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Der ultimative Guide: Für weniger als €100 einen erfolgreichen Podcast starten

Eigenen Podcast erstellen

Podcasts boomen! Die digitalen Audio-Inhalte sind längst kein Nischenprodukt mehr, wie sowohl das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH als auch eine repräsentative Studie von Bitkom herausfand. Mehr als die Hälfte der Deutschen hat schon einmal einen Podcast gehört. 22 % der Befragten tun das sogar regelmäßig. Damit lässt sich auch ein klarer Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 verbuchen. Die Audiobeiträge sind vor allem bei den 14- bis 49-Jährigen beliebt und nichts macht den Anschein, dass die Nachfrage nach Podcasts in nächster Zeit schwinden wird.

Für Sie als Geschäftsinhaber* heißt das, dass Sie Podcasting eventuell in Erwägung ziehen sollten, um eine immer größer werdende Hörerschaft zu erreichen und damit ihr Geschäft weiter auszubauen. Sie möchten einen eigenen Podcast erstellen?

(*Alles, was Sie in diesem Beitrag lesen, gilt natürlich nicht nur für Geschäftsinhaber, sondern auch alle anderen, die in darüber nachdenken, einen eigenen Podcast zu starten.) 

Sie müssen dafür weder besonders technisch versiert sein, noch brauchen Sie viel Geld, um einen Podcast aufzunehmen. In dieser ausführlichen Anleitung werden wir Ihnen Schritt für Schritt erklären, wie und warum Sie einen Audio-Podcast starten sollten. Angefangen von technischen Dingen bis hin zu abstrakten Podcasting-Konzepten werden wir in diesem Beitrag auf alle wichtigen Aspekte eingehen.

Einen Podcast selber machen: Wie Podcasting funktioniert

Um einen Podcasts ins Leben zu rufen, müssen Sie mindestens die folgenden Dinge tun:

  1. ein Konzept entwickeln (mit einem Thema, einem Namen, einem Format und einer Längenvorgabe für jede Episode);
  2. ein Cover entwerfen und eine Beschreibung  verfassen, um Ihren Podcast zu „branden“;
  3. Ihre Audiodateien aufnehmen und bearbeiten (wie z.B. MP3s). Dazu empfiehlt es sich ein Mikrofon zu nutzen.
  4. einen Host finden (wie z.B. einen Filehosting-Service, der sich auf Podcast-Hosting spezialisiert, z.B. Libsyn);
  5. diese Audiodateien als sogenannten RSS-Feed zusammenfassen und verbreiten, damit sie über iTunes vertrieben oder heruntergeladen, bzw. auf jedem Gerät auf Abruf gestreamt werden können.

    Diese Anleitung wird später noch viel genauer auf all das eingehen, lassen Sie sich also jetzt hiervon nicht verwirren.

    Podcasts können auf zwei verschiedene Arten abgespielt werden. Erstens kann man sie ganz einfach streamen oder vom RSS-Feed herunterladen. Meist findet der Download direkt auf der Website statt, die den Podcast hostet oder eingebettet hat. Ansonsten können auch Feedreader wie Feedly zum Einsatz kommen. Hier ist ein Beispiel für einen eingebetteten Podcast, der auf Simplecast für den Shopify Masters Podcast gehostet wird.

    Bei der zweiten Möglichkeit lädt man den RSS-Feed in einen Player, wie z.B. iTunes oder Pocket Casts. Beliebige Episoden können dann im Feed auf einem Gerät ab wie z.B. einem Smartphone oder einem Tablet-Computer abgespielt werden. Diese werden manchmal „Podcatchers“ genannt. Podcast-Player synchronisieren die Daten vom RSS-Feed der Podcast-Website, um eine Liste der Episoden zu erstellen, Daten (wie den Namen der einzelnen Episoden und Shownotes), Bildmaterial und einen Link zur Datei (im Normalfall .MP3) anzuzeigen.

    Wieso einen Podcast starten?

    Sicherlich kennen Sie bereits alle Vorteile eines Blogs für Unternehmen und Marken. Bei der Erstellung von Content mit einem Podcast verhält es sich sehr ähnlich. Mit einem Podcast können Sie eine völlige neue Hörerschaft erreichen: Leute, die Ihre detaillierten Inhalte unter Umständen sonst gar nicht finden oder diese nicht nutzen würden, weil sie ganz einfach das handlichere Audioformat bevorzugen.

    Sie brauchen kein etablierter Content-Ersteller sein oder einen Blog haben, um einen Podcast zu starten. Mit einem Podcast können Sie ausgezeichnet aus dem Nichts eine Zielgruppe aufbauen und schnell zum Experten in Ihrer Branche werden. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass sich mit Podcasts der Traffic zu Ihrer Website oder Ihrem Onlineshop erhöht. In jedem Podcast-Verzeichnis steht ein Link zu Ihrer Website, und da es Ihr Podcast ist, können Sie die Hörer am Ende jeder Episode ganz einfach auf Ihre Website hinweisen.

    Podcasting ist unheimlich beliebt. Das folgende Kreisdiagramm, das uns Edison Research zur Verfügung gestellt hat, zeigt, dass die Hörer von Audioquellen 30% ihrer Zeit mit dem Hören von Podcasts verbringen. Eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass sie nur 21% der Zeit Radio und 23% der Zeit Musik hören.

    Podcasts machenLaut MacRumors werden Podcasts insgesamt täglich über 21,1 Millionen Stunden gehört - Tendenz steigend. Es gibt also viele Möglichkeiten in den verschiedensten Nischen einen erfolgreichen Podcast zu starten. Sollte Podcasting in Ihrer Branche noch nicht besonders populär sein, haben Sie jetzt die Gelegenheit zum bahnbrechenden Vorreiter zu werden!

    Wo wir gerade über Branchen sprechen: Auch bei iTunes gibt es viele Themen- und Interessensbereiche, die nur darauf warten, mit Ihrem Content angereichert zu werden. Es gibt Dutzende Kategorien und Unterkategorien, in denen die Hörer aktiv nach neuen Inhalten suchen. Ihre Inhalte und Podcasts haben also gute Chancen oft aufgerufen zu werden. Sorgen Sie dafür, dass die Leute, die sich für Ihr Thema interessieren, Ihren Podcast auch auf iTunes oder ähnlichen Seiten finden.

    Podcasts sind auch demografisch ausgeglichen. Das heißt, die Anzahl der Frauen und Männer zwischen 18 und 44, die Podcasts hören, ist etwa gleich groß.

    Zu guter Letzt ermöglicht ein Podcast es Ihnen, sich als Experte auf Ihrem Gebiet zu etablieren. Dadurch können Sie nicht nur Ihre Zielgruppe aufbauen. Es wird auch einfacher für Sie, Ihre Produkte zu verkaufen oder Ihre Dienstleistungen anzubieten, da Sie als zuverlässige Quelle gelten. Kunden tendieren dazu, Produkte lieber bei jemandem zu kaufen, den Sie als Experten ansehen.

    Wieso Podcasting als Content-Plattform einfach funktioniert

    Podcasts sind eine beliebte Content-Plattform, da sie leicht zugänglich sind. Man kann sie unterwegs, im Auto und sogar beim Arbeiten hören. 

    Ein Grund dafür ist, dass man sie auf jedem Gerät hören kann. Ihre Hörer brauchen weder ein Radio, noch müssen Sie im Auto sitzen. Sie können auf ihrem Smartphone, ihrem Desktop-Computer oder ihrem Tablet zuhören. Im Gegensatz zu Radiosendungen sind Podcasts auf Abruf verfügbar, das heißt, man kann jederzeit anhören, was man will.

    Im Vergleich zu anderen Content-Plattformen können Sie mit Podcasts eine vertraute Verbindung zu Ihren Hörern aufbauen. Stellen Sie sich vor, jemand hört Ihnen 30 Minuten oder länger über Kopfhörer zu. Sie sind mit der Zielperson allein und quasi direkt in deren Kopf. Die Bindung zu Ihrer Hörerschaft wird dadurch stets enger sein, als das bei einem Blog-Beitrag der Fall ist. Weil Ihre Zuhörer so eingebunden sind, hören sie auch bei den Werbungen zu. Sie können mit Ihren Podcasts Ihr Unternehmen voranbringen oder Ihren Podcast mit Werbungen von Sponsoren leichter monetarisieren. Midroll stellte fest, dass 61% der Zuhörer ein Produkt oder eine Dienstleistung erwarben, nachdem sie in einem Podcast die Werbung dazu gehört hatten.

    Das beste Argument überhaupt: Podcasts sind kostenlos! Sowohl die Erstellung als auch das Anhören sind gratis.

    Lesetipp: Wie Sie mit Content-Marketing weitere Leads generieren, lesen Sie hier.

    Erste Schritte mit dem eigenen Podcast

    Was wird das Thema Ihres Podcasts? Für manche ist das ganz offensichtlich. Andere, die eher in spezifischen Branchen und Nischen tätig sind, müssen unter Umständen etwas kreativer sein. Wenn Sie z.B. Sonnenbrillen verkaufen, sollte es in Ihren Podcasts vielleicht nicht nur um Sonnenbrillen gehen. Sind Ihre Kunden allerdings Weltenbummler, eignet sich vermutlich Reisen besser als Thema für Ihren Podcast.

    Bei der Auswahl Ihres Themas ist sicher auch entscheidend, was Sie besonders gut können oder leidenschaftlich gerne tun. Wenn Sie Glück haben, sind Sie sowohl Experte auf Ihrem Themengebiet und haben auch eine große Leidenschaft dafür.

    Ehe Sie sich für ein Thema entscheiden, sollten Sie unbedingt sichergehen, dass es dazu auch genug zu sagen gibt. Kommen Sie auf mindestens 10 bis 15 Episoden? Gibt es zu dem Thema oder ähnlichem bereits Podcasts auf iTunes und wie beliebt sind diese? Wie viele Bewertungen haben diese und wie viele Leute folgen ihnen in den sozialen Medien? Konkurrenz ist gut! Durch sie können Sie in Erfahrung bringen, ob das Thema brauchbar ist.

    Die nächste wichtige Komponente für Ihren Podcast ist das Format der Episoden. Wie werden Sie den Content strukturieren und gestalten? Hier ein paar Anregungen dazu:

    • Interview-Stil
    • Solo-Podcast
    • Mehr als ein Podcaster
    • Erzählung/Geschichtenform
    • Mischform (Kombination der oben angeführten Arten)

    Und zu guter Letzt: Wie lang wird jede Episode sein? Es ist empfehlenswert, jeder Episode etwa die gleiche Dauer zuzuschreiben, damit die Hörer wissen, was sie erwartet. Dauert eine Folge Ihres Podcasts beispielsweise immer 20 Minuten, dann können Ihre Hörer besser einplanen, wann sie sich Ihren Podcast anhören, z.B. auf dem Weg zur Arbeit etc.

    Was Sie für einen Podcast brauchen

    Informationen zu Ihrem Podcast

    Podcast Cover-Bild Shopify

    Podcast-Cover (mindestens 1400 x 1400, maximal 2048 x 2048) – Das Cover Ihres Podcasts muss richtig gut aussehen!. Vernachlässigen Sie diesen Aspekt  auf keinen Fall, denn Apple und iTunes scheinen nur Podcasts zur Schau zu stellen, die über professionell aussehendes Bildmaterial verfügen. Investieren Sie ruhig ein wenig Geld in professionelle Designer, damit Ihr Cover-Bild wirklich ansehnlich wird. Worte und Bilder sollten groß genug sein, dass sie in fast jeder Größe lesbar sind. Sehen Sie sich die Podcast-Cover auf iTunes an und wählen Sie die aus, die für Sie besonders herausragen und gestalten Sie Ihr Bildmaterial in Anlehnung an diese. Probieren Sie Fiverr aus oder heuern Sie einen Grafikdesigner bei Upwork an, um Ihnen ein eindrucksvolles Podcast-Cover zu entwerfen.

    Podcast-Name – Der Name Ihres Podcasts sollte Sie und Ihre Zielgruppe ansprechen. Die Zuhörer sollten allein vom Namen her schon wissen, worum es in Ihrem Podcast geht. Ein sehr anschaulicher Name ist unter Umständen besonders gut geeignet. Allerdings ist das nicht unbedingt notwendig, denn oftmals werden zusätzlich zum Namen des Podcasts „Aufhänger“ oder kurze Inhaltsbeschreibungen zur Verfügung gestellt. Dadurch lässt sich Ihr Podcast auf Plattformen wie iTunes leichter finden. Z.B.: „Mahlzeit! – Podcast – Alles über gesundes Essen und vollwertige Küche“ oder „Xtreme – Interviews mit berühmten Skateboardern wie Tony Hawk, Chad Muska und Rick Howard“.

    Podcast-Kategorie/Unterkategorie – Es gibt Dutzende verschiedene Kategorien und Unterkategorien auf iTunes, zu allen möglichen Themen, von Kunst und Politik bis hin zu Comedy und Religion. Wählen Sie die Kategorie aus, die am besten zum Thema Ihres Podcast passt. Es muss nicht ganz genau dasselbe Thema sein. Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Auswahl einer Kategorie haben, sehen Sie sich andere Podcasts auf iTunes an, die Ihrem ähnlich sind, um zu sehen, in welchen Kategorien bzw. Unterkategorien diese zu finden sind.

    Podcast-Beschreibung – Was die Beschreibung Ihres Podcast angeht, sollten Sie auf keinen Fall nachlässig sein. Verwenden Sie so viele Schlüsselwörter und –sätze wie möglich, die Ihren Podcast am besten beschreiben. Das ist für die Suchmaschinenoptimierung Ihres Podcast-Listings auf Webseiten, wie z.B. iTunes sehr förderlich. iTunes ist eine Suchmaschine und die meisten Menschen werden Ihren Podcast über eine Suche finden, zumindest wenn dieser neu ist.

    Prominente Gäste – Mit zunehmendem Umfang Ihres Podcasts ist es oft eine gute Idee die Namen bekannter Gästen, mit denen Sie gesprochen haben, und die Themen der beliebtesten Episoden aufzunehmen. Dann wissen neue Hörer sofort, welche Podcast-Episoden sie sich anhören sollten, und werden möglicherweise eher Fans Ihres Podcasts. 

    Podcast-Altersfreigabe – Wird Ihr Podcast jugendfrei sein? Die Berücksichtigung der Altersfreigabe ist wichtig, denn sie sollte konstant sein. Alle Episoden Ihres Podcasts sollten im Idealfall entweder jugendfrei sein oder nicht.

    Ausrüstung und Software

    In diesem Abschnitt werden wir kurz auf die Ausrüstung und Software eingehen, die Sie für den Anfang brauchen. Die einzige finanzielle Investition ist ein Mikrofon, was nicht besonders teuer ist. Außerdem werden wir in dieser Anleitung auch das fundamentalste Set-up, das Sie zur Aufnahme eines Podcasts benötigen, ansprechen. Die Tonqualität Ihres Podcast wird möglicherweise besser, wenn Sie ein XLR-Mikrofon an ein Mischpult anschließen. Den meisten Leuten genügt jedoch die Audioqualität, die man mit einem guten USB-Mikrofon erhält. Viele beliebte Podcasts werden mit den einfachsten Set-ups und USB-Mikrofonen aufgenommen.   

    Reicht ein iPhone für die Erstellung eines Podcasts?

    Die kurze Antwort: Ja, Sie können einen Podcast mithilfe eins iPhones oder eines anderen Smartphones starten. Da die meisten Smartphones über Mikrofone verfügen, haben sie alles, was Sie für die Aufnahme von Audio benötigen. Möglicherweise ist die Tonqualität jedoch nicht so, wie Sie sie sich wünschen würde.

    Ihnen stehen mehrere Apps zum Herunterladen zur Verfügung, die Ihr iPhone in einen Podcast-Audiorekorder verwandeln können. Einige Hosting-Lösungen wie Podbean und SoundCloud bieten auch In-App-Podcast-Aufnahmefunktionen. Viele dieser Apps sind auch für Android-Geräte verfügbar:

    USB-Mikrofon

    Das Mikrofon ist das A und O bei der Aufnahme eines Podcasts. Jeder Desktop und Laptop verfügt über mindestens einen USB-Anschluss, mit dem Sie z.B. ein Mikrofon anschließen können. Nachdem Anstecken des Geräts und können Sie es sofort benutzen, da keine Treiber und Installationen notwendig sind.

    Möglicherweise hat Ihr Computer ein eingebautes Mikrofon, doch wir raten Ihnen dringend davon ab, dieses für Ihren Podcast zu benutzen! Eines können wir versprechen: Die Tonqualität wird unterirdisch sein. Eingebaute Mikrofone wurden nicht für Podcasts entwickelt. Wenn Sie wirklich einen Podcast aufnehmen wollen, ist ein geeignetes Mikrofon also unabdinglich.

    Podcast erstellen Mikrofon

    Samson Go Mic USB-Mikrofon (unter 46,00€) – Dies ist ein sehr einfaches Plug-and-Play-Mikrofon mit Mikrofon-Ständer und USB-Kabel. Die Tonqualität ist trotz des recht geringen Preises sehr gut. Wenn Sie für den Anfang nicht mehr Geld ausgeben wollen, ist dieses Mikrofon erstklassig für das Geld.

    Blue Yeti USB-Mikrofon (unter 129,99€) – Wer bis zu 150€ für ein Mikrofon ausgeben kann, sollte sich das Blue-Yeti-Mikrofons genauer ansehen. Es überzeugt mit guter Akustik in Studioqualität und ist durch den Aufbau bestens für qualitativ hochwertige Podcasts geeignet. 

    Software zur Tonaufzeichnung

    Die in diesem Abschnitt empfohlene Software ermöglicht es Ihnen, den Ton von Ihrem Mikrofon aufzunehmen und als .MP3-Datei zu speichern. Sie können mit der Software Ihre Aufnahmen außerdem bearbeiten, worauf wir im Verlauf des Beitrags eingehen werden. 

    Audio Recording Software Podcasts

    Adobe Audition (PC/Mac) (23,79€ im Monat) – Wenn Sie einen so richtig leistungsstarken Audioeditor mit allem Drum und Dran wollen, dann ist Audition von Adobe genau das Richtige für Sie. Er bietet unter Umständen sogar mehr, als was Sie zur Bearbeitung eines Podcasts brauchen. Wenn Sie vorhaben mit einem Mischpult und hochwertiger Ausrüstung zu arbeiten, sollten Sie Adobe Audition unbedingt in Erwägung ziehen.

    Audacity für PodcastsAudacity (PC/Mac) (kostenlos) – Audacity ist eine großartige Alternative zu kostenpflichtigen Premium-Audioeditoren. Die Benutzung ist ganz einfach und es gibt zahlreiche Online-Anleitungen dazu, um die Handhabung des kostenlosen Tools zu verstehen.

    GarageBand Podcasts

    GarageBand (Mac) (kostenlos) – GarageBand ist auf jedem MacBook vorinstalliert und genügt vollkommen für die meisten Audiobearbeitungen. GarageBand ermöglicht es Ihnen den Ton über Ihr Mikrofon aufzunehmen und als .MP3 zu speichern.

    Skype-Aufzeichnungssoftware

    Haben Sie vor, in Ihren Podcasts Leute zu interviewen, sollten Sie eine Software einsetzen, die Skype-Anrufe aufnimmt. Wenn Sie mit einem Mischpult arbeiten, das jeglichen Ton von Ihrem Computer aufnimmt, brauchen Sie diese Software nicht. Ist Ihr Set-up jedoch einfach gehalten und Sie beabsichtigen über Skype Interviews zu führen, eignen sich die folgenden Softwares hervorragend dafür:

    • Ecamm Call Recorder (39,95€) – Zeichnet Skype-Anrufe von Ihrem Mac auf.
    • Pamela (14,95€) – Hierbei handelt es sich um die PC-Alternative zu Ecamm. Sie können die Software zunächst kostenlos testen, ehe Sie sich zum Kauf entschließen. 
    • Apowersoft Online Audio Recorder (kostenlos) – Bei diesem kostenlosen Audio Recorder handelt es sich um eine Online-App. Sie müssen lediglich einen Launcher herunterladen, um die Aufnahmen starten zu können.

    Geräte zur Verbesserung der Tonqualität (optional)

      Equipment für Podcasts

      Pop Filter (zwischen 5 und 20€) – Mit einem Pop-Filter werden Klickgeräusche, die Ihr Mund macht, wenn Sie nahe am Mikrofon sprechen, herausgefiltert.
      Equipment für bessere Podcasts

      Neewer Broadcast Studio Mic Boom Arm (23,24€) – Mit einem justierbaren Mikrofonarm haben Sie die Hände frei. Sie können die Höhe und die Entfernung zum Mund spontan anpassen, sodass Sie sich frei bewegen können, während Sie Ihren Podcast aufnehmen. Außerdem lässt sich das Mikro ganz einfach zur Seite schieben, wenn Sie es nicht benötigen. Das ist beispielsweise praktisch, wenn Sie bei den Aufzeichnungen an Ihrem Schreibtisch sitzen.

      Podcast Kopfhörer

      Sony MDRZX310 Lifestyle Kopfhörer (18,99€) – Ein guter Kopfhörer ist wichtig, wenn Sie Gäste interviewen wollen. Wenn das Gesagte Ihrer Gäste nämlich aus Ihren Lautsprechern kommt, zeichnet Ihr Mikro es auf und ein unschönes Echo ist die Folge.

      Podcast aufnehmen

      Zoom H1 Handy Portable Digital Recorder (99.99€) – Möglicherweise möchten Sie Ihr Audio zuerst auf einem externen Gerät aufnehmen, bevor Sie die Aufnahme zur Bearbeitung auf Ihren Computer importieren. Auf diese Weise verhindern Sie, dass alle Ihre Daten verloren gehen, wenn Ihr Computer während der Sitzung abstürzt oder die Stromversorgung unterbrochen wird. Aufnahmegeräte sind normalerweise tragbar, d.h. Sie brauchen keinen Computer, wenn Sie z.B. auf Reisen etwas aufzeichnen wollen.

      Einen Podcast aufnehmen

      Die bei Weitem einfachste Möglichkeit,um einen Podcast aufzunehmen sieht wie folgt aus: Sie müssen lediglich ein USB-Mikrofon in ihren Computer einstecken und Aufnahmesoftware, wie z.B. Audacity, installieren und öffnen.

      Sorgen Sie dafür, dass Ihr Mikrofon eingesteckt und eingeschaltet ist und von der Aufnahmesoftware als Standarteingabegerät benutzt wird. Drücken Sie einfach auf die Aufnahmetaste Ihrer Software und starten Sie mit Ihrem Podcast! Sie brauchen die Aufnahme weder stoppen noch unterbrechen, selbst, wenn Sie Fehler machen. Denn Sie können die Aufzeichnung später mit derselben Software bearbeiten.

      Hier sehen Sie ein kurzes, englischsprachiges Vier-Minuten-Video, indem detailliert und einfach erklärt wird, wie Sie Ihre erste Episode mit GarageBand aufnehmen können.

      Speichern Sie Ihre Aufzeichnung ab, wenn Sie fertig sind. Hierfür eignen sich .MP3s am besten, da Sie sich gut komprimieren lassen (geringe Dateigröße) und auf den meisten Geräten abgespielt werden können.

      Speichern Sie Ihre .MP3-Datei mit einer festgesetzten anstatt mit einer variablen Bitrate (VBR) ab. Die meisten Aufnahmesoftwares werden Sie beim Abspeichern danach fragen. Eine gute Bitrate liegt bei 128 kbps. Mit dieser Bitrate bleibt die Dateigröße klein, ohne dass sich die Audioqualität verschlechtert. Wir empfehlen als Samplerate 44.1 Mhz.

      Aufnahme Ihrer ersten Episode

      Da Sie nun theoretisch wissen, wie es geht, wird es Zeit, loszulegen.

      Worüber sollte man in seiner ersten Episode reden? Reden Sie über sich selbst! Stellen Sie sich und Ihren Podcast vor. Das wird quasi Ihr „Podcast-Nullpunkt“ sein. Jetzt haben Sie Gelegenheit, allen zu erzählen, worum es in Ihrem Podcast geht und was Sie mit Ihrem Podcast vorhaben.

      Es ist völlig ok, wenn Sie bei der Aufnahme Ihrer ersten Episode ein wenig nervös sind, besonders, wenn Sie noch niemals 20-30 Minuten lang in ein Mikrofon gesprochen haben.

      Um diese Nervosität in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, zu versuchen, nicht befangen zu sein, was die eigene Stimme angeht. Sie brauchen keine professionelle Radiostimme, damit Leuten Ihnen und Ihrem Podcast zuhören. Sprechen Sie ganz natürlich und ahmen Sie keine „Radiostimme“ nach. Wenn Sie sich anschließend Ihre Aufnahme anhören, schrecken Sie nicht zurück. Es gibt niemanden, dem der Klang der eigenen Stimme von Anfang an gefällt. Früher oder später werden Sie sich daran gewöhnen.

      Sollte sich Ihre Stimme zittrig oder nervös anhören, denken Sie daran, dass man viel Übung braucht, bis man Selbstvertrauen vor dem Mikrofon entwickelt. Wenn Sie sich später Ihre ersten Podcasts anhören und sie vergleichen, werden Sie merken, wie sehr Sie sich in kurzer Zeit verbessert haben!

      Vergessen Sie außerdem nicht, dass Sie die Aufzeichnung nach der Aufnahme bearbeiten können. Wenn Sie den Faden verlieren sollten und nicht wissen, was Sie als Nächstes sagen wollten, waren Sie einfach schweigend ab, bis Sie sich wieder gefangen haben. Im Nachhinein lassen sich solche Lücken und Fehler ganz leicht herausschneiden.

      Ein wichtiger letzter Punkt: Lesen Sie Ihren Text nicht ab! Ihr Podcast sollte natürlich klingen. Jemand, der sich einen Podcast anhört, will kein Hörbuch hören. Sie wollen die dynamischen Gespräche und Diskussionen hören, die sich in einem Podcast ergeben. Natürlich können Sie sich ein paar Stichpunkte aufschreiben, aber üben Sie es, aus dem Stegreif zu sprechen.

      Intro und Outro

      Mit einem Intro und ein Outro bekommt Ihr Podcast einen gewissen Flair und wird individueller. Üblicherweise bestehen Intros und Outros aus einem kurzen Voiceover begleitet von Musik, in dem der Podcast zusammen mit Episodennummer, Podcaster und „Aufhänger“ bzw. Tagline vorgestellt wird. Man nennt diese Intros und Outros auch manchmal Bumper.

      Wenn Sie das Zeug dazu haben, können Sie diese selbst aufnehmen oder Sie heuern jemanden mit einer super Stimme an, der das Intro und Outro für Sie spricht. Dazu können SIe beispielsweise auf Fiverr nach Sprechern suchen. Hören Sie sich andere Podcasts zu Ihrem Nischenthema an, um sich Anregungen für Ihr Intro und Outro zu holen.

      Podcast Intro erstellen lassen

      Bearbeiten des Podcasts

      Sie können Ihre Podcasts im Nachhinein bearbeiten. Dadurch können Sie Intro und Outro hinzufügen, die Lautstärke konstant halten und Lücken oder Fehler in der Aufnahme herausschneiden. Die oben bereits empfohlenen Softwares wie Adobe Audition, Audacity oder GarageBand erfüllen alle diesen Zweck.

      Es gibt ein paar Einstellungen, die Sie sich bei ihrem Audioeditor auf jeden Fall näher ansehen sollten. Dazu gehören Einstellungen, die die Lautstärke automatisch konstant halten, damit es keine laute Stellen in Ihrem Podcast gibt (Hörer, die einen Kopfhörer benutzen, werden es Ihnen danken) und Einstellungen, mit denen sich Hintergrund- und Knackgeräusche ausblenden lassen.

      Podcast Bearbeitung AudacityKonstante Lautstärke erstellen mit Audacity

      Wenn Sie sich mit der Software schwertun oder es für Sie einfach zu zeitaufwändig ist, sich mit der Bearbeitung zu beschäftigen, können Sie auch jemanden anheuern, der dies für Sie übernimmt. Bei Fiverr oder Upwork gibt es Freelancer, die Sie anstellen können und die die Episoden Ihres Podcasts bearbeiten. Wenn Sie erst einmal jemanden gefunden haben, mit dem Sie zufrieden sind, sollten Sie bei dieser Person bleiben, da sie Ihren Stil kennt und weiß, worauf Sie Wert legen.

      Es gibt außerdem Postproduktionsanbieter wie z.B. Auphonic, die die Einpegelung, die Lautstärkenanpassung und ein paar weitere Dinge für Sie übernehmen. Egal, wofür Sie sich entscheiden, die Lautstärke einer jeden Episode muss konstant sein. Vermeiden Sie auf jeden Fall, dass eine Episode erheblich lauter oder leiser als die anderen ist.

      Wenn Sie mit der Bearbeitung Ihrer Aufnahme fertig sind, speichern Sie sie als .MP3 mit einer Bitrate von 128 kbps und einer Sample Rate von 44,1 Mhz ab, wie bereits oben empfohlen.

      Ist die MP3 abgespeichert, fehlt noch die Bearbeitung der sogenannten ID3-Tags der Datei. Mit den ID3-Tags teilen Sie MP3-Playern und anderen Geräten mehr Informationen über die Datei mit. Sie können den Namen der Episode und den Namen des „Künstlers“ (Podcast) hinterlegen, damit MP3-Player Titelinformationen anzeigen.

      Editing Your Podcasts

      Wenn Sie Audacity und Open Metadata Editor auf Mac- oder Windows-Geräten  verwenden, können Sie ID3-Tags, wie z.B. Cover-Bild, Episodenname und Podcast-Name hinzufügen. Auch in iTunes kann das sowohl mit Mac als auch Windows vorgenommen werden. Mit ID3 Editor (15€) ist das Bearbeiten von Tags auf einem Mac noch viel einfacher.

      Die Bearbeitung von ID3-Tags ist nicht unbedingt erforderlich und hat keinen Einfluss auf Ihr Podcast-Listing bei iTunes. Es ist aber ein nettes Extra, besonders für die, die Ihre Podcast-Episoden runterladen und später auf anderen Geräten anhören.

      Podcast-Hosting

      Für Ihre Audiodateien werden Sie einen gesonderten Host brauchen. Selbst wenn Sie schon einen Web-Host und eine Website haben, sollten Sie Ihre MP3s nicht auf demselben Server hosten. Diese Shared-Webhosts bieten nicht die Datenübertragungskapazität bzw. Geschwindigkeit die für das Herunterladen und Streamen von MP3s erforderlich ist. Doch Mediahosts sind glücklicherweise günstig. Zwei können wir Ihnen besonders empfehlen: 

      • Libsyn Podcast-Hosting ab 5€ im Monat für 50 mb Speicherplatz im Monat und unbegrenzte Datenübertragungskapazität.
      • Blubrry – Podcast-Hosting ab 12€ im Monat für 100 mb Speicherplatz im Monat und unbegrenzte Datenübertragungskapazität.

      Überlegen Sie, wie viele Episoden Sie im Monat veröffentlichen werden. Nehmen wir mal an, Sie bringen eine neue Episode pro Woche raus. Das sind ungefähr vier Episoden im Monat. Wenn Ihre Episoden jeweils eine Stunde lang sind, dann ist jede etwa 50mb groß, d.h. Sie werden über 200mb im Monat brauchen. So wie in diesem Beispiel müssen Sie sich ausrechnen, welcher Anbieter für Ihren Podcast am besten geeignet ist. Es ist prinzipiell besser, sich für die Variante zu entscheiden, die ein wenig mehr bietet, als man braucht. Man kann nie wissen.

      Syndikation Ihres Podcast-RSS-Feeds

      Sobald Sie Ihren Media-Host eingerichtet und mindestens eine Episode hochgeladen haben, erhalten Sie von Ihrem Media-Host einen RSS-Feed. In diesem Feed sind all Ihre Episoden sowie die Daten enthalten, die Datenleser und Player brauchen. Darunter befinden sich Episodentitel, Podcast-Cover, Episodenbeschreibung und Speicherort der MP3-Datei. Aber keine Sorge, Ihr Media-Host übernimmt das alles für Sie. Es ist also nicht so kompliziert, wie es sich anhört.

      Sie müssen nun diesen RSS-Feed bei Podcast-Verzeichnissen, wie z.B. iTunes einreichen. Da in diesem Feed alles enthalten ist, müssen Sie die Einreichung nur einmal vornehmen. Jedes Mal, wenn Sie anschließend eine neue Episode auf ihren Media-Host hochladen, wird der Feed auf iTunes, bzw. jedem anderen Verzeichnis, bei dem Sie Ihren Podcast eingereicht haben, automatisch aktualisiert. Dies wird im folgenden Abschnitt näher beschrieben.

      Ihren Podcast bei den richtigen RSS-Channels einreichen

      Es gibt viele verschiedene Verzeichnisse, über die Sie Ihren Podcast veröffentlichen können. Sie können natürlich Ihren Podcast über so viele Channels verbreiten, wie Sie wollen. An dieser Stelle brauchen Sie nun all die Informationen, die wir am Anfang des Beitrags beleuchtet haben. Man wird Sie nach dem Namen Ihres Podcasts, der Beschreibung, der Kategorie, dem Cover und noch ein paar anderen Dingen fragen.

      iTunes – iTunes ist das größte Podcast-Verzeichnis und Sie sollten Ihren Podcast auf jeden Fall hier einreichen, insbesondere wenn Sie ihn nur über einen Channel veröffentlichen wollen. Unter diesem Link können Sie sich bei iTunes Connect anmelden, um Ihren Podcast und RSS-Feed einzureichen.

      Stitcher – Stitcher ist das zweitgrößte Podcast-Verzeichnis und eine weitere Möglichkeit für Leute, Ihren Podcast zu finden. Klicken Sie hier, um Ihren Podcast und RSS-Feed bei Stitcher einzureichen.

      SpotifySpotify hat sich seit Ende des letzten Jahres endlich allen Podcastern geöffnet. Das dafür angelegte Portal nennt sich Spotify for Podcasters und befindet sich aktuell in der Beta-Phase. Ganz ohne verpartnerte Medienhosts können Podcaster nun Ihre RSS-Feeds einreichen. Da Spotify in Deutschland immer beliebter wird, kann dieser Kanal eine besonders gute Chance für mehr Reichweite sein!

      Wenn Sie mit Ihrem Podcast noch mehr Leute erreichen wollen, sollten Sie ihn auch bei SoundCloud und auf YouTube zur Verfügung stellen. Für letzteren Kanal müssen Sie allerdings ein Video hochladen, das beispielsweise nur über ein Standbild verfügt oder Sie direkt beim Sprechen zeigt, wie es das nachfolgende Video beispielhaft vormacht.

      Veröffentlichung Ihres Podcasts

      Es besteht die Möglichkeit, dass Ihr Podcast bei iTunes unter „New and Noteworthy“ empfohlen wird. Unter dieser Rubrik werden neue Podcasts acht Wochen lang bei iTunes vorgestellt. Stellen Sie sich vor, wie viele Hörer Sie in so kurzer Zeit dazugewinnen könnten. Diese Chance würde für Sie kostenlose Werbung für Ihren Podcast auf der iTunes Podcast-Homepage bedeuten, die monatlich von Millionen von Leuten besucht wird!

      iTunes New & NoteworthyUm die Aufmerksamkeit von iTunes zu erregen und somit Ihre Chancen auf eine Empfehlung zu erhöhen, sollten Sie Ihren Podcast so veröffentlichen, dass Sie sofort ein paar Hörer gewinnen und Bewertungen bekommen. Dadurch erlangen Sie eine gute Ausgangsposition für eine Empfehlung. Natürlich ist das keine Garantie, aber Sie bringen Ihren Podcast auf jeden Fall voran, wenn Sie ihn auf diese Weise veröffentlichen.

      Machen Sie die Veröffentlichung Ihres Podcasts zu einem Ereignis. Erregen Sie Aufsehen mit der Veröffentlichung. Entwerfen Sie eine Landingpage für Ihren Podcast, mit der Sie den Leuten ankündigen, was sie erwartet und was Sie geplant haben. Die Leute sollten auf dieser Landingpage auch unbedingt die Möglichkeit haben, sich in einer Mailingliste einzutragen. So können Sie Ihren Interessenten den genauen Veröffentlichungszeitpunkt per Newsletter emailen. Es ist enorm wichtig, dass Sie sich im Vorfeld bereits ein Publikum schaffen. Dadurch ist es umso wahrscheinlicher, dass Sie bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung Hörer haben werden, was hoffentlich zu einem Schneeballeffekt führen wird.

      Bringen Sie sofort drei Episoden heraus. Drei ist eine gute Anzahl, denn Ihre Hörerschaft kann sich die Episoden direkt anhören, ohne überfordert zu werden oder zu lang auf neuen Content warten zu müssen. Veröffentlichen Sie hingegen nur eine Episode, bekommen Sie nicht die Höreranzahl, die Sie brauchen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Sie müssen Ihren Hörern auch vermitteln, dass Sie mehr Content herausbringen werden und dass sie den Podcast abonnieren können. Indem Sie gleich mehr als eine Episode veröffentlichen (die Hörer sehen Episode Nr. 1, Episode Nr. 2, etc.), können sie daraus schließen, dass noch mehr folgen werden.

      Kündigen Sie den Leuten auf Ihrer Mailingliste die Veröffentlichung an und bitten Sie sie, den Podcast zu abonnieren und nach dem Zuhören eine Bewertung zu hinterlassen. Das ist sehr wichtig, denn wenn Ihr Podcast schon am ersten Tag Bewertungen (und Abonnenten) hat, erregen Sie eher Aufmerksamkeit bei iTunes, was wiederum die Chancen vergrößert, dass Sie empfohlen werden.

      Lesetipp: Wie sie einen Newsletter erstellen, der von Ihren Interessenten gelesen wird, lesen Sie hier.

      An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal dringend darauf hinweisen, dass das Cover Ihres Podcast wichtig ist. Wenn Sie sich die anderen Podcasts unter der Rubrik „New and Noteworthy“ ansehen, finden Sie ausschließlich schön gestaltete Cover. Ist ihr Titelbild nicht gut aufbereitet, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass iTunes den Podcast empfiehlt.

      Höreranzahl erhöhen und wie es weitergeht

      Geschafft! Sie haben Ihren Podcast veröffentlicht. Und was jetzt?

      Sie brauchen noch mehr Hörer.

      Sie sollten sich von Beginn an am Ende jeder Episode angewöhnen, Ihre Hörer um eine Bewertung auf iTunes zu bitten und Sie aufzufordern, den Podcast zu abonnieren. Denn mit mehr Abonnenten und mehr Bewertungen können Sie stetig Hörer dazugewinnen. 

      Halten Sie sie auch auf Ihrer Website und in den sozialen Medien dazu an. Denn viele Leute, die Ihren Podcast anhören, sind in dem Moment vielleicht nicht in der Nähe eines Computers und können keine Bewertung hinterlassen, auch wenn Sie sie darum bitten. Erinnern Sie sie in den sozialen Medien daran.

      Um die Leute dazu zu bringen, eine Bewertung zu schreiben und den Podcast zu abonnieren, können Sie Hörer, die eine Bewertung hinterlassen, belohnen. Zum Beispiel könnte man jede Woche in der Show eine der Bewertungen vorlesen und dem Verfasser ein Dankeschön in Produktform zukommen lassen. Durch ein solches Gewinnspiel ist der Anreiz für die Hörer, eine Bewertung zu schreiben, größer.

      Lesetipp: Wie der Umgang mit Kundenfeedback funktioniert und Sie die Kundenbindung steigern, lesen Sie hier.

      Was außerdem sehr wichtig ist, um erfolgreich zu sein, ist Einheitlichkeit. Wenn Sie vorhaben wöchentlich eine Episode herauszubringen, dann tun Sie es jede Woche zur gleichen Zeit am selben Tag und halten Sie sich daran. Sie müssen geduldig sein und regelmäßig Content herausbringen, damit Ihre Hörerschaft merkt, dass Sie es ernst meinen. Keiner will einen Podcast anhören oder abonnieren, der zwar angeblich regelmäßig herauskommen soll, dies aber nicht tut.

      Auch die (hoffentlich bereits angelegte) Mailingliste sollte regelmäßig bespielt werden, um mit Ihren Hörern zu kommunizieren. Es reicht nicht, dass Ihre Hörer Ihren Podcast nur abonnieren. Wenn Sie für etwas werben wollen oder Ihrer Hörerschaft etwas mitteilen möchten, ist eine zusätzliche Information per E-Mail viel effektiver.

      Promoten Sie Ihren Podcast mit Pinterest! In diesem Beitrag lesen Sie, wie Sie die Plattform optimal nutzen.

      Monetarisierung

      Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Ihrem Podcast Geld zu verdienen. Zuallererst sollten Sie sich jedoch darauf konzentrieren, Hörer und deren Vertrauen zu gewinnen, ehe Sie versuchen, Ihren Podcast zu monetarisieren.

      Eine der häufigsten Arten, mit dem eigenen Podcast seine Gewinne zu steigern, ist, für Produkte und Dienstleistungen von Sponsoren zu werben. Sie haben diese Werbungen vielleicht schon in anderen populären Podcasts gehört, wo der Podcaster einen Werbetext vorliest und seine Hörer an einen konkreten Link verweist.  

      Die zweite Möglichkeit der Monetarisierung sieht im Grunde sehr ähnlich aus. Diesmal bewerben Sie aber Ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen. Genau wie beim Werbetext eines Sponsors können Sie am Anfang und Ende Ihres Podcasts auf ein Produkt oder eine Dienstleistung verweisen. Wenn Sie nachvollziehen möchten, wie viele Hörer tatsächlich Ihrer Aufforderung nachkommen, übermitteln Sie einen spezifischen Link oder Nachlass-Code.

      Lesetipp: 8 Hobbys, mit denen Sie Geld verdienen können, finden Sie hier.

      Fangen Sie heute an

      Sie können schon heute Ihren Podcast starten. Fangen Sie an, die Informationen für das Podcast-Listing zusammenzutragen und sich bei iTunes nach anderen Podcasts umzusehen, deren Content dem ähnelt, den Sie geplant haben. Wenn Sie bereits ein externes Mikrofon besitzen, nehmen Sie schon heute eine kurze Episode auf, in der Sie über sich und Ihre Ideen für den Podcast sprechen. Üben Sie es ganz entspannt für längere Zeit in ein Mikrofon zu sprechen und gewöhnen Sie sich daran, Ihre Stimme auf der Aufnahme zu hören. Sie brauchen die Episode, die Sie heute aufnehmen, nicht hochzuladen. Sie sollen lediglich üben und sich mit dem Vorgang vertraut machen, um später Ihren Podcast erstellen zu können!

      Wenn Sie Fragen zum Podcasting haben oder etwas zu dieser Anleitung anmerken möchten, freuen wir uns immer über einen Kommentar!


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      Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchten Sie einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lesen Sie bitte zuerst diesen Leitfaden.

      Dieser Beitrag stammt ursprünglich vom shopify.com-Blog und wurde übersetzt.