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12 Dinge, die du auf Shopify verkaufen kannst (und die keine physischen Produkte sind!)

Was fällt dir als Erstes ein, wenn du an Shopify denkst?

Ob es sich um T-Shirt-Shops oder Kreativ-Läden handelt, du wirst wahrscheinlich an physische Produkte denken – kleine Unternehmen, die Waren herstellen und als Kollektion zusammenstellen, um sie in ihrem Shop zu verkaufen oder in die ganze Welt zu versenden.

Wenn wir jedoch "Produkt" sagen, sprechen wir über mehr als nur greifbare Dinge. Viele Händler nutzen Shopify auf kreative Weise, um so ziemlich alles zu verkaufen, was man sich vorstellen kann. Erlebnisse, Kurse, Verleihartikel und digitale Produkte sind nur einige wenige Geschäftsideen jenseits des lange etablierten Verkaufs physischer Produkte.

Wenn du erst am Anfang deiner Reise zum Entrepreneur stehst und dich noch nicht für ein Produkt zum Online-Verkauf entschieden hast, solltest du auch das Immaterielle in Betracht ziehen.


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Dinge, die du auf Shopify verkaufen kannst (und die keine physischen Produkte sind!)

  1. Dienstleistungen (Termine)
  2. Mitgliedschaften
  3. Beratung
  4. Digitale Produkte
  5. Event-Unterstützung
  6. Erlebnisse
  7. Unterricht und Workshops
  8. Verleihartikel
  9. Installationen (und Angebote)
  10. Spenden
  11. Veranstaltungstickets
  12. Digitale Gutscheine

    Wir haben uns 15 Shopify Stores angeschaut, die alles von Beratungen über gemeinnützige Spenden bis hin zum Kleiderverleih anbieten. Vielleicht sorgt eine dieser Ideen für deinen unternehmerischen Aha-Moment, auch wenn sie nicht alle aus Deutschland stammen. (Was aber auch bedeutet, dass es hier vielleicht noch nicht so viele Wettbewerber gibt!)

    Außerdem haben wir handverlesene Apps und Tools für jede Art von Unternehmen herausgesucht und tolle Beispiele von deutschen Shops, damit du das Beste aus deiner Shopify-Erfahrung machen kannst.

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    1. Dienstleistungen (Termine)

    Auch wenn der Schuhhandel von der Schnelligkeit und Einfachheit des Online-Kaufs profitiert hat, geht doch nichts über eine persönliche Anprobe, um das perfekte Modell zu finden. Traditionell sind vorab vereinbarte Termine ein essenzieller Bestandteil für Wellness- und Beautysalons. Nun haben aber auch Geschäfte, die individuelle Anfertigungen bei Kleidung, Schmuck, Möbeln etc. anbieten, diese persönlichen Termine für sich entdeckt. Mit dieser Taktik können sie besser mit ihren Kunden in Kontakt treten, um anschließend die von ihnen gewünschten Produkte zu fertigen.

    Toufie, ein Designunternehmen für Damenschuhe, verkauft handgefertigte Schuhe, die jeder Kundin sprichwörtlich auf den Fuß geschnitten sind. Ziel ist es, Schuhe herzustellen, die nicht erst eingelaufen werden müssen. Um dies zu erreichen, ist es überaus hilfreich, die Maße einer Kundin persönlich aufzunehmen.

    „Terminbuchungen sind eine der wesentlichen Komponenten für ein risikofreies Einkaufserlebnis unserer Kundinnen“, sagt Meliza Salim, Gründerin von Toufie. „Und dank unserer App für die Terminbuchung ist die Buchung für eine 30-minütige Anprobe nahtlos und überaus bequem. Ein rundum problemloser Prozess für uns und unsere Kundinnen.“

    Empfohlene App: Appointment Booking fügt deinem Geschäft einen dynamischen Kalender hinzu, der es Kunden ermöglicht, bevorzugte Zeitfenster mit Echtzeitverfügbarkeit zu buchen. Die App synchronisiert sich mit Google Kalender und sendet automatisch E-Mail-Bestätigungen an dich und deine Kunden.

    2. Mitgliedschaften

    Organisationen wie die California Native Plant Society können mit einer einfachen App auf Shopify Mitgliedschaften an Kunden verkaufen. Mitgliedschaften funktionieren ähnlich wie Geschäftsmodelle mit einer Abo-Box, die sich auf die Einrichtung wiederkehrender Zahlungen verlassen.

    Empfohlene App: Recurring Memberships ermöglicht es Händlern, einmalige oder wiederkehrende Mitgliedschaften online zu verkaufen. Dabei kann die App für physische Geschäfte (z. B. ein Yogastudio) oder die Zugriffsverwaltung für die Inhalte einer Website verwendet werden.

    Lesetipp: Wie dieser deutsche Kaffeeshop mit Abo-Commerce den Customer Lifetime Value verzehnfacht hat erfährst du hier.

    3. Beratung

    Werden deine Produkte häufig verwendet, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen? Falls ja, könntest du deine Zeit in Form von Schulungen oder Beratungsdienstleistungen zu Geld machen. Ob Innenarchitekten, Fitnesstrainer oder Business-Coaches – sie alle können eine E-Commerce-Site nutzen, um online oder persönlich Beratungen anzubieten. 

    Healthy Habits Living verkauft Nahrungsergänzungsmittel über seinen Onlineshop. Gleichzeitig bietet die Eigentümerin Carly Neubert auf ihrer Website personalisierte Ernährungsanalysen und entsprechende Coachings zum Kauf an.

    Empfohlene Apps: Sufio hilft bei der Verwaltung der Rechnungsstellung für dienstleistungsorientierte Unternehmen. Du kannst auch unser Tool zur Rechnungserstellung ausprobieren. 

    4. Digitale Produkte

    If I Made erstellt originelle, kreative Kursinhalte mit Branchenexperten und stellt sie den Kursteilnehmern online bereit.

    „Wedding Styling 101 war ursprünglich ein persönlich durchgeführter Workshop. Wir haben diese Inhalte dann etwas angepasst und online gestellt, um sie mobiler und zugänglicher zu machen. Unsere Kurse sind eine Kombination aus Arbeitsblättern, PDFs und Videos.“ Emily Newman, Gründerin von If I Made

    Digitale Produkte können auch Musikdateien, Schriftarten oder andere Designelemente umfassen. Laura Thomas von Pretty Presets verwendet Shopify, zum Beispiel um Lightroom-Presets an Fotografen zu verkaufen.

    Empfohlene Apps: Mit Apps wie Sky PilotSendOwl und Digital Downloads können Dateien nach einem Kauf sofort an die Kunden geliefert oder ein Link versendet werden, über den die Dateien heruntergeladen werden können. Probiere außerdem Apps wie Easy Video aus, um Videovorschauen oder kostenlose Inhalte zu Produktseiten hinzuzufügen. 

    5. Event-Unterstützung

    Mobile Locker Co. vermietet und liefert mobile Schließfächer für Marathons und Outdoor-Veranstaltungen und arbeitet dabei eng mit Event-Organisatoren zusammen. Mobile Locker Co. setzt auf E-Commerce-Funktionalitäten, um Läufer einzelne Schließfächer (nach Veranstaltung aufgeführt) über die Website buchen zu lassen.

    „Wir bieten den Läufern die Möglichkeit, ihren Spind online im Voraus zu buchen. Dadurch können sie sich ihn rechtzeitig sichern und bei bestimmten Veranstaltungen 20 Prozent Rabatt auf den Preis vor Ort erhalten“. – Molly O'Connor, Inhaberin von The Mobile Locker Co.

    Parthenon Foods vertreibt eine Auswahl an internationalen Gourmet-Lebensmitteln aus über 45 verschiedenen Ländern und bedient Kunden aus allen Teilen der Welt. Für diejenigen Kunden, die Lebensmittel für Veranstaltungen einkaufen, können besondere Geschmacksprofile, exotische Zutaten und die Einhaltung der Rezepte direkt mit Parthenon Foods über eine auf der Website installierte Chat-App besprochen werden.

    Empfohlene Apps: Buchungsdienste für bestimmte Veranstaltungen erfordern zusätzliche Informationen, die von Kunden erfasst werden müssen, sowie eine App für die Echtzeitbuchung. Versuche es mit Powr Form Builder oder einer Chat-App wie Tidio und BookThatApp

    6. Erlebnisse

    Erlebnisbasierte Geschäftskonzepte können von Reisen und Abenteuern bis hin zu Weinverkostungen und praktischen Workshops reichen. Aspen Expeditions Worldwide verkauft über seinen E-Commerce-Shop beispielsweise Kletterabenteuer sowie internationale geführte Reisen und Camping-Expeditionen. 

    Da die Produktseiten für jedes Abenteuer viel Text benötigen, um potenzielle Kunden zu informieren, aufzuklären und zu überzeugen, organisiert Aspen Expeditions die Informationen durch die Optimierung seiner Produktbeschreibungen mit Tabs.

    Empfohlene App: Reise- oder erlebnisbasierte Unternehmen müssen unter Umständen zusätzliche Kundeninformationen wie z. B. medizinische Anliegen und Notfallkontakte erfassen. Verwende Powr Form Builder, um leistungsstarke und anpassbare Formulare zu erstellen.

    7. Unterricht und Workshops

    Buti Yoga verbindet Yoga und Tanz zu kalorienverbrennenden Kursen, die persönlich aber auch online besucht werden können. Online-Kunden haben die Flexibilität, zu Hause mithilfe der vielen Workout-Videos zu trainieren, mehrtägige Retreats zu buchen oder an der jährlich stattfindenden Convention teilzunehmen. Die Teilnehmer können sich auch vollständig als Trainer ausbilden und zertifizieren lassen.

    Kunst-, Musik- und Sprachschulen bieten verschiedenste Kurse oder Mitgliedschaften online an. Dabei verwenden sie häufig Kundenkonten, um Mitgliederinformationen zu verwalten.

    Empfohlene Apps: Kunden können ihre eigenen Lerneinheiten und Kurspläne über die App  Appointment Booking buchen. Die App Recurring Memberships ist eine gute Option für Fitnessstudios und Wellness-Clubs.

    Lesetipp: Wie der digitale Fitnesscoach Freelatics als einer der bekanntesten Shopify-Stores Deutschlands durch seine Trainings-App, die Fitness mit Eigengewicht vermarktet, so erfolgreich werden konnte, haben wir in diesem Interview erfahren.

    8. Verleihartikel

    Verleihgeschäfte sind ein Service, bei dem Kunden physische Produkte für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung gestellt werden. In gewisser Weise zahlen die Kunden dafür, die mit dem Besitz des Produkts verbunden Kosten nicht tragen zu müssen. 

    Mannequin Madness verkauft über seinen Onlineshop Verkaufsrequisiten an andere Geschäfte, vermietet sie aber auch vorübergehend. 

    „Ich bin relativ zufällig zur Unternehmerin geworden. Ich sah eine Schaufensterpuppe auf Craigslist und wollte sie für ein Kunstprojekt kaufen. Als ich feststellte, dass der Herr, der die Schaufensterpuppe verkaufte, den einzigen Schaufensterpuppenverleih in der Stadt betrieb und gerade in einen anderen Bundesstaat umzog, kaufte ich kurzerhand seinen gesamten Bestand von 50 Schaufensterpuppen“, berichtet Inhaberin Judi Henderson-Townsend. Während der Katalog online verfügbar ist, verwendet Mannequin Madness ein Kontaktformular, um die Kundenbedürfnisse vor der Bearbeitung der Anfrage genauer bewerten zu können.

    Das Kleiderverleihgeschäft Fitzroy verfolgt einen anderen Ansatz: Hier werden die Kunden aufgefordert, einen Verleihzeitraum auszuwählen und den Checkout online abzuschließen. Dafür wird eine auf der Produktseite verfügbare Variante für die Datumsauswahl verwendet. Fitzroy verlässt sich auf eine einfache App und eine klare FAQ-Seite, um den Verleihvorgang für die Kunden so reibungslos und für die Mitarbeiter so einfach wie möglich zu gestalten.

    Empfohlene Apps: Teste Powr Form Builder für manuelle Verleihanfragen und BookThatApp, um einen Kalender in deine Produktseiten zu integrieren.

    9. Installationen (und Angebote)

    GoGreenSolar.com verkauft und installiert Solarenergielösungen für Hausbesitzer. Aufgrund des kundenspezifischen Charakters des Produkts und des zusätzlichen Arbeitsaufwands bei der Installation können Kunden über die auf der Website verfügbaren Kontaktformulare Angebote und fachliche Beratung anfordern.

    Empfohlene Apps: Quick Quote kann dir dabei helfen, Angebotsanfragen von potenziellen Kunden zu erfassen. Außerdem kannst du mit der App auch den Angebotsstatus verfolgen und mit Kunden chatten. Quick Quote funktioniert auch für alle Unternehmen, die größere kundenspezifische Projekte durchführen – zum Beispiel Grafikdesigner, Möbelhersteller oder Bauunternehmer.

    10. Spenden

    Viele Wohltätigkeitsorganisationen nutzen Shopify als den Merchandise-Zweig ihrer Organisation und verkaufen T-Shirts und andere Markenartikel, um mit den daraus erzielten Gewinnen ihre Mission zu unterstützen. Wohltätigkeitsorganisationen und Non-Profit-Organisationen nutzen E-Commerce-Websites auch, um einmalige und wiederkehrender Spenden zu generieren.

    Die Calgary Public Library Foundation nutzt Shopify, um genau das zu tun, indem sie Waren verkauft und online Spenden annimmt, um ihre Bibliotheken zu unterstützen. 

    Empfohlene Apps: ReCharge ist eine nützliche App, wenn du wiederkehrende Spenden annehmen möchtest. Mit Tax Receipts kannst du darüber hinaus automatisierte und anpassbare Spendenbelege an Kunden senden. Dann gibt es noch Share the Love – eine App, die Shops ohne gemeinnützigen Hintergrund dabei hilft, an der Kasse eine Spendenoption für wohltätige Zwecke anzubieten. So kannst du einen Beitrag für deine soziale Verantwortung leisten und eine Organisation deiner Wahl bei der Spendengenerierung unterstützen. Ein klassisches Win-Win!

    Lesetipp: Wie ein deutsches Social-Start-up mit Equity-Crowdfunding durchstartet, erfährst du hier.

    11. Veranstaltungstickets

    Der Shopify-Shop Undertow arbeitet mit ausgewählten Künstlern zusammen, um Tickets für Musikveranstaltungen in den gesamten USA online zu verkaufen. Sie verwenden eine papierlose Liefermethode und senden herunterladbare PDF-Tickets an Kunden.

    Empfohlene Apps: Teste Events Calendar (eine App, die mit Shopify und Google Kalendar synchronisiert wird), um Kunden und Fans über bevorstehende Veranstaltungen auf dem Laufenden zu halten. Apps zur digitalen Zustellung wie Sky Pilot oder SendOwl eignen sich hervorragend für den Ticketverkauf. Vielleicht findest du auch den kostenlosen QR-Code-Generator von Shopify hilfreich.

    12. Digitale Gutscheine

    Die einfachsten nicht-materiellen Artikel, die man auf einer Website anbieten kann, sind Gutscheine und Geschenkkarten. Über Shopify kannst du Gutscheine für deinen Shop aktivieren (sofern du dich auf dem Shopify-Plan oder höher befindest). Sofern sie online eingelöst werden, funktionieren diese Gutscheine sowohl für produkt- als auch dienstleistungsbasierte Unternehmen.

    Empfohlenes Tool: Individualisiere dein Gutscheindesign mit unserer kostenlosen Vorlage.

    Lesetipp: Wie die E-Learning-Plattform Babbel das Sprachangebot für Geschäftskunden durch Gutscheine in Onlineshops zugänglich macht, liest du hier.

    Das Interessante an Dienstleistungen und anderen immateriellen Produkten ist, dass sie durchaus das Herzstück deines Online-Business sind, aber einem Geschäft mit physischen Produkten auch als wertvolles Add-on dienen können. Beide Kategorien können im selben Shopify-Shop parallel verkauft werden, wie viele der oben genannten Beispiele zeigen.

    Um die für dich ideale Gelegenheit zu finden, solltest du genau darauf achten, warum die Kunden deine Produkte kaufen, und Wege finden, wie du schneller oder einfacher das gewünschte Ergebnis erzielen kannst. Ein ähnliches Prinzip gilt, wenn du ein physisches Produkt in dein primär dienstleistungsorientiertes Unternehmen einführen möchtest.

    Ein letzter Hinweis: Wenn du keine physischen Produkte über deinen Shopify-Shop versendest, musst du möglicherweise die Versandeinstellungen deaktivieren und E-Mail-Vorlagen konfigurieren, um sie auf dein Business abzustimmen. Komplexere Unternehmen können auch die Beauftragung eines Shopify-Experten zur Anpassung ihrer Shop-Funktionalitäten erwägen.

    Verkaufst du bereits Dienstleistungen oder andere nicht-physische Produkte auf Shopify? Erzähle uns gerne mehr über dein Business und deine Lieblings-Apps.


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    Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.