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Das optimale Design-Portfolio: Experten von Shopify geben Rat

Design-Portfolio Tipps

Der Karriereanfang als junger Designer kann sich als ziemlich anspruchsvolle Aufgabe gestalten. Möglicherweise hast du bis jetzt mit einem oder zwei Kunden zusammengearbeitet. Vielleicht versuchst du aber auch gerade, deinen ersten Auftrag an Land zu ziehen. Oder du suchst eine Anstellung in einer Agentur, hast aber Schwierigkeiten deine Wert klar zu kommunizieren?

In jedem Fall wird dir ein solides Designportfolio helfen, deine Fähigkeiten und dein Fachwissen zu vermitteln und das Vertrauen geben, dich potenziellen Kunden oder Arbeitgebern zu präsentieren.

Shopify ist Heimat einer Reihe erfahrener Designer, die alle irgendwann bei null angefangen haben. Heute geben sie Nachwuchsdesignern und Einsteigern Tipps, was ein großartiges Design-Portfolio ausmacht:

Design Portfolio: Designers 1

Design Portfolio: Designers 2Lesetipp: So konzipierst du ein überzeugendes Web-Design-Portfolio (auf Englisch).

Zeige die Arbeit, für die dein Herz schlägt

Design Portfolio: Aspire

Frage dich, was dir wirklich wichtig ist, und wähle Arbeiten aus, die deine Interessen widerspiegeln. Dein Portfolio sollte Projekte beinhalten, die deine Fähigkeiten am besten zur Geltung bringen und die Art der Arbeit demonstrieren, von der du gerne mehr auf dem Schreibtisch hättest. Falls dir die Erfahrung in dem von dir angestrebten Bereich fehlt, sind selbst initiierte Projekte eine gute Möglichkeit, zu zeigen, wofür dein Designer-Herz wirklich schlägt.

„Es ist verlockend, all deine gesammelten Werke aufzunehmen, um deine Vielfalt zu zeigen. Wenn du aber nicht zu 100 Prozent davon überzeugt bist, dass es sich um wirklich hervorragende Arbeit handelt, solltest du darauf verzichten. Du solltest deine Stimme finden und dann dein Portfolio nutzen, um sie nach außen zu tragen. Wenn du einem Kunden etwas zeigst, dass dir selbst nicht zu 100% gefällt, musst du womöglich noch mehr dieser Sorte Arbeit übernehmen,  falls der Kunde dich einstellt. Und das kann sich wiederum sehr schnell in einen Teufelskreis verwandeln.“

– Daniel Weinand, Chief Design Officer
„Du wirst nach dem schwächsten Projekt in deinem Portfolio beurteilt, nicht nach deinem besten. Sei also kritisch und selektiv, wenn es um die Auswahl deiner Arbeiten geht.“
– Verne Ho, Director of Design, Toronto

Verbessere fortlaufend dein Portfolio

Design Portfolio: Improve

Es mag offensichtlich erscheinen, aber du musst dein Portfolio stets auf dem neuesten Stand halten. Dein Portfolio ist ein lebendiges Objekt - es sollte mit dir wachsen. Halte es aktuell, füge neue Projekte hinzu und verbessere oder entferne veraltete Arbeiten regelmäßig.

„Idealerweise kreierst du regelmäßig neue Werke. Lass diese Arbeiten in dein Portfolio einfließen. Manchmal unterliegt deine kreative Arbeit einer kleinen Flaute. Manchmal kann diese Flaute aber auch sechs Monate oder länger dauern. Ohne einen stetigen Fluss kreativer Werke wird dein Portfolio leer bleiben oder mit der Zeit veralten.“

– James Bull, Senior Design Lead, Ottawa

 

„Ein weiser Freund sagte einmal zu mir, dass man nur so gut sei, wie seine letzte Arbeit. Dein Portfolio repräsentiert deine Fähigkeiten. Achte also darauf, dass du dein Portfolio immer auf dem neuesten Stand hältst.“

– Serena Ngai, Design Lead, Partnerships Team

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Erkläre deinen Prozess

Design Portfolio: Process

Über eine Sache sind sich alle unsere Experten einig: Für jedes Projekt solltest du den Kontext, den dahinter stehenden Prozess und eine Begründung für dein Design einbeziehen. Zeige, wie du arbeitest und wie du Probleme löst. Gib an, wofür du genau verantwortlich warst. Sei kritisch und erkläre, was du heute anders machen würdest.

„Fallstudien sind der beste Weg, um deine Arbeit zur Schau zu stellen. Beschreibe die Herausforderungen des Projekts und erzähle dann die Geschichte, wie du zur Lösung gekommen bist. Bonuspunkte gibt es für die Einbindung von Wireframes, Skizzen und laufenden Arbeiten.“
 — Kevin Finlayson, Design Lead, Online Store Team

 

„Zeigen deine Arbeit. Ich meine das im gleichen Sinne wie im Mathematikunterricht. Ich interessiere mich viel weniger dafür, wie das Endprodukt aussieht, als darüber, wie du dorthin gekommen bist. Jede Arbeit in deinem Portfolio sollte eine Fallstudie enthalten, die jeden Schritt auf dem Weg zum Erfolg beschreibt. Erwähne dabei auch ruhig Fehlversuche. Das Beste, was ich je in einem Portfolio gesehen habe, war eine Fallstudie mit einer ausführlichen Nachbetrachtung. Nach dem Abschluss des Projekts erstellte der Designer eine Aufschlüsselung, welche Teile des Projekts erfolgreich waren, welche Teile nicht, und wie dies als Feedback genutzt wurde, um das Projekt besser zu machen.“

– Kyle Peatt, Director of UX, Ottawa

Lesetipp: Wie du eine Fallstudie erstellst, die dir neue Kunden beschert, liest du hier.

"Wenn ich mir eine Arbeit ansehe, möchte ich den Kontext des Projekts verstehen, den Prozess, wer mit dir zusammengearbeitet hat, und wenn es eine Teamarbeit ist, für welchen Teil du speziell verantwortlich warst. Eine großartige Fallstudie ist dabei zehnmal effektiver als ein einfaches Mockup. Und vergiss nicht die Worte. Ein Portfolio ohne Worte ist wie ein Lebenslauf ohne Daten.“

– Cynthia Savard Saucier, Director of Design, Montreal

 

„Das Schreiben ist ein wichtiger Teil eines herausragenden Portfolios. Ein erfolgreicher Designer weiß, wie man über seinen Designprozess spricht. Welche Recherchen hast du durchgeführt und warum? Welche Leistungen hast du erbracht und warum?  Wie hast du Animationen und Übergänge erstellt? 

– James Bull, Senior Design Lead, Ottawa

Einfachheit ist Trumpf

Design Portfolio: Simple

Dein Portfolio sollte leicht zu navigieren sein. Übertreibe es daher nicht beim Design. Denke daran: Du versuchst, deine Arbeit zu zeigen, und nicht das ganze Dekor drumherum. Alles, was den Betrachter davon ablenkt, sich ein Bild von deinen Fähigkeiten oder vergangenen Projekten zu machen, sollte gestrichen werden.

„Stark starten und stark abschließen – das ist das Motto hier. Die besten Designer kümmern sich sehr um das gesamte Portfolio-Erlebnis, mit einem Flow, der den Betrachter von einem Highlight zum nächsten führt.“
– Daniel Weinand, Chief Design Officer

 

„Die Bewertung der Arbeit eines Designers sollte mühelos sein und die Präsentation des Portfolios sollte sich auf die Arbeit selbst konzentrieren.“

– Rachel Robertson, Design Lead, Store Management Team

 

„Es ist leicht, sich bei der Gestaltung seines Portfolios zu verlieren. Dabei ist es mir relativ egal, mit welchem Tool es präsentiert wird. Ein einfaches Behance-Portfolio funktioniert manchmal besser als ein maßgeschneidertes Portfolio mit Parallax-Effekt.“

– Cynthia Savard Saucier, Director of Design, Montreal

Lesetipp: Warum du eine Landingpage für dein Portfolio nutzen solltest, liest du hier.

Das solltest du unterlassen

Design Portfolio: Donts

Vermeide Rechtschreibfehler, defekte Links, Flash, Kreisdiagramme und schöne Kritzeleien ohne Sinn und Zweck.

„Ich mag keine Infografiken, die die Anzahl der Pixel, getrunkenen Kaffees, Tage, oder Haare darstellen, die während eines Projekts verloren gegangen sind. Wenn du sogenannte 'Fun Facts' einfügst, sollten diese besser wirklich interessant sein und nicht etwas, das mir lediglich zeigt, dass du bunte Kreisdiagramme entwerfen kannst.“

– Cynthia Savard Saucier, Director of Design, Montreal

 

„Nur ein paar Beiträge auf Dribble zu haben, bringt es einfach nicht. Wie soll man daran erkennen, wie sich die tatsächliche Zusammenarbeit mit dir darstellen wird? Wie passt ein Screenshot in das größere Ökosystem eines Produkts? Dribbble ist vollgepackt mit perfekt inszenierten Designbeispielen, was einfach nicht realistisch ist. In der realen Welt beschäftigen wir uns mit Grenzfällen, schmutzigen Daten, Zustandsebenen und mehr. Wie wird dein perfekt gestalteter, minimalistischer E-Mail-Client das alles bewältigen? Design für Ästhetik statt Funktionalität macht mich verrückt. Nur weil etwas hübsch aussieht, bedeutet das nicht, dass es gut funktionieren wird.“

– James Bull, Senior Design Lead, Ottawa

Ein letzter Rat ...

Zeige deine Arbeit der Welt, hole dir Feedback, verbessere deine Arbeit und wiederhole das Ganze.

Wie du auf dich und deine Arbeit aufmerksam machst, liest du in unserem ultimativen Guide zur Kundengewinnung nach. 

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Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Beitrag stammt aus dem Blog von shopify.com und wurde übersetzt. 

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