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So erstellst du einen Businessplan: Die ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung

Businessplan erstellen

Es gibt viele Gründe, einen Businessplan zu schreiben. Dabei ist es nicht nur für Unternehmen interessant, die sich eine Finanzierung für die Gründung oder den Ausbau ihres Business sichern möchten.

Ein Businessplan kann dir helfen, mehr Klarheit bezüglich deiner Strategie zu gewinnen, potenzielle Hindernisse zu identifizieren, deinen Ressourcenbedarf zu klären und die Durchführbarkeit deiner Idee oder Wachstumspläne zu bewerten – und das alles noch vor der eigentlichen Gründung.

Was auch immer dein Grund für das Schreiben eines Businessplanes ist, die Aufgabe wird sich anfangs wahrscheinlich wie eine lästige Hausaufgabe anfühlen. Wenn du ein Unternehmen gründest, ist deine To-Do-Liste endlos lang und gespickt mit spannenderen Aufgaben, wie dem Fotografieren von Produkten, dem Erstellen von Werbekampagnen und dem Aufbau deiner Social-Media-Präsenz.

Nicht jedes Unternehmen startet mit einem formalen Businessplan. Viele Gründer finden es jedoch wertvoll, einen Schritt zurückzutreten und ihre Idee und den von ihnen avisierten Markt genauer zu analysieren. Es soll helfen, den Umfang ihres Projekts und die eigene Strategie besser einschätzen zu können und anschließend fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Und genau an dieser Stelle kommt die Erstellung eines Businessplans ins Spiel.

Inhaltsverzeichnis:

  • 1. Was ist ein Businessplan?
  • 2. Warum einen Businessplan erstellen?
  • 3. So schreibt man einen Businessplan
  • 4. Erstelle einer Gliederung für deinen Businessplan
  • 5. Was jeder Abschnitt deines Businessplans enthalten sollte
  • 6. Planung als solide Grundlage für dein Wachstum
  • 1. Was ist ein Businessplan?

    Ein Businessplan ist ein Dokument, das ein Unternehmen, seine Produkte oder Dienstleistungen, seine Führung und Personalausstattung, seine Finanzierung, sein Betriebsmodell sowie viele andere erfolgsentscheidende Details beschreibt und darauf eingeht, wie ein Unternehmen Geld verdient (oder verdienen wird).

    2. Warum einen Businessplan erstellen?

    Investoren verlassen sich auf Businesspläne, um vor der Finanzierung die Machbarkeit eines Geschäftsvorhabens zu bewerten. Aus diesem Grund sind Businesspläne oft auch mit der Aufnahme eines Kredits verbunden. Aber auch wenn du gerade keine Finanzierung benötigst, gibt es einige schlagende Argumente für das Schreiben eines Businessplans.

    • Planung. Das Schreiben deines Businessplans ist eine unschätzbare Übung zur Klärung deiner Ideen und kann helfen, den Umfang deines Unternehmens sowie den Bedarf an Zeit, Geld und Ressourcen zu verstehen, die du für den Einstieg benötigst.
    • Bewertung von Ideen. Wenn du mehrere Ideen im Kopf hast, kann dir ein grober Businessplan für jede einzelne helfen, deine Zeit und Energie auf diejenige mit den höchsten Erfolgsaussichten zu konzentrieren.
    • Recherche. Um einen Businessplan zu schreiben, musst du deinen idealen Kunden und deine Wettbewerber recherchieren. Diese Informationen werden dir später helfen, fundiertere und strategischere Entscheidungen zu treffen.
    • Personalplanung. Dein Businessplan ist eine der einfachsten Möglichkeiten, deine Vision an potenzielle neue Mitarbeiter zu kommunizieren und kann helfen, ihr Vertrauen in das Unternehmen aufzubauen. Das gilt besonders dann, wenn du dich in den frühen Phasen des Wachstums befindest.
    • Partnerschaften. Wenn du planst, andere Unternehmen für eine Kooperation zu gewinnen, können sie anhand eines Businessplans viel leichter einschätzen, ob dein Unternehmen gut zu ihnen passt – vor allem, wenn ihr Geschäft bereits reifer als deines ist.
    • Wettbewerbe. Es gibt viele Businessplan-Wettbewerbe, die Preise wie Mentoring, Stipendien oder Investitionskapital ausloben. Um relevante Wettbewerbe in deiner Branche und Region zu finden, solltest du die folgenden Google-Suchen ausprobieren: „Businessplan Wettbewerb + [dein Standort]“ und „Businessplan Wettbewerb + [deine Branche]“.

    Wenn du nach einer strukturierten Möglichkeit suchst, deine Gedanken und Ideen zu sortieren und diese mit Personen zu teilen, die einen großen Einfluss auf deinen Erfolg haben können, ist ein Businessplan ein ausgezeichneter Ausgangspunkt.


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    Hier sind die Antworten einiger Entrepreneure auf die Frage, wie nützlich das Schreiben eines Businessplans für ihr Unternehmen war.

    „Wir hatten einen Marketinghintergrund, aber nicht viel Erfahrung in den anderen Funktionen, die für die Führung eines E-Business im Bereich Mode erforderlich sind, wie z. B. Betriebsabläufe, Finanzen, Produktion und IT."

    Die Erstellung eines Businessplans half uns, die 'Unbekannten' zu identifizieren. Wir konnten dadurch die Lücken erkennen, bei denen wir unsere Kenntnisse ausbauen mussten bzw. auf externe Unterstützung angewiesen waren.

    – Jordan Barnett, Kapow Meggings

    "Wir führen ein Schmuckunternehmen, das wir sowohl als Einzelhandelsgeschäft als auch Onlineshop betreiben. Irgendwann stand dann der Wechsel von Magento zu Shopify an. Wir erstellten einen Businessplan für den Umzug, genau wie auch bei unserer ursprünglichen Website und unserem E-Commerce-Business. Unser Businessplan enthielt einen Überblick über die Motivation hinter dem Umzug, die Probleme mit dem derzeitigen Shopsystem, die Vorteile des Umzugs auf eine neue Plattform, die potenziellen Probleme während des Umzugs, die Hauptaufgaben, zusätzliche Kosten und einen Zeitplan. Er deckte wirklich alles ab, was wir für das Wichtigste hielten. Dieser Businessplan wurde an alle Projektbeteiligten weitergegeben, von den Fotografen über das Marketingteam bis hin zu den Entwicklern. Auf diese Weise waren wir alle auf dem gleichen Stand. Beim ersten Mal hatte es ziemlich gut funktioniert und dieses Mal sogar noch besser."

    – Jeff Moriarty, Tanzanite Jewelry Designs

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    3. So schreibt man einen Businessplan

    Wenn du einen Businessplan erstellen möchtest, solltest du ein paar wichtige Dinge beachten:

    • Kenne dein Publikum. Wenn du weißt, wer deinen Plan lesen wird (auch wenn du ihn nur für dich selbst schreibst), kannst du die Sprache und die Detailgenauigkeit darauf zuschneiden. So kannst du auch gewährleisten, dass du die wichtigsten Informationen berücksichtigst und herausfinden, wann du Abschnitte auslassen solltest, die nicht so wirkungsvoll sind.
    • Setze dir ein klares Ziel. Wenn dein Ziel darin besteht, dir eine Finanzierung für dein Business zu sichern, anstatt einen Plan lediglich für dich selbst oder dein Team auszuarbeiten, dann musst du einen deutlich umfangreicheren Businessplan vorlegen.
    • Investiere Zeit in die Recherche. Die Abschnitte deines Businessplans werden in erster Linie durch deine Ideen und Visionen bestimmt. Einige der wichtigsten Informationen, die du einbeziehen musst, beruhen auf Recherchen aus unabhängigen Quellen. Hier geht es darum, zu verstehen, ob es eine Nachfrage nach deinen Produkten gibt und wer ähnliche Produkte oder Dienstleistungen verkauft.
    • Halte es kurz und knapp. Egal für wen du auch schreibst, dein Businessplan sollte kurz und verständlich sein – im Allgemeinen nicht länger als 15 bis 20 Seiten. Falls du zusätzliche Dokumente hast, die deiner Ansicht nach für dein Publikum und die Vermittlung deiner Vision wertvoll sein könnten, solltest du sie als Anhang hinzufügen.
    • Halte Ton, Stil und Stimme einheitlich. Dies lässt sich am besten bewerkstelligen, indem eine einzelne Person den Plan verfasst oder zumindest genügend Zeit für die gründliche Nachbearbeitung des Businessplans einkalkuliert wird.

    4. Erstelle einer Gliederung für deinen Businessplan

    Nur wenige Dinge wirken einschüchternder, als eine leere Seite vor sich zu haben. Um diesen Zustand zu vermeiden, solltest du deinen Businessplan mit einer strukturierten Skizze und den wichtigsten Details beginnen, die in jedem Abschnitt enthalten sein sollen.

    Diese Skizze ist ein enorm wichtiger Schritt im Prozess der Erstellung eines Businessplans. Aus diesem Grund haben wir eine umfassende Übersicht zusammengestellt, die du in dein leeres Dokument kopieren kannst. So erleichterst du dir den Einstieg und vermeidest den Anblick dieser einschüchternden leeren Seite.

    Hier ist eine Skizze eines beispielhaften Businessplans.

    1. Zusammenfassung
    2. Unternehmensübersicht
    3. Marktanalyse
    4. Produkte und Dienstleistungen
    5. Marketingplan
    6. Logistik und Betriebsplan
    7. Finanzplan

    Du kannst auch mit einer Businessplan Vorlage beginnen und damit die Struktur deines Plans zu definieren.

    How to write a business plan

    5. Was jeder Abschnitt deines Businessplans enthalten sollte

    Jetzt, da du ein Grundgerüst oder eine Vorlage erstellt hast, ist es an der Zeit, diese mit Inhalt zu füllen. Wir haben unsere Vorlage nach Abschnitten aufgeschlüsselt, damit du deinen Businessplan Schritt für Schritt erstellen kannst.

    Zusammenfassung

    Eine gute Zusammenfassung ist einer der wichtigsten Abschnitte deines Plans. Gleichzeitig ist sie auch der letzte Abschnitt, den du schreiben solltest.

    Der Zweck der Zusammenfassung ist es, alles, was folgt, zu verdichten und Lesern mit wenig Zeit (z. B. potenzielle Investoren) einen Überblick über dein Businessvorhaben zu geben, der sie davon überzeugt, weiter zu lesen. Denk daran, dass es sich hier um eine Zusammenfassung handelt. Hebe also die wichtigsten Punkte hervor, die du beim Schreiben deines Plans herausgearbeitet hast. Wenn du für deine eigenen Planungszwecke schreibst, kannst du die Zusammenfassung auch überspringen. Natürlich kannst du es trotzdem versuchen und es als Übung betrachten.

    Eine Zusammenfassung sollte den Umfang einer Seite nicht überschreiten. Diese Platzbeschränkung kann das Verdichten aller wichtigen Informationen natürlich ein wenig stressig machen, es ist aber nicht unmöglich. Hier die Dinge, welche die Zusammenfassung deines Businessplans enthalten sollte:

    • Geschäftskonzept. Was macht dein Unternehmen?
    • Geschäftsziele und Visionen. Was möchte dein Unternehmen tun?
    • Produktbeschreibung und Differenzierung. Was verkaufst du und warum ist es anders?
    • An wen verkaufst du?
    • Wie willst du deine Kunden erreichen?
    • Aktuelle Finanzlage. Was verdienst du derzeit an Umsatz?
    • Prognostizierte Finanzlage. Welche Umsatzerwartungen hast du?
    • Die Finanzierung. Wie viel Geld benötigst du?
    • Das Team. Wer ist in das Geschäft involviert?

    Unternehmensübersicht

    Dieser Abschnitt deines Businessplans sollte zwei grundlegende Fragen beantworten: Wer bist du, und was willst du tun? Hiermit soll dargestellt werden, warum du dich in deinem Geschäft engagierst, warum du anders bist, was für dich spricht und warum du eine gute Möglichkeit für Investoren darstellst.

    Auch wenn nur du diese Details zu Gesicht bekommen wirst, ist das Ganze trotzdem eine sinnvolle Übung. Es ist eine Gelegenheit, einige der immateriellen Aspekte deines Unternehmens zu Papier zu bringen, so z. B. deine Prinzipien, Ideale und kulturellen Leitlinien. Hier sind einige der Komponenten, die du in deine Unternehmensübersicht aufnehmen solltest:

    • Deine Unternehmensstruktur (Einzelunternehmen, eine GmbH, eine Kommanditgesellschaft oder eine andere Gesellschaftsform)
    • Die Art deines Unternehmens (Was verkaufst du?)
    • Deine Branche
    • Vision, Leitbild und Werte deines Unternehmens
    • Hintergrundinformationen zu deinem Unternehmen oder deiner Geschichte
    • Geschäftsziele, sowohl kurz- als auch langfristig
    • Dein Team, einschließlich der Schlüsselpersonen und deren Gehälter

    Lesetipp: Nutze deine Wochenenden effektiv, um deine Geschäftsidee zu verwirklichen! Hier zeigen wir, wie!

    Einige dieser Punkte sind Tatsachenaussagen. Andere hingegen erfordern ein wenig mehr Überlegung, besonders wenn es um die Vision, das Leitbild und die Werte deines Unternehmens geht. 

    Dies sind die Dinge, die den Kern deines Unternehmens ausmachen – warum dein Unternehmen existiert, was du zu erreichen hoffst und wofür du stehst.

    Um deine Werte zu definieren, solltest du an alle Personen denken, denen gegenüber dein Unternehmen verantwortlich ist, einschließlich Eigentümer, Mitarbeiter, Dienstleister, Kunden und Investoren. Überlege dir nun, wie du mit jedem von ihnen interagieren bzw. kooperieren möchtest. Wenn du aus diesen Überlegungen eine Liste erstellst, sollten sich deine Werte nach und nach herauskristallisieren.

    Sobald du dir dann über deine Werte im Klaren bist, kannst du auch ein Leitbild verfassen. Dieses Leitbild sollte überzeugend erklären, warum dein Unternehmen existiert, und dabei nicht länger als ein einziger Satz sein.

    Das Leitbild von Shopify lautet beispielsweise „E-Commerce besser machen – für alle Beteiligten“. Es ist das „Warum“ hinter allem, was wir tun, und klar genug, dass es keiner weiteren Erklärung bedarf.

    Welche Auswirkungen hat dein Unternehmen auf die Welt, wenn du deine Vision erreicht hast?

    Als nächstes erstellst du deine Vision: Welche Auswirkungen hat dein Unternehmen auf die Welt, wenn du deine Vision erreicht hast? Formuliere diese Auswirkungen als Behauptung und beginne die Aussage mit „Wir werden“. Die Beschreibung deiner Vision kann im Gegensatz zu deinem Leitbild länger als ein einziger Satz sein. Versuche aber, es auf maximal drei Sätze zu beschränken. Die besten Leitbilder sind kurz und prägnant.

    Schließlich sollte deine Unternehmensübersicht sowohl kurz- als auch langfristige Ziele enthalten. Kurzfristige Ziele sollten in der Regel innerhalb des nächsten Jahres erreichbar sein, während ein bis fünf Jahre ein gutes Zeitfenster für langfristige Ziele sind. Achte darauf, dass du deine Ziele nach dem S.M.A.R.T-Prinzip entwickelst: Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch und Terminierbar.

    Marktanalyse

    Es ist keine Übertreibung: Dein Markt kann dein Unternehmen zum Erfolg führen oder spektakulär scheitern lassen. Wähle den richtigen Markt für deine Produkte, einen mit vielen Kunden, die dein Produkt verstehen und brauchen. Das ist eine solide Grundlage auf dem Weg zum Erfolg. Wenn du den falschen Markt oder den richtigen Markt zur falschen Zeit wählst, wirst du im schlimmsten Fall um jeden einzelnen Verkauf kämpfen müssen.

    Die Marktanalyse ist ein wichtiger Teil deines Businessplans – unabhängig davon, ob ihn jemand anderes außer dir zu Gesicht bekommen wird.

    Aus diesem Grund ist die Marktanalyse ein wichtiger Teil deines Businessplans – unabhängig davon, ob ihn jemand anderes außer dir zu Gesicht bekommen wird. Du solltest einen Überblick darüber geben, wie groß der Markt für deine Produkte ist, eine Analyse der Marktposition deines Unternehmens und einen Überblick über die Wettbewerbslandschaft. Eine gründliche Recherche, die deine Schlussfolgerungen unterstützt, ist wichtig, um Investoren zu überzeugen und deine eigenen Annahmen zu bestätigen.

    Lesetipp: Lerne von deiner Konkurrenz! Wie du online eine Wettbewerberanalyse durchführst, liest du hier.

    Wie groß ist dein potenzieller Markt?

    Das Marktpotenzial ist eine Schätzung, wie viele Personen dein Produkt möglicherweise kaufen könnten. Während es spannend ist, sich himmelhohe Verkaufszahlen vorzustellen, solltest du so viele unabhängige Daten wie möglich heranziehen, um damit dein geschätztes Marktpotenzial zu validieren. Dies kann ein durchaus einschüchternder Prozess sein. Deshalb haben wir nachfolgend einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, die dir bei deinen Recherchen eine Hilfe sein sollten:

    • Verstehe dein ideales Kundenprofil, insbesondere in Bezug auf die demografische Entwicklung. Wenn du beispielsweise Millennials in Deutschland ansprechen möchtest, könntest du zunächst nach amtlichen Daten über die Größe dieser Gruppe suchen. Du könntest dir auch die prognostizierten Veränderungen deiner Zielgruppe in den nächsten Jahren ansehen.
    • Recherchiere relevante Branchentrends. Wenn dein Produkt für Rentner bestimmt ist, solltest du Daten darüber recherchieren, wie viele Menschen in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand gehen werden. Außerdem solltest du dir alle Informationen über das Kaufverhalten dieser Gruppe anschauen. Wenn du Fitnessgeräte verkaufst, könntest du dir Trends bei der Mitgliedschaft im Fitnessstudio und die allgemeine Gesundheit und Fitness deiner Zielgruppe oder der gesamten Bevölkerung ansehen. Schließlich solltest du nach Informationen darüber suchen, ob deine Branche in den nächsten Jahren wachsen oder eher schrumpfen wird.
    • Entwickle fundierte Schätzungen. Eines ist klar: Du wirst nie vollständige Informationen über die Größe deines adressierbaren Marktes haben. So sollte es dein Ziel sein, deine Schätzungen auf so viele überprüfbare Datenpunkte wie nötig zu stützen, um eine fundierte Schätzung zu ermöglichen.

    Einige Quellen, die für Marktdaten herangezogen werden können, sind staatliche Statistikbehörden, Industrieverbände, akademische Forschung und angesehene Informationsanbieter, die über deine Branche berichten.

    SWOT-Analyse

    Eine SWOT-Analyse betrachtet deine Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Was sind die besten Dinge an deinem Unternehmen? Worin bist du nicht ganz so gut? Welche Markt- oder Branchenverschiebungen kannst du nutzen und in Chancen verwandeln? Gibt es externe Faktoren, die deine Erfolgschancen gefährden?

    Diese Aufschlüsselungen werden oft als Raster dargestellt, wobei die Gliederungspunkte in jedem Abschnitt die wichtigsten Informationen hervorheben. Somit kannst du dir das Formulieren umfangreicher Absätze an dieser Stelle ersparen. Stärken und Schwächen (beides unternehmensinterne Faktoren) werden zuerst aufgelistet, Chancen und Risiken folgen in der nächsten Reihe. Mit dieser visuellen Präsentation können deine Leser schnell die positiven und negativen internen und externen Faktoren erkennen, die sich auf dein Unternehmen auswirken können.

    Hier ist ein Beispiel.

    Stärken

    • Vorherige Erfahrung bei der Skalierung eines E-Commerce-Geschäfts
    • Umfangreiche Erfahrung im Anzeigenmanagement
    • Patentiertes Produkt
    • Exklusivvertrag mit dem Herstellerunternehmen

    Schwächen

    • Keine Erfahrung im Teammanagement
    • Zerbrechliches Produkt, wodurch der Versand teurer wird

    Chancen

    • Starkes Wachstum beim Umsatz in der Produktkategorie
    • Kein „Marktführer“ in der Kategorie; viele kleinere Firmen

    Risiken

    • Noch ausstehende Regulierung für die Produktkategorie auf internationalen Märkten


    Wettbewerbsanalyse

    Es gibt drei übergeordnete Faktoren, über die du dein Unternehmen im Wettbewerb differenzieren kannst:

    • Kostenführerschaft. Durch das Anbieten niedrigerer Preise als die meisten deiner Wettbewerber kannst du deine Gewinne maximieren. 
    • Differenzierung. Dein Produkt oder deine Dienstleistung unterscheidet sich von den derzeitigen Kostenführern in deiner Branche. Du setzt darauf, dich durch deine Einzigartigkeit abzuheben. 
    • Segmentierung. Du konzentrierst dich auf einen sehr spezifischen Zielmarkt oder eine Nische und darauf, dich zunächst bei einem kleineren Publikum zu etablieren, bevor du dann die Erschließung breiterer Märkte in Angriff nimmst. 

    Um zu erkennen, welche die für dich beste Lösung ist, musst du sowohl dein Unternehmen als auch die Wettbewerbslandschaft verstehen.

    Im Markt wirst du immer mit Wettbewerb zu tun haben, auch mit einem noch so innovativen Produkt. Deshalb ist es wichtig, einen Überblick über die Wettbewerbslandschaft in deinen Businessplan aufzunehmen. Wenn du in einen etablierten Markt einsteigst, solltest du eine Liste einiger weniger Unternehmen hinzufügen, die du als direkte Konkurrenten betrachtest. Außerdem solltest du herausarbeiten, wie du dich, deine Produkte und dein Business von dieser Konkurrenz absetzen möchtest.

    Im Markt wirst du immer mit Wettbewerb zu tun haben, auch mit einem noch so innovativen Produkt.

    Nehmen wir an, dass du Schmuck verkaufst. Deine Wettbewerbsdifferenzierung könnte sich dadurch auszeichnen, dass du, im Gegensatz zu vielen High-End-Konkurrenten, einen Prozentsatz deiner Gewinne an eine renommierte Wohltätigkeitsorganisation spendest oder Einsparungen an deine Kunden weitergibst.

    Wenn du in einen Markt einsteigst, in dem sich direkte Wettbewerber nicht leicht identifizieren lassen, solltest du deine indirekten Wettbewerber berücksichtigen – Unternehmen, die Produkte anbieten, die deine ersetzen. Nehmen wir an du verkaufst ein neues Küchengerät. In diesem Fall wäre es einfach zu sagen, dass du keine Konkurrenz hast, weil dein Produkt neu ist. Überlege dir, was deine potenziellen Kunden aktuell tun, um die gleichen Probleme zu lösen, die dein Produkt löst.

    Marketing analysis is an important part of writing your business plan

    Produkte und Dienstleistungen

    Deine Produkte oder Dienstleistungen werden in den meisten Bereichen deines Businessplans eine wichtige Rolle spielen. Du solltest jedoch einen speziellen Abschnitt vorsehen, der wichtige Details dazu beschreibt. Wenn du viele verschiedene Artikel verkaufst, kannst du allgemeinere Informationen zu deinen einzelnen Produktlinien bereitstellen. Verkaufst du dagegen nur einige wenige Produkte, solltest du detailliertere Informationen zu jedem davon angeben.

    Lesetipp: Du hast bisher nicht genug Produkte für dein Business? Wie du Produkte findest, steht hier.

    Kundensegmentierung

    Dein idealer Kunde, auch bekannt als dein Zielmarkt, ist die Grundlage deines Marketingplans – wenn nicht sogar für deinen Businessplan als Ganzes. Wann immer du strategische Entscheidungen triffst, solltest du diese Person im Hinterkopf behalten. Darum ist das Verständnis deines idealen Kunden so wichtig und deshalb solltest du auch sein Profil in deinen Businessplan aufnehmen.

    Um einen ganzheitlichen Überblick über deine idealen Kunden zu erhalten, solltest du zunächst eine Reihe allgemeiner und spezifischer demografischer Merkmale beschreiben. Eine Kundensegmentierung umfasst dabei häufig folgende Informationen:

    • Wo sie leben
    • Ihre Altersgruppe
    • Ihr Bildungsniveau
    • Gängige Verhaltensmuster
    • Wie sie ihre Freizeit verbringen
    • Wo sie arbeiten
    • Welche Technologie sie nutzen
    • Wie viel sie verdienen
    • Wo sie häufig beschäftigt sind
    • Ihre Werte, Überzeugungen oder Meinungen

    Diese Informationen variieren je nachdem, was du verkaufst. Du solltest aber in jedem Fall spezifisch genug sein, dass zweifellos klar ist, wen du erreichen möchtest und wie du deine Entscheidungen auf Basis dieser Zielkunden und deren Eigenschaften getroffen hast.

    Zum Beispiel hat ein Student andere Interessen, Einkaufsgewohnheiten und ein anderes Preisempfinden als ein 50-jähriger Manager in einem Dax-Konzern. Je nachdem, welcher dieser beiden Personen dein idealer Kunde ist, würden dein Businessplan und deine Entscheidungen sehr unterschiedlich aussehen.

    Marketingplan

    Deine Marketingaktivitäten leiten sich direkt von deinem idealen Kunden ab. Dein Plan sollte deine aktuellen Entscheidungen und deine zukünftige Strategie beschreiben, mit einem Fokus darauf, wie und warum deine Ideen für deinen idealen Kunden geeignet sind. Wenn du beispielsweise stark in Anzeigen auf Instagram investieren möchtest, solltest du analysieren, ob Instagram eine für dein Publikum relevante Plattform ist. Falls nicht, könnte dies ein Zeichen dafür sein, deinen Marketingplan zu überdenken.

    Die meisten Marketingpläne enthalten Informationen zu vier Themenbereichen. Wie viele Details du für jeden einzelnen davon einbringst, hängt sowohl von deinem Unternehmen als auch von der Zielgruppe deines Businessplans ab.

    • Wie viel kosten deine Produkte und warum hast du dich für diesen Preispunkt entschieden?
    • Was verkaufst du und wie differenzierst du es im Markt?
    • Wie sollen deine ideale Kunden von deinen Produkten erfahren?
    • Wo wirst du deine Produkte verkaufen?

    Die Bewerbung wird wahrscheinlich der Hauptteil deines Plans sein, da du hier leichter in taktische Details eintauchen kannst. Aber auch die anderen drei Bereiche sollten zumindest kurz abgedeckt werden – jeder davon ist ein wichtiger strategischer Hebel in deinem Marketing-Mix.

    Logistik und Betriebsplan

    Logistik und Betrieb sind die Abläufe, über die du deine Ideen letztendlich verwirklichen wirst. Auch wenn du einen Businessplan lediglich für deine eigenen Planungszwecke schreibst, ist dies immer noch ein wichtiger Abschnitt. Natürlich muss er in diesem Fall nicht den gleichen Detaillierungsgrad aufweisen, wie es bei einem Pitch an Investoren oder Banken der Fall wäre.

    Decke alle Teile deines geplanten Betriebs ab, einschließlich:

    • Lieferanten. Woher beziehst du die Rohstoffe, die du für die Produktion benötigst bzw. wo werden deine Produkte hergestellt?
    • Produktion. Wirst du deine Produkte herstellen, fertigen lassen, im Großhandel vertreiben oder per Dropshipping versenden? Wie lange dauert es, bis deine Produkte produziert und an dich ausgeliefert werden? Wie wirst du mit der Hauptsaison oder einem unerwarteten Nachfrageanstieg umgehen?
    • Einrichtung. Wo werden du und deine Teammitglieder arbeiten? Planst du physische Verkaufsflächen? Falls ja, wo?
    • Ausrüstung. Welche Tools und Technologien benötigst du, um betriebsbereit zu sein? Dazu gehört alles – vom Computer bis zur Glühbirne und alles dazwischen.
    • Versand und Fulfillment. Wirst du alle Fulfillment-Aufgaben intern erledigen oder einen externen Dienstleister einsetzen?
    • Inventar. Wie viel Inventar wirst du beziehen und wo wirst du es lagern? Wie wirst du bei Bedarf an Partner versenden und wie wirst du den ein- und ausgehenden Bestand verfolgen?

    Dieser Abschnitt sollte deinen Lesern signalisieren, dass du über ein gutes Verständnis deiner Lieferkette und solide Notfallpläne zur Absicherung gegen potenzielle Unsicherheiten verfügst. Wenn du selbst der Leser bist, sollte es dir eine Grundlage für das Treffen anderer wichtiger Entscheidungen geben, so z. B. wie du die Preisgestaltung für deine Produkte vornimmst, um deine Kosten zu decken, und zu welchem Zeitpunkt du das Erreichen der Gewinnschwelle planst.

    Lesetipp: Wie du deine Preise beim Dropshipping kalkulierst, lernst du hier.

    Finanzplan

    Egal wie großartig deine Idee ist, unabhängig von Aufwand, Zeit und Geld, lebt oder stirbt ein Unternehmen aufgrund seiner finanziellen Machbarkeit. Am Ende des Tages wollen die Menschen mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, von dem sie erwarten, dass es auf absehbare Zeit tragfähig ist.

    Der Detaillierungsgrad deines Finanzplans hängt von deiner Zielgruppe und deinen Zielen ab. In der Regel solltest du jedoch drei wichtige Aspekte deiner Finanzen berücksichtigen: eine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Bilanz und eine Kapitalflussrechnung. Außerdem könnte es angebracht sein, Finanzprognosen einzubeziehen.

    Hier ist eine tabellarische Vorlage (auf Englisch), die alles enthält, was du für die Erstellung einer Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung benötigst, einschließlich einiger beispielhafter Zahlen.

    Gewinn- und Verlustrechnung

    Deine Gewinn- und Verlustrechnung ist so konzipiert, dass die Leser einen Überblick über deine Einnahmequellen und Ausgaben über einen bestimmten Zeitraum erhalten. Anhand dieser beiden Informationen kann er das wichtige Endergebnis oder den Gewinn / Verlust deines Unternehmens für diesen Zeitraum ablesen. Wenn du dein Business noch nicht gestartet hast, kannst du eine Prognose mit den gleichen Informationen zusammenstellen.

    Bilanz

    Deine Bilanz gibt einen Überblick darüber, wie viel Eigenkapital du in deinem Unternehmen hast. Auf der einen Seite führst du dein gesamtes Betriebsvermögen (was du besitzt) und auf der anderen Seite alle Verbindlichkeiten (was du schuldig bist) auf. Dies bietet eine Momentaufnahme des Eigenkapitals deines Unternehmens und wird wie folgt berechnet:

    Aktiva - Verbindlichkeiten = Eigenkapital

    Kapitalflussrechnung (Cash Flow)

    Deine Kapitalflussrechnung ähnelt deiner Gewinn- und Verlustrechnung, mit einem wichtigen Unterschied: Sie berücksichtigt, wann Einnahmen erzielt werden und wann Ausgaben bezahlt werden.

    Wenn der eingehende Geldbetrag größer ist als der ausgehende, ist dein Cashflow positiv. Wenn das umgekehrte Szenario zutrifft, ist dein Cashflow negativ. Im Idealfall lässt sich mit deiner Kapitalflussrechnung feststellen, wann der Kassenstand niedrig ist, wann du einen Überschuss haben könntest und in welchen Situationen du einen Notfallplan benötigen könntest, um dein Unternehmen mit externem Kapital liquide zu halten.

    Eine Prognose deiner Kapitalflussrechnung kann dabei sehr hilfreich sein, um Lücken oder negative Cashflows zu identifizieren und den Betrieb bei Bedarf anzupassen. Hier findest du einen vollständigen Leitfaden zur Erstellung von Cashflow-Prognosen (auf Englisch) für dein Business.

    Lade alle drei Vorlagen herunter, um diese Finanzberichte für deinen Businessplan zu erstellen.

    6. Planung als solide Grundlage für dein Wachstum

    Ein Businessplan kann dir helfen, klare, bewusste Entscheidungen für dein Unternehmen zu treffen, auch wenn du dich damit vielleicht gar nicht an Investoren wenden wirst. Außerdem kannst du damit Lücken in deiner Vision erkennen, bevor sie zu echten Problemen werden. Egal, ob du einen Businessplan für eine neue Online-Geschäftsidee, ein Einzelhandelsgeschäft oder für den Ausbau deines derzeitigen Unternehmens geschrieben hast, hast du jetzt einen umfassenden Leitfaden und alle nötigen Informationen, um mit der Arbeit an der nächsten Phase deines Business zu beginnen.

    Illustrationen von Rachel Tunstall.


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    Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.