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Custom, Public, Private: Welcher Shopify-App-Typ ist der richtige?

Das App-Ökosystem ist einer der wichtigsten Vorteile von Shopify. Das Core-System liefert alle Grundlagen, die Händler brauchen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Die mittlerweile über 3.200 Apps im App Store liefern zusätzliche, oft länderspezifische Funktionen.

Aber auch jenseits des App Stores sind Apps das beste Mittel für Agenturen und Freelancer, die Shops ihrer Kunden optisch und funktional an deren Wünsche anzupassen. Bei Shopify gibt es insgesamt drei verschiedene Typen von Apps, und in diesem Beitrag erfährst du, welcher Typ in welcher Situation am besten passt. Denn, und das ist sehr wichtig: der App-Typ lässt sich im Nachhinein nicht mehr ändern, daher ist es sinnvoll, sich vorher Gedanken dazu gemacht zu haben.

Jetzt aber auf ins App-Abenteuer!

  1. Öffentliche App: Funktionen für die ganze Welt
  2. Benutzerdefinierte App: Besondere Kundenfunktionen umsetzen
  3. Private App: Eigenen Shop erweitern
Wie funktioniert eigentlich das Shopify Partnerprogramm? Hier findest du Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen!

Öffentliche App: Funktionen für die ganze Welt

Nehmen wir mal an, du hast eine brilliante App-Idee, von der viele Händler weltweit profitieren würden. Möglicherweise hast du einen Weg gefunden, Versandabwicklung viel einfacher zu machen? Oder du schreibst eine Integration für eine Software, die Shopify-Händlern viel Arbeitszeit erspart? Dann wäre es doch prima, wenn Händler rund um den Globus – immerhin mehr als eine Million – in den Genuss dieser App kämen, oder?

Das finden wir auch. Deswegen gibt es bei uns die sogenannten öffentlichen (public) Apps: Diese sind für den App-Store gemacht, d.h. sie durchlaufen den Review-Prozess unseres App-Teams und sind nach Freischaltung weltweit erreichbar. Du bestimmst selbst, wie das Geschäftsmodell dahinter aussehen soll und bestimmst selbst, ob sie kostenlos oder gegen eine monatliche Gebühr (über die Nutzung unserer sogenannten Billing APIs) nutzbar sind.

Hier die wichtigsten Eigenschaften von öffentlichen Apps:

  • Installation über das Partner-Dashboard
  • Nutzbar in einer unbegrenzten Zahl von Shops
  • (Optionales) Listing im App-Store
  • Durchläuft den Review-Prozess unseres App-Teams
  • OAuth 2.0-Authentifizierung
  • Einbettung der App über App Bridge

Wenn du Freelancer bist und mit einer App im Store regelmäßige Einnahmen erzielen will, ist dieser App-Typ genau der richtige. Aber auch als Agentur ist diese Variante interessant, wenn die umgesetzte Funktionalität über das konkrete Kundenprojekt hinaus vermarktet werden soll. Übrigens muss eine öffentliche App nicht im Store gelistet sein. Das bedeutet, du kannst deine App mit einem Link auch anderweitig vermarkten. Sie ist darüber hinaus der einzige App-Typ, der bei mehr als einem Shop eingesetzt werden kann.

Benutzerdefinierte App: Besondere Kundenfunktionen umsetzen

Die kleine, vielleicht etwas “lichtscheuere” Schwester der öffentlichen App ist die benutzerdefinierte (custom) App. Sie gibt es erst seit einigen Monaten bei Shopify. Sie ist funktional der öffentlichen Schwester sehr ähnlich, kann aber nur in einem einzigen Shop für einen Händler installiert werden, ebenfalls über das Partner-Dashboard.

  • Installation über Partner-Dashboard
  • Auf einen Shop beschränkt
  • Kein Listing im App-Store
  • Kein Review-Prozess
  • OAuth 2.0-Authentifizierung
  • Einbettung über App Bridge

Weil die benutzerdefinierte App nicht für eine Veröffentlichung im App-Store vorgesehen ist, entfällt auch der Review-Prozess. Sie ist vor allem für Agenturen interessant, die sehr spezielle Anforderungen für ein Kundenprojekt umsetzen, eine Veröffentlichung im App-Store also nicht in Frage kommt.

Private App: Eigenen Shop erweitern

Zum Schluss sei noch die private App erwähnt. Sie ist besonders, weil sie nicht aus dem Partner-Dashboard heraus erstellt wird, sondern aus dem Admin-Bereich eines Shops. Auch mit ihr lassen sich individuelle Funktionen umsetzen und etwa die APIs anbinden, allerdings funktioniert die Authentifizierung anders.

  • Installation über Shop-Admin
  • Auf einen Shop beschränkt
  • Kein Listing
  • Kein Review-Prozess
  • HTTP-Authentifizierung
  • Keine Einbettung der App

Insbesondere der letzte Punkt ist wichtig. Mit einer privaten App lassen sich lediglich “Standalone”-Apps bauen, also Anwendungen, die komplett getrennt vom Shopify-User-Interface sind. Das bedeutet: Während ihr bei den beiden vorherigen Typen die App-Bridge nutzen und damit eure UI-Elemente ins Shopify-Backend bringen konnten, muss der Anwender bei einer privaten App komplett auf eine anderen Benutzeroberfläche springen.

Vor diesem Hintergrund sind private Apps also vor allem dann interessant, wenn Entwickler ihren eigenen Shop modifizieren wollen, ohne dazu einen externen Partner (mit seinem Partner-Dashboard) zu benötigen.

Soviel zur Theorie: Im folgenden Video zeige ich euch konkret, wir ihr die einzelnen App-Typen anlegt und welche Einstellungen ihr dabei vornehmen solltet.


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Which method is right for you?Über den Autor: Roman Zenner ist Technical Partner Manager bei Shopify. Er ist seit über zwanzig Jahren in den unterschiedlichsten Rollen im E-Commerce aktiv: Autor, Podcaster, Dozent und Projektleiter sind nur einige davon. Roman betreibt zudem den ShopTechBlog.

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