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Shopify rechtssicher machen: So machst du deinen Online-Store in 10 Minuten DSGVO-konform (Webinar und White Paper)

Shopify rechtssicher machen mit IT-Rechts Kanzlei

Wie haben hier im Blog bereits einige Funktionen vorgestellt und Beiträge veröffentlicht, in denen wir erläutern, wie du deinen Store bei Shopify rechtssicher machen kannst - etwa mit diesem kostenlosen Impressum Generator. Die wichtigsten Links und Materialien findest du jetzt aber auch noch einmal im ersten Abschnitt dieses Beitrags. Im zweiten Teil erklären wir dir außerdem, wie du deinen Shopify-Store in fünf Schritten EU-Cookie-Richtlinien-konform machst.


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Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: IT-Recht Kanzlei Whitepaper und Webinar: So machst du deinen Store bei Shopify rechtssicher

Um es unseren Händlerinnen und Händlern noch leichter zu machen, einen rechtssicheren Shop aufzusetzen und zu betreiben, haben wir uns mit unserem Partner, der Münchner IT-Recht Kanzlei, zusammengesetzt und zwei Ressourcen erstellt: ein zehnminütiges Webinar und ein ausführliches White Paper.

 Das Webinar der IT-Recht Kanzlei zeigt anhand echter Shop-Beispiele, wie du deinen Store fit für das Fernabsatzrecht machst. Das vollständige Transkript des Webinars findest du unter diesem Post - so kannst du in aller Ruhe nachlesen, was wir hier präsentieren.

Lesetipp: Das gesamte Thema Rechtssicherheit begründet sich auf der DSGVO. In diesem Beitrag erklären wir dir, was die DSGVO ist und was sie für Händlerinnen und Händler bedeutet.

Du willst noch einmal im Detail nachlesen, was in dem Video besprochen wurde? Kein Problem, hier ist der komplette Inhalt des Webinars als Transkript:

Transkript des Webinars "So machst du deinen Shopify-Onlineshop rechtssicher" (zum Ausfahren klicken)

Herzlich willkommen zum Webinar „Shopify Shops rechtssicher gestalten“, das Shopify in Kooperation mit der IT-Recht Kanzlei München durchführt. Mein Name ist Phil Salewski und ich bin als Rechtsanwalt in der IT-Recht Kanzlei München unter anderem auf dem Gebiet des E-Commerce-Rechts tätig. 

In den nachfolgenden zehn Minuten werde ich aufzeigen, wie sich die wichtigsten gesetzlichen Anforderungen des Fernabsatzrechts auf Shopify umsetzen lassen. Hierfür nutze ich einen Shopify-Testshop, in dem ich Schritt für Schritt auf die vorzunehmenden Einstellungen eingehen werde.

Beginnend mit der Einbindung von Rechtstexten in Form von AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung und Impressum gehe ich über zur korrekten Darstellung des Hinweises auf die enthaltene Mehrwertsteuer und zzgl. Anfallende Versandkosten. Daraufhin zeige ich auf, wie sich Zahlungsmittel- und Versandinformationen einbinden lassen. Im nächsten Schritt widme ich mich der Einbindung der notwendigen Lieferzeitangaben und der Informationen zu den wesentlichen Produkteigenschaften auf Artikeldetailseiten und schließe das Tutorial mit der korrekten Ausgestaltung der Bestellübersichtsseite ab. 

Am Ende des Webinars möchte ich noch kurz auf das Thema Abmahnungen zu sprechen kommen, denen man mit der rechtssicheren Ausgestaltung des Shops gerade vorbeugen kann. 

1. Einbindung von Rechtstexten

Beginnen wir mit der Einbindung der Rechtstexte.
Hierfür klicken wir nach dem Log-In den Shopify-Shop links unten in der Navigation auf „Einstellungen“. Sodann klicken wir auf „Rechtliches“. Es erscheinen nun verschiedene Freitextfelder mit entsprechender Bezeichnung, in der die Rechtstexte durch Copy&Paste hinterlegt werden können (AGB mit Kundeninformationen, DSE,WB, Impressum)
Weil hier besondere Vorsicht geboten ist, durchlaufen wir dies am Beispiel des Impressums. Hier ist es von besonderer Wichtigkeit, dass der Link auf die Online-Streitschlichtungsplattform der EU-Kommission anklickbar dargestellt ist. Wir fügen nun ein Musterimpressum ein und klicken anschließend auf „Speichern“. Zum besagten Link kommen wir gleich zurück.

Nachdem wir nun nach diesem Beispiel alle Rechtstexte eingefügt haben, ist es empfehlenswert, diese dem Fußzeilenmenü des Shops hinzuzufügen. So sind Sie für jeden Shop-Besucher jederzeit abrufbar. Hierfür klicken wir unter „Vertriebskanal“ auf „Navigation“ und dann auf „Fußzeilenmenü“

Hier kann man nun verschiedene Menü-Punkte hinzufügen. Dies tun wir unter Bezugnahme auf die hinterlegten Rechtstexte. Klick auf „Menü-Eintrag hinzufügen“, dann Link „Rechtliches“ und den jeweiligen Rechtstext auswählen. Für das Impressum wählen wir „Legal Notice“ aus und benennen es im Titel als „Impressum“.

Das Ganze sollte nun für die anderen Rechtstexte wiederholt werden, wobei jeweils als Titel der deutsche Begriff, also AGB, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung, zu wählen ist. 

Ein Blick auf die Startseite im Online-Shop zeigt, dass die Einbindung erfolgreich war. Klickt man auf das Impressum, sieht man, dass Shopify den OS-Link erkannt hat und bereits rechtssicher klickbar dargestellt hat. 

2. Mehrwertsteuer und Versandkostenhinweis

Nach der deutschen Preisangabenverordnung ist bei Angeboten im Online-Shop zwingend auszuweisen, dass die Preise die gesetzliche Mehrwertsteuer enthalten und ob ggf. Versandkosten anfallen. 

Widmen wir uns zunächst dem Mehrwertsteuerhinweis. Diesen fügen wir ein, indem wir auf Einstellungen und im sich dann anschließenden Feld auf „Steuern“ klicken. Hier aktivieren wir das Häkchen neben „Alle Preise inkl. Steuern anzeigen“. Dadurch wird der Mehrwertsteuerhinweis automatisch immer der jeweiligen Preisangabe beigestellt. Ein Blick in den Online-Shop bestätigt das. 

Etwas komplizierter wird das Hinzufügen zuzüglicher Versandkosten. Hierfür müssen wir wieder unter „Einstellungen“ die Option „Rechtliches“ aufrufen und unter Versandkosten unsere Versandkostenpolitik eintragen. Klicken wir nun auf Speichern, erkennt Shopify dies automatisch und fügt jedem Mehrwertsteuerhinweis einen Link mit der Bezeichnung „zzgl. Versandkosten“ hinzu, der nach Anklicken auf die Versandkosten führt. 

Für einen späteren Schritt sollten wir auch die Versandkosten im Fußzeilenmenü anpinnen. Navigation, Fußzeile, Menü-Eintrag in Fußzeile hinzufügen, und als Versandkosten benennen.

3. Zahlungsmittel und Versandinformationen hinterlegen

Nach 312j BGB müssen Verbraucher spätestens bei Beginn des Bestellvorgangs über die zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel und Lieferbedingungen informiert werden. Umsetzen lässt sich dies auf Shopify am besten durch Einstellungen der zentralen Shop-Seite. 

Zum Hinzufügen der Versandbedingungen begeben wir uns zunächst wieder in den Punkt „Versandkosten“ unter Rechtliches und fügen zusätzlich zu den bereits hinterlegten Versandkosten Versandbedingungen hinzu, etwa, welches Transportunternehmen wir beauftragen, in welche Länder wir liefern usw.
Nach einem Klick auf Speichern gehen wir nun ins Fußzeilenmenü zum eben angelegten Versandkosten-Reiter. Diesen benennen wir durch Klick auf „Bearbeiten“ um in „Versandbedingungen“ um. Nun haben wir mit dem gleichen Textfeld einmal rechtssicher den Versandkostenhinweis und andererseits auch unsere Versandbedingungen ausgewiesen. 

Als nächstes kommen die akzeptierten Zahlungsmittel. Diese können wir unter „Einstellungen“ -_> Zahlungsmethoden hinterlegen. Aktiviert ist bei uns Shopify-Payments, das als Shopify-eigene Zahlungsart alle gängigen Bezahlmöglichkeiten vereint. 

Um diese Zahlungsarten nun auf der Shop-Seite sichtbar zu machen, klicken wir links auf Home und dann auf Themen anpassen. Dann klicken wir auf „Fußzeile“ und aktivieren das erste Häkchen „Zahlungs-Buttons anzeigen“. Ein Klick auf Speichern und : geschafft. Die von uns akzeptierten Zahlungsmittel werden nun in der Fußzeile unseres Shops angezeigt. 

4. Lieferzeiten und wesentliche Produkteigenschaften

Nach §312d Abs. 1 BGB  müssen Verbraucher in Produktangeboten zwingend über die Lieferzeit und die wesentlichen Produkteigenschaften informiert werden. Welche Eigenschaften wesentlich sind, hängt immer vom konkreten Produkt ab. Oft kommen hier spezifische Kennzeichnungsverordnungen ins Spiel. Als Beispiel nehme ich ein T-Shirt, für das nach der europäischen Textilkennzeichnungsverordnung unbedingt die Textilfaserzusammensetzung angegeben werden muss.

Lieferzeit und wesentliche Eigenschaften können bei Shopify direkt in der jeweiligen Produktbeschreibung eingefügt werden. Hierfür klicken wir links auf „Produkte“, wählen das betroffene Produkt aus und gelangen dann in den Editor, wo unter „Beschreibungen“ die Hinweise auf die Lieferzeit und wesentliche Eigenschaften, hier vor allem in Form der Faserkennzeichnung, eingefügt werden können. Nach Klicken auf Speichern werden diese Pflichtinformationen nun immer beim Aufrufen der Produktdetailseite angezeigt. 

5. Checkout

Kommen wir abschießend zur Gestaltung des Checkouts, also der Bestellübersichtsseite. 

Hier existieren ebenfalls besondere Anforderungen. Zum einen muss der Käufer die AGB akzeptieren, damit Sie Geltung entfalten, und die Widerrufsbelehrung zur Kenntnis genommen haben. Zum anderen müssen auf der Bestellübersichtsseite die Versandkosten als konkreter Betrag ausgewiesen und dem Zahlbetrag hinzugefügt werden. Schließlich muss zum einen gem. § 312j Abs. 3 BGB ein eindeutiger Bestell-Button angezeigt werden, der die Kostenpflichtigkeit verdeutlicht.

Um die Anerkennung der AGB und die Kenntnisnahme der Widerrufsbelehrung auf Shopify bestätigen zu lassen, gehen wir auf Einstellungen und diesmal auf „Bestellabwicklung“. Hier aktivieren wir nun das Häkchen neben „einen Bestätigungsschritt“ anfordern. Dadurch wird im Checkout ein Einverständnis des Käufers mit den AGB und eine Kenntnisnahme der Widerrufsbelehrung formuliert. 

Um Versandkosten im Checkout auszuweisen, gehen wir unter „Einstellungen“ auf „Versand“. Hier können wir nun unsere Versandkosten hinterlegen, sodass sie in der Bestellübersicht angezeigt werden. Natürlich müssen die Kosten mit denjenigen übereinstimmen, die wir zuvor in unserem Versandkostenhinweis formuliert haben. 

Um den Bestellbutton brauchen wir uns bei Shopify nicht zu sorgen, da dieser bereits die Formulierung „Jetzt kaufen“ trägt und damit rechtskonform ausgestaltet ist. Machen wir einmal den Test:
AGB und WB, Versandkosten, Steuern, Kaufen.

Damit schließen wir das Tutorial zur Erfüllung der grundlegenden Gesetzespflichten ab, die nötig sind, um Shopify rechtssicher zu machen. An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass es freilich noch diverse weitere rechtliche Voraussetzungen geben kann, die vor allem von der Art und den Eigenschaften der angebotenen Produkte und Person des Verkäufers abhängen können. Insofern wurde hier nur auf die wesentlichen und allgemeingültigen rechtlichen Anforderungen eingegangen. 

6. Abmahnung

Zum Ende dieses Webinars möchte ich noch kurz auf das Thema der wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen eingehen, zu deren Vermeidung die eben vorgenommenen Einstellungen wichtig sind. Mit Abmahnungen wird der Verstoß gegen geltendes Wettbewerbsrecht gerügt. Zum geltenden Wettbewerbsrecht zählen auch das Verbraucherinformationsrecht im E-Commerce sowie die Rechtspflichten über Preisangaben.

Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen können von Mitbewerbern und qualifizierten Verbänden ausgesprochen werden. Mit der bezeichneten Rüge eines Wettbewerbsverstoßes geht in Abmahnungen immer die Forderung einher, den gerügten Verstoß zukünftig zu unterlassen und hierfür binnen einer Frist eine sogenannte vertragsstrafenbewährte sog. Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abzugeben.  Eine vorgefertigte Erklärung liegt der Abmahnung regelmäßig bei. 

Gleichzeitig geht, wenn der Abmahnende für das Aussprechen der Abmahnung einen Rechtsanwalt aufgesucht hat, mit der Abmahnung die Forderung einher, die angefallenen Rechtsanwaltskosten zu erstatten. Schließlich wird mit dem Einleiten gerichtlicher Schritte für den Fall gedroht, dass die Unterlassungserklärung nicht abgegeben wird. 

Die Abgabe der Unterlassungserklärung auf eine begründete Abmahnung hin kann für den Abgemahnten vorteilhaft sein, da sich mit Ihr ein gegebenenfalls kostenintensiver Gerichtsprozess vermeiden lässt. Auf der anderen Seite erklärt sich der Abgemahnte mit Unterzeichnung der Unterlassungserklärung für jeden Fall der erneuten Zuwiderhandlung aber mit der Zahlung einer Vertragsstrafe bereit, die ihrerseits erhebliche wirtschaftliche Folgen haben kann. 

Daher ist zu empfehlen, beim Erhalt einer Abmahnung in jedem Fall rechtlichen Rat hinzuzuziehen. Ein fachkundiger Anwalt kann nämlich prüfen - ob die Abmahnung überhaupt begründet ist, also ob tatsächlich ein  wettbewerbsrechtlicher Verstoß begangen wurde. Ist sie es nicht, sollte man sich gegen sie unbedingt zur Wehr setzen und die gegnerischen Forderungen zu Fall bringen.

Weiter kann der Anwalt prüfen, ob bei einer begründeten Abmahnung die Unterzeichnung der Unterlassungserklärung sinnvoll ist, ob diese evtl. mit dem Ziel einer geringeren Belastung für den Abgemahnten noch modifiziert werden kann oder ob es kostentechnisch und taktisch sinnvoller ist, die Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen und stattdessen einen gerichtlichen Prozess abzuwarten. 

Haben Sie eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung erhalten, steht Ihnen die IT-Recht Kanzlei gerne persönlich zur Verfügung. 

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. 


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Weitere interessante Ressourcen für Shopify-Nutzer

Neben der Vorzertifizierung durch den Händlerbund und die IT-Recht Kanzlei - durch die du das Theme Debut sicher nutzen kannst - haben wir eine Reihe an Artikeln zum Thema Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und E-Commerce-Recht in Deutschland veröffentlicht.

Außerdem gibt es einen Schnellstart-Guide zum richtigen Setup deines Webshops und einen Artikel zum Thema Grundpreis und wie du diesen mit Shopify angeben kannst. In unserem Blog verraten wir dir ebenfalls, wie du der Impressumspflicht nachkommst.


Template Icon

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Der Shopify-Experte und leidenschaftliche Shop-Betreiber Adrian Piegsa zeigt dir, wie du dich anmeldest, eine Domain verknüpfst, Produkte auswählst und natürlich alle rechtlichen Vorgaben umsetzt.

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Detailliertes White Paper zum Thema Rechtssicherheit des Onlineshops

Wir haben zudem für Shopify-Shopbetreiber:innen wertvolle Tipps in Form eines White Papers erarbeitet. In dem 40 Seiten starken Dokument erfährst du, wie du Shopify rechtssicher machen kannst. Dies geschieht vor allem durch die Umsetzung von Informationspflichten sowie rechtlich notwendiger Ausgestaltungen von Bestellprozess, Warenkorb und Co.

Konkret wird auf die folgenden Inhalte eingegangen und die Einstellung im Shopify Store anhand von Screencasts und Screenshots erklärt:

  • Rechtstexte auf Shopify richtig einbinden
  • Mehrwertsteuer und Versandkostenhinweis bei Shopify rechtskonform darstellen
  • Zahlungsmittel- und Versandinformationen auf Shopify rechtskonform hinterlegen
  • Lieferzeiten und wesentliche Produkteigenschaften bei Shopify richtig einbinden
  • Bestellübersichtsseite (Checkout) auf Shopify rechtskonform gestalten
  • Abmahnungen

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    Lesetipp: Shopify auf YouTube: Finde weitere kostenlose Tipps, Webinare und Tutorials, um deinen Onlineshop noch besser zu machen!

    Teil 2: Shopify EU-Cookie-Richtlinien-konform machen

    Im Zweiten Teil dieses Beitrages erklärt dir Shopify Experte Deniz Demirsoy von der Münchner E-Commerce Beratung Dual Citizen, wie du deinen Shopify Store in fünf Schritten EU-Cookie-Richtlinien-konform machst.how to start a blog

    Quelle: Gratisography

    Es ist ein lästiger Klick, der Text wird in der Regel nicht gelesen und man geht gleich auf "Alle akzeptieren", klickt, denkt nicht weiter darüber nach… Die Rede ist vom Cookie-Hinweis. Selten hat mal jemand etwas Spaß damit, der Postillion ist eine Ausnahme:

    Postillon Cookie-BannerQuelle: Der Postillon - Ehrliche Nachrichten. Unabhängig, schnell, seit 1845. 

    Der Cookie-Hinweis, auch Cookie Consent genannt, ist bei Shopify Stores standardmäßig nicht enthalten, aber notwendig, um Shopify rechtssicher zu machen. Es existieren grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Hinweis in deinen Onlineshop einzubinden:

    1. Man nimmt eine von mehreren kostenpflichtigen Apps aus dem Shopify Store, mit denen man den Shop aufrüstet.
    2. Man baut den Hinweis selbst ein, wenn man in der Lage ist, etwas Code an die richtige Stelle zu kopieren.

    Kostenloses Ebook: 12 Produkte, die du 2021 verkaufen solltest

    In diesem Ebook stellen wir 12 Produkte vor, die absolut im Trend liegen und die du im Jahr 2021 unbedingt verkaufen solltest.


    Entscheidest du dich für die zweite Möglichkeit, kommt hier eine kurze Anleitung, wie du eigenhändig einen Cookie-Hinweis für deinen Shopify Store erstellen kannst:

    Aber, Achtung! Man verändert dabei den Template-Code. Zwar geschieht dies nur geringfügig, aber äußerste Vorsicht sei geboten. Solltest du dich hierbei nicht sicher fühlen, solltest du lieber die Finger davon lassen.

    So machst du deinen Onlineshop EU-Cookie-Richtlinien-konform:

    1. Besuche die Webseite osano.com
    2. Erzeuge den Code ohne Programmierung
    3. Gehe im Admin auf die Theme Konfiguration
    4. Erstelle ein Snippet für den Cookie Code
    5. Mach eine kleine Änderung in der Datei theme.liquid

    1. Besuche die Webseite osano.com

    Zu osano.com geht's hier entlang. Es gibt allerdings auch andere Webseiten dieser Art. Das Erstellen des Hinweises ist kostenlos und die Bedienung des Open-Source-Tools sehr einfach. Wenn du dem Link gefolgt bist, klicke auf "Download open-source" und in dem neuen Fenster, das sich nun öffnet, auf "start coding". Es erscheint eine Maske für die Konfiguration deines Consents.

    2. Konfiguriere den Cookie-Hinweis

    In Schritt zwei legt man fest, wo der Hinweis erscheinen soll. Dazu wählt man die Farben, den Text, den Link auf den weitergeleitet werden soll (sollte eine entsprechende Seite bereits im Shop angelegt sein) aus.

    Cockie Consent erstellen bei osano.comQuelle: osano.com

     

    Kopiere den Code, der im rechten Fenster (unter "Copy the Code") erscheint in deine Zwischenablage.

    3. Gehe im Shopify Admin auf die Theme Configuration

    Ganz schnell geht das mit den Tastaturbefehl "g w t" - gib diese Buchstaben im Admin-Bereich einfach ganz schnell hintereinander ein. Den Code kannst du über Actions > Edit Code bearbeiten.

    Theme anpassen Shopify 

    Lesetipp: Um Anpassungen am Code deiner Seite vorzunehmen, könntest du auch einen Freelancer engagieren, der die Arbeit für dich übernimmt. Wie du den richtigen Freelancer für dein Projekt findest, erklären wir dir in diesem Blogbeitrag.

    4. Erstelle ein Snippet mit dem Namen "eu-cookie-richtlinie"

    Unter Snippets > Add a new snippet kannst du ein neues Snippet erstellen.

    Add New SnippetHier kannst du den Code reinkopieren, den du noch von osano.com in der Zwischenablage hast:

    Snippet Code

    Anschließend speichern nicht vergessen mit Save. Den Button findest du rechts oben in der Ecke.

    5. Letzter Schritt: Kleine Änderung in der Datei theme.liquid

    Diese befindet sich ganz oben unter Layout.

    Füge die folgende Zeile unmittelbar vor dem </head> ein: {% include 'eu-cookie-richtlinie' %}

    Theme Liquid Code

    Save nicht vergessen.

    Und schon bist du fertig und hast einen EU-Richtlinien-konformen Cookie-Hinweis auf deiner Webseite!

    Dein Onlineshop ist rechtssicher? Sehr gut, jetzt wird es Zeit, ihn bekannt zu machen! Wie das anderen Shopify-Händler:innen vor dir gelungen ist, hörst du im Podcast! 
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      Häufig gestellte Fragen zur Rechtssicherheit von Shopify

      Warum einen Onlineshop rechtssicher machen?

      Das Fernabsatzrecht definiert eine Reihe von Pflichten für Onlinehändler. So müssen beispielsweise beim Checkout AGB und Widerrufsbelehrung zwingend vom Käufer bestätigt werden, ehe die Bestellung abgeschlossen werden kann. Bei Verstößen gegen diese und andere Regelungen drohen Händlern hohe Strafen in Form von Abmahnungen, die mitunter existenzbedrohend sein können. Außerdem dient es auch der Vermeidung von Irrtümern und Streitigkeiten zwischen Händler und Käufer, wenn AGBs rechtskonform ausformuliert sind.

      Wie mache ich Shopify rechtssicher?

      Shopify arbeitet mit dem Händlerbund und der IT-Rechtskanzlei in München zusammen. Im Betrag haben wir ein 10-minütiges Webinar eingebunden, mit dem du deinen Onlineshop rechtssicher machen kannst. Darüber hinaus findest du ein 40 Seiten starkes Whitepaper zum Download, in dem du alles Wissenswerte zu diesem Thema nachlesen kannst.

      Wie binde ich Rechtstexte in Shopify ein?

      Klicke nach dem Login links unten in der Navigation auf „Einstellungen“ und anschließend auf „Rechtliches“. Nun werden dir verschiedene Freitextfelder für AGB, Impressum usw. angezeigt, in die du deine Rechtstexte per Copy & Paste einfügen kannst. Ein Hinweis: Deine Rechtstexte werden Links enthalten. Du solltest prüfen, ob diese sichtbar als anklickbar hervorgehoben sind und funktionieren.

      Brauche ich einen Cookie-Banner?

      Spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO sollte jedem Website- und Shop-Betreiber klar sein, dass Seitenbesucher durch einen Cookie-Banner auf den Einsatz von Cookies auf der Seite informiert werden müssen. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Besucher einem Tracking erst zustimmen müssen, damit dieses auch erfolgen darf. Man dieses Verfahren auch Opt-in. Das Tracking bei Betreten der Seite zu starten und erst durch Ablehnung der Cookies zu beenden (Opt-out), sowie die bloße Information über die Verwendung von Cookies sind dagegen nicht zulässig.

      Gibt es bei Shopify einen Cookie-Banner?

      Der Cookie-Hinweis ist bei Shopify Stores standardmäßig nicht enthalten. Du hast zwei Möglichkeiten, um diesen in deinen Onlineshop zu integrieren. Entweder nutzt du dafür eine App aus dem Shopify App Store (diese können kostenpflichtig sein) oder du fügst an der entsprechenden Stelle deines Shops ein Stück Code ein. Wie genau du das machst, schreiben wir in diesem Beitrag.

      Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

      Hinweis: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Deniz Demirsoy.

      Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Rechtsberatung dar. Bitte konsultiere eine unabhängige Rechtsberatung für Informationen, die spezifisch für dein Land und deine Umstände sind. Shopify haftet in keiner Weise für deine Verwendung oder dein Vertrauen in diese Informationen.