Für deine Besucher:innen ist es nur ein lästiger Klick. Für dich ist es ein Schritt zu einem rechtssicheren Shop: der Cookie-Hinweis deiner Website. Wie das Krümelmonster seine Kekse braucht, benötigen viele Websites Cookies und ähnliche Technologien, um bestimmte Funktionen bereitzustellen oder die User Experience zu verbessern. Dabei können unterschiedliche Informationen auf dem Gerät deiner Besucher:innen gespeichert oder ausgelesen werden.
Alles, was du über digitale Cookies wissen musst und wie du Shopify Cookie-Banner in deinem Onlineshop einbindest, erfährst du in diesem Beitrag.
Shopify Cookie-Banner einbinden: Das Wichtigste auf einen Blick
Für die Einrichtung eines Cookie-Banners bei Shopify stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Du kannst:
- die automatisierten Datenschutzeinstellungen von Shopify nutzen,
- das Shopify Cookie-Banner manuell anpassen
- oder eine externe Cookie-Consent-App wie Avada GDPR Cookies Consent, TinyCookie oder Consentmo GDPR Compliance verwenden.
Welche Lösung für deinen Shop infrage kommt, hängt unter anderem davon ab, welche Cookies und Tracking-Technologien du einsetzt.
Wann sind Cookie-Banner Pflicht?
Die Regeln rund um Cookies und ähnliche Tracking-Technologien waren lange Zeit nicht eindeutig geregelt. Seit dem 1. Dezember 2021 gilt in Deutschland das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG). Am 14. Mai 2024 wurde es in Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG) umbenannt. An den für Cookies und ähnliche Technologien relevanten Vorgaben hat sich durch diese Umbenennung nichts geändert. Das TDDDG ergänzt dabei die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), ersetzt sie aber nicht.
Lesetipp: Mit den richtigen Online-Shop-Ideen wird dein Traum vom eigenen Unternehmen wahr. Starte jetzt mit unseren Tipps!
Anders als die DSGVO schützt § 25 TDDDG nicht nur personenbezogene Daten. Die Vorschrift regelt, wann Informationen auf dem Gerät deiner Besucher:innen gespeichert oder von dort ausgelesen werden dürfen. Dafür brauchst du in vielen Fällen eine vorherige Einwilligung. Das betrifft zum Beispiel Cookies und Tracking-Technologien für Marketing oder Analysezwecke. Unbedingt erforderliche Technologien können dagegen auch ohne vorherige Einwilligung zulässig sein.
Schau dir zunächst einmal genau an, was gesetzlich festgeschrieben ist.
Der 1. Absatz des § 25 des TDDDG besagt:
„Die Speicherung von Informationen in der Endeinrichtung des Endnutzers oder der Zugriff auf Informationen, die bereits in der Endeinrichtung gespeichert sind, sind nur zulässig, wenn der Endnutzer auf der Grundlage von klaren und umfassenden Informationen eingewilligt hat. Die Information des Endnutzers und die Einwilligung haben gemäß der Verordnung (EU) 2016/679 zu erfolgen.“
Lesetipp: Finde heraus, wie du ein gutes Produkt für deinen Onlineshop findest.
Es gibt jedoch auch zwei Ausnahmen, die in Absatz 2 festgehalten wurden:
„Die Einwilligung nach Absatz 1 ist nicht erforderlich,
- wenn der alleinige Zweck der Speicherung von Informationen in der Endeinrichtung des Endnutzers oder der alleinige Zweck des Zugriffs auf bereits in der Endeinrichtung des Endnutzers gespeicherte Informationen die Durchführung der Übertragung einer Nachricht über ein öffentliches Telekommunikationsnetz ist oder
- wenn die Speicherung von Informationen in der Endeinrichtung des Endnutzers oder der Zugriff auf bereits in der Endeinrichtung des Endnutzers gespeicherte Informationen unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter eines digitalen Dienstes einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst zur Verfügung stellen kann.“
Was das konkret für deinen Onlineshop bedeutet, lässt sich aber auch einfacher zusammenfassen:
Nach § 25 TDDDG brauchst du grundsätzlich eine Einwilligung, wenn du Informationen auf dem Gerät deiner Besucher:innen speichern oder darauf zugreifen möchtest. Eine Ausnahme gilt unter anderem für Technologien, die unbedingt erforderlich sind, um einen von den Nutzer:innen ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst bereitzustellen.
Dazu können beispielsweise bestimmte Session-Cookies gehören, die für einen Warenkorb oder den Checkout notwendig sind. Entscheidend ist dabei nicht allein die Art des Cookies, sondern sein konkreter Zweck. Einwilligungspflichtige Cookies und Tracking-Technologien solltest du deshalb erst aktivieren, nachdem deine Besucher:innen wirksam zugestimmt haben.
Ein Cookie-Banner ist also nicht automatisch für jede Website Pflicht. Verwendest du ausschließlich Technologien, für die nach § 25 Abs. 2 TDDDG keine Einwilligung erforderlich ist, brauchst du dafür grundsätzlich auch kein Consent-Banner. Sobald du jedoch einwilligungspflichtige Technologien nutzt, solltest du die Zustimmung deiner Besucher:innen vor deren Aktivierung einholen und dein Cookie-Setup regelmäßig überprüfen.
Lesetipp: Du möchtest einen profitablen Onlineshop eröffnen? Hier erfährst du, wie du deinen eigenen Shop startest und ausbaust.
Arten von Cookie-Bannern
Nachdem du nun weißt, dass du für bestimmte Cookies und Tracking-Technologien eine Einwilligung deiner Website-User:innen brauchst, schaust du dir im nächsten Schritt die Cookie-Banner genauer an. Je nachdem, welche Cookies und Technologien du einsetzt, können sich Banner in ihrer Funktionalität und Gestaltung unterscheiden. Wichtig ist dabei vor allem, dass deine Besucher:innen bei einwilligungspflichtigen Technologien eine echte Wahl haben. Die Datenschutzkonferenz (DSK) weist unter anderem darauf hin, dass die Ablehnung einer Einwilligung nicht aufwendiger sein sollte als deren Erteilung. Diese vier Arten solltest du kennen:
Einfaches Informationsbanner
Die grundlegendste Form ist das einfache Informationsbanner. Hier informierst du Nutzer:innen lediglich über den Einsatz von Cookies auf deiner Website und bietest beispielsweise einen Button zum Bestätigen des Hinweises an. Eine wirksame Einwilligung holst du damit jedoch nicht automatisch ein. Setzt du Cookies oder andere Technologien ein, für die nach § 25 TDDDG eine Einwilligung erforderlich ist, reicht ein reines Informationsbanner deshalb nicht aus.
Zustimmungsbanner (Opt-in)
Bei einem Zustimmungsbanner, auch Opt-in genannt, werden einwilligungspflichtige Cookies und Tracking-Technologien erst aktiviert, nachdem die Nutzer:innen aktiv zugestimmt haben. Unbedingt erforderliche Cookies können dagegen bereits vorher eingesetzt werden. Wichtig ist außerdem, dass Nutzer:innen die Einwilligung auch ablehnen können und diese Möglichkeit nicht unnötig erschwert wird. Eine einmal erteilte Einwilligung muss sich zudem ebenso einfach widerrufen lassen, wie sie erteilt wurde.
Ablehnungsbanner (Opt-out)
Bei einem klassischen Opt-out werden Cookies zunächst aktiviert und Nutzer:innen können ihnen erst im Nachhinein widersprechen. Für einwilligungspflichtige Cookies und Tracking-Technologien reicht dieses Vorgehen grundsätzlich nicht aus. Nach § 25 TDDDG muss die erforderliche Einwilligung vor der Speicherung von Informationen auf dem Endgerät oder dem Zugriff darauf erfolgen.
Präferenz-Banner
Ein Präferenz-Banner bietet Nutzer:innen detailliertere Auswahlmöglichkeiten. Sie können beispielsweise selbst entscheiden, ob sie funktionale, Analyse- oder Marketing-Cookies zulassen möchten. Unbedingt erforderliche Cookies können davon ausgenommen sein, wenn für sie keine Einwilligung erforderlich ist. Auch bei dieser Variante müssen die Auswahlmöglichkeiten transparent gestaltet sein und eine freiwillige Entscheidung ermöglichen.
Lesetipp: In diesem Guide erfährst du, wie Dropshipping mit AliExpress funktioniert.
Wie bindest du ein Cookie-Banner bei Shopify ein?
Nachdem du nun erfahren hast, wann du ein Cookie-Banner für deine Website oder deinen Onlineshop brauchst, stellt sich die Frage nach der passenden Lösung. Shopify bietet dafür eigene Datenschutzeinstellungen für Kund:innen. Alternativ kannst du eine externe Cookie-Consent-App verwenden.
Das native Shopify Cookie-Banner
Shopify bietet eine eigene Cookie-Consent-Lösung, die du direkt im Adminbereich deines Shops einrichten kannst. Das Shopify Cookie-Banner steuert Shopify-spezifische Technologien wie Cookies und Shopify Pixels. Hast du externe Cookies oder Pixel manuell oder über Apps eingebunden, benötigst du möglicherweise eine zusätzliche Consent-Lösung oder benutzerdefinierte Logik, damit die Entscheidungen deiner Kund:innen auch dort berücksichtigt werden.
Bei neuen Shops sind die automatisierten Datenschutzeinstellungen standardmäßig aktiviert. Hast du aktive Märkte im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder im Vereinigten Königreich, konfiguriert Shopify das Cookie-Banner für Besucher:innen aus diesen Regionen automatisch. Die Einstellungen orientieren sich dabei an den aktuellen Empfehlungen von Shopify für Regionen und Inhalte. Du kannst die automatisierten Einstellungen aber auch deaktivieren und dein Cookie-Banner manuell anpassen.
Bevor du das Shopify Cookie-Banner verwenden kannst, musst du außerdem eine Datenschutzerklärung veröffentlichen.
Befolge die folgenden Schritte, um dein Shopify Cookie-Banner einzurichten:
- Klicke im Shopify-Adminbereich auf „Einstellungen > Datenschutz für die Kundschaft“ und anschließend auf „Cookie-Banner“.
- Wähle im Abschnitt „Regionen und Inhalt“ zwischen automatisierten Einstellungen und manueller Anpassung. Möchtest du die automatisierten Einstellungen nutzen, aktiviere „Automatisierte Einstellungen verwenden“. Für eine manuelle Anpassung kannst du unter „Regionen“ festlegen, wo das Banner angezeigt wird, und unter „Inhalt“ den Text bearbeiten.
- Als Nächstes kannst du das Erscheinungsbild deines Cookie-Banners anpassen und beispielsweise Farben und Voreinstellungen auf das Branding deines Onlineshops abstimmen.
- Unter „Position“ kannst du auswählen, wo das Banner in deinem Shop angezeigt werden soll.
- Klicke anschließend unter „Position“ auf „Anzeigen“, um dir eine Vorschau deines Shopify Cookie-Banners in deinem Shop anzusehen.
Wichtig: Die automatisierten Datenschutzeinstellungen können dich bei der Verwaltung deines Cookie-Banners unterstützen, ersetzen aber keine individuelle rechtliche Prüfung. Du bleibst selbst dafür verantwortlich, die für deinen Shop geltenden Datenschutzgesetze einzuhalten.
Cookie-Banner mit einer Drittanbieter-App

Auch wenn Shopify mittlerweile eine integrierte Lösung bietet, kannst du deine Zustimmungsverwaltung weiterhin mit einer externen Cookie-Banner-App oder Consent-Management-Plattform konfigurieren. Shopify empfiehlt dabei eine Lösung, die in die Customer Privacy API von Shopify integriert ist. So können die Einwilligungsentscheidungen deiner Kund:innen auch von Shopify berücksichtigt werden.
Mit diesen Schritten richtest du eine Drittanbieter-Lösung ein:
- Suche im Shopify App Store nach einer passenden Cookie-Consent-App, installiere sie und richte das externe Cookie-Banner ein.
- Gehe anschließend im Shopify-Adminbereich auf „Einstellungen > Datenschutz für die Kundschaft“.
- Klicke unter „Datenschutzeinstellungen“ auf „Cookie-Banner“.
- Wähle „Weitere Aktionen > Cookie-Banner entfernen“ und bestätige, dass du das native Shopify Cookie-Banner entfernen möchtest. Achte darauf, dass dein externes Banner eingerichtet und aktiviert ist. Den aktuellen Ablauf findest du auch in den Shopify-Anweisungen für Drittanbieter-Cookie-Banner.
Hier sind drei Cookie-Consent-Apps, die speziell für Shopify-Shops entwickelt wurden:
Avada GDPR Compliance
Avada GDPR Cookies Consent unterstützt dich dabei, Cookie-Einwilligungen deiner Kund:innen einzuholen und zu verwalten. Die App erkennt den Standort deiner Besucher:innen und kann je nach Region unterschiedliche Banner anzeigen. Sie unterstützt unter anderem die DSGVO sowie weitere Datenschutzvorgaben wie CCPA/CPRA, LGPD, PIPEDA und APPI. Außerdem ist sie mit Shopify Customer Privacy, Google Consent Mode v2, Google Tag Manager sowie Meta Pixel und TikTok Pixel kompatibel. Mit einem Cookie-Scanner kannst du Cookies in deinem Shop identifizieren. Banner lassen sich individuell gestalten und in mehreren Sprachen anzeigen.
Preislich gibt es eine kostenlose Version sowie drei kostenpflichtige Abos. Professional kostet 9,95 $ (ca. 8,50 €) pro Monat, Advanced 23,95 $ (ca. 20,50 €) und Enterprise 34 $ (ca. 29 €). Für die kostenpflichtigen Versionen gibt es eine 7-tägige kostenlose Testphase.
Lesetipp: Die Social-Media-Plattform TikTok bietet Marken ein breites, junges Publikum, um Anzeigen zu schalten und über die Funktion TikTok Shop zu verkaufen.
TinyCookie
Auch TinyCookie wurde explizit für Shopify-Shops entwickelt und bietet dir ein individuell anpassbares Cookie-Banner. Du kannst unter anderem Optik, Position und Inhalte anpassen und deinen Besucher:innen die Möglichkeit geben, Cookies zu akzeptieren, abzulehnen oder ihre Präferenzen festzulegen. Die App unterstützt verschiedene Datenschutzvorgaben wie DSGVO, CCPA, LGPD und PIPEDA.
Die kostenlose Version bietet bereits eine anpassbare Cookie-Leiste, Cookie-Verwaltung und Standardübersetzungen. Der Basic-Plan kostet 7 $ (ca. 6 €) pro Monat und umfasst unter anderem unbegrenzte Banner-Impressionen, Google Consent Mode v2, die Shopify Privacy API sowie Einwilligungsprotokolle. Für 12 $ (ca. 10 €) pro Monat bietet der Advanced-Plan zusätzlich Funktionen wie Statistiken, Geolokalisierung und einen Cookie-Scanner. Beide kostenpflichtigen Versionen kannst du 7 Tage kostenlos testen.
Consentmo GDPR Compliance
Consentmo GDPR Compliance unterstützt dich bei der Verwaltung von Cookie-Einwilligungen für Besucher:innen aus verschiedenen Regionen. Die App erkennt den Standort der Nutzer:innen und kann entsprechende Banner für Datenschutzvorgaben wie DSGVO, CCPA, LGPD und PIPEDA anzeigen. Sie unterstützt unter anderem Google Consent Mode v2 sowie Meta und TikTok Pixel und bietet Funktionen wie einen Cookie-Scanner, Einwilligungsprotokolle und Berichte.
Consentmo bietet einen kostenlosen Plan mit unbegrenzten Banner-Impressionen. Der Standard-Plan kostet 10 $ (ca. 8,50 €) pro Monat und enthält unter anderem Google Consent Mode v2, einen erweiterten Integrations-Scanner und mehrsprachige Banner. Der Plus-Plan für 37 $ (ca. 31,50 €) pro Monat ergänzt beispielsweise automatisiertes Monitoring und erweiterte Consent-Analysen. Der Enterprise-Plan kostet 64 $ (ca. 54,50 €) pro Monat und bietet zusätzliche Funktionen wie IAB TCF v2.3, die gemeinsame Nutzung von Einwilligungen über mehrere Domains sowie Unterstützung für Headless- und Hydrogen-Shops. Für die kostenpflichtigen Pläne gibt es eine 7-tägige kostenlose Testphase.
Lesetipp: Um Anpassungen am Code deiner Seite vorzunehmen, kannst du auch Freelancer:innen engagieren, die die Arbeit für dich übernehmen. Wie du die richtigen Freelancer:innen für dein Projekt findest, erfährst du in diesem Blogbeitrag.
Wie hängen Cookie-Banner und Datenschutzerklärung zusammen?
Wie bereits deutlich wurde, können Cookies und andere Tracking-Technologien Informationen verarbeiten, die einen Personenbezug haben. In diesem Fall gelten neben den Vorgaben des TDDDG auch die Anforderungen der DSGVO. In deiner Datenschutzerklärung solltest du deshalb transparent darüber informieren, welche personenbezogenen Daten du verarbeitest, zu welchen Zwecken das geschieht und auf welcher Rechtsgrundlage die Verarbeitung erfolgt. Welche Informationen du dabei bereitstellen musst, regeln insbesondere Art. 13 und 14 DSGVO.
Damit dein Cookie-Banner übersichtlich bleibt, kannst du für ausführlichere Informationen direkt auf deine Datenschutzerklärung verweisen. Auch Shopify setzt für die Nutzung des nativen Cookie-Banners voraus, dass du eine Datenschutzerklärung veröffentlicht hast. Dein Impressum sollte ebenfalls jederzeit leicht erreichbar sein.
In deiner Datenschutzerklärung kannst du genauer erklären, welche Cookies und Tracking-Technologien du einsetzt und welche Daten dabei zu welchem Zweck verarbeitet werden. Wichtig ist, dass deine Besucher:innen die notwendigen Informationen erhalten, bevor sie ihre Einwilligung erteilen. Deine Datenschutzerklärung und dein Cookie-Banner sollten deshalb inhaltlich aufeinander abgestimmt sein. Außerdem darf der Zugriff auf die Datenschutzerklärung und das Impressum nicht von einer Einwilligung in einwilligungspflichtige Cookies oder Tracking-Technologien abhängig sein.
Mit einem Cookie-Banner auf der sicheren Seite
Das Thema Cookie-Banner und Datenschutz klingt auf den ersten Blick vielleicht nach viel Arbeit. Trotzdem ist es wichtig, dass du die Datenschutzanforderungen für deinen Onlineshop von Anfang an berücksichtigst. Das TDDDG regelt, wann du für das Speichern von Informationen auf den Geräten deiner Besucher:innen oder den Zugriff darauf eine Einwilligung benötigst und welche Ausnahmen gelten.
Setzt du einwilligungspflichtige Cookies oder Tracking-Technologien ein, kannst du die erforderliche Zustimmung entweder über das integrierte Shopify Cookie-Banner oder eine geeignete externe Cookie-Consent-App einholen. Prüfe dabei regelmäßig, welche Technologien dein Shop tatsächlich verwendet und ob dein Cookie-Banner und deine Datenschutzerklärung weiterhin dazu passen. So schaffst du eine gute Grundlage für einen datenschutzkonformen Shopify-Shop.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Rechtsberatung dar. Bitte konsultiere eine unabhängige Rechtsberatung für Informationen, die spezifisch für dein Land und deine Umstände sind. Shopify haftet in keiner Weise für deine Verwendung oder dein Vertrauen in diese Informationen.
Weiterlesen
- Trendprodukte 2024: Was verkauft sich gut (20 Produkte)
- Dropshipping Steuern- Darauf solltest du achten!
- Abmahnsichere Shopify-Rechtstexte und dauerhafte Aktualisierungen mit der IT-Recht AGB-Schnittstelle
- E-Mail-Marketing- Wie du Newsletter erstellst, die wirklich gelesen werden
- Shopify Email- Stärke deine Markenidentität mit E-Mail-Marketing
- Steuernummer beantragen- Wie das geht und was du wissen musst
- Über-uns-Seite- Wie du mit überzeugenden Texten Neukunden gewinnen kannst
- Die Kleinunternehmerregelung- Ab wann profitierst du als Unternehmer?
- 21 kostenlose T-Shirt-Mockups und -Vorlagen für deine Kollektion
- Shopify-Erfahrungen- Shopify erhält im OMR Testbericht die besten Bewertungen
Häufig gestellte Fragen zum Shopify Cookie-Banner
Was ist ein Cookie-Hinweis?
Ein Cookie-Hinweis informiert deine Nutzer:innen darüber, welche Cookies und ähnlichen Technologien auf deiner Website zum Einsatz kommen und wofür sie verwendet werden. Setzt du Technologien ein, für die nach § 25 TDDDG eine Einwilligung erforderlich ist, musst du diese einholen, bevor die entsprechenden Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden. Deine Besucher:innen müssen dabei die Möglichkeit haben, ihre Einwilligung zu erteilen oder abzulehnen.
Was muss in den Cookie-Hinweis?
Wenn du eine Einwilligung benötigst, musst du deine Besucher:innen vor ihrer Entscheidung klar darüber informieren, welche Technologien du zu welchen Zwecken einsetzen möchtest. Bei der Verarbeitung personenbezogener Daten kommen zusätzlich die Informationspflichten der DSGVO hinzu. Dein Cookie-Banner sollte außerdem auf deine Datenschutzerklärung verweisen. Wichtig ist, dass deine Besucher:innen eine echte Wahl haben und einwilligungspflichtige Technologien ablehnen können. Die Ablehnung sollte dabei nicht aufwendiger sein als die Zustimmung. Auch eine erteilte Einwilligung muss sich einfach widerrufen lassen.
Welche Cookies benötigen eine Einwilligung?
Eine Einwilligung brauchst du grundsätzlich für Cookies und ähnliche Technologien, die nicht unbedingt erforderlich sind, um einen von deinen Nutzer:innen ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst bereitzustellen. Dazu gehören beispielsweise viele Analyse- und Marketing-Technologien, die das Verhalten deiner Besucher:innen erfassen. Ein bekanntes Beispiel ist der Meta Pixel. Setzt du solche einwilligungspflichtigen Technologien in deinem Shop ein, darfst du sie grundsätzlich erst aktivieren, nachdem deine Besucher:innen zugestimmt haben.
Wann werden Cookies verwendet?
Wann Cookies eingesetzt werden dürfen, hängt von ihrem Zweck ab. Unbedingt erforderliche Cookies können bereits beim Aufruf einer Website eingesetzt werden, wenn sie unter eine der Ausnahmen des § 25 Abs. 2 TDDDG fallen. Das kann beispielsweise für Cookies gelten, die für einen ausdrücklich gewünschten Warenkorb oder Checkout erforderlich sind. Einwilligungspflichtige Cookies und Tracking-Technologien für Analyse- oder Marketingzwecke dürfen dagegen grundsätzlich erst aktiviert werden, nachdem deine Besucher:innen wirksam zugestimmt haben.
Brauchst du bei Shopify ein Cookie-Banner?
Ein Cookie-Banner ist auch bei Shopify nicht automatisch Pflicht. Entscheidend ist, welche Cookies und Tracking-Technologien dein Shop verwendet. Setzt du Technologien ein, für die nach § 25 TDDDG eine Einwilligung erforderlich ist, musst du diese einholen, bevor die entsprechenden Informationen gespeichert oder ausgelesen werden.
Wie richtest du ein Cookie-Banner bei Shopify ein?
Shopify bietet ein integriertes Cookie-Banner, das du direkt im Adminbereich einrichten kannst. Gehe dafür zu „Einstellungen > Datenschutz für die Kundschaft > Cookie-Banner“. Dort kannst du die automatisierten Datenschutzeinstellungen nutzen oder Regionen, Inhalte und Erscheinungsbild selbst anpassen. Eine ausführliche Anleitung findest du im Shopify Help Center.
Reicht das Shopify Cookie-Banner für deinen Shop aus?
Das hängt davon ab, welche Technologien du in deinem Shop verwendest. Das native Cookie-Banner steuert Shopify-spezifische Technologien wie Cookies und Shopify Pixels. Hast du Drittanbieter-Cookies oder externe Pixel manuell oder über Apps eingebunden, benötigst du möglicherweise zusätzliche Consent-Logik oder eine externe Lösung. Prüfe deshalb, ob alle eingesetzten Technologien die Einwilligungsentscheidungen deiner Kund:innen korrekt berücksichtigen.
Kannst du bei Shopify eine externe Cookie-Banner-App verwenden?
Ja. Im Shopify App Store findest du verschiedene Cookie-Consent-Apps, die du anstelle des nativen Shopify Cookie-Banners verwenden kannst. Achte darauf, dass die gewählte Lösung korrekt in die Customer Privacy API von Shopify integriert ist. Wenn du zu einer externen Lösung wechselst, solltest du das native Shopify Cookie-Banner deaktivieren, damit nicht zwei Banner gleichzeitig angezeigt werden.












