Wie wir einen Onlineshop aus dem Nichts aufgebaut und in 3 Tagen $922 Umsatz generiert haben

Wie wir einen Onlineshop aus dem Nichts aufgebaut und in 3 Tagen $922 Umsatz generiert haben

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Alles begann mit einer Challenge:

Wir wollten ein E-Commerce-Business von Grund auf starten und dann schauen, wie viele Verkäufe wir innerhalb von drei Tagen generieren könnten.

Für viele angehende Unternehmer ist der Aufbau des ersten Geschäfts ziemlich nervenaufreibend: Es gibt Hunderte verschiedene Schritte, Möglichkeiten und Wege, das eigene Business zu starten und Traffic und Umsatz zu anzukurbeln. Am besten ist es daher, einfach einmal anzufangen. Das war unsere Challenge.

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Meistens wird jedoch der gesamte Prozess des Aufbaus und Starts eines Onlineshops überanalysiert und führt so zu einer Lähmung durch Analyse (Paralysis by Analysis). Die Wahrheit ist jedoch, dass ein E-Commerce-Business ziemlich einfach sein kann – wenn Sie es denn wollen.

Wir waren von unserer selbst auferlegten Herausforderung nicht nur begeistert, sondern sahen das Ganze auch als Chance, anderen zu zeigen, dass der Aufbau eines Onlineshops nicht übermäßig kompliziert sein, viel Geld kosten, mit einem großen finanziellen Risiko verbunden sein oder viel Zeit in Anspruch nehmen muss.

In dieser Fallstudie erfahren Sie Schritt für Schritt und ganz genau, wie wir uns für ein Produkt zum Verkauf entschieden, einen Lieferanten gefunden und innerhalb nur weniger Tage Produkte im Wert von fast 1.000 Dollar verkauft haben.

Erste Schritte

In den meisten Fällen braucht man etwas Geld, um Geld zu verdienen. Wir beschlossen, uns selbst ein bescheidenes, aber trotz allem beachtenswertes Startkapital von $500 (rund 400 Euro) für den Start unseres Geschäfts zu gewähren.

Bevor wir loslegten, haben wir (RichardTommyTucker und Mark) uns an einen Tisch gesetzt, um uns über die Aufgaben klar zu werden, die für den Start des Business erledigt werden mussten.

Nach einem schnellen Brainstorming einigten wir uns auf die folgenden Aufgaben:

  • Bestimmung des zu verkaufenden Produkts
  • Auswahl eines passenden Geschäftsmodells
  • Recherche eines Lieferanten
  • Bestellung von Mustern
  • Bestimmung der Preise
  • Aufbau der Marke
  • Einrichtung des Online-Shops
  • Aufnahme von Produktfotos
  • Erstellung von Blog-Inhalten
  • Einrichtung von Social-Media-Konten
  • Launch/Markteinführung
  • Testen verschiedener Marketingkanäle
  • Generierung von Traffic
  • Generierung von Umsatz

Was sollen wir online verkaufen?

Da wir bereits das Buch zum Finden von Produkten für den Onlineverkauf geschrieben hatten, haben wir natürlich mit dem Buch begonnen. Wir hatten nur drei Tage für die gesamte Umsetzung. So beschlossen wir, uns auf das Kapitel zu konzentrieren, in dem es um aktuelle Produkttrends geht.

Tipp: Einen ganz aktuellen Artikel zum Thema gibt's hier (Stand: 2018).

Die zehn im Buch (das jetzt auch nicht mehr ganz so neu ist) beschriebenen Produkte waren für den Anfang genauso gut, wie jedes andere beliebige Produkt. Wir haben uns dann jedes der dort beschriebenen Produkte genau angeschaut und eingehend besprochen.

Nach etwas Diskussion wurde uns klar, dass uns allen die Idee des Verkaufs von Matcha-Tee gefiel, ein fein gemahlenes Pulver aus grünem Tee, der vorwiegend in Japan angebaut wird.

What Should We Sell?

Wir haben uns aus verschiedenen Gründen für Matcha-Tee entschieden:

  • Es ist ein Trend-Produkt.
  • Es ist relativ leicht und einfach zu versenden.
  • Es wird in der Regel in einer Dose oder einem verschließbaren Beutel geliefert, was es sehr haltbar macht.
  • Die Nachfrage ist über alle Jahreszeiten hinweg relativ stabil.
  • Matcha ist ein Verbrauchsartikel, was es ideal in puncto Kundenbindung und wiederkehrende Umsätze macht.
  • Matcha ist für Teeliebhaber eine echte Leidenschaft.

Wie wir schnell feststellten, barg die Idee jedoch auch einige potenzielle Probleme und Nachteile:

  • Matcha (in den Mengen, die eine durchschnittliche Person kaufen würde) ist ein relativ kostengünstiges Produkt ($20 bis $30).
  • Entscheidet man sich hier also für ein Dropshipping-Modell, wären die Margen dementsprechend niedriger. Bei einem solch kostengünstigen Produkt würde diese seine ganz besonderen Herausforderungen mit sich bringen.

Mit diesen Vor- und Nachteilen im Hinterkopf beschlossen wir letztendlich, dass Matcha trotzdem ein großartiges Produkt für den Verkauf online abgeben würde.

Es war also an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen.

Entscheidung für ein E-Commerce-Geschäftsmodell

Der nächste Schritt umfasste die Bestimmung unseres E-Commerce-Geschäftsmodells.

Von Anfang an gab es ein paar Dinge, von denen wir wussten, dass sie uns die Entscheidung erleichtern würden. Da wir nur ein paar Tage für den Aufbau des Geschäfts und die Generierung von Umsatz Zeit hatten, waren wir uns z. B. darüber im Klaren, dass wir direkt an Endkunden anstatt per Großhandel an andere Unternehmen verkaufen mussten.

Ebenso entschieden wir uns dafür, Matcha per Dropshipping anzubieten, anstatt den Tee selbst zu produzieren oder herstellen zu lassen. Zugegeben, die Produktion unseres eigenen Produkts hätte uns höchstwahrscheinlich eine bessere Marge beschert. Trotzdem haben wir uns für die Dropshipping-Variante entschieden, weil dies uns einen schnellen Start ermöglichte, ohne uns über die Verwaltung oder den Versand von Inventar sorgen zu müssen.

Suche nach einem hochwertigen Dropshipping-Anbieter

Bei der Mission, einen geeigneten Dropshipper zu finden, achteten wir auf Folgendes: Er sollte seine Dienste zu einem niedrigen Preis anbieten, in der Lage sein, uns die Nutzungsrechte als Eigenmarke (Private Label) einzuräumen und zudem verlässlich bei gleichzeitig niedrigen Versandkosten sein.

Zu allererst suchten wir lokal. Eine einfache Goolge-Suche nach verschiedenen Begriffen wie z. B. “dropshipping tee toronto”, “großhandel teelieferant toronto” und “großhandel tee toronto” ergab einige Ergebnisse.

Finding a High Quality Dropshipper

Wir sendeten den Anbietern unter den ersten Ergebnisse eine E-Mail, um herauszufinden, ob sie an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert sein würden. Leider führte dies mehr oder weniger in eine Sackgasse.

Wir erfuhren, dass die Mehrheit der Großhändler und Lieferanten im Teegeschäft ihre eigene Marke schützen wollten und nicht an der Bereitstellung eines Private-Label-Programms interessiert waren.

Die lokalen Anbieter waren eher auf die Zusammenarbeit mit Wiederverkäufern ausgerichtet, die ihre Tees in einem Teeladen oder Café anbieten würden. Das war jedoch nicht das, was wir wollten.

Die Suche wurde also fortgesetzt, indem wir den Umfang unserer Suche ausweiteten.

Erweiterung unserer Suchbegriffe für Produktlieferanten

Die neuen Suchbegriffe lauteten "tee und kaffee dropshipper""tee lieferanten""white label tee""eigenmarke tee""tea großhändler". Die Ergebnisse hierbei waren ziemlich unübersichtlich und weit verstreut.

Es ist wahrlich nicht leicht, einen Lieferanten zu finden. Ein hin und her von E-Mails mit mehreren Lieferanten ergab, dass in den meisten Fällen ohne wöchentliche Mindestbestellmengen niemand mit uns zusammenarbeiten wollte.

Da wir jedoch noch ganz am Anfang standen, konnten wir keine Mindestabnahmemengen garantieren.

Zu diesem Zeitpunkt stiegen wir tiefer in die Recherche ein.

Angekommen auf der ca. 10. Seite von Goolge begannen wir, uns etwas entmutigt zu fühlen. Eine Sache wurde uns jedoch klar: Der beste Weg, um von einem Ansprechpartner ernst genommen zu werden, ist es, tatsächlich zum Hörer zu greifen und persönlich mit jemandem zu sprechen.

Es ist ein wenig beängstigend, mit jemandem zu sprechen und demjenigen im Wesentlichen per Telefon sein (nicht existierendes) Geschäft vorzustellen. Aber in der Regel funktioniert genau das am besten und hat sich auch in unserem Fall als erfolgreich erwiesen.

Nach der ganzen Recherche fanden wir letztendlich einen Dropshipping-Lieferanten, der all das bot, nach dem wir gesucht hatten. Der Lieferant überzeugte uns mit dem Folgenden:

  • Niedrige Kosten pro Einheit
  • Private Labelling (die Verwendung unseres eigenen Markennamens und der entsprechenden Etiketten auf dem Produkt)
  • Verpackung
  • Niedrige Versandkosten innerhalb der USA

Eines der besten Dinge bei dem von uns ausgewählten Dropshipper ist, dass das Unternehmen von Personen geführt wird, denen das Produkt wirklich am Herzen liegt.

Sie waren bereit, die Einzelheiten mit uns über das Telefon oder per E-Mail zu besprechen und waren immer ansprechbar, wenn es um die Beantwortung unserer Fragen ging.

Bestellung eines Produktmusters zur Bewertung der Qualität

Bevor wir weitermachen konnten, mussten wir Produktmuster zum Testen und Begutachten anfordern. Selbstverständlich mussten wir den Tee probieren, bevor wir ihn zum Verkauf anbieten konnten. Zudem benötigten wir die Muster für unsere ersten Produktfotos. So bestellten wir also eine Dose per Expresslieferung.

Ordering a Sample Product to Verify Product Quality

Leider beliefen sich die Kosten für den Versand nach Kanada aufgrund der Versandeinschränkungen des Lieferanten auf $30. Durch die hohen Versandkosten für die Lieferung nach Kanada und andere Länder außerhalb der USA wurde uns schnell klar, dass wir auf den Versand innerhalb der USA beschränkt sein würden.

Nach Erhalt des Musters ging es im Büro ans Testen. Dafür rekrutierten wir einige leidenschaftliche Tee- und Matcha-Trinker, um deren Expertenmeinung einzuholen. Die Reaktion aller Testtrinker war durchweg positiv.

Nun war es an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen.

Bestimmung des Produktpreises 

Wir wollten etwas in Richtung Premium-Marke kreieren und mussten daher den Preis entsprechend gestalten. Wir recherchierten etwas, um zu sehen, für welchen Preis ähnliche Produkte angeboten wurden. Die Spanne reichte hier von 15 $ bis 30 $ für 30 g Matcha.

Letztendlich einigten wir uns auf einen Verkaufspreis auf $24,99. Unsere Kosten beliefen sich auf $10,25 pro Dose. Somit lagen wir bei einer Gewinnspanne von knapp 60 Prozent für jede verkaufte Einheit. In der Welt des Dropshipping gilt eine Marge von 60 Prozent als durchaus hoch.

Mit Blick auf verschiedene psychologische Preis-Strategien wussten wir, dass die meisten Kunden den Preis mit Qualität verbinden. Diese Konzept funktionierte zu unseren Gunsten.

Schaffung und Konzeption einer Marke

Mit unserem höheren Preispunkt im Hinterkopf und dem Wissen um den aktuellen Trend in Richtung eines vollwertigen, reinen und gesunden Lebensstils war uns klar, dass unser Shop und unsere Marke genau dies reflektieren sollten.

Wir schauten uns einige verschiedene Marken und Lifestyle-Unternehmen an, die im gleichen Umfeld agierten, darunter SkinnyMe Tea, Lululemon und einige auf Lifestyle ausgerichtete Instagram-Accounts.

Hier beobachteten wir ein paar Gemeinsamkeiten in Bezug auf Design und Farbgebung: Viel leerer Raum, eine aufgeräumte Formatierung sowie verschiedene Text-Techniken, mit der das Konzept “eines besseren Ichs” umschrieben wurde.

Und genau auf diese Elemente legten auch wir am Ende unseren Schwerpunkt. Wie Sie im Verlauf etwas weiter unten sehen werden, wird dies über unsere Botschaften und das Branding unseres Shops vermittelt.

Vergabe eines Unternehmensnamens

Als es um den Unternehmens- und Produktnamen ging, suchten wir nach etwas, dass einfach und zugänglich sein würde. Wir beschlossen, es mit einigen Namensgeneratoren zu probieren, einschließlich dem Tool zur Namensgenerierung von Shopify selbst.

Deciding On a Business Name

Nach etwas Brainstorming und der Suche über die verschiedenen Dienste, grenzten wir unsere Liste auf 12 Kandidaten ein:

  • Pure Matcha
  • Matcha Love
  • Zen Matcha
  • Official Matcha
  • Touch of Matcha
  • Taste of Matcha
  • Hello Matcha
  • Daily Matcha
  • Inspire Matcha
  • Matcha Lux
  • Dreaming Tea
  • Dreaming Matcha

Am Ende einigten wir uns auf Hello Matcha. Hello Matcha war einfach, freundlich, leicht zu merken und reflektierte die Marke, die wir aufbauen wollten. Außerdem war hierfür auch das “.com” verfügbar.

Entwurf eines einfachen und effektiven Logos

In puncto Logo suchten wir nach etwas, das den “reinen”, “frischen” und “puren” Charakter unserer gerade im Aufbau befindlichen Marke widerspiegeln würde.

Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir wahrscheinlich die Einbindung eines Grafikdesigners in Erwägung gezogen, der uns dann bei der Kreation eines perfekt zu unserer Marke passenden Logos unterstützt hätte. Leider ließ unser Zeitplan das nicht zu. 

Keiner von uns im Team ist Designer, jedoch verfügen wir über ein grundlegendes Verständnis von Adobe Photoshop. So landeten wir schließlich bei einem Logo, bei dem wir uns hauptsächlich auf die Verwendung einer Schriftart anstelle eines umfangreiches Grafikdesigns verließen.

Nach einigen Anpassungen und etwas hin und her in puncto Schriftart war unser Logo einsatzbereit.

Wir nutzten eine einfache serifenlose Schriftart und eines der standardmäßig in Photoshop hinterlegten Sonderformen für unser Teeblatt.

Das Endergebnis:

Designing a Logo That Was Simple and Effective

Nicht zu kompliziert, aber es vermittelt unsere Botschaft und sieht dabei auch in verschiedenen Größen toll aus. Für uns war es perfekt.

Hinweis: Falls Sie über wenig Design-Erfahrung verfügen, ist der Shopify Logo-Generator genau richtig für Sie. Hier können Sie ein super Logo kostenlos generieren - ganz einfach und blitzschnell.

Erstellung von Produktetiketten

Der nächste Schritt umfasste die Erstellung von Produktetiketten. Hier waren einige Abstimmungsrunden notwendig. Da wir das Produkt nicht selbst versendeten, mussten wir sicherstellen, dass die Etiketten die richtigen Maße, das korrekte Farbprofil und so qualitativ hochwertig wie möglich sein würden – und das, ohne dabei zu teuer zu werden.

Nach einem Gespräch mit unserem Dropshipper erhielten wir die genauen Abmessungen für die Etiketten, womit wir dann auch loslegen konnten.  Wir erstellten ein paar verschiedene Designs in Photoshop, die allesamt relativ einfach, aber sehr effektiv waren.

Einige der Akzente, die das Etikett enthalten sollte, waren:

  • Logo
  • Anweisungen
  • Unsere Social-Media-Präsenzen
  • Ein Zitat zum Thema gesunde Lebensweise und Tee

Nach gut 30 Minuten hatten wir mehrere Varianten entwickelt:

 

Creating Product Labels

Hier sind sie, ausgedruckt auf normalem Computerpapier:

Creating Product Labels

Anschließend einigten wir uns auf das endgültige Etikett für den Druck:

Creating Product Labels

Bei einer lokalen Druckerei ganz in der Nähe unseres Büros bestellten wir dann zu einem Preis von $16,95 einige Testversionen des Etikettenaufklebers. Hierbei ging es einfach darum, dass wir die tatsächlich Haptik, Qualität und Anmutung der Etiketten prüfen wollten.

Es war ein fantastisches Gefühl, die Aufkleber in Händen zu halten und mitzuerleben, wie sich das Produkt langsam entwickelte.

Nachdem wir die gedruckten Muster abgeholt hatten und damit zufrieden waren, übermittelten wir das Druckdokument an die Online-Druckerei StickerGiant. Die Kosten beliefen sich auf $85,56 für 250 Etikettenaufkleber.

Creating Product Labels

Wir ließen die gedruckten Aufkleber dann direkt an unseren Dropshipper senden, der sie dann auf die Matcha-Dosen aufbringen und uns so Zeit und Geld ersparen würde.

Produktfotografie mit unserem Smartphones

Im Einklang mit dem Bootstrapping-Charakter dieses Projekts aber auch aufgrund von Zeitdruck, wussten wir, dass wir nicht die Leistung eines professionellen Fotografen in Anspruch nehmen können würden. Auch wenn das natürlich ideal gewesen wäre, war es für uns leider keine Option.

Die gute Nachricht ist, dass wir auf Basis unserer eigenen Erfahrungen und Blog Posts wie diesem und diesem wussten, dass wir unser Smartphone in Verbindung mit ein wenig Magie für hervorragende Produktfotos nutzen können würden.

Wir fanden einen gut ausgeleuchteten Platz im Büro in der Nähe der Fenster und platzierten dort unsere Musterdose Matcha auf einer weißen Oberfläche.

Taking the Product Photography with Our Smartphones

Mit einem iPhone 6 machten wir dann aus verschiedenen Winkeln einige Testaufnahmen.

Taking the Product Photography with Our Smartphones

Nachdem wir ca. ein Dutzend Fotos beisammen hatten, exportierten wir sie auf den Computer, um einige grundlegende Bearbeitungen in Photoshop vorzunehmen. Vornehmlich ging es dabei um die Anhebung der Helligkeit.

Um ein schönes und sauberes Bild der Dose auf einem isolierten weißen Hintergrund zu bekommen, nutzten wir den Service zur manuellen Entfernung von Bildhintergründen Clipping Magic. So erhielten wir ein wunderschönes Produkt, elegant isoliert auf weißem Hintergrund.

Hätten wir mehr Zeit gehabt, so hätten wir unsere finalen Fotos auch an einen der vielen bei Shopify integrierten Dienste übertragen können (Pixelz oder Pixc), die den Hintergrund in Fotos für einen Preis von gerade einmal $2 pro Foto entfernen.

Unten sehen Sie einige unserer Fotos, vor und nach der Bearbeitung.

Vorher:

Taking the Product Photography with Our Smartphones

Nachher:

Taking the Product Photography with Our Smartphones

Vorher:

Taking the Product Photography with Our Smartphones

Nachher:

Taking the Product Photography with Our Smartphones

Einrichtung unseres Shopify-Shops

Da wir nur ein Produkt ohne jegliche Varianten anbieten würden, benötigten wir ein Theme, das sich gut für die Präsentation eines einzelnen Produkts eignen würde.

Natürlich hätten wir einfach ein kostenloses Theme aus dem Theme-Store von Shopify nutzen können. Mit Blick auf unseren Launch entschieden wir uns jedoch, einen Teil unseres Budgets für das Startup Theme ($180) auszugeben.

Es ist schön, einfach anzupassen und bietet dazu jede Menge zusätzlicher Funktionalitäten beim Layout der Inhalte, was ansonsten wahrscheinlich relativ fundierte Programmierkenntnisse erfordern würde. Das Team von Pixel Union hat sich bei der Entwicklung dieses Themes wirklich selbst übertroffen. Wir können es jedem neuen Shop-Inhaber wärmstens empfehlen.

Wir wollten etwas kreieren, was auch andere ohne Probleme schaffen könnten. Also vermieden wir wann immer möglich, zusätzlichen benutzerdefinierten Code hinzuzufügen.

Die wichtigsten Elemente, die wir für einen hervorragend aussehenden Shop benötigten, waren:

Nach ein paar Stunden Arbeit erblickte Hello Matcha Tea das Licht der Welt:

Setting Up Our Shopify Store

Einrichtung der Produktseite

Produktseiten sind wichtig und deren optimale Einrichtung ist für die Konvertierung entscheidend. Dies ist letztendlich genau die Seite, auf der die Leute ihre Kaufentscheidung treffen. Es gab einige Dinge, die wir auf dieser Seite hervorheben wollten:

  1. Produkttitel
  2. Preis
  3. Hochwertige Produktfotos
  4. Menge (30g)
  5. Beschreibung
  6. Anleitung zur Verwendung des Produkts
  7. Allgemeine Informationen über Matcha
  8. Hauptvorteile von Matcha

Unser Ergebnis sah so aus:

Setting up the Product Page

Vertriebskanäle und Marketingstrategien: Volle Kraft voraus

Beim Marketing dreht sich alles um das Finden des richtigen Kanals für Ihr ganz spezielles Geschäft und sich so vielen qualifizierten Käufern wie nur möglich zu präsentieren. Wir nutzten verschiedene Vertriebskanäle, um so innerhalb von drei Tagen so viel Dynamik für das Unternehmen wie möglich zu generieren.

Einige funktionierten besser als andere und andere waren schlicht und einfach erfolglos. Trotzdem wollten wir alles weiter unten darstellen, um Ihnen unseren Denkprozess näher zu bringen und zu demonstrieren, dass man testen und experimentieren muss, um herauszufinden, was für das eigenen Business wirklich funktioniert. 

Mit dem gesamten Team an Bord und der tickenden Uhr im Hinterkopf begannen wir mit unseren Marketingmaßnahmen, ein Channel nach dem anderen.

Persönlicher Kontakt zu Freunden und Familie

Da unser Lieferant nur in die USA kostengünstig versenden konnte, gab es in unserem Team nur eine Person, die sich mit einer Empfehlung an Freunde, Familie und Verwandte wenden konnte. Der Rest von uns lebt in Kanada, wo sich auch die meisten unserer Freunde und Familienmitglieder befinden.

Mit einer Kombination aus Skype, E-Mails, Facebook, Twitter und Google Chat nahm Tommy Kontakt mit allen Personen in seinen persönlichen und beruflichen Netzwerken auf, die potenziell am Probieren unseres Match-Tees interessiert sein könnten.

So sah sein Bildschirm zwischenzeitlich aus:

Personal Outreach to Friends and Family

Dieser sehr persönliche Ansatz erwies sich bereits vom ersten Tag an als sehr effektiv und bescherte uns schnell den ersten Absatz.

Nicht alle, die kontaktiert wurden, kauften unser Produkt. Allerdings erschien es auch nicht so, als ob sich diejenigen, die nicht gekauft hatten, sich durch unsere Aktion stark belästigt fühlten.

Ergebnis: 6 Verkäufe.

Product Hunt

Product Hunt ist eine Community-Website, die jeden Tag die besten neuen Produkte zu Tage fördert. In der Regel teilen die Menschen hier die neuesten Handy-Apps, Webseiten, Hardware-Projekte oder Tech-Kreationen. Die Plattform kann ein effektiver Kanal für die Einführung neuer Produkte und Ideen sein. Jedoch muss jeder eingereichte Beitrag von einem Moderator genehmigt werden.

Glücklicherweise hatte eines unserer Team-Mitglieder einen Freund, der bei Product Hunt als Kurator tätig ist. Indem er bei seinem Kontakt nachfasste, konnte er Hello Matcha aus der Moderationsphase holen und zur Abstimmung auf die Seite bringen.

Product Hunt

Dies erwies sich als äußerst wirkungsvoll: Product Hunt bescherte der Seite von Hello Matcha über 900 Besucher.

Product Hunt

Diese 900 Besucher konnten dann in 12 Verkäufe gewandelt werden. Auch wenn sich dies als hervorragende Quelle für Traffic und Umsatz erwies, lautet die Lektion hier nicht unbedingt, dass man sich auf Product Hunt listen lassen muss. Vielmehr geht es darum, zu wissen, wer in Ihrem Netzwerk Zugang zu den meisten Menschen hat oder Ihnen auf andere Art und Weise helfen kann.

Natürlich ist Product Hunt nur eine von vielen Plattformen, die neue Produkte präsentieren. Achten Sie darauf, dass Sie etwas Zeit in die Suche nach anderen Blogs oder Plattformen investieren, die auf die gleiche Weise funktionieren.

Ergebnis: 902 Visits, 12 Verkäufe.

Reddit

Reddit ist eine riesige Entertainment-, Social-Networking- und Nachrichten-Website, die alle möglichen Themen abdeckt. Außerdem findet sich hier ein Großteil der interessantesten Inhalte, Bilder, Videos und witzigen Online-Fundstücke des gesamten Internets.

Viel wichtiger ist jedoch, dass Reddit auch über sogenannte “Subreddits” verfügt. Dies sind bestimmten Themen und Interessengebieten gewidmete Kategorien, die eine wirklich wertvolle Quelle von qualifiziertem Traffic sein können. Wir haben dies an unserem eigenen Unternehmen beobachten können und auch am Beispiel anderer Marken wie z. B. Beardbrand dokumentiert. Reddit erfordert ein kalkuliertes und vorsichtiges Vorgehen, da die dortigen Nutzer schlau sind und sich für den Schutz ihrer Community stark machen.

Das heißt, dass sie in den meisten Fällen nicht für Angebote oder direkte Kaufaufforderungen empfänglich sind.

Unser Ansatz für Reddit sah folgendermaßen aus: Wir wollten etwas informatives und unterhaltsames für Tee-Liebhaber schaffen, das auf dem Blog von Hello Matcha zu finden sein würde, und zu dem wir von relevanten Subreddits aus verlinken können würden.

Bei der Suche nach Ideen für Inhalte, die bei unserer Zielgruppe gut ankommen würden, begaben wir uns im ersten Schritt auf BuzzSumo. Dies ist eine Seite, mit der sich über Keywords nach relevanten Inhalten suchen lässt, und die dann auf Basis der Social-Media-Shares die beliebtesten Inhalte anzeigt.

Wir suchten nach beliebten Inhalten mit dem Wort “Tee” aus den letzten sechs Monaten. Wir wollten etwas finden, dass bereits beliebt war, wir jedoch neu aufbereiten, umstrukturieren und veröffentlichen können würden.  

Ein für uns interessantes Ergebnis war ein Artikel im “Click Bait”-Stil auf Diply, der über 91.000 Mal geteilt wurde. Der Artikel enthält ein Video über praktische Wiederverwendungsmöglichkeiten und Anwendungen für gebrauchte Teebeutel:

Reddit

Hier der Artikel von Diply:

Reddit

Während das Team von Diply beschloss, sich in der Headline auf einen einzigen Tipp aus dem Video zu konzentrieren, enthielt das Video fünf zusätzliche Tipps, von denen wir dachten, dass sie unsere Leser bestimmt spannend finden würden.

So machten wir Screenshots von jedem Tipp im Video und verarbeiteten sie im Rahmen eines List-Beitrags mit dem vollständigen Video am Ende des Beitrags – ein Ansatz, den auch Buzzfeed regelmäßig nutzt.

Reddit

Jetzt, da unser Beitrag veröffentlicht war, war es an der Zeit, ihn auf Reddit zu teilen. Auch wenn sich dieser Beitrag um Tee drehte, so wurde uns etwas später klar, dass es hier eher um nützliche Life-Hacks und Tipps zum Geldsparen als Tee ging. Also entschlossen wir uns, ihn auf Today I Learned (TIL) zu teilen, einem Subreddit, der interessanten Fakten und Informationen gewidmet ist.

Hier ist unser Beitrag auf Reddit:

Reddit

Dieser Beitrag generierte 11 Upvotes, 8 Kommentare und 48 Seitenzugriffe für den Blog-Post, hatte jedoch keinen Umsatz zur Folge.

Reddit

Schnell erkannten wir, dass, obwohl wir einige Besucher gewinnen konnten, diese nicht wirklich unserer Zielgruppe entsprachen. Wir mussten unsere Inhalte vor die Augen echter Tee-Liebhaber bringen.

Also begaben wir uns auf den Subreddit r/tea und stellten fest, dass die Leser dort gerne interessante Tee-Sets und Tassen posteten und dass diese Posts häufig eine Menge Upvotes bekamen. Wir beschlossen, den Subreddit nach Beiträgen aus dem letzten Jahr zu filtern und Fotos der Tee-Sets mit den meisten Upvotes zu sammeln.

Reddit

Als Nächstes bündelten und verpackten wir diese Fotos zu einem Blog Post.

Reddit

Leider hatte dieser Beitrag keine Gelegenheit, für viel Traffic zu sorgen, da er von den Moderatoren kurz nach der Einreichung entfernt wurde – und dies, ohne dass wir unseres Wissens gegen irgendeine Richtlinie oder Regel verstoßen hatten.

Das Ganze ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Reddit eine durchaus harte Nuss sein kann und dass man einiges an Zeit investieren muss, um die Kultur des für den eigenen Beitrag bestimmten Subreddit zu verstehen.

Reddit

Insgesamt hat sich Reddit als interessante Quelle für Traffic erwiesen. Und auch wenn die Plattform mit unseren zwei Versuchen keine Verkäufe generieren konnte, waren wir uns alle darüber einig, dass sie als Kanal immer noch Potenzial hatte. So könnten wir z. B. zusätzlich zu den oben erwähnten Subreddits auch versuchen, uns in den Communities /r/shutupandtakemymoney, /r/TeaPorn und /r/muglife zu engagieren.

Ergebnis: 109 Visits, Keine Verkäufe.

Instagram

Wir haben das Instagram-Marketing bereits zuvor besprochen und wissen, dass die Plattform ein leistungsstarker Marketingkanal sein kann. Wenn Instagram richtig eingesetzt wird, kann es für zielgerichteten Traffic und einen entsprechenden Absatz in Ihrem Online-Shop sorgen.

Wie bekommt man auf Instagram überhaupt noch Aufmerksamkeit? Mit perfekten Fotos!! Wählen Sie aus Tausenden kostenlosen Fotos aus: für Ihren perfekten Post und ansprechende Werbung.

Ziemlich unverzüglich begannen wir mit der Suche nach beliebten Instagram-Influencern mit Hunderttausenden Followern, die eine gute Brücke zwischen unserem Produkt und deren Publikum bilden könnten.

Instagram

Wir verbrachten einige Stunden damit, eine Liste mit potenziellen Usern zur Kontaktaufnahme zusammenzustellen. Unsere Hoffnung war, dass sie uns die Möglichkeit eines gesponserten Posts geben würden. Das heißt, dass sie eine gewisse Gebühr von uns erhalten und dafür ein Bild unserer Wahl auf ihrem Account und dazu vielleicht auch einen Shoutout an @hellomatchatea posten würden.

Einige der verschiedenen Kategorien, die wir ursprünglich vorgesehen hatten, waren:

  • Fitness & Gesundheit
  • Yoga
  • Tee
  • Gewichtsabnahme
  • Trainingsbekleidung

Konten aus diesen Kategorien haben wir mit den folgenden Hashtags über Iconosquare gefunden:

#tea #teaaddict #teagram #tealovers #teatime #teacup #teaoftheday #healthy #tealover #matcha #matchatea #followyourdreams #afternoontea #instatea #like4like #fitness #teatox #detox

Leider waren viele der von uns identifizierten Nutzer nicht bereit, für ein solch kleines Budget ($30 bis $60) oder mit so wenig zeitlichem Vorlauf zusammenzuarbeiten. Tatsächlich war es so, dass uns viele der von uns kontaktierten Accounts bis wenige Tage nach unserer Challenge noch nicht einmal per E-Mail antworteten.

Wir beschränkten uns dann letztendlich auf das Kommentieren, Liken und Folgen von Accounts, die eventuell unser Interesse an einer gesunden Lebensweise und Tee teilen würden.

Instagram lässt nur Links in der Bio und nicht in den Beiträgen selbst zu und ist zudem als App für Mobilgeräte ausgelegt. Aus diesem Grund ist es ein alles andere als reibungsloses Erlebnis, wenn man von Instagram bis zur Kasse eines Online-Shops gelangen möchte. 

Aus diesem Grund glauben wir, dass der Absatz aus der Kategorie “Direkt” (Personen, die die Website direkt in ihren Browser eingeben), von Leuten gekommen ist, die Hello Matcha auf Instagram gesehen haben.

Würden wir das Ganze erneut aufziehen, so würden wir wahrscheinlich einen Rabatt-Code für Instagram-Follower anbieten. So hätten wir dann eine relativ einfache Möglichkeit, um Kunden aus diesem Kanal zu tracken. 

Ergebnis: 12 Verkäufe (höchstwahrscheinlich).

Pinterest

Pinterest war ein weiterer Vertriebskanal, den wir gerne testen wollten. Eine schnelle Suche nach "Matcha" auf Pinterest offenbarte Hunderte von Pins für Matcha Rezepte, die Tausende von Repins bekamen:

Pinterest

Während dies durchaus vielversprechend war, wussten wir, dass wir mit unserer Frist von nur drei Tagen keine Zeit für den organischen Aufbau einer Gefolgschaft auf Pinterest haben würden. Anstatt also unser eigenes Publikum aufzubauen, entschieden wir uns dafür, es mit dem Erschließen einer externen Zielgruppe zu versuchen. Dies bedeutete, dass wir einen Account finden mussten, der einen gesponserten Post/Pin akzeptieren würde.

Beim Durchsuchen von Pins mit dem Begriff Matcha fielen uns ein paar Rezepte für gesunde Latte-Getränke auf Basis von grünem Tee auf, die besonders beliebt waren. Nach ein wenig Online-Recherche kreierten wir ein Rezept für eine alternative Version des Matcha Green Tea Latte von Starbucks und posteten ihn zusammen mit einem pinnbaren Foto auf unserem Blog.

Pinterest

Um unseren Post/Pin wirksam zu platzieren, suchten wir nach Accounts mit den Schwerpunkten Fitness und gesunde Lebensweise, die zudem gesunde Rezepte veröffentlichten. Bei Konten, die zudem über eine Website mit Kontaktdaten verfügten, nahmen wir mit einer einfachen E-Mail Kontakt auf:

Pinterest

Von einem Kontoinhaber bekamen wie diese Antwort:

Pinterest

Der Nutzer postete vorwiegend Pins in Zusammenhang mit Fitness und Gesundheit und hatte über 11.000 Follower. Für $20 war uns das einen Versuch wert.

Pinterest

Wir überwiesen das Geld per Paypal und kurz danach wurde unser Pin auch schon live geschaltet:

Pinterest

Der Pin generierte 50 Repins, 7 Likes und 17 Seitenzugriffe:

Pinterest

Letztendlich konnten der Kampagne keine Verkäufe zugeordnet werden. Auch wenn dies etwas enttäuschend war, war es nicht allzu überraschend. Wir waren uns alle einig, dass mit etwas mehr Zeit Pinterest bei richtiger Umsetzung das Potential hat, zu einem wichtigen Absatzkanal für dieses Geschäft zu werden – besonders dann, wenn wir uns auf Erstellung und Sammlung von tollen Matcha-Rezepten zum Teilen konzentrieren würden.

Ergebnis: 17 Visits, Keine Verkäufe.

Hinweis: Dies ist ein völlig anderer Ansatz als die neuen Werbe-Pins. Lesen Sie hier mehr dazu.

Bezahlte Werbung auf Facebook

Natürlich interessierten uns auch Facebook-Anzeigen zum Ausbau unseres Traffics und Absatzes. Also richteten wir eine sehr kleine Facebook-Anzeigen-Kampagne ein, mit der mehr Leute auf die Homepage von Hello Matcha geleitet werden sollten.

Unser Setup für die Anzeige sah so aus:

Facebook Paid Advertising

Für diese Anzeige wählten wir Personen in den Vereinigten Staaten zwischen 18 und 50 Jahres aus, die Interesse an "grünem Tee", "Matcha", "Gyokuro und Sencha" (Arten von grünem Tee) und "David's Tea", einer großen Tee-Marke, hatten. 

Facebook Paid Advertising

Insgesamt gaben wir auf der Anzeigenplattform von Facebook $24,11 aus, was die folgenden Ergebnisse brachte:

  • 34 Likes
  • 1 Kommentar
  • 2 Shares
  • 45 Besucher auf Hello Matcha
  • 1 Verkauf

Facebook Paid Advertising

Auch wenn wir letztendlich mit unserer Facebook-Kampagne Geld verloren, so ist es wichtig zu beachten, dass die Aktion sehr begrenzt war. Nachdem wir die Anzeige live geschaltet hatten, steckten wir keine Zeit in die Feinabstimmung und die Anpassung von Zielgruppe, Anzeigenmotiv oder Text.

Letzten Ende glauben wir, dass mit etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit Facebook-Anzeigen durchaus zu einem erfolgreichen Kanal werden können.

Ergebnis: 45 Visits, 1 Verkauf.

Twitter

Twitter stand als Marketingkanal bei uns nicht im Fokus. Jedoch sendeten wir alle Tweets zu unserem Shop und erhielten auch einige Re-Tweets. Insgesamt bescherte uns Twitter 184 Besucher und einen Verkauf, der aus folgendem Tweet resultierte: 

Twitter

Ergebnis: 184 Visits, 1 Verkauf.

Ergebnisse Marketingkanäle – Übersicht

Nach Ende dieses dreitägigen Marathons waren wir erschöpft, aber gleichzeitig unheimlich stolz auf das, was wir erreicht hatten. Hier eine abschließende Aufstellung der Ergebnisse:

Traffic gesamt: 2.414

Zum Warenkorb hinzugefügt: 101 (4,18 Prozent)

Zur Kasse: 97 (4,02 Prozent)

Gekauft 32 (1,33 Prozent)

Gesamtumsatz: $922,16

Marketing Channel Results - Overview

Einige der Verkäufe waren den verschiedenen Channels nur schwer zuzuschreiben. Basierend auf der Analyse von all unseren Daten glauben wir jedoch, dass unsere Verkäufe die folgenden Ursprünge hatten:

  • 6 Direktverkäufe (Freunde und Familie)
  • 12 Product Hunt
  • 0 Reddit
  • 0 Pinterest
  • 1 Twitter
  • 1 Facebook
  • 12 Instagram/Direkt*

*Instagram lässt nur Links in der Bio und nicht in den Beiträgen selbst zu und ist zudem als App für Mobilgeräte ausgelegt. Aus diesem Grund ist es ein alles andere als reibungsloses Erlebnis, wenn man von Instagram bis zur Kasse eines Online-Shops gelangen möchte.

Daher glauben wir, dass der Absatz aus der Kategorie “Direkt” (Personen, die die Website direkt in ihren Browser eingeben), von Leuten gekommen sind, die Hello Matcha auf Instagram gesehen haben. Jedoch können wir uns hier nicht zu 100 Prozent sicher sein.

Allgemeine Einrichtung und Marketingausgaben

Wir stellten uns zu Anfang ein Budget von $500 zur Verfügung, gaben schlussendlich jedoch etwas mehr aus. Die größte Kostenposition vorab war das Premium-Shopify-Theme. Dies war für dieses Business zwar nicht unbedingt notwendig, jedoch gefiel uns das Design so gut, dass wir einfach nicht widerstehen konnten.

Der Rest der Kosten war minimal und enthielt Dinge wie individuelle Etikettenaufkleber und die anfänglichen Muster dafür. Wir hätten die Etiketten gerne in einer kleineren Menge bezogen, jedoch war dies leider keine Option.

Alle weiteren Kosten waren minimal. Werfen wir einen Blick auf die Aufschlüsselung der Gesamtsumme:

Premium-Shopify-Theme (Startup von Pixel Union– $180

Domain-Name – $10,17

Musterprodukte – $41,25

250 Produktetiketten – $85,56

Matcha-Etiketten (lokale Muster) – $16,95

Facebook-Werbeanzeigen – $24,11

Gesponserter Post auf Pinterest – $20,00

32 Dosen Matcha zu je 10,25 $ – $328

 $5 Versandkosten x 32 Dosen – $160

Gesamtkosten: $866.04

  • Einnahmen 32 Dosen Matcha + Versand - $922.16

Gesamtumsatz: $922.16

Gewinn: $56.12

Während wir "nur" $56,12 Gewinn machten, waren viele der oben aufgeführten Ausgaben einmalige Startup-Kosten und testweise Marketingausgaben. Wir glauben, dass wir mit der Zeit unseren Ansatz optimiert und verfeinert hätten, um so eine Steigerung der Profitabilität zu erreichen.


Fazit

Nun, da wir Ihnen den gesamten Prozess des Aufbaus eines E-Commerce-Shops gezeigt haben, stellt sich nur noch eine Frage: Was hält Sie davon ab, es uns gleich zu tun? Die wichtigste Lektion des Ganzen? Einfach loslegen!

Wir hoffen, dass Sie unsere kleine Herausforderung etwas inspirieren konnte und dass Sie im Verlauf auch das eine oder andere gelernt haben. Lassen Sie uns gerne in den Kommentaren unten wissen, was Sie denken.


Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchten Sie einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lesen Sie bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Artikel von Richard Lazazzera erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt von Philipp Dukatz.

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