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Der E-Commerce wird grün – wie Umweltthemen deine Kunden beeinflussen

Umweltthemen

Ein neues Bewusstsein reift in den Köpfen, vor allem in denen der jüngeren Generation: Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein sind Pflicht, wollen wir unseren Planeten auch für zukünftige Generationen erhalten.

Welche Konsequenzen dieses neue grüne Denken für dich als Onlinehändler*in hat, erfährst du in diesem Beitrag. Außerdem verraten wir, welche Maßnahmen du selbst ergreifen kannst, um auf den immer schneller rollenden Umweltzug aufzuspringen und wie du davon profitierst, dein Unternehmen nachhaltiger zu machen.


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Inhaltsverzeichnis

  • Umweltthemen – Fakt oder Fad?
  • E-Commerce ökologischer gestalten – wie geht das?
  • Das große No-Go: Green-Washing
  • Nachhaltigkeit im Handel, was hat der E-Commerce davon?
  • Mach die Welt besser
  • Umweltthemen – Fakt oder Fad?

    Natürlich stellt sich zunächst die Frage, ob das aufflammende Interesse an Umweltschutz nicht einfach nur eine weitere Welle ist, die durch das Internet schwappt. Vielleicht interessiert sich in einem halben Jahr niemand mehr für Nachhaltigkeit? Lassen wir hier die Zahlen sprechen:

    Umweltschutz ist momentan für fast jeden Deutschen eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Das belegt nicht nur eine Studie des Bundesumweltamtes, auch Umfragen großer Tageszeitungen spiegeln dies wider: Sowohl die Welt, die Süddeutsche wie auch der Tagesspiegel erhoben 2019 unabhängig voneinander Statistiken zum Thema Zukunftsfragen. Auf Platz eins landete dabei stets der Umweltschutz.

    Sorgen um die Natur machen sich also nicht nur ein paar frustrierte Jugendliche. Auch ältere, eher konservativ eingestellte Menschen – die Hauptleserschaft der Süddeutschen Zeitung – beschäftigen sich mit der Problematik.

    Aber damit nicht genug, denn auch der Branchenverband Bitkom hat eine Statistik zu Onlineshopping, Rabatten und Umweltschutz parat. Laut dieser beabsichtigen 27 Prozent der Befragten, aus ökologischen Gründen zukünftig weniger im Internet zu bestellen. 61 Prozent gaben an, dass es ihnen wichtig sei, dass ein Produkt umweltverträglich produziert worden ist und ganze 90 Prozent legen Wert auf eine ökologische Verpackung.

    Lesetipp: Ein Produkt, ein Baum: Wie sich ein Google- und ein Facebook-Mitarbeiter in der Schweiz für den Umweltschutz einsetzen, erfährst du hier.

    Umweltthemen nehmen also nicht nur einen wichtigen Teil in den Köpfen der Gesellschaft ein, vielmehr hat das neue ökologische Bewusstsein tatsächlich bereits Auswirkungen auf den Onlinehandel.

    Eine Umkehrung dieses Trends ist dabei kaum zu erwarten. Immer neue Hiobsbotschaften seitens der Umweltwissenschaftler befeuern die Sorge um unseren Planeten. Der Dieselskandal schwebt wie ein Damoklesschwert über den Häuptern der Automobilindustrie und namhafte Unternehmen haben ihren Ruf durch den einen oder anderen Umweltskandal bereits langfristig ruiniert. Höchste Zeit also, dem etwas entgegenzusetzen.

    Shopify will kein Teil des Problems sein - so kehren wir den Klimawandel um: 
    Shopify hat viele Schritte unternommen, um ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen – unter anderem sind wir klimaneutral geworden. Wir setzen erstklassige Standards, indem wir das gesamte CO2, das wir verursachen, kompensieren. Außerdem haben wir uns mit unserem Nachhaltigkeitsfonds dazu verpflichtet, jedes Jahr mindestens 5 Millionen Dollar für die Umkehrung des Klimawandels auszugeben. Einen Brief zu diesem Thema von Tobi, dem Shopify CEO, liest du hier.

    E-Commerce ökologischer gestalten – wie geht das?

    Die Zeichen stehen also auf mehr Nachhaltigkeit im Onlinehandel – für den Planeten und die Natur; aber auch für eine zufriedene Kundschaft und damit einen langfristigen Erfolg. Um deinen eigenen Shop zu begrünen, haben wir hier einige Maßnahmen zusammengetragen:

    Greif zu umweltfreundlichen Verpackungen

    Unseren ersten Ratschlag kann jeder E-Store beherzigen, egal ob er verchromte Auspuffrohre oder Bio-Müsli verkauft: nachhaltig gewählte Verpackungen aus umweltschonenden Rohstoffen lassen sich leicht realisieren und kommen vor allem bei deinen Kunden gut an.

    Niemand mag Füllmaterial aus Styropor, denn es lässt sich nur umständlich entsorgen und frisst in der Herstellung Unmengen an Ressourcen. Verpackungschips gibt es auch in kompostierbaren Varianten und für kleinere Pakete reicht meist ein wenig zusammengeknülltes Zeitungspapier.

    Recycelte Verpackungen sind Pflicht. Warum einen Baum fällen, wenn aus alten Kartons einfach neue gemacht werden können? Teurer oder unansehnlicher ist wiederverwendetes Papier schon lange nicht mehr – und wenn dann noch ein entsprechender Hinweis auf deinem Päckchen prangt, punktest du auch bei deinen Käufern.

    Verwende außerdem passende Kartonage-Größen, denn überdimensionierte Pakete verursachen bei ihrem Transport einen deutlich höheren CO2-Ausstoß. Zudem wird deine Kundschaft dankbar sein, nach dem Kauf einer microSD-Karte nur einen Briefumschlag und keinen Schuhkarton entsorgen zu müssen.

    Lesetipp: Verpackungen als Marketingwaffe: Wie du Kunden nachhaltig an dein Unternehmen bindest, erklären wir dir hier.

    Versende Waren in einem einzigen Paket

    Es klingt so naheliegend, ist im Onlinehandel allerdings keine Selbstverständlichkeit: verschicke alle Artikel einer Bestellung in einem einzigen Karton. Der logistische Aufwand mag ein wenig größer sein, allerdings sparst du Porto und Verpackungsmaterial.

    Dass der Versand auf diese Art die Umwelt weniger stark belastet, ist selbsterklärend. Jedes Paket verbraucht schließlich Platz, produziert damit mehr CO2 und frisst gleichzeitig Ressourcen. Die Natur wird sich freuen, ebenso wie deine Kunden: zum einen über dein ökologisch verantwortungsvolles Handeln, zum anderen darüber, dem Paketboten nur einmal die Tür öffnen zu müssen.

    Checke deine Lieferanten

    Die Bitkom-Studie belegt, dass es Verbraucher durchaus interessiert, woher Waren stammen und wie sie hergestellt werden. Frage also nach, wie es um die Produktionsbedingungen bei deinen Zulieferern bestellt ist.

    Optimal wäre dabei natürlich, wenn er seine Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau bezieht, die Etikette fairer Handelsbedingungen einhält und seine Artikel klimaneutral produziert. Stellst du stattdessen fest, dass für dein Angebot der Regenwald abgeholzt wird, Kleinbauern ausgebeutet werden und der lokalen Bevölkerung das Wasser abgegraben wird, ist es Zeit, dich nach einem neuen Anbieter umzuschauen.

    Vielleicht ist es auf kurze Sicht lukrativer, in der Billigmanufaktur aus Fernost einzukaufen. Im Interesse langfristigen Erfolges und einer zufriedenen Kundschaft empfiehlt es sich dennoch, auf Nachhaltigkeit und Regionalität zu setzen. Menschen sind durchaus bereit, etwas mehr Geld auszugeben, wenn sie sicher sein können, damit etwas Gutes zu tun.


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    Setze auf Zertifikate und Siegel

    Natürlich ist es gar nicht so einfach, für ein nachhaltiges Shop-Angebot zu sorgen und deine Besucher gleichzeitig von selbigem zu überzeugen. Der einfachste Weg dorthin führt über bekannte Zertifikate und Umweltsiegel.

    Vergeben werden sie für jede nur denkbare Branche und alle möglichen Produkte. So gibt es das BDHI-Siegel für Naturkosmetik, den ÖkoTex Standard für Textilien, den Blauen Engel für Konsumgüter, das EU-Bio-Label für Nahrungsmittel, das Fairtrade Siegel für fairen Handel – um nur einige zu nennen.

    Orientierst du dich beim Einkauf an diesen Auszeichnungen, hast du bereits ein großes Stück Arbeit für unseren Planeten geleistet. Wenn du in deinem Shop dann noch prominent auf die Zertifizierungen hinweist, sind auch deine Besucher sicher, ihren Teil zum Umweltschutz beizutragen.

    Lesetipp: Zertifikate & Siegel sind ein toller Weg, um die Vertrauenswürdigkeit deines Shops zu erhöhen. Wie du dieses Ziel außerdem erreichen kannst, findest du hier.

    Vergiss die Kleinigkeiten nicht

    Auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist und kann Stück für Stück zu einem nachhaltig geführten Webshop beitragen. Sei es, dass du in deinem Lager Energiesparlampen installierst, deinen Strom aus Windkraft beziehst oder einfach mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst.

    All diese Maßnahmen sparen nicht nur bares Geld, sie sind gleichzeitig auch Bestandteil eines umweltfreundlich geführten Online-Stores. Nutze dabei die Gelegenheit und erzähle deinen Kunden auf Facebook und Co. von den von dir durchgeführten Umweltmaßnahmen. So verschaffst du dir ganz einfach Sympathien und gewinnst ein naturfreundliches Image.

    Ergreife selbst die Initiative

    Nicht jeder der bislang präsentierten Maßnahmen lässt sich für jeden Shop umsetzen. Wenn du Elektrowerkzeuge Made in Germany vertreibst, wirst du mit deinen Produkten nur schwerlich den Regenwald retten können.

    Allerdings stehen dir andere Wege dafür offen, zum Beispiel Spendenaktionen. Wenn du für jede Bestellung in deinem Shop einen bestimmten Betrag an eine Umweltorganisation weitergibst, ist das nicht nur hilfreich, es hinterlässt bei deinen Besuchern auch einen ausgezeichneten Eindruck und das gute Gefühl, selbst etwas für den Planeten getan zu haben.

    Buckle & Seam machen es vor: sie produzieren nachhaltig und fair und Spenden einen Teil ihrer Einnahmen an einen guten Zweck

    Tue Gutes und rede darüber

    Die wichtigste Regel des nachhaltigen Onlinehandels lautet: informiere die Besucher deines Shops über deinen Einsatz. Sei es durch Storys in deinen Social-Media-Auftritten, die prominente Platzierung von Umweltsiegeln auf deiner Webseite oder ganze Werbekampagnen, die sich nur mit deinem ökologischen Einsatz beschäftigen.

    Denn am Ende des Tages musst du mit deinem Shop auch noch Geld verdienen und dein Einsatz für die Umwelt zahlt sich erst dann wirklich aus, wenn deine Besucher davon erfahren. Mit ökologischem Engagement Marketing zu betreiben ist durchaus legitim.

    Lesetipp: Wie du eine Marken-Story richtig aufbaust, kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

    Das große No-Go: Green-Washing

    Böswillige Geister könnten nun auf die Idee kommen, sich am neuen Ökotrend zu bereichern. Warum nicht weiter die billigen Produkte aus den umweltzerstörenden Plantagen beziehen, ein selbsterdachtes Biosiegel auf die Ware kleben und den großen Profit einstreichen?

    Diese perfide Taktik ist Teil eines Verhaltens, das gemeinhin als Green-Washing bezeichnet wird: PR-Methoden, die darauf abzielen, ein Unternehmen in der Öffentlichkeit als umweltfreundlich und verantwortungsbewusst darzustellen, obwohl dies gar nicht der Fall ist.

    Beispiele für den Versuch, dem eigenen Unternehmen einen grünen Anstrich zu verleihen, finden sich viele. Sei es ein großer Mineralölkonzern, der sich durch ein neues Logo und eine Namensänderung ein neues Image verleihen wollte, eine bekannte Fruchthandelsgesellschaft, die auf ihren Plantagen trotz anderweitiger Beteuerungen ihre Arbeiter ausbeutet oder ein Lebensmittelriese, der auf der eigenen Homepage behauptet, zu den nachhaltigsten Unternehmen der Welt zu gehören.Hand mit sogenannten Öko-PlastikbechernGreen-Washing wird immer entlarvt.

    Ihnen allen gemein ist, dass der Versuch des Green-Washing aufflog; ziemlich laut und mit fatalen Konsequenzen für das Firmenimage. In Zeiten einer vernetzten Weltgemeinschaft, viralen Shitstorms und einem – zumindest in weiten Teilen – freien Informationsfluss, verbreiten sich Nachrichten eben schnell.

    Unser eindringlicher Ratschlag lautet daher: Wenn du deinem Store ein umweltbewusstes Image verleihen möchtest, dann sei dabei ehrlich. Green-Washing wird früher oder später immer auffallen und sich dank der sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreiten. Der so entstehende Imageschaden ist dann gleichbedeutend mit einem unternehmerischen Todesstoß.

    Nachhaltigkeit im Handel, was hat der E-Commerce davon?

    Es bleibt die Frage, was du als Onlinehändler davon hast, dich mit Umweltthemen auseinanderzusetzen – natürlich außer der Rettung des Planeten, den wir alle auf absehbare Zeit weiter bewohnen möchten. Tatsächlich ergeben sich aus nachhaltigem Handeln zahlreiche Vorteile:

    Du generierst neue Kunden

    Es mag zynisch klingen, aber die Umweltmuffel sind vom Aussterben bedroht, gerade der jungen Generation ist ökologisches Bewusstsein immens wichtig. Du positionierst dich also frühzeitig, wenn du diese aufstrebende Kundengruppe schon jetzt abholst und von dir zu überzeugst. Das ist nicht nur nachhaltig für die Natur, sondern auch für deinen Shop.

    Du steigerst deine Verkaufszahlen

    Bestandskunden werden lieber bei dir einkaufen, wenn sie es mit gutem Gewissen tun können. Denn wer sicher sein kann, mit seiner Bestellung die Umwelt nicht zu belasten, der greift auch gerne dreimal im Monat zu einem neuen Oberteil. 

    Lesetipp: Umweltthemen sind nur eine Möglichkeit, deine Verkäufe zu steigern. 9 weitere zeigen wir dir hier.

    Bestes Beispiel hierfür ist Versandhaus-Oldie OTTO. Im Angesicht von Konkurrent Amazon bereits totgesagt, setzen die Hamburger seit einigen Jahren auf transparente Nachhaltigkeit und steigerten ihren Umsatz innerhalb von fünf Jahren um eine gute Milliarde.Ein Kompass auf einem SmartphoneDer Weg in die Zukunft ist grün.

    Du sparst dein aufwendig verdientes Geld

    Es kann ein wenig dauern, bis sich grünes Handeln in der Bilanz niederschlägt, aber langfristig wird es dir finanzielle Vorteile bringen. Kurze Lieferwege, weniger Verpackungen oder das Sparen bei der Stromrechnung amortisieren sich irgendwann. Mit Partnern aus der Region lässt es sich zudem einfacher verhandeln, als mit gesichtslosen Lieferanten auf der anderen Seite der Welt – auch das hebt den Gewinn.

    Du gewinnst ein Alleinstellungsmerkmal

    In noch längst nicht allen Branchen wird nachhaltig produziert und gewirtschaftet. Das bietet dir große Chancen auf eine Vorreiterrolle, die dich deutlich von deinen Mitbewerbern abhebt. Wenn das Fernsehen dann noch einen Bericht über Deutschlands ersten Händler für Gitarren aus Ökoholz bringt, wirkt das wie ein Werbespot zum Pokalfinale.

    Mach die Welt besser

    An mehr Ökologie und einem nachhaltigen Angebot führt im Onlinehandel also kaum ein Weg vorbei. Geiz ist nicht mehr geil und billig war gestern – denn immer mehr Kunden wünschen sich umweltfreundlich produzierte Produkte und die Sicherheit, mit ihrem Einkauf die Natur nicht weiter unnötig zu belasten. Engagement für den Planeten ist inzwischen zu einem Qualitätsmerkmal geworden; und Qualität setzt sich langfristig durch.

    Wenn der ökologische Trend anhält, und davon ist angesichts aller Zahlen und Fakten auszugehen, wird umweltverträgliches Wirtschaften in naher Zukunft sogar zu einem Aspekt werden, den Kunden als selbstverständlich voraussetzen. Wer diese Entwicklung heute verschläft, kann morgen einpacken.

    Dabei lässt sich umweltbewusstes Handeln gerade im E-Commerce zumindest in den Grundzügen leicht umsetzen – und sorgt auf lange Sicht für mehr Umsatz, weniger Kosten und glückliche Kunden. Lege also am besten direkt los und mache das Netz ein bisschen grüner.

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    Which method is right for you?Über die Autorin: Inara Muradowa ist SEO & Content Beraterin. Ihr Schwerpunkt ist der Bereich E-Commerce. Im Shopify-Blog porträtiert sie am liebsten erfolgreiche Gründer*innen und gibt Insider-Tipps zu aktuellen Trends.