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Onlinehandel mit Grossbritannien trotz Brexit: Das müssen Händler:innen jetzt wissen

Ein Gastbeitrag von Dr. Eva Katharina Tyssen, MS Direct AG.

Der Brexit erschwert aktuell den Onlinehandel mit Großbritannien – Wer jetzt schnell ist, könnte sich aber relevante Marktanteile sichern.

Mit dem Brexit ist Großbritannien seit dem 01. Januar 2021 nicht mehr Teil des europäischen Binnenmarktes; ein attraktiver Markt wird nun überschattet von Zollgebühren und jeder Menge Bürokratie. Mit einem geschätzten Marktvolumen von 113 Milliarden Euro ist der E-Commerce-Retail-Markt in Großbritannien der umsatzstärkste in Europa (Deutschland: 95 Milliarden Euro). Im vergangenen Jahr wuchs der Markt gar um 46 % verglichen zu 2019. Dies ist die höchste Wachstumsrate seit 2008. 

Lange Zeit war unklar, was der Brexit für den grenzüberschreitenden Handel bedeuten würde. Erst an Weihnachten 2020, wenige Tage vor dem Inkrafttreten, unterzeichneten die Parteien ein entsprechendes Handelsabkommen. Durch das kurzfristige Zustandekommen des Vertrags mit Brüssel hatten Unternehmen kaum Zeit, sich auf die neuen Anforderungen, die bereits zum 01. Januar 2021 mit Ablauf der Übergangsfrist in Kraft traten, vorzubereiten.

Die Auswirkungen auf eine ganze Branche zeigen sich umso deutlicher: Lastwagen verweilen aufgrund fehlerhafter Formalitäten tagelang vor der Grenze, Kunden lehnen Lieferungen aufgrund von Zollabgaben, die bei Auslieferung eingefordert werden, ab und Retouren-Ware wird vernichtet, da ein Rücktransport ökonomisch nicht sinnvoll erscheint.

Viele Händler konnten sich noch nicht an die neuen Umstände anpassen und mussten ihr UK-Geschäft einstellen. Die Einfuhren nach Großbritannien brachen im Januar um rund zwei Drittel ein.  

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Was ändert sich für Onlinehändler:innen durch den Brexit?

Was genau ändert sich mit dem Brexit für Onlineshops, die nach Großbritannien verkaufen? Wir haben für euch die wichtigsten Änderungen zusammengefasst:

  • Grenzkontrollen wurden eingeführt und der Zugang reguliert. Für die Einreise wird ein neuer Reisepass benötigt.
  • Importe und Exporte unterliegen einer Deklarationspflicht und der neuen britischen Mehrwertsteuer.
  • Mehrwertsteuer- und Zolldeklarationen müssen in der UK erfolgen. Dafür wird eine Fiskalvertretung vor Ort benötigt.
  • Die Zölle basieren auf Zolltarifnummern, welche nicht zwingend mit den in der EU verwendeten Tarifnummern übereinstimmen. Eine Übersetzung in die neuen, britischen Zolltarifnummern ist erforderlich.
  • Für alle Artikel müssen die zollrelevanten Stammdaten wie Wert, (Netto-) Gewicht, Ursprungsland und britische Zolltarifnummer sauber gepflegt vorliegen.
  • CE Zertifikate müssen durch das neue UKCA Label ersetzt werden.
  • Ein lokales Retourenmanagement sollte eine zeitnahe Entlastung des Kunden bereits vor Abschluss des Rückführungsprozesses ermöglichen.
  • Eine digitale Sammelverzollung sollte bewirkt werden, um Kunden von unerwarteten Zollgebühren bei der Zustellung ihrer Bestellungen zu verschonen.
  • Ein lokaler Last-Mile Carrier wird benötigt.

Handel mit Großbritannien - was Händler:innen jetzt tun können

Wer nun schnell handelt, kann der Konkurrenz einen Schritt voraus sein und wichtige Marktanteile besetzen. Die Zusammenarbeit mit einem Fulfillment-Partner kann hier die Lösung sein. Die Shopify Partnerin MS Direct AG aus der Schweiz konnte auf ihr langjähriges Wissen über den grenzüberschreitenden Handel auf und eine durchgängige EU-UK Lösung für Händler von der Bestellung bis zur Retoure entwickeln.

In Zusammenarbeit mit Seven Senders erreichen die Bestellungen aus der EU innerhalb von 48 Stunden den Endkunden in Großbritannien, durch eine Sammelverzollung werden sämtliche Abgaben direkt vom Händler abgeführt und den Kunden erwarten keine bösen Überraschungen. Der notwendige Datenaustausch erfolgt automatisiert und unter ständiger Überprüfung der Datenqualität. Durch ein lokales Retourenmanagement kann der Kunde bereits entlastet werden, bevor die Ware das Land wieder verlässt. Die Lösung läuft seit dem 01. Januar 2021 stabil für eine Vielzahl von Kunden.


MS Direct ist einer von elf Fulfillment-Dienstleistern, die wir miteinander verglichen haben. Lade dir hier die Übersicht aller Fulfillment-Anbieter herunter und stelle alle Features, die dir zur Verfügung stehen gegenüber:

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Häufig gestellte Fragen zum Crossborder Handel mit Großbritannien

Welche negativen Folgen hat der Brexit für den Handel?

Seit dem 01. Januar 2021 ist Großbritannien kein Teil des europäischen Binnenmarktes mehr. Die Folgen waren früh für den Handle zu sehen: Lastwagen verweilten wegen fehlerhafter Formalitäten tagelang vor der Grenze, Kunden lehnen Lieferungen wegen Zollabgaben ab, die ab diesem Jahr bei Auslieferung eingefordert werden, und Retouren-Ware wird vernichtet, da ein Rücktransport ökonomisch nicht sinnvoll ist. Viele Händler stellten ihre UK-Geschäfte ein. Die Einfuhren nach Großbritannien brachen im Januar um rund zwei Drittel ein.

Was müssen Händler durch den Brexit ändern?

Händler und Händlerinnen müssen ab sofort viel beachten, wenn sie nach Großbritannien verkaufen: Grenzkontrollen wurden eingeführt, die Einreise fordert einen neuen Reisepass, Importe und Exporte unterliegen einer Deklarationspflicht und der neuen britischen Mehrwertsteuer, es wird eine Fiskalvertretung vor Ort benötigt, eine Übersetzung in die neuen, britischen Zolltarifnummern kann erforderlich werden, für alle Artikel müssen die zollrelevanten Stammdaten wie Wert, (Netto-) Gewicht, Ursprungsland und britische Zolltarifnummer vorliegen, CE Zertifikate müssen durch das neue UKCA Label ersetzt werden, es bedarf ein lokales Retourenmanagement, eine digitale Sammelverzollung sollte eingeführt werden, ein lokaler last-mile Carrier wird benötigt.

Wie können Händler grenzübergreifend verkaufen?

Die Zusammenarbeit mit einem Fulfillment-Partner kann die Lösung für Händler und Händlerinnen sein. Viele davon haben ein großes Netzwerk und langjähriges Wissen über den grenzüberschreitenden Handel sowie UK-Strategien von der Bestellung bis zur Retoure. Der notwendige Datenaustausch erfolgt automatisiert und unter ständiger Überprüfung der Datenqualität.

Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.