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Wie du dein Affiliate Marketing wachsen lässt: Entwickle eine Audience-First Paid Media Strategie

Eine publikumsbezogene Herangehensweise für das Affiliate-Marketing-Business ist ungemein wichtig. Du musst die Bedürfnisse deiner Zielgruppe identifizieren und diese Informationen nutzen, um die passendsten Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Eine Segmentierungsstrategie kann dabei helfen und maßgeblich die Affiliate-Conversions erhöhen. Eine individuelle Kommunikation und die gezielte Ansprache deines Publikums ist das A und O eines erfolgreichen Affiliates. 

Erfolg zeichnet sich allerdings nicht nur durch hohe Conversion Rates und Abverkäufe aus, denn Voraussetzung sind dabei die Loyalität und das Vertrauen deines Publikums zu dir. In diesem Beitrag lernst du deshalb, wie du mit einer Paid-Media-Strategie treue, interaktive Follower gewinnst und dabei gleichzeitig das Vertrauen zu deinem Publikum und deinen beworbenen Marken aufbaust.

Lerne zusätzlich: Wie du dein Affiliate Marketing Business wachsen lässt: Die richtigen Affiliate Angebote wählen (Englisch).

Paid Media and Affiliate Marketing

Affiliates haben meist einen Online-Marketing-Hintergrund, weshalb Affiliate-Marketing selbst oft mit Paid Media in Verbindung gebracht wird. Während digitales Marketing und Paid Media wichtige Medien sind, die jeder Affiliate in seinem Toolkit haben sollte, legen viele Affiliates zuviel Wert auf transaktionale Elemente. Dazu gehören Performance-Metriken und die Kommissionen durch Werbung. Die Folge daraus ist, dass sie das große Ganze aus den Augen verlieren.

Der Zweck von Paid Media ist es, eine Botschaft zu verstärken. Jedoch wollen die meisten Marken nicht, das Affiliates ihre Produkte mit Werbung promoten. Stattdessen können Affiliates Werbung nutzen, um den Traffic auf ihre eigenen Kanäle wie Webseiten oder Social Media zu lenken. Dadurch können Probleme vermieden werden, die entstehen, sobald eine Marke und ein Affiliate gleichzeitig bezahlte Werbeanzeigen für dasselbe Produkt schalten – wie beispielsweise auf das gleiche Keyword zu bieten.

Deswegen sollen sich Affiliates darauf konzentrieren, ihre eigene Zielgruppe zu erweitern, anstatt mit Werbung ein Fremdprodukt zu empfehlen. Mit dieser Herangehensweise können Affiliates ein interaktives Publikum aufbauen, das nicht nur bei einem bestimmten Produkt konvertiert, sondern gleich bei mehreren. Aus der Perspektive eines Unternehmens ist diese Art der Partnerschaft wertvoller, als eine Partnerschaft, die sich nur auf die Anzahl der Referrals fokussiert.

Lerne zusätzlich: Wie du dein Affiliate Marketing wachsen lässt: Nutze Kundenprofile, um deine Conversion Rates zu optimieren.

Schreibe die richtigen Werbebotschaften

Wenn du darüber nachdenkst, wie du deine Werbung gestaltest, ist es leicht sich an Conversion Rates, Call-to-Actions und den Verkaufstext zu fixieren. Jedoch sollte das Ziel von jeder Werbebotschaft, ob bezahlt oder unbezahlt, sein, deinen Konsumenten einen Mehrwert zu liefern.  

Affiliates erlangen einen schlechten Ruf, wenn sie sich nur auf die Verkäufe mit ihrer Werbung fokussieren. Der wahre Erfolg der Werbung ist nicht die quantitative Performance, sondern wie dein Publikum die Werbung und die promotete Marke wahrnimmt und was es mit der neu gewonnenen Information anfängt.

Als ein Affiliate ist Performance-Marketing für dich selbstverständlich. Jedoch entwickelt sich die Branche immer weiter und es werden stets höhere Standards an Affiliates gesetzt. Während man früher den Nutzen vom Affiliate-Marketing darin gesehen hat, Traffic zu generieren und viele neue Kunden anzuwerben, wollen Brands heutzutage qualitativ hochwertige Verweise und beziehen auch mit ein, ob ein Kunde wiederkehrt und wiederholt bei der Marke einkauft.

Wenn Affiliates für ein Fremdprodukt werben, ist es wichtig zu verstehen, wie die Marke dem Publikum am besten präsentiert wird. Wenn du diesen Schritt nicht beachtest, könnte es dazu führen, dass du den Markenwert negativ beeinflusst und damit deiner Partnerschaft mit dem Werbetreibenden schadest. Inzwischen wird auch mehr auf die Rücklaufquote der Produkte geachtet. Deshalb solltest du ebenfalls vermeiden, als Affiliate bekannt zu werden, der zwar die Verkäufe in die Höhe treibt, aber die Kunden das Produkt wieder zurücksenden oder sich einen anderen Dienstleister suchen.

Diese neue Definition des Erfolgs ist eine sehr positive Veränderung für Affiliate Marketer. Sie erlaubt Affiliates sich mehr auf die Qualität, als auf die Quantität zu fokussieren und ein Publikum aufzubauen, das interaktiver ist und damit eher konvertiert. Für das Unternehmen stellt das schließlich eine bessere Kundenakquise dar. Langfristig wird dadurch ein zukunftsfähigeres Geschäft entstehen, das bessere Erwerbsfähigkeiten bietet als ein Business, das sich nur auf Zahlen fokussiert.

Im Folgenden findest du sechs Tipps, die dir dabei helfen ein Publikum aufzubauen, während du erfolgreich den Wert des Werbetreibenden steigerst, dessen Produkte du promotest.

media strategy: planning

1. Stärke deine persönliche Markenidentität

Erinnere dich daran, dass du als Affiliate eine Erweiterung des Marketing- und Sales Teams des Werbetreibenden sind. Dein finanzieller Erfolg hängt direkt damit zusammen, wie gut dein Publikum zu dem Angebot, das du mit ihnen teilst, konvertiert. Das heißt, dass du in der Position sein solltest, das Produkt der Zielgruppe besser zu verkaufen, als die Marke selbst. Dein Publikum sollte eine starke Verbindung zu dir haben, sonst würde der Werbetreibende dich nicht brauchen.

Aus der Perspektive der Brand bietest du ihnen mit einer Partnerschaft die Chance, eine Gruppe an Käufern zu erreichen, die sie sonst nicht ansprechen würden. Das Vertrauen deines Zielpublikums ist also das, was dich in eine einzigartige Position bringt, diese Gruppe zu bespielen.

Finde heraus, was dein Alleinstellungsmerkmal ist. Bit du ein Experte auf dem Fachgebiet, ein Business-Coach, eine inspirierende Persönlichkeit oder ein außenstehender Produkttester? Nutze deine Position zu deinem Publikum, um deine einzigartige Identität zu etablieren. Stell dich deinem Publikum als Ansprechpartner für dein Business vor. Dadurch kannst du Vertrauen zu deiner Zielgruppe aufbauen und Werbetreibende werden dich als jemanden wahrnehmen, der eine starke Verbindung zu seinen Followern hat.

2. Entwickle eine Paid-Media-Strategie, die sich auf dein Zielpublikum fokussiert

Eine “Audience-first” Paid-Media-Strategie mit konkretem Fokus auf dein Zielpublikum, baut darauf, dass es effektiver ist einzelne Gruppen innerhalb deiner Zielgruppe anzusprechen. Diese Strategie unterscheidet sich klar von der sogenannten "Spray and Pray"-Taktik von traditionellen Medien, bei der nur Vorteile, Fakten und Funktionen zu einem Produkt wiedergegeben werden, in der Hoffnung das eine Funktion zum Kauf führt.

Paid Media kostet Geld, deshalb ist es im Interesse des Wachstums deines Publikums und auch deines Budgets, sich auf die Follower zu fokussieren, die dir höchst wahrscheinlich langfristig folgen werden. Du kannst dabei auf die Audience Insights und die Kundenprofile zurückgreifen, die du vielleicht schon entwickelt hast. So weißt du genau, wen du mit deiner bezahlten Werbung ansprechen solltest.

Lerne zusätzlich: 25 Affiliate Ressourcen, die du unbedingt brauchst. (Englisch)

3. Fokussiere dich auf eine genaue Zielgruppenansprache

Dein Hauptziel mit jeglicher Art von Werbung ist es, Content zu erstellen, der deine Buyer-Personas anspricht. Nutze dabei die Anpassungsmöglichkeiten von beispielsweise Facebook und Google aus, um auch wirklich die Hauptsegmente deines Zielpublikums anzusprechen. Mit der Option zugeschnittene Werbung zu erstellen, ist es leichter die Kontrolle über deine Werbeausgaben zu behalten und dein Budget effektiv zu nutzen. Sieh dir hierfür diesen Facebooks Guide an, um mehr über die verschiedenen Anpassungsmöglichkeiten zu lernen, die dir beim Zielgruppenmarketing bei Facebook helfen.

Mit Google Ads kannst du die genaue Zielgruppenansprache mit Placements und Keywords kontrollieren, womit du deine Zielgruppe mit Such-, Video- und Text-Werbungen erreichen kannst. Google Ads bietet dir die Flexibilität die Werbeanzeigen an Kriterien wie zum Beispiel Geolokalisierung, Tageszeit, Alter, Geschlecht und Gerät anzupassen.

Ein weiteres Feature, das dir erlaubt AdWords noch effektiver zu nutzen, sind sogenannte Custom Affinity Audiences. Mit Affinity Audiences kannst du eine Zielgruppe nach bestimmten Branchenkriterien erstellen. Beispielsweise kannst du so potenzielle Kunden erreichen, die bereits bei einer Marke gekauft haben, die der von dir promoteten sehr ähnlich ist.

4. Probiere verschiedene Werbeformate und Kanäle aus

Behalte im Kopf, dass der beste Kanal auf dem du die Werbung promotest, davon abhängt, wo dein Zielpublikum am aktivsten ist. Du solltest dabei auch beachten, wo sich deine Zielkunden gerade in ihrer Buyer Journey befinden. Die richtige Botschaft für deine Personas zum richtigen Zeitpunkt zu erstellen, führt dich zu nachhaltigen Erfolgen.

Teste verschieden Werbeformate, die organischen Content nachahmen wie beispielsweise gesponserte Posts, empfohlene Inhalte oder Kontextwerbung im Facebook Messenger. Jede Form der Werbung bietet dir die Möglichkeit relevante und personalisierte Erfahrungen mit deiner Zielgruppe zu teilen.

Lesetipp: Wie du deinen Content monetarisierst und dabei beliebte Fehler vermeidest, liest du hier.

5. Native Advertising

Native Advertising ist eine Form der Paid Media, die ähnlich wie organischer Content funktioniert. Während traditionelle Marketing-Methoden laut, störend und auffällig sein können, gestaltet sich Native Advertising organisch. Dabei bietet Native Advertising nicht nur eine bessere Nutzererfahrung im Vergleich zu traditioneller Werbung, sondern erhöht dabei laut Sharethrough die Kaufabsicht um 18 Prozent.

Ob in Form eines Werbebanners oder eines Textlinks, native Werbung fühlt sich wie ein natürlicher Teil des Contents an. Du kannst Native Advertising für allerlei Arten von Marketing-Kanälen nutzen, ob Social Media, YouTube oder E-Mail-Marketing. Sieh dir diese Beispiele für erfolgreich umgesetztes Native Advertisement an.

media strategy: social

6. Konzentriere dich auf die Langlebigkeit mit Gated Content

Gated Content ist ein fantastischer Weg, um treue, interaktive Follower zu gewinnen. Wenn du Paid Media nutzt, kannst du deinen Gated Content verstärken. Richte ihn dazu auf Paid Audiences aus, die dieselben Interessen wie die Hauptsegmente innerhalb deiner Zielgruppe haben.  

Nutze deinen Call-To-Action (CTA), um kostenlosen Content anzubieten, indem du den Nutzern erlaubst mit dir auf einer vertrauten Basis zu kommunizieren. Lade sie zu deiner E-Mail-Liste ein oder um dir auf Social Media zu folgen, wodurch sie exklusiven Zugang zu deinem Content erhalten. Guides, E-Books, Video-Trainings, Templates und Mini-Kurse sind alles großartige und wertvolle Möglichkeiten, um damit dein Publikum aufzubauen. Dadurch etablierst du auch eine Langzeitbeziehung zu ihnen, was sich auf lange Sicht bezahlt machen wird.

Auch wenn es eine Weile dauern kann, bis sich Gated Content bezahlt macht, wird dein Investment dich langfristig darin unterstützen, ein Publikum aufzubauen, dem du verschiedene Produkte immer wieder vorstellen kannst. Die Verwendung von Paid Media, um die Follower-Zahl zu erhöhen, ist eine nachhaltigere Lösung, als jedes Mal auf bezahlte Werbeanzeigen zu vertrauen, wenn du ein Produkt vermarkten möchtest.

Auch wenn es zunächst gegen die eigene Intuition geht, Serienunternehmer Gary Vaynerchuk ist ein Befürworter des Content-Marketings und empfiehlt die besten Arbeiten kostenlos anzubieten. Er unterstützt die Philosophie, dass es sich langfristig bezahlt macht, wertvolle Arbeit kostenlos zur Verfügung zu stellen.

“Um eine Beziehung aufzubauen, die einem die Unterstützung bietet später nach einem Gefallen zu fragen,” sagte Gary, “solltest du immer die Person sein, die am Anfang etwas Wertvolles dazu beisteuert.”

Überlege, wie du eine einflussreiche Quelle an Informationen für dein Publikum werden kannst, indem du deine eigene kostenlose Content-Strategie entwickelst, welche du mit Paid Media verstärken kannst.

Lesetipp: Die 4 wichtigsten Tipps für einen erfolgreichen Affiliate-Blogpost findest du hier.

Publikum vs. Produkt

Anstatt deine Werbeanzeigen um die Produkte, die du promotest, herumzubauen, richte deinen Fokus eher auf den Aufbau eines Publikums. Denn deine Follower bleiben deine wertvollste Anlage. Danach solltest du Content erstellen, den dein Zielpublikum als interessant und nützlich empfindet, um die Produkte und Dienstleistungen, die sie als wertvoll einstufen, zu monetarisieren. Während dein Return on Ad Spend (ROAS) sich nicht sofort bezahlt machen wird, wirst du von treuen Followern profitieren. Das wird sich langfristig lohnen, denn treue Follower haben eine höhere Wahrscheinlichkeit bei vorgestellten Angeboten zu konvertieren, da sie in ihrem Interessensbereich liegen.

Marken werden weiterhin darauf setzen Partnerschaften mit Affiliates aufzubauen, die eine enge Beziehung zu ihrem Zielpublikum haben. Genau aus diesem Grund solltest du dich als ein Einflussnehmer positionieren. Nutze deine Paid-Media-Fähigkeiten, um dein Publikum aufzubauen und dieses mit deinen Affiliate-Marketing-Strategien zu halten. Denke daran, dass du die lukrativsten Markenpartnerschaften dann erzielst, wenn du genau weißt, was du anbietest. Auch wenn die Unternehmen diejenigen sind, die dir Monetarisierung bieten, bist du die Person, die der Marke dabei helfen wird, neue Kunden zu gewinnen. Beide Partner sind voneinander abhängig und der Erfolg wird darüber definiert, wie gut deine Beziehung zu deinem Publikum ist.

Wie hat dein Business von einem Audience-First Ansatz profitiert? Erzähl uns mehr dazu in den Kommentaren!

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Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Beitrag stammt ursprünglich vom shopify.com-Blog und wurde übersetzt.

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