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Produkte fotografieren: Ultimativer Leitfaden für schöne Produktfotos

Die Grafik zeigt eine Kamera, die dazu eingesetzt wird Produkte zu fotografieren.

Der wahrgenommene Wert deiner Produkte und die Vertrauenswürdigkeit deiner Marke werden häufig anhand der Qualität deiner visuellen Präsentation beurteilt. Das bedeutet, dass hochwertige und schöne Produktfotos eine große Wirkung haben. 

Allerdings können es sich nicht alle Onlineshop-Inhaber:innen leisten, in ein professionelles Fotostudio zu investieren. Produkte fotografieren in Eigenregie kann hier eine hervorragende Alternative sein. Und solange du die richtigen Werkzeuge und Techniken kennst, wirst du überzeugende Produktfotos kreieren können.


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Inhaltsverzeichnis:

Homestudio zum Produkte fotografieren – was du brauchst

Die Präsentation deiner E-Commerce-Produkte mit hochwertigen Bildern kann den entscheidenden Unterschied zwischen Kauf oder Nichtkauf machen. Dies gilt insbesondere, wenn du deine Produkte auf Marktplätzen wie Amazon vertreibst, wo sie neben denen deiner Konkurrent:innen angezeigt werden. Auch die sozialen Medien, in denen Menschen mit deiner Marke interagieren, sind ein wichtiger Faktor.

Der wahrgenommene Wert deiner Produkte wird direkt von der Qualität deiner Produktfotografie beeinflusst.

Wenn du gerade erst loslegst, kann die Erstellung von Produktbildern eine einschüchternde Angelegenheit sein, denn gute E-Commerce-Fotografie ist teuer. Es gibt jedoch Hunderte von Tools zum Produkte fotografieren, mit denen du den Prozess selbst in die Hand nehmen kannst.

Lesetipp: So kreiert man ein neues Produkt vom Konzept zur Markteinführung

Als Unternehmen mit schlanken Start-up-Wurzeln verstehen wir das besser als jeder andere. Und als Firma, die täglich mit kleinen Unternehmen zusammenarbeitet, wissen wir auch, dass das Budget manchmal knapp ist. Wenn das auch auf dich zutrifft, hast du vielleicht bereits darüber nachgedacht, deine Bilder selbst zu machen. Und das ist tatsächlich gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst.

Es gibt verschiedene Techniken für eine erfolgreiche Produktfotografie. Wir möchten jedoch eine Variante vorstellen, die allgemein als Fensterlicht-Technik bekannt ist.

Dieses Tutorial wurde von einem echten Experten und speziell für Shop-Inhaber:innen mit kleinem Budget geschrieben. Es wurde mit Fokus auf Einfachheit konzipiert und soll gleichzeitig hervorragende, professionelle Produktfotos ermöglichen.

Ein Studio, um Zuhause Produkte zu fotografieren.

Die Ausrüstung ist das Herzstück der Fotografie und kann wirklich spannend sein. In der Regel ist dies aber auch der Aspekt, der die meisten Leute vor eine Herausforderung stellt.

Es besteht keine Notwendigkeit, einen großen Teil deines Budgets für High-Tech-Ausrüstung auszugeben. Bleibe offen und gib nicht zu viel Geld für Geräte aus, die dasselbe für die Beleuchtung deines Produkts leisten wie eine Kartonage im Wert von 5 Euro. Wenn du bereits eine Kamera besitzt, kannst du das hier verwendete Setup mit natürlichem Licht wahrscheinlich für 20 Euro oder weniger realisieren.

Was du dafür brauchst:

1. Kamera

Ein Foto einer Canon g10. Sie eignet sich zum Produkte fotografieren.

Du brauchst kein voll ausgereiftes DSLR-Kamerasystem. Das Fotografieren mit einer Nikon D780 (ca. 2.000 Euro) und einem 105 mm F1.4 Objektiv (1.300 Euro) ist zwar beeindruckend, aber auch völlig unnötig.

Wenn du jedoch das nötige Budget für ein neues Kamerasystem hast, gibt es auf Quora einen tollen Beitrag mit vielen Tipps für die Auswahl einer guten Kamera zum Produkte fotografieren (auf Englisch). Wenn du nur dein Smartphone hast, ist das auch in Ordnung. 

Für die Testbilder dieses Artikels haben wir mit meinem älteren Modell (2008), einer ramponierten Canon G10 Kompaktkamera, begonnen. Die Kameras der Canon G-Serie sind super, weil sie sich voll manuell bedienen lassen und dabei eine wirklich schöne Raw-Datei liefern (mehr dazu später). Wir haben uns bewusst für diese Kamera entschieden, weil sie definitiv nicht mehr das Nonplusultra ist und man damit zeigen kann, dass man auch mit bescheidener Ausrüstung gute Ergebnisse erzielen kann.

Was ist die beste Kamera zum Produkte fotografieren? Fang einfach mit dem an, was du gerade zur Hand hast, und beurteile anschließend die Ergebnisse. Es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass die Kamera die Bilder macht. In Wirklichkeit ist die Kamera nur ein Teil des Ganzen und letztlich ein Werkzeug. Ein Foto besteht aus einer Reihe von Entscheidungen, welche Aspekte wie die Belichtung, das Styling und die Nachbearbeitung umfassen.

Lesetipp: Du bist Kleinunternehmer:in und interessierst dich dafür, wie andere Unternehmen agieren und wie deine Kund:innen in dieser Zeit des Wandels shoppen wollen? In diesem Beitrag haben wir für dich die Trends für kleine Unternehmen im Jahr 2022.

2. Stativ

Ein Stativ auf einem Tisch. Ein Stativ ist ein wichtiges Mittel beim Produkte fotografieren.

An dieser Stelle müssen wir ein klein wenig technischer werden. Aber keine Sorge, das alles wird gleich ziemlich einleuchtend. Du stellst deine Kamera auf eine sehr kleine Blende ein, um so die größtmögliche Schärfentiefe zu erhalten.

Dieser Begriff definiert den Bereich mit scharfem Fokus. Und um diesen zu maximieren, benötigst du die größtmögliche Blendenzahl (z. B. f/22). Die Verschlusszeit und Blendeneinstellung hängen zusammen. Da eine größere Blendenzahl wie f/12 weniger Licht durchlässt, musst man mit einer längeren Verschlusszeit gegensteuern.

Lesetipp: Hier findest du 20 supereffektive Methoden für deine Produktwerbung.

Und wenn eine Kamera mit einer langen Verschlusszeit eingesetzt wird, kann man sie nicht einfach in der Hand halten, da sonst das Motiv unscharf wird. Aus diesem Grund ist ein Stativ die Lösung. Bei den meisten Digitalkameras kann man aber die Blende nicht manuell einstellen. Auch das ist kein Problem. Es gibt Möglichkeiten, dies zu umgehen, die wir in der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung erläutern werden.

Auch hier gilt: Zu diesem Zeitpunkt deines Abenteuers solltest du nicht viel Geld für ein Stativ ausgeben. Es gibt viele Optionen, die weniger als 30 Euro kosten und wirklich gut funktionieren.

Lesetipp: In diesem Beitrag haben wir für dich 5 TikTok Produkte zusammengestellt, die in der ganzen Welt bekannt sind.

3. Weißer Hintergrund

Es gibt viele Möglichkeiten für einen weißen Hintergrund. Wenn du viele Produkte fotografieren wirst, solltest du dir einen weißen Hintergrundkarton im Fotofachhandel besorgen. Ich bevorzuge die gerollten Hintergrundkartons, weil sie schnell schmutzig werden und man den schmutzigen Teil einfach abschneiden und ein neues Stück herunterrollen kann.

Eine wirklich günstige Alternative ist es, in einem Supermarkt oder einem Kunstgeschäft in deiner Nähe etwas Plakatkarton zu kaufen.  In jedem Fall solltest du aber auf eine rein weiße Farbe achten, da dies den gesamten Prozess erleichtern wird.

 

Eine Darstellung einer guten Hintergrund-Installation. Der richtige hintergrund ist wichtig beim Produkte fotografieren.

4. Weiße Styroporplatten als Aufheller

Wenn du deine Beleuchtung mit Fensterlicht umsetzt, wird es immer zwei Seiten geben: eine helle Seite, bei der das Licht auf das Produkt fällt, und eine Schattenseite. Diese Schattenseite ist in der Regel zu dunkel. Wir müssen also etwas Weißes verwenden, um das Licht zurück in die Schatten zu reflektieren und die Fläche dadurch aufzuhellen. Styroporplatten eignen sich hervorragend als Aufheller, da sie starr und weiß sind.

Alternativ kannst du auch schwarze Styroporplatten verwenden, um die Schatten zu verstärken. Diese Technik ist besonders hilfreich, wenn du ein weißes (oder sehr helles) Produkt auf einem weißen Hintergrund fotografierst. Wenn du schwarze Styroporplatten als Abschatter an den Seiten und direkt außerhalb des Fotos anbringst, entsteht ein dunkler Rand auf dem weißen Produkt. Kombiniere einen weißen Aufheller auf der Vorderseite und schwarze Abschatter hinter dem Produkt, um eine anspruchsvollere Beleuchtung zu erzielen.

Passende Styroporplatten findest du im Baumarkt oder Fotofachhandel. Denke daran, dass es sich hier nur um einen einfachen Aufheller handelt. Du könntest also auch ein weißes Blatt Druckerpapier oder ein Stück Plakatkarton verwenden.


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5. Tisch

Ein Standard-Klapptisch eignet sich am besten, wobei eine Breite zwischen 60 und 70 cm ideal ist.

6. Klebeband

Je nach Tisch kannst du deinen Hintergrundkarton mit Klebeband oder Klemmen befestigen.

Lesetipp: Wir zeigen dir, wie du ein gutes Produkt für den Onlineshop finden kannst. 

7. Der richtige Raum

Ein Raum mit Fenstern neben einer Wand ist ideal. Je größer das Fenster ist, desto mehr Licht fällt ein. Je näher du dich mit deinem Setup am Fenster befindest, desto weicher ist das Licht und desto dunkler und weicher sind die Schatten. Ein größerer Abstand sorgt für ein gleichmäßigeres Licht, aber auch für schärfere, hellere Schatten.

Lesetipp: Schmuck fotografieren: So setzt du deine Stücke professionell in Szene

So kreiert man professionelle Produktfotos auf weißem Hintergrund

Das Erscheinungsbild von Produkten ist für 93 % der Verbraucher:innen ein wichtiges Entscheidungskriterium. Wenn die Kund:innen die von dir verkauften Produkte verstehen und sich vorstellen können, werden sie dir auch eher ihr Geld anvertrauen. Nun wollen wir uns Schritt für Schritt anschauen, wie du deine Produkte fotografieren kannst.

  1. Einrichten deines Tisches
  2. Einrichten deines Hintergrunds
  3. Anpassen deiner Kamera
  4. Vorbereiten deines Produkts
  5. Einrichten des Reflektors
  6. Bildaufnahme und Bewertung
  7. Bearbeiten deiner Bilder
  8. Optimieren der Bilder für deine Website

Schritt 1: Einrichten deines Tisches

Die Darstellung zeigt eine Aufstellung deiner Geräte um Zuhause Produkte zu fotografieren.

Sobald du deine Ausrüstung beisammen hast, ist es an der Zeit, deinen Aufnahmebereich einzurichten. Stelle deinen Tisch so nah wie möglich am Fenster auf, ohne den Schatten der Fensterbank zu treffen. Beginne mit einem Setup, bei dem sich das Fenster 90 Grad rechts oder links von deiner Installation befindet. Je näher du dich am Fenster befindest und je größer das Fenster ist, desto weicher wird das Licht sein.

Außerdem solltest du alle weiteren Lichter im Raum ausschalten, da sie dein Set verfälschen werden. Dies ist sehr wichtig und ein relativ häufig begangener Fehler.

Du kannst auch versuchen, das Setup so zu drehen, dass sich das Fenster in einem 45-Grad-Winkel dazu befindet. Alternativ könntest du dein Setup auch direkt vor dem Fenster platzieren, um eine andere Art von natürlichem Licht zu erhalten. So wird im Bereich der Food-Fotografie oft ein Fenster hinter der Aufnahme eingesetzt. Hierbei schießt die Kamera sozusagen in das Fenster, um einen dramatischen Effekt zu erzielen. Eine andere Variante ist die Aufstellung in einer Garage mit offenem Tor. Diese Lösung bietet die gleichen Lichtverhältnisse wie ein Fenster, nur ohne Glas.

In jedem Fall solltest du vermeiden, dass direktes Sonnenlicht auf dein Setup trifft. Direktes Sonnenlicht ist hart und sieht bei den meisten Aufnahmen von Menschen und Produkten suboptimal aus.

Das Foto zeigt eine Aufstellung von Hintergrund, Produkt und Stativ. Die richtige Anordnung ist wichtig beim Produkte fotografieren.

Schritt 2: Einrichten deines Hintergrunds

Hierfür gibt es viele Möglichkeiten. Das ultimative Ziel ist es jedoch, deinen Hintergrundkarton von der flachen Position auf dem Tisch in eine vertikale Position zu bringen.

In meinem Fall haben wir den Tisch an die Wand gestellt und den Hintergrundkarton mit Klebeband an der Wand und am Tisch befestigt. Wenn du keine Wand hast, musst du etwas basteln, an dem du die Rückseite des Kartons befestigen kannst. Ein paar Ziegelsteine oder ein Holzklotz können in diesem Fall die Lösung sein.

Lesetipp: 21 T-Shirt-Mockups und -Vorlagen für deine Kollektion 

Platziere dein Produkt in der Mitte auf dem flachen Teil des Hintergrundkartons und lasse genug Platz, um später deinen weißen Aufheller zu integrieren. In diesem Fall ist unser Produkt ein cooles Spielzeug, das uns von Symbiote Studios zur Verfügung gestellt wurde.

Schritt 3: Anpassen deiner Kamera

Änderungen bei der Kamera vorzunehmen ist wichtig, wenn du Produkte fotografieren willst.

Jede Kamera ist ein wenig anders. Einige Kameras sind vollautomatisch, andere haben die Möglichkeit zum Vornehmen von individuellen Einstellungen. Das Schöne an diesem Fensterlicht-Setup ist, dass du bei Bedarf alle Kameraeinstellungen auf Automatik belassen kannst, und trotzdem gute Ergebnisse bekommen wirst.

1. Stelle deinen Weißabgleich (WB) auf Auto.

2. Schalte den Kamerablitz aus.

3. Stelle deine Bildeinstellungen auf die höchste Qualität ein. Die meisten Kompaktkameras haben keine Einstellung für Aufnahmen im Raw-Format. Wenn deine Kamera diese Funktion jedoch hat, solltest du sie definitiv nutzen. Raw ist die größte Datei, die eine Kamera aufnehmen kann, und nutzt die volle Bit-Tiefe der Kamera. Entsprechende Aufnahmen müssen jedoch mit einer Software bearbeitet werden, die Rohdaten lesen kann, z. B. Photoshop, Bridge, Lightroom oder Aperture.

Wenn deine Kamera keine Raw-Aufnahmen machen kann, wählst du stattdessen die größtmögliche JPG-Einstellung. Bei meiner Canon gibt es zwei Einstellungen, auf die man achten sollte:

  • Größe. Manchmal L (groß), M (mittel) oder S (klein). Hier sollte man die Größe L wählen. Mit dieser Einstellung wird die Dateigröße festgelegt. Für eine optimale Bildqualität solltest du die größte Größe wählen. Ein einmal aufgenommenes Bild lässt sich immer verkleinern, aber nicht vergrößern.
  • Qualität. S (Superfein), F (Fein), N (Normal). Hier sollte immer S (Superfein) gewählt werden. Diese Einstellung bestimmt die Anzahl der Pixel, die auf dem Kamerasensor verwendet werden. Wenn nicht alle verfügbaren Pixel verwendet werden, wird das Bild in einer entsprechend minderwertigeren Qualität dargestellt.

Stelle deinen ISO-Wert auf 100 ein. Der ISO-Wert steuert die Empfindlichkeit des Sensors. Je höher der ISO-Wert desto mehr Rauschen wird sich auf dem Bild finden. Der niedrigste ISO-Wert wird in der Regel 100 sein. Sofern möglich, solltest du also diese Einstellung nutzen.

Belichtungseinstellungen

Die Belichtungseinstellungen der Kamera sind wichtig, wenn du Produkte fotografieren willst.

Option A: Stelle deine Kamera auf Manuell (M)
Dies ist die beste Einstellung für diese Art von Arbeit, weil sich während der Aufnahmen nichts bewegt oder verändert. Im M-Modus solltest du die Blende auf den höchsten Wert einstellen, wodurch du die größte Schärfentiefe erhältst.

Schaue dir das Bild auf dem Monitor der Kamerarückseite in der Liveansicht an. Wahrscheinlich wird alles ziemlich dunkel sein, was in Ordnung ist. Stelle nun die Verschlusszeit ein und drehe das Wahlrad so, bis das Bild hell genug ist und richtig belichtet wird. Analog dazu sollte sich deine Verschlusszahl erhöhen. So kann dein Wert zum Beispiel von 1/60 bis ¼ oder mehr reichen. Dies sind Bruchteile einer Sekunde, für die der Verschluss geöffnet wird. Dabei gilt: je höher der Wert ist, desto mehr Licht wird durchgelassen. Passe den Wert also an, bis die Vorschau des Bildes korrekt ist.

Option B: Nutzung der Zeitautomatik (AV)

Möglicherweise verfügt deine Kamera auch nicht über diese Funktion. Wenn dies der Fall ist, stellst du die Blende am besten auf den höchsten Wert ein. Dadurch sollte die Verschlusszeit automatisch auf die bestmögliche Kombination (aus Sicht der Kamera) angepasst werden. Trotzdem kann das Ergebnis zu wünschen übrig lassen. Wenn es also Anpassungsbedarf gibt, musst du die Belichtungskorrektur verwenden, um mehr Licht hinzuzufügen.

Option C: Automatische Belichtung

Wenn deine Einstellungen nicht über die Automatik hinausreichen, kannst du nicht viel tun. Aber keine Sorge, auch das ist keine große Sache. Sofern deine Kamera eine Möglichkeit für die Einstellung der Belichtungskorrektur hat, musst du den Wert höchstwahrscheinlich um +1 oder +1½ erhöhen, um die richtige Belichtung zu erhalten.  Wenn du ein iPhone nutzt, kannst du einfach auf den Bereich tippen, den du richtig belichten möchtest.

Verwende das Histogramm auf der Rückseite der Kamera. Die Neigung sollte hier eher auf der rechten Seite liegen, wie in der Abbildung oben gezeigt.

💡Belichtungstipp: Vertraue nicht auf das Bild auf der Rückseite der Kamera. Achte stattdessen auf das Histogramm, um festzustellen, ob deine Belichtung korrekt ist. Die rechte Seite ist weiß, die linke schwarz. Im Beispielbild gibt es eine kleine Lücke auf der rechten Seite, was bedeutet, dass es kein reines Weiß gibt. Passe die Belichtung an, bis der Teil der Kurve, der den weißen Hintergrund darstellt, den rechten Rand berührt, ohne darüber hinauszugehen. In diesem Beispiel müsstest du wahrscheinlich die Blende um 1/3 erhöhen oder einen Klick hinzufügen, um mehr Licht zu erhalten.

Ein Beispiel für gute Kameraeinstellungen. Auch das kann dir zur Vorlage dienen wenn du Produkte fotografieren willst.

Den Zoom nutzen

Kameras verfügen in der Regel über einen optischen Zoom und einen digitalen Zoom. In jedem Fall solltest du auf den Digitalzoom verzichten, da dieser die Qualität des Bildes verschlechtert. Im Grunde wird damit lediglich das digitale Bild beschnitten. Wenn du über einen optischen Zoom verfügst, solltest du so weit wie möglich hineinzuzoomen, ohne den digitalen Zoom zu verwenden. Ein größerer Zoom beseitigt die durch ein Weitwinkelobjektiv verursachte Verzerrung. Handys haben ein sehr weitwinkliges Objektiv, was ein häufiges Problem beim Produkte fotografieren darstellt.

Schritt 4: Vorbereiten deines Produkts

Die Einrichtung deines Produkts gehört zu den Dingen, die einfach erscheinen. Allerdings kann die korrekte Positionierung einige Zeit in Anspruch nehmen. Wenn es sich zum Beispiel um eine Flasche handelt, solltest du darauf achten, dass das Etikett zentriert ist. Oft sind viele kleine Anpassungen nötig, um alles perfekt auszurichten.

Schritt 5: Einrichten des Reflektors

Diese einfache weiße Platte ist der wichtigste Lichtmodifikator, den wir in unserem Fotostudio haben. Das Licht wird von unserem Reflektor zurückgeworfen und füllt alle Schatten aus. Die Positionierung ist dabei Geschmackssache. Am besten du probierst verschiedene Winkel zum Produkt aus.

Schritt 6: Bildaufnahme und Bewertung

Wenn du das Foto gemacht hast, solltest du dir etwas Zeit nehmen und deine Kreation bewerten. Hier kommen Erfahrung und Knowhow ins Spiel – was funktioniert, was funktioniert nicht, und was kann man tun, um es besser zu machen. Experimentiere mit verschiedenen Möglichkeiten, um dein Bild zu optimieren. Mit der Zeit wirst du dann immer besser, schneller und effektiver werden.

Lade deine Bilder auf deinen Computer hoch, damit du sie besser beurteilen kannst. Der kleine Screen deiner Kamera ist nie wirklich genau. Ich empfehle daher Adobe Lightroom zum Organisieren und Nachbearbeiten deiner Bilder. Mit Ausnahme sehr fortgeschrittener Prozesse kann das Programm für fast alle Bearbeitungen verwendet werden. Du wirst zweifellos einige Anpassungen an deinen Bildern vornehmen müssen, um sie wirklich perfekt aussehen zu lassen.

Programme zur Bildbearbeitung wie Adobe Lightroom sind sehr umfangreich. Leider haben wir hier nicht die Möglichkeit, auf die Einzelheiten ihrer Verwendung einzugehen.

Ein Produktfoto, bevor es bearbeitet wurde. Die Bearbeitung ist wichtig beim Produkte fotografieren.

Ein Beispiel für ein bearbeitetes Produktfoto. Die Bearbeitung ist wichtig beim Produkte fotografieren.

Ein Produktfoto, bevor es bearbeitet wurde. Die Bearbeitung ist wichtig beim Produkte fotografieren.

 Ein Beispiel für ein bearbeitetes Produktfoto. Die Bearbeitung ist wichtig beim Produkte fotografieren.

Schritt 7: Bearbeiten deiner Bilder

Wenn du mit dem fertigen Bild zufrieden bist, ist es Zeit für die Nachbearbeitung. Wenn du dein Produkt richtig fotografiert hast, sollte das Produkt korrekt belichtet sein und der Hintergrund ein helles Grau haben. Es sollte in etwa so aussehen wie das unbearbeitete Bild oben. Ein Vergleich mit der bearbeiteten Version zeigt, wie wichtig dieser Arbeitsschritt tatsächlich ist.

Die mit der Fotografie auf weißem Hintergrund verbundenen Retuschieraufgaben können für Ungeübte durchaus schwierig sein. Anstatt dir also fortgeschrittenes Photoshop beizubringen, werde ich dir zeigen, wie du es auslagern kannst.

Du wirst überrascht sein, wie erschwinglich so etwas tatsächlich sein kann. Schon ab 3 bis 5 US-Dollar pro Bild kannst du deine Bilder von einem professionellen Retuschierdienst optimieren lassen.

Die Suche nach guten Anbieter:innen kann schwierig sein. Ein Unternehmen, das meiner Meinung nach jedoch gut arbeitet, ist Pixelz. Mit der Software von Pixelz kannst du deine Bilder spielend einfach hochladen und die Bearbeitung von Anfang bis Ende verwalten. Die Preise beginnen bei 1,45 US-Dollar pro Bild, wobei es einen Mindestbetrag von 25 US-Dollar gibt. Pixelz bietet aber auch drei kostenlose Testfotos an.

Auf der Seite Pixelz kannst du deine Bilder bearbeiten. Das kann hilfreich sein zum Produkte fotografieren.
Quelle: Pixelz

Schritt 8: Optimieren der Bilder für deine Website

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist für alle Online-Verkäufer:innen von entscheidender Bedeutung. Ein wichtiger Punkt ist die Ladegeschwindigkeit deiner E-Commerce-Website. Allzu große Bilder können hier eine echte Belastung darstellen. Es besteht ein empfindliches Gleichgewicht zwischen Bildqualität und Optimierung, denn wenn man zu stark optimiert, wird das Bild ruiniert. Ich wende hier eine kleine Faustregel an: meine Bilder sollten nicht größer als 200 KB sein, wobei ich jedoch stets das kleinstmögliche Bild anstrebe.


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Ändern der Bildgröße für den Container

Die erste Möglichkeit der Optimierung eines Bildes besteht darin, dessen Höhe und Breite zu verändern. Wenn du ein Bild auf einer Webseite betrachtest, siehst du eigentlich einen HTML-Container mit einem Bild, das sich dynamisch an die Größe des Containers anpasst. Wenn der Container auf meiner Website ein Quadrat von 648 px und das eigentliche Bild ein Quadrat von 1500 px ist, wird es mit 648 px angezeigt. Das Referenzbild wird jedoch weiterhin mit 1500 px geladen. Das ist viel zusätzliche Ladezeit – besonders wenn man viele Bilder hat.

1. Ermittle die Größe des HTML-Containers

Um optimale Ergebnisse beim Produkte fotografieren zu erhalten, müssen die Maße des HTML-Containers gecheckt werden.

 

Bevor du das Bild auf deine Website hochlädst, musst du die Größe des Bildes an die Größe des Containers anpassen. Normalerweise vergrößere ich meine Bilder um das 1,5-fache des Containers, damit sie auf einem Retina-Bildschirm gut aussehen. In diesem Beispiel wäre das also ein Quadrat von 972 px.

Um die Größe des Bildcontainers zu ermitteln, musst du auf die Entwicklerwerkzeuge deines Browsers zugreifen. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Bild und wähle dann die Option „Element inspizieren“. In der Seitenleiste wird die Pixelgröße des Containers angezeigt.

2. Ändere die Bildgröße

Es gibt viele kostenlose Tools, mit denen du die Größe deiner Bilder ändern kannst. Ich empfehle die Verwendung von Mac Preview oder Microsoft Fotos, da sie in dein System integriert und einfach zu verwenden sind.

Zunächst öffnest du dein Foto in Microsoft-Fotos. Über das Menü Einstellungen gelangst du zur Funktion Größe ändern. Wähle den Punkt Benutzerdefinierte Bildgröße und verkleinere die Bildgröße auf das 1,5-Fache des Containers. Stelle die Qualität auf 100% ein und speichere das Foto an einem selbstgewählten Speicherpunkt als JPG-Datei ab. 

Mir Microsoft Fotos die Größe des Fotos anpassen. Das ist ein wichtiger Schritt beim Produkte fotografieren.

 Die Größe des Fotos für deine Webseite anzupassen, ist ein wichtiger Schritt beim Produkte fotografieren.

3. Komprimiere das Bild

Wenn du das Bild in der Vorschau mit einer Qualität von 100 % gespeichert hast, wirst du feststellen, dass die Dateigröße recht groß ist. Der Grund dafür ist, dass wir nicht wollen, dass die Vorschau das Bild komprimiert. Denn so werden wir die Ergebnisse des Schiebereglers für die Jpeg-Komprimierung nicht sehen können. Wenn wir ein Bild komprimieren, werden Daten entfernt, die nicht gebraucht werden. Und wird das Bild zu stark komprimiert, büßt es zu viel Qualität ein und sieht fleckig aus.

Stattdessen wollen wir das Bild auf clevere Weise komprimieren. Früher habe ich die Funktion „Für das Web speichern“ von Adobe Photoshop empfohlen. Denn wenn man hier den Schieberegler herunterzieht, erhält man eine ziemlich genaue Vorschau. Kürzlich habe ich jedoch eine Software namens JPEGmini entdeckt, die einen Algorithmus zur Bestimmung der idealen Komprimierung verwendet. Nachdem ich ein paar tausend Bilder damit bearbeitet habe, bin ich beeindruckt, wie schnell und einfach das geht.

Zusammenfassende Empfehlungen

  • Bildgröße: das ca. 1 bis 1,5-fache des HTML-Containers, in dem sich das Bild befindet
  • Format: jpeg
  • Farbraum: srgb
  • Kompression: nach dem Export mit JPEGmini

Der komplette Guide: Produktfotografie

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    Tipps für die Produktfotografie

    Wusstest du, dass 22 % der Rücksendungen darauf zurückzuführen sind, dass ein Produkt in natura anders aussieht als auf den Fotos? Damit liegt es auf der Hand, dass hochwertige Bilder nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch Kosten für Retouren sparen können. Im Folgenden findest du einige Tipps, die du beim Produkte fotografieren beachten solltest.

    Fensterlicht vs. Lightbox

    Die häufigste Frage, die mir gestellt wird, lautet: Soll ich mir ein Lightbox zulegen? Die Arbeit mit Fensterlicht ist einfach, weil es sich hierbei um ein Ein-Licht-Setup handelt. Dazu ist es kostengünstig und einfach zu realisieren. Wenn du mit einer Lightbox fotografierst, hast du es mit einem Multi-Light-Setup zu tun. Dies bringt zusätzliche Komplexität mit sich, was in der Regel Kenntnisse erfordert, die über einen einfachen Artikel hinausgehen. 

    Bei solchen Setups gibt es verschiedene Herausforderungen:

    • Man muss eine Menge zusätzlicher Ausrüstung kaufen, was teuer werden kann. Die Kosten für die Lightbox und die Beleuchtung können sich summieren und sind möglicherweise höher als die Kosten für die Beauftragung eines Profis.
    • Du musst wissen, wie man die Belichtung der verschiedenen Lichtquellen ausgleicht und wie man sie richtig positioniert. Das Verständnis der Zusammenhänge zwischen Blendenwerten und Verschlusszeiten im Verhältnis zu den Lichtverhältnissen kann eine Herausforderung sein.
    • Der Farbabgleich von Blitzen bzw. Leuchten wird zum Problem, da jede Lichtquelle eine andere Farbe hat (auch als Farbtemperatur bezeichnet). Extreme Farben können dein Bild stark beeinträchtigen.
    • Wenn du dich für den Einsatz von Blitzlicht anstelle von Dauerlicht entscheidest, musst du dich auf eine Herausforderung einstellen, die über die grundlegende Belichtung hinausgeht. Die Blitzbelichtung wird nur durch die Blendenzahl bestimmt, die Synchronisationsgeschwindigkeit ist begrenzt und zum Auslösen ist eine spezielle Ausrüstung erforderlich.
    • Die Qualität des Lichts in einer Lightbox ist sehr gleichmäßig und oft schattenlos. Schatten sind jedoch ein wichtiger Aspekt, weil sie die Form eines Produkts bestimmen und ein Gefühl für den Ort vermitteln. Ich persönlich bin der Meinung, dass mit Fensterlicht aufgenommene Bilder dynamischer und interessanter als die Alternative mit Lightbox sind.

    Wenn du dennoch eine Lightbox kaufen oder basteln möchtest, solltest du dich mit der Einstellung von Blende, Verschlusszeit, ISO-Wert und Farbbalance an der Kamera und mit einzelnen Lichtquellen vertraut machen.

    Einschränkungen bei diesem Setup

    Ein Vergleich von einem professionellen Setup und einem selbstgebauten zum Produkte fotografieren.

    Fensterlicht-Setup vs. professionelles Studio.

    Ein Problem, das bei diesem Setup manchmal bemängelt wird, ist, dass die Fotos nicht perfekt aussehen. So kann es Probleme mit reflektierenden Produkten geben, weil sie den Hintergrund hinter der Kamera reflektieren (siehe die Beispielen unten).

    Ein Beispiel für professionelle Arbeit beim Produkte fotografieren.

    Nur ein Profi mit einem entsprechenden Setup kann wahrlich perfekte Ergebnisse erzielen.

    Wie bei allem gibt es auch beim Produkte fotografieren in Eigenregie Grenzen, sofern man sich nicht ernsthaft weiterbildet und in professionelle Ausrüstung investiert. In der Regel lassen sich auch mit nur einer Lichtquelle gute Fotos schießen, z. B. mit den oben beschriebenen Strategien für natürliches Fensterlicht. Um jedoch schwierige Produkte wie klare und spiegelnde Produkte perfekt zu fotografieren, braucht man eine Studioeinrichtung mit mehreren Lichtquellen und ein fundiertes technisches Knowhow.

    Erlernen grundlegender Fotobearbeitungstechniken

    Du hast also gelernt, wie man Produkte fotografieren kann und bist mit deinen Ergebnissen soweit zufrieden. Im nächsten Schritt solltest du dich mit der Nachbearbeitung beschäftigen, um deinen Bildern den letzten Schliff zu geben. So wirst du Geld sparen, weil du nicht für einen entsprechenden Service oder  professionelle Bildbearbeiter:innen bezahlen musst. Außerdem hast du so die volle Kontrolle über das Aussehen und den Stil deines finalen Werks.

    Ein guter Startpunkt sind die Adobe Photoshop Tutorials. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Verwendung von Adobe-Produkten. Die einzelnen Lektionen sind jedoch leicht zu verstehen und können auch über Adobe Photoshop hinaus angewendet werden.

    Die Tutorial-Seite von Photoshop. Photoshop kann nützlich sein, um Produkte zu fotografieren.

     

    Nachdem du die Grundlagen gelernt hast, solltest du eine Bildbearbeitungssoftware für die Retusche deiner Fotos auswählen.  Du kannst auch ein Tool wie Taler verwenden, um mit deinen Produktfotos Anzeigen und Social-Media-Inhalte zu kreieren. Taler bietet eine Vielzahl von Filtern, Überlagerungen und anderen Bearbeitungsfunktionen zur Erstellung von markenspezifischen Bildern für deine Marketingkampagnen.

    Aufnahme aus verschiedenen Blickwinkeln

    Der Sinn von Aufnahmen aus mehreren Blickwinkeln besteht darin, den Besucher:innen die Betrachtung der Produkte aus verschiedenen Perspektiven zu ermöglichen. Einige Käufer:innen bevorzugen möglicherweise Nahaufnahmen. Andere möchten Artikel möglicherweise direkt von vorne sehen. Mithilfe verschiedener Perspektiven und Blickwinkel können sich die Besucher:innen deines Shops die Verwendung deiner Produkte auf unterschiedliche Weise vorstellen. Und dies kann sich wiederum positiv auf deinen Umsatz auswirken.

    Nachfolgend einige gängige Kamerawinkel:

    • Augenhöhe: Zeigt dein Produkt so, wie man es direkt von vorne sehen würde
    • Hoher Blickwinkel: Zeigt dein Produkt so, als würde man es von oben betrachten
    • Niedriger Blickwinkel: Zeigt dein Produkt so, als würdest du man es von unten betrachten
    • Vogelperspektive: Zeigt dein Produkt so, als stünde man direkt darüber

    Achte beim Produkte fotografieren auf verschiedene perspektiven. Das Foto zeigt anhand eines Schuhs die verschiedenen Perspektiven.

     

    Achte darauf, dass deine Kamera und dein Stativ während der Aufnahme in derselben Position bleiben. Drehe dann einfach das Produkt, wenn du den Winkel ändern möchtest. Wenn du nur das Produkt drehst, haben deine endgültigen Aufnahmen den gleichen Bildeffekt. Dies gewährleistet Einheitlichkeit und reduziert die Bildbearbeitung nach dem Fotoshooting.

    Versuche andere Arten der Produktfotografie

    Vielleicht möchtest du neben dem hier beschriebenen Ansatz mit weißem Hintergrund auch andere Arten von Produktfotos ausprobieren. Sobald du dich hinter der Kamera wohlfühlst, stehen dir viele Optionen zur Verfügung. Schauen wir uns ein paar davon an.

    Lifestyle. Mit Lifestyle-Aufnahmen kannst du die Geschichte hinter deinem Produkt erzählen. Sie eignen sich gut für Website-Inhalte, können aber auch für die Neukundengewinnung in den sozialen Medien, Blogbeiträgen, E-Mails und anderen Kanälen eingesetzt werden.

    Unten siehst du, dass Allbirds auf seinen Produktseiten sowohl Aufnahmen mit weißem Hintergrund als auch Lifestyle-Fotos verwendet.

    Allbirds benutzt Lifestyle-Elemente zum Produkte fotografieren.

     

    Dies gibt den Käufer:innen mehr Kontext dafür, wo und wie die Benutzer:innen ihre Produkte tatsächlich verwenden. Wenn du Wanderschuhe verkaufst, kannst du eine Szene zeigen, in der sie jemand bei einer schönen Wanderung trägt. Wenn du Kleidung verkaufst, kannst du deine Mode an Personen zeigen, die durch die Stadt laufen oder sich auf einer stilvollen Veranstaltung befinden (je nachdem, was du verkaufst).

    Lesetipp: Kleidung fotografieren: Der ultimative Foto-Guide für Bekleidungsprodukte

    Detailliert. Detailbilder zeigen den Shopper:innen spezifische Produktmerkmale. Der Händler Giesswein verwendet auf seinen Produktseiten Detailaufnahmen, um Schnürsenkel, Sohlen und andere einzigartige Merkmale seiner Artikel zu zeigen.

    Auf dem Online-Shop der Händler Giesswewein werden Detailaufnahmen benutzt um Proddukte zu fotografieren.

     

    Gruppe. Diese Aufnahmen zeigen Produkte, die als Gruppe angeordnet sind. Dieser Stil eignet sich gut, wenn man Kits bzw. Produktpakete anbieten möchte. Es ist ein gängiger Ansatz von Marken wie Five Skincare, um die Vielfalt der in ihren Paketen angebotenen Produkte zu zeigen. 

    Der Onlineshop von Five Skincare. Hier werden Produktgruppen aufgestellt um die Produkte zu fotografieren.

     

    Professionelle Unterstützung

    Wenn du an deine Grenzen stößt, solltest du professionelle Fotograf:innen beauftragen. Die durchschnittlichen Kosten für ein professionelles Foto mit weißem Hintergrund belaufen sich auf etwa 30 bis 40 US-Dollar pro Foto. Im Internet wirst du viele Möglichkeiten und Anbieter:innen finden. Dies könnte eine lohnende Investition sein, da sich mit besseren Fotos auch mehr Produkte verkaufen lassen. Beginne mit einer Google-Suche nach lokalen Dienstleistern für Produktfotografie.

    Gute Produktbeschreibungen schreiben

    Schließlich solltest du darauf achten, dass du ansprechende Produktbeschreibungen verfasst. Produktfotos und Beschreibungen helfen den Kund:innen, deine Produkte zu verstehen. Außerdem tragen sie entscheidend zur Beeinflussung von Kaufentscheidungen und Steigerung des Umsatzes bei.

    Dein Ziel ist es, so viele Informationen wie möglich zu liefern, damit die Website-Besucher:innen zum Kaufen animiert werden. Frisch gebackene Entrepreneur:innen übersehen allerdings oft die Wichtigkeit von Produktbeschreibungen. Sie sind jedoch das Rückgrat einer Produktseite mit hoher Conversion-Rate – zusammen mit schönen Fotos versteht sich.

    Lesetipp: In unserem Artikel 9 Tipps für bessere Produktbeschreibungen und mehr Online-Verkäufe erfährst du mehr über Produktbeschreibungen.

    Einsatz deiner Produktfotos

    Die besten E-Commerce-Websites haben eines gemeinsam: schöne Produktfotos. Mit diesem Tutorial zum Produkte fotografieren wirst auch du tolle Bilder für deine Website kreieren können. Sobald du dich hinter der Kamera immer wohler fühlst, kannst du verschiedene Arten der Fotografie ausprobieren. Du kannst so kreativ werden wie du willst!

    Das Beste daran? Du hast die volle Kontrolle darüber, wie du deine Marke aufbaust und deine Produkte online präsentierst. Wenn du es richtig anstellst, kannst du die Verkäufe und Conversions auf deiner Website steigern und ein erfolgreiches Online-Business aufbauen. Vielleicht wirst du eines Tages sogar deine eigenen Fotos online verkaufen – als neue Nebenbeschäftigung!

    Illustrationen von Gracia Lam


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    Häufig gestellte Fragen zu Produkte fotografieren

    Was ist Produktfotografie?

    Bei der Produktfotografie werden spezielle Fototechniken eingesetzt, um realistische und ansprechende Fotos deiner Produkte zu machen. Deine Produktfotos beeinflussen die Kaufentscheidungen der Kund:innen, was die Conversion-Rate und den Umsatz deines Unternehmens steigern kann.

    Was braucht man zum Produkte fotografieren?

    Du benötigst auf jeden Fall eine Kamera, ein Stativ, einen weißen Hintergrund, weiße Reflektoren, einen Tisch und einen passenden Raum mit Fensterbeleuchtung.

    Wie kann ich Zuhause Produkte fotografieren?

    Für die perfekten Fotos solltest du in die nötige Ausrüstung investieren und dir ein kleines Fotostudio einrichten. Bearbeite deine Fotos online und schon kannst du sie deiner Webseite hinzufügen.

    Wie kann man am besten Produkte fotografieren?

    Zunächst solltest du deinen Tisch und deinen Hintergrund einrichten. Passe deine Kameraeinstellungen an und bereite dein Produkt vor. Nun muss noch der Reflektor eingerichtet werden und schon kannst du mit der Aufnahme deiner Bilder beginnen. Abschließend müssen die Bilder bearbeitet werden, damit sie auf deiner Webseite optimal zur Geltung kommen.

    Which method is right for you?Gepostet von Caroline Dohrmann: Caroline ist Content Managerin bei Shopify und betreut den deutschen Shopify Blog und Podcast. Du möchtest einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies dir bitte zuerst diesen Leitfaden durch.

    Dieser Artikel von Jeff Delacruz erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.