
  • Von einem Barcode begleitet

Wenn du ein neues Unternehmen bist und noch Barcodes für deine Waren benötigst, solltest du dir die Website von GS1 Germany anschauen. Dort kannst du Barcodes und EANs für den Verkauf deiner Produkte im Geschäft und online generieren.

Du solltest auch immer darauf achten, dass deine SKUs und EAN-Codes nicht gleich sind. Hier eine Faustregel: Lasse deine SKU die Produkteigenschaften identifizieren. Mit dem EAN-Code wird der Hersteller (die ersten sechs Ziffern) und der Artikel (die nächsten fünf Zeichen) identifiziert, worauf als letzte Zahl die Prüfziffer folgt. Die Prüfziffer wird durch Addition und/oder Multiplikation mehrerer Ziffern des Codes formuliert, um zu zeigen, dass der EAN-Code gültig ist.


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So nutzt du SKUs, um dein Geschäft anzukurbeln

1. Genaue Verfolgung deines Inventars

Da mithilfe von SKU-Artikelnummern Produkteigenschaften dokumentiert werden, können sie dazu verwendet werden, dein Inventar genau zu verfolgen. Dies führt zu einer der wichtigsten Eigenschaften, die es zu kontrollieren gilt: die Verfügbarkeit. Wenn du den Status deiner Produkte kontinuierlich abgleichen kannst, kannst du mithilfe deines SKU-Systems bestimmen, wann genau du neue Produkte bestellen musst. So stellst du sicher, dass deine Artikel stets verfügbar sind. Dies wird auch als „Nachbestellpunkt“ bezeichnet.

Was mit einer solchen Genauigkeit einhergeht, sind Effizienz und Produktivität. Wenn du deine Produkte in Echtzeit verfolgst, wirst du die sich ständig ändernden Anforderungen deines Unternehmens besser verstehen können.


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2. Umsatzprognosen

Wenn du deinen Bestand genau beziffern kannst, helfen SKUs auch bei der Umsatzprognose. Mit dieser lässt sich der Bedarf deines Unternehmens besser vorhersehen. So kannst du deine Produkte leichter auf Lager halten, was dich wiederum bei Kund:innen und Zulieferern als zuverlässigen Händler auszeichnet.

Beachte jedoch, dass du bei der anfänglichen Verwendung von SKU-Nummern zur Umsatzprognose strategisch vorgehen und nicht vorschnell „Ladenhüter“ aus dem Sortiment nehmen solltest. Einige deiner wichtigen Kund:innen möchten diese Produkte eventuell immer noch haben. Wenn du den Verkauf der vermeintlichen Ladenhüter einstellst, wandert deine Kundschaft vielleicht zu einem anderen Unternehmen ab, das diese Produkte anbietet.

So rief zum Beispiel im Jahr 2008 Walmart eine Initiative namens Project Impact ins Leben. Hierbei wurden die umsatzstärksten Produkte des Unternehmens beibehalten, die am schlechtesten verkauften entfernt und teurere Artikel hinzugefügt. Das Ergebnis? Ein schneller Umsatzrückgang: Die Kund:innen hatten sich bei der Konkurrenz umgeschaut, bei der die Artikel noch im Sortiment waren.

„Meistens kaufen Kund:innen keine Produkte, sondern ein ganzes Paket von Eigenschaften.“

Es gibt jedoch eine Lösung, die deine SKU-Architektur umfasst. Laut eines Artikels der Harvard Business Review solltest du dir überlegen, wie Personen deine Produkte kaufen.

„Meistens kaufen Kund:innen keine Produkte, sondern ein ganzes Paket von Eigenschaften“, schreiben Marshall Fisher und Ramnath Vaidyanathan, die Autoren des HBR-Artikels. „Denken Sie an das letzte Mal, als Sie einen Fernseher gekauft haben. Haben Sie gesagt: 'Ich will TV X'? Oder haben Sie über Bildschirmgröße, Auflösung, Preis, LCD versus Plasma und die Marke nachgedacht?“

Du solltest deine SKU-Architektur so strukturieren, dass du die Informationen bereitstellst, die Kund:innen wirklich über deine Produkte wissen wollen. So kannst du deine Produkte strategischer analysieren und wichtige (und kluge) Entscheidungen in Bezug auf den sich ständig ändernden Bestand deines Geschäfts treffen.

Lesetipp: So entscheidet deine Kundschaft, was sie kauft.

3. Optimaler Einsatz deiner größten Umsatzträger

Umsatzträger

Wie bereits erwähnt, kann dir deine SKU-Architektur aufzeigen, was die begehrtesten und am wenigsten nachgefragten Artikel deines Geschäfts sind. So weißt du nicht nur, wann du nachbestellen und welche Artikel du aus dem Bestand nehmen musst. Das Ganze ermöglicht dir auch einen noch kreativeren Umgang mit deinen Bestsellern, wodurch du im besten Fall noch mehr Umsatz generieren kannst.

Wenn du weißt, was die größten Gewinnbringer deines Unternehmens sind, kannst du strategische Produktpräsentationen erstellen, sicherstellen, dass sie auf deiner Website leicht zugänglich sind und sie selbstverständlich immer auf Lager halten.

Lesetipp: 21 Inspirationen für 2021: Die besten Designs für deinen Onlineshop.

4. Steigerung der Kundenbindung und -zufriedenheit

Wie wir bereits erläutert haben, lassen sich mithilfe von SKU-Architekturen Nachbestellpunkte antizipieren. Auf die Art kannst du deine Kundenbindung verbessern und Besucher:innen dabei helfen, immer das gesuchte Produkt zu finden. So schaffst du ein Einkaufserlebnis, bei dem nur äußerst selten Artikel ausverkauft und nicht verfügbar sind. Das kann wiederum zu einer erhöhten Markentreue und Zufriedenheit führen.

Und wenn ein Produkt tatsächlich vergriffen ist, werden deine Kund:innen vielleicht eher bereit sein, sich in Geduld zu üben, anstatt sich direkt nach einer Alternative umzuschauen.

5. Den Kund:innen neue Anregungen bieten

Wenn du mehrere Produktmerkmale über deine SKU verfolgst, ist diese Art von Informationen nicht nur auf die Bestands- und Verkaufsanalyse beschränkt. Vielmehr können sie auch auf der Verkaufsfläche angewendet werden. Wenn ein Produkt nicht mehr vorrätig ist, kannst du deine SKU-Kenntnisse nutzen, um Kund:innen ein ähnliches Produkt vorzuschlagen.

Dies kann auch online genutzt werden. Denke nur an all die von dir besuchten Onlineshops. Wenn du auf einen bestimmten Artikel klickst, werden auf der Seite normalerweise ähnliche Artikel angezeigt, die dir gefallen könnten. Dies wurde wahrscheinlich auf Basis der SKU-Architektur umgesetzt. Meist wird hier ein Algorithmus angewendet, um Vorschläge mit ähnlichen SKU-Merkmalen auszuspielen.

Der nächste Schritt: Erstellen deiner eigenen SKU-Nummern

Auch hier gilt: SKUs sind keine Einheitsgröße für Handelnde. Je mehr du deine Architektur an deine spezifischen Bedürfnisse anpasst, desto erfolgreicher wird dein Unternehmen sein.

Vergiss aber nicht, dass du dir zunächst klarmachen solltest, was für dich, deine Logistik und deine Kundschaft wichtig ist. Anschließend kannst du mit dem Erstellen einer SKU-Architektur beginnen, mit deren Hilfe du den Bestand deines Unternehmens effektiv verwalten kannst. Gleichzeitig wirst du dadurch verstehen, wie du wachsen und dich an die sich ständig ändernden Anforderungen anpassen kannst.


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Häufig gestellte Fragen zur SKU

Was ist eine SKU?

Eine SKU bzw. Artikelnummer ist eine eindeutige Nummer, die zur internen Verfolgung des Bestands eines Unternehmens verwendet wird. Handelnde verwenden SKUs, um ihren Bestand und ihre Verkäufe zu verfolgen. Dies wiederum kann analytische Daten liefern, die für die Entwicklung von Geschäfts- und Kundenbeziehungen von Vorteil sind.

Wie funktioniert eine Artikelnummer?

SKUs sind alphanumerisch und sollten Informationen zu den wichtigsten Merkmalen eines Produkts enthalten, z. B. Preis, Farbe, Stil, Marke, Geschlecht, Typ und Größe. Diese in den SKUs enthaltenen Informationen sollten zudem in der Reihenfolge vom Wichtigsten zum Unwichtigsten geordnet werden.

Warum sind SKU-Nummern so wichtig?

SKU-Nummern sind wichtig, da sie sicherstellen, dass dein Lagerbestand genau verfolgt wird. Außerdem kannst du damit genau bestimmen, wann du neue Produkte bestellen musst, damit deine Ware nie ausverkauft ist.

Sind SKUs und Barcodes dasselbe?

Obwohl Artikelnummern oder SKUs und Barcodes ähnlich sind, sind sie nicht dasselbe. Ein Barcode unterscheidet sich von einer SKU durch die Art und Weise, wie er einem Produkt zugewiesen wird. SKU-Nummern sind für ein Unternehmen eindeutig. Barcodes sollten hingegen allen identischen Produkten zugewiesen werden, unabhängig davon, wo sie verkauft werden.

Wie erstellt man eine SKU?

Wenn du ein POS-System verwendest, kannst du darin meist eigene SKUs erstellen. Wenn du keines hast und über einen kleineren Bestand verfügst, kannst du sie auch von Hand und nach Bedarf anlegen.

Können zwei Produkte dieselbe SKU haben?

Nein. SKU-Nummern sind für das Unternehmen, welches das Produkt verkauft, eindeutig. Jedoch können zwei Produkte denselben Barcode oder dieselbe EAN-Nummer haben.


Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf Englisch und wurde übersetzt.