Der Shopify Blog

Der ultimative Guide zur Gewinnung von Webdesign-Kunden

Kundenakquise Webdesign

"Wo finde ich Webdesign-Kunden?"

"Wie kann ich meinen Vertrieb optimieren?"

"Wie kann ich mehr qualifizierte Leads bekommen?"

Diese Fragen hat sich jeder Freelancer oder jede Agentur irgendwann gestellt. Eines ist relativ klar: So sehr Sie auch für Ihre Arbeit brennen, eine finanzielle Stabilität ist mehr als eine angenehme Sache. Sie untermauert Ihre großartige Arbeit und rechtfertigt Ihre Entscheidung, Ihr eigener Chef (oder ein Chef für viele andere) zu sein.

Aber um finanzielle Stabilität zu erreichen, brauchen Sie Kunden.

Im Folgenden beschreiben wir sechs verschiedene Strategien, mit denen Sie effektiv Webdesign-Kunden gewinnen können.

1. Webdesign-Kunden finden: Angebote

Es gibt zwei Arten von Menschen auf dieser Welt: diejenigen, die gerne Angebote schreiben und diejenigen, die es nicht tun.

Egal, wo Sie sich in diesem Spektrum einordnen, Angebote sind eine entscheidende Komponente bei der Suche nach neuen Webdesign-Kunden und können ein effektives Verkaufs-Tool sein. Dies gilt besonders dann, wenn Sie ein gutes Gespräch mit einem potenziellen Kunden führen und danach das Geschäft unter Dach und Fach bringen möchten.

Sie können noch kalten Leads mithilfe von Angeboten außerdem neue Ideen  präsentieren. Unternehmen arbeiten heutzutage oft mit Online-Ausschreibungen. Dadurch kann Ihr Unternehmen auf umfangreichere Projekte bieten, größere Verträge abschließen und mehr Sichtbarkeit erzielen.

Sie müssen nur wissen, wo Sie solche Ausschreibungen finden können.

Wir werden hier nicht auf die einzelnen Details eines Angebots eingehen. Falls Sie mehr dazu wissen möchten, lohnt sich ein Blick auf den Artikel von Kyle Rackis, The Ecommerce Proposal Guide for Shopify Experts (auf Englisch). Denken Sie aber daran:

Das Schreiben guter Angebote ist ebenso wichtig wie das Finden guter Ausschreibungen.

Nachfolgend finden Sie zwei der beliebtesten Websites, über die Sie Ausschreibungen finden und darauf reagieren können:

1. Infodienst-Ausschreibungen

Kunden durch AusschreibungenLassen Sie uns mit dieser Plattform beginnen, die Sie kostenlos und unverbindlich testen können.

Der Infodienst-Ausschreibungen bietet Benutzern die Möglichkeit, Ausschreibungen aus einer Vielzahl von Branchen 30 Tage kostenlos zu durchsuchen. Außerdem verfügt die Plattform über einen recht umfangreichen Bereich für Webentwicklung.

Sie können in der Testversion auch Suchanfragen speichern und E-Mail-Benachrichtigungen einrichten. Das macht den Infodienst zu einer guten Option für Unternehmen, die die Angebotsabgabe für Ausschreibungen testen möchten.

2. service.bund.de

 Service.Bund AusschreibungenWenn Sie speziell nach Aufträgen vom öffentlichen Sektor sowie der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung suchen, ist service.bund.de eine mögliche Anlaufstelle. Die Einstellung und Veröffentlichung von Ausschreibungen auf www.service.bund.de ist dabei kostenfrei. Auch die Nutzung für Sie als Webdesigner oder Agentur erfolgt unentgeltlich - jedoch sind die Ausschreibungen im Bereich Webdesign und Webentwicklung relativ begrenzt.

2. Webdesign Kunden finden: Job-Börsen

Auch wenn die Reaktion auf Ausschreibungen zu hervorragenden Aufträgen und neuen Projektmöglichkeiten führen kann, ist das Ganze ziemlich zeitintensiv. Dabei ist für die meisten Unternehmen Zeit von entscheidender Bedeutung. Dies gilt umso mehr, wenn Sie gleichzeitig nach mehreren neuen Kunden suchen, um Ihren monatlichen Umsatz zu steigern.

Möglicherweise bietet sich stattdessen ein "Marktplatz" eines Drittanbieters an.

Diese Plattformen listen potenzielle Kundenprojekte auf und ermöglichen es Freelancern, auf sie zu bieten. Alternativ können Webdesigner und Webentwickler ihren Stundensatz veröffentlichen und von Kunden für bestimmte Projekttypen kontaktiert werden.

Wenn Sie wirklich schnell vorankommen möchten, können Sie ein zweigleisigen Ansatz fahren: Kundenprojekte ausloten und sich gleichzeitig potenziellen Kunden von Ihrer besten Seite zeigen.

Klingt nach einem Ansatz, den Sie ausprobieren möchten? Dann werfen Sie einen Blick auf die folgenden Plattformen. Sie werden bestimmt eine (oder mehrere) finden, die Ihnen zusagt.

Kostenlos für Sie:

Sind Sie freiberuflicher Webdesigner? Dieses umfangreiche Ebook erklärt Ihnen, wie Sie Ihr Business voranbringen.

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Upwork

Finding web design clients: Upwork

Upwork, früher auch als Odesk bekannt, ist eine der beliebtesten Marktplatzplattformen. Im Gegensatz zu ähnlichen Websites erlaubt Upwork Webdesignern und Entwicklern nur das Bieten auf Kundenprojekte und nicht das Posten ihrer eigenen Dienstleistungen. Das ist aber völlig in Ordnung, da es eine Fülle von Projekten auf Upwork gibt, insbesondere im Bereich Webdesign und Entwicklung.

Und wenn Sie sich einen guten Ruf erarbeitet haben (oder als Premium-Talent eingestuft werden), wird Sie Upwork sogar ganz gezielt für bestimmte Kundenprojekte auswählen und kontaktieren.

Diese Art des Zugangs zu hochwertigen Leads hat jedoch ihren Preis. Die Preisstufen für Freelancer gestalten sich wie folgt:

  • 20 Prozent für die ersten 500 USD, die einem Kunden in Rechnung gestellt werden.
  • 10 Prozent für den Umsatz mit einem Kunden zwischen 500,01 USD und 10.000 USD.
  • 5 Prozent für den Umsatz mit einem Kunden, der 10.000 USD überschreitet.

Falls Sie diese Zahlen abschrecken, sollten Sie daran denken, dass Upwork ein sehr effektiver Kanal für die Gewinnung neuer und sogar wiederkehrender Kunden sein kann.

Freelancer

Finding web design clients: Freelancer

Ähnlich wie Upwork ist Freelancer eine Job- und Projektbörse, die es Webdesignern und Entwicklern ermöglicht, relevante Ausschreibungen zu durchsuchen und Angebote für attraktive Projekte abzugeben.

Freelancer arbeitet jedoch etwas anders als herkömmliche Marktplätze, da potenzielle Kunden zwischen zwei verschiedenen Job-Typen wählen können: Projekte und Wettbewerbe.

Projekte ermöglichen es Webdesignern und Entwicklern, konkurrenzfähige Angebote für einen bestimmten Job abzugeben. Bei Wettbewerben können Sie dagegen Arbeiten mit einem bestimmten Zahlungsbetrag einreichen. Der potenzielle Kunde akzeptiert (und bezahlt) nur die Arbeit, die ihm gefällt.

Ein Pluspunkt: unabhängig vom Jobtyp ist Freelancer kostenlos. Sie können sich ganz einfach mit Ihrem Facebook-Konto anmelden oder ein Konto mit Ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse erstellen.

Ähnlich wie bei Upwork wird für jedes Projekt eine Provision erhoben – 10 Prozent oder 5,00 USD, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

fiverr

Webdesig n Kundenakquise fiverrAuf fiverr können Webdesigner und Entwickler Jobs (sogenannte Gigs) veröffentlichen, die sie gern übernehmen würden. Dazu können Sie angeben, welchen Betrag sie als Festpreis dafür veranschlagen. Alternativ können Projekte auch als Packages (Premium, Standard, Basic) gepostet werden. So können Freelancer im Voraus genau bestimmen, wie viel Geld sie durch ein Projekt verdienen werden.

Diese Jobbörse unterscheidet sich von anderen, da hier Freelancer nicht einfach auf Kundenprojekte bieten. Vielmehr wird es Freelancern ermöglicht, Kunden auf der Grundlage ihrer Expertise zu gewinnen. 

Wie Freelancer ist auch fiverr für Freelancer prinzipiell kostenlos, was die Profilerstellung und das Posten von Jobs umfasst. Allerdings behält das Portal 20% Gebühren pro Projekt ein.

Guru

Finding web design clients: Guru

Finden Sie neue Kunden und entwickeln Sie Ihre Webdesign- und Entwicklungskompetenzen mit Guru – einer Plattform, die über 1 Million aktive Jobausschreibungen für Web-, Software- und IT-Services enthält.

Diese Website ermöglicht es potenziellen Kunden, in Gurus Datenbank für Freelancer und Agenturen zu suchen und diese nach Fachgebieten zu sortieren. Alternativ können potenzielle Kunden Jobs veröffentlichen und Freelancer und Agenturen auf ihr Projekt bieten lassen.

Guru bietet verschiedene Mitgliedschaftsstufen: Basic, Basic+, Professional, Business und Executive. Mit höheren Stufen werden niedrigere Projektgebühren sowie erweiterte Ausschreibungsmöglichkeiten und Premium-Funktionen geboten.

Im Rahmen der kostenlosen Basis-Mitgliedschaft fällt eine Gebühr von 8,95 Prozent für Projekte an.

Shopify Expert Marketplace

Finding web design clients: Shopify expert marketplace

Wäre es nicht ideal, wenn Sie Ihre Arbeit direkt vor die Augen von Shopify-Händlern bringen könnten? Der Shopify Expert Marketplace macht es Ihnen leicht, die Aufmerksamkeit von Händlern auf Ihr Unternehmen zu ziehen und es so auf die nächste Stufe zu bringen.

Sobald Sie ein Shopify-Experte geworden sind, werden Sie und Ihr Unternehmen im Shopify Expert Marketplace gelistet. Dort können Sie Ihren Eintrag anpassen, Kundenbewertungen präsentieren und Arbeitsproben veröffentlichen. Dies ist der zentrale Ort, an den wir Händler verweisen, die nach Hilfe von externen Dienstleistern suchen. Mit über 600.000 Händlern auf der Plattform sollte auch Ihr Name auf diesem Marktplatz nicht fehlen.

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Die Möglichkeit, Experte zu werden, mehr zu verdienen und Ihr Unternehmen auszubauen, steht nur den Mitgliedern unseres Partner-Ökosystems offen. Wenn Sie noch nicht Teil des kostenlosen Partnerprogramms von Shopify sind, können Sie sich jetzt anmelden.

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3. Webdesign-Kunden finden: Kaltakquise

Wir haben über Angebote und Online-Jobbörsen gesprochen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, potenzielle Kunden noch direkter anzusprechen.

Nein, wir sprechen nicht über die Telefonakquise (obwohl Sie auch das versuchen können).

E-Mails und die persönliche Pitch-Abgabe sind bewährte Ansätze für Unternehmen, die es sich nicht leisten können, einen Großteil ihrer Zeit mit Telefonaten zu verbringen. Genau wie bei der Telefonakquise kann eine erfolgreiche Strategie hier durchaus als Kunst bezeichnet werden.

Lassen Sie uns also einen genaueren Blick darauf werfen, wie Sie E-Mails und persönliche Pitches nutzen können, um erfolgreich neue Webdesign-Kunden zu gewinnen:

E-Mails

Eines muss von vornherein gesagt werden: eine typische Kaltakquise wie sie im Buche steht, ist in Form von E-Mail-Marketing oder Telefonanrufen laut § 7 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) nicht zulässig. Ohne die vorherige Einwilligung des Empfängers dürfen Sie keine Werbemails  versenden - das gilt sowohl für B2B als auch B2C. 

Deswegen sollte Ihr erster Schritt immer darin bestehen, die Einwilligung Ihres Gegenübers einzuholen. Dann kann die Möglichkeit, potenzielle Kunden per E-Mail zu kontaktieren, ein Segen sein. Sie haben einen direkten Zugang zu Ihrem idealen Kundenkreis.

Wenn Sie noch nie Akquise per E-Mail betrieben haben oder Ihre aktuelle Vorlage aufpolieren möchten, finden Sie hier ein Beispiel, aus dem Sie aufbauen können:

Betreff: Gespräch über Ihre Website? (Ich würde gern weiterhelfen)

Hallo (Name des Interessenten).

Ich hoffe, Sie haben nichts gegen meine heutige Kontaktaufnahme. Mein Name ist (Ihr Name) und ich bin (Funktion) bei (Ihr Unternehmen). Im Laufe des letzten Jahres haben wir Unternehmen wie (Firmenname), (Firmenname) und (Firmenname) geholfen, ihre Schwachstellen in Sachen Webdesign zu beheben, indem wir (Ihre Lösung).

Ich dachte, wir könnten (Unternehmen des Interessenten) helfen, dasselbe zu erreichen!

Auf den ersten Blick gibt es viele Dinge, die Ihre Website gut macht:

  • (Kompliment 1)
  • (Kompliment 2)
  • (Kompliment 3)

Es gibt aber auch Dinge, die besser sein könnten:

  • (Vorschlag 1)
  • (Vorschlag 2)
  • (Vorschlag 3)

Und genau hier kommt (Ihr Unternehmen) ins Spiel. Wenn Sie daran interessiert sind , Ihre Website neu aufzubauen oder gezielt zu optimieren, lassen Sie es mich gerne wissen. Ich würde mich sehr freuen, Sie dabei zu unterstützen. Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, habe ich eine Fallstudie für (Firmenname), ein Unternehmen in ähnlicher Position, beigefügt. Damit sollten die Vorteile einer solchen Art von Projekt schnell ersichtlich werden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und bitte kontaktieren Sie uns, sollten Sie Fragen haben.

Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

Beste Grüße,

(Ihr Name)

Persönlich

Stellen wir uns vor, Sie haben gerade jemanden auf LinkedIn gefunden. Das was Sie dort sehen, spiegelt so ziemlich die lebendige Inkarnation Ihres perfekten Kunden wieder. Sie haben dazu die Möglichkeit, sich persönlich zu treffen. Also brauchen Sie einen Pitch, der für einen echten Wow-Effekt sorgt – ansonsten wird Ihr Traumkunde Ihnen wahrscheinlich keine Aufmerksamkeit schenken. 

In einem solchen Szenario bietet sich ein sogenannter "Elevator Pitch" an. Sie kennen das Konzept noch nicht? Ein Elevator Pitch sollte innerhalb von 30 Sekunden erklären, wer Sie sind, was Sie tun und warum Ihr Ansprechpartner Ihnen zuhören sollte. Es basiert auf der Theorie, dass man während einer Aufzugfahrt mit jemandem nur 30 Sekunden Zeit hat, um seinen Standpunkt zu vermitteln.

Laut MindTools gibt es vier Komponenten eines hervorragenden Elevator Pitch:

  1. Vorstellung Ihrer Person und Ihrer Ziele
  2. Erklärung, was Sie tun
  3. Herausstellung, was Sie einzigartig macht (denken Sie an Ihren USP)
  4. Einbindung des Ansprechpartners mit einer Frage

Werden diese vier Punkte berücksichtigt, könnte ein Elevator Pitch ungefähr so aussehen:

Hallo, mein Name ist Tanja Schmitt. Mein Unternehmen ist auf Webdesign und -entwicklung spezialisiert und kreiert kundenspezifische E-Commerce-Websites und Content-Management-Systeme. Sie als Geschäftsinhaber müssen dadurch  weniger Zeit mit dem Verfolgen von Bestellungen und Beständen in ihrem Onlineshop verbringen. Sie können sich stattdessen mehr auf die Entwicklung großartiger Produkte konzentrieren!

Im Gegensatz zu anderen Unternehmen nehmen wir uns die Zeit, die Zielgruppe unserer Kunden zu befragen und unsere Endprodukte vor dem Release zu testen. Aus diesem Grund verzeichnen unsere Kunden im Jahresvergleich 20 Prozent mehr Umsatz als ihre Wettbewerber.

Wie verwalten Sie Ihren Onlineshop?

Lesetipp: Der kontraintuitive Ansatz zur Gewinnung Ihres ersten Kunden (Beitrag auf Englisch)

Nach der ersten Kontaktaufnahme

Sie haben also Ihre E-Mail geschrieben oder Ihren Elevator Pitch einstudiert, und Sie haben sich an Ihren potenziellen Kunden gewandt. Aber was jetzt?

Eines von zwei Dingen wird passieren.

Sie haben Ihrem potenziellen Kunden eine E-Mail geschickt:

  1. Sie werden von ihm hören.
  2. Sie werden nichts von ihm hören.

oder …

Sie haben persönlich bei Ihrem potenziellen Kunden vorgesprochen:

  1. Sie erhalten eine positive Antwort mit einer Aufforderung, sich nochmals bzgl. Ihrer Services zu melden.
  2. Sie führen ein höfliches Gespräch, ohne jedoch echtes Interesse zu wecken.

    Falls Sie eine Rückmeldung oder eine positive Reaktion erhalten, ist das großartig. Das ist der Lead, den Sie brauchen, um mehr Kunden und Projekte zu gewinnen. Jetzt können Sie den nächsten Schritt gehen und herausfinden, ob der potenzielle Neukunde gut zu Ihnen passt, oder zumindest sein Potenzial als Lead qualifizieren.

    Aber was machen Sie, wenn Sie nichts weiter hören oder die kalte Schulter gezeigt bekommen? Wie können Sie beharrlich sein und die Vorteile Ihrer Dienste in Erinnerung rufen, ohne Ihre Ansprechpartner zu belästigen?

    Es geht immer um Timing, Personalisierung und Geduld.

    Timing

    Sie haben also Ihre erste E-Mail verschickt oder Ihren potenziellen Kunden soeben persönlich getroffen. Unabhängig davon, wie Sie Ihren potenziellen Kunden ursprünglich angesprochen haben, sollten Sie für Ihren Nachfass standardmäßig eine E-Mail senden. Dies verschafft Ihnen eine Dokumentation, die Sie für die Aufrechterhaltung des Kontakts mit dieser Person verwenden können.

    Wie lange sollte also bis zum ersten Nachfass gewartet werden (natürlich nur, sofern Sie nicht bereits eine Rückmeldung erhalten haben)?

    Laut TheMuse ist die allgemeine Faustregel, Ihren potenziellen Kunden eine Woche Zeit zur Reaktion zu geben. Wenn Sie nach diesem Zeitraum noch immer nichts gehört haben, sollten Sie alle paar Wochen erneut Kontakt aufnehmen – sofern Sie wissen, dass der Interessent Ihre E-Mails nicht geöffnet hat.

    Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wie so etwas überhaupt möglich ist. Wie kann man nachvollziehen, ob ein Interessent die an ihn versendeten E-Mails öffnet?

    Nun, wenn Sie Akquise per E-Mail betreiben, sollten Sie die Integration von HubSpot Sales in Betracht ziehen. Dieses Tool für das E-Mail-Tracking sendet Ihnen Desktop-Benachrichtigungen, sobald ein potenzieller Kunde Ihre E-Mail geöffnet hat.

    Wenn Ihr potenzieller Kunde jedoch Ihre E-Mails öffnet und sie ignoriert, sollten Sie vielleicht einen anderen Ansatz für die Nachverfolgung wählen. Gehen Sie direkt zum Punkt "Geduld" über.

    Personalisierung

    Stellen Sie in Ihren nachfolgenden E-Mails sicher, dass Sie Ihre Inhalte weiterhin personalisieren. Sprechen Sie bekannte Probleme an, bieten Sie maßgeschneiderte Lösungen und Ressourcen an. Außerdem sollten Sie immer ein Meeting vorschlagen, um weiter zu erläutern, wie Ihr Unternehmen dem Kunden helfen kann.

    Wenn Sie zudem wissen, dass Ihr Ansprechpartner eine digitale Präsenz hat, sollten Sie ein wenig recherchieren. Fügen Sie einen Vorschlag hinzu, der sich auf eines seiner Hobbys oder Interessen bezieht, oder verbinden Sie sich auf einer persönlicheren Ebene. 

    Eine Verbindung auf einer persönlicheren Ebene kann die Wahrscheinlichkeit, eine Antwort zu erhalten, erhöhen. Es zeigt, dass Sie aufmerksam sind und sich für mehr als nur Geld interessieren.

    Geduld

    Vielleicht haben Sie immer noch nichts von Ihrem potenziellen Kunden gehört. Vielleicht wissen Sie auch, dass er Ihre Kontaktaufnahme bis jetzt ignoriert hat. In diesem Fall sollten Sie sich eine Erinnerung in Ihren Kalender setzen, um in sechs Monaten und dann erneut nach einem Jahr wieder Kontakt aufzunehmen. Vielleicht ist das Timing für Ihren Ansprechpartner einfach nicht richtig. Außerdem können Sie Ihre Pitching-Ressourcen in einem solchen Fall besser auf wärmere Leads verwenden.

    Nutzen Sie diese Zeit, um mehr Informationen zu Ihren Leads zu recherchieren und über Veränderungen in ihrem Geschäft auf dem Laufenden zu bleiben. Sie wissen nie, wann sich eine Gelegenheit ergeben könnte, Ihre Webdesign- und Entwicklungsdienstleistungen erneut anzubieten.

    4. Finden Sie Webdesign-Kunden auf Veranstaltungen

    Möchten Sie Ihren persönlichen Pitch üben? Wir haben den perfekten Ort dafür.

    Wenn Sie auf der Suche nach neuen Kunden sind, kann die Teilnahme an Veranstaltungen Ihrem Unternehmen die Sichtbarkeit geben, die es für ein kontinuierliches Wachstum braucht. Außerdem können Konferenzen viel Spaß machen. 

    Ob die Veranstaltung kostenlos oder bezahlt ist, in der Nähe oder weiter entfernt – Veranstaltungen sind eine Investition in sich selbst und Ihr Unternehmen. Hier sind drei Möglichkeiten, wie Sie diese Gelegenheiten optimal nutzen können:

    1. Teilnahme an Webentwicklungskonferenzen

    Branchenspezifische Konferenzen können Ihnen helfen, neue geschäftliche Netzwerke, potenzielle Partnerschaften und Co-Marketing-Möglichkeiten zu identifizieren.

    Es geht hier schlicht und einfach darum, Kontakte zu knüpfen.

    Wahrscheinlich haben Sie bereits an einer Konferenz (oder einer lokalen Branchenveranstaltung) teilgenommen, haben viele interessante Leute getroffen und gedacht: "Wow, ich sollte sie alle auf Xing oder LinkedIn hinzufügen"!

    Folgen Sie diesem Instinkt. Man weiß nie, wer zu einem neuen Kunden führen könnte. Wenn Sie Freelancer sind, könnte Ihre neue Verbindung kleinere Projekte weitergeben oder auf Ihre Expertise für komplexere Kundenprojekte verweisen. 

    Wenn Sie es mit dem Netzwerken wirklich ernst meinen, sollten Sie eine Tabelle erstellen, die Sie nach jeder Veranstaltung aktualisieren. Schreiben Sie auf, wen Sie getroffen haben, worauf die Person spezialisiert sind und warum Sie mit ihnen in Kontakt bleiben sollten.

    Sollten Sie dann nach neuen Webdesign-Kunden suchen, können Sie Ihr externes Netzwerk für die Lead-Generierung anzapfen.

    Lesetipp: 4 Möglichkeiten: So stellen Sie Ihr Fachwissen unter Beweis.

    2. Teilnahme an kundenorientierten Konferenzen

    Neben branchenspezifischen Veranstaltungen können Sie auch an kundenorientierten Konferenzen teilnehmen. Hierbei sollte es sich um Veranstaltungen handeln, von denen Sie wissen, dass Ihr idealer Kundenkreis vor Ort sein wird. Wenn Sie sich auf E-Commerce spezialisiert haben, können dies Veranstaltungen wie die Shopify Meetups, die K5-Konferenz oder die Retail Conference in Berlin sein.

    Kundenorientierte Konferenzen bieten die perfekte Gelegenheit, um potenziellen Webdesign-Kunden direkt Kooperationsmöglichkeiten vorzustellen.

    Es ist dieser persönliche Kontakt, durch den Sie Herausforderungen identifizieren, Lösungen anbieten, Trends in der Branche diskutieren und wichtige Informationen für das Wachstum Ihres Unternehmens sammeln können.

    Ähnlich wie bei branchenspezifischen Konferenzen sollten Sie eine Tabelle erstellen, die nach jedem Ereignis aktualisiert wird. Notieren Sie sich den Namen des Kontakts, den Firmennamen, seine Rolle in der Organisation, eine Herausforderung, der er gerade gegenübersteht, seine Geschäftsziele für das Jahr und eine E-Mail-Adresse für die nachfolgende Kontaktaufnahme.

    Diese Daten können Sie dann als leistungsstarkes Tool bei der Suche nach neuen Webdesign-Kunden einsetzen.

    3. Werden Sie Vortragsredner

    Die Anzahl der Konferenzen, auf denen Sie vortragen, wird sich direkt auf die Reputation in Ihrer Branche auswirken. Es ist ganz einfach: Öffentliche Vorträge fördern die Markenbekanntheit Ihres Unternehmens. Wenn es also an der Zeit ist, jemanden für ein Webdesign- oder Entwicklungsprojekt einzustellen, werden Sie die erste Wahl sein.

    Für die meisten klingt diese Taktik einfacher, als sie tatsächlich ist.

    Öffentliches Vortragen ist eine der am häufigsten vorkommenden Ängste überhaupt. Laut Psychology Today rangiert es sogar noch vor der Angst vor dem Tod. So berichten z. B. laut Statistic Brain 73 Prozent der Amerikaner, dass sie unter Sprachangst leiden. Wenn Sie sich auch zu dieser Gruppe zählen, kann sich der Schritt in die Konferenzschiene entmutigend anfühlen.

    Und selbst wenn Sie keine Angst vor öffentlichen Vorträgen haben, birgt dieser Schritt noch weitere Herausforderungen. Sofern Sie nämlich noch nie auf einer Konferenz vorgetragen haben, müssen Sie erst einmal herausfinden, wie Sie Ihre Karriere als Vortragsredner anstoßen können.

    Denken Sie zunächst einmal an Folgendes: Sie sind großartig und Ihr Unternehmen verdient Sichtbarkeit. Das Vortragen auf Konferenzen ist eine großartige Möglichkeit, Ihr Business zu promoten, neue Leute kennenzulernen und Werbemöglichkeiten vor und während der Veranstaltung zu nutzen. Lassen Sie sich diese Chance also nicht entgehen.

    Sie wissen nicht, wo Sie anfange sollen? Cat Hunter, eine IRL-Marketerin bei Shopify, bietet in ihrem Artikel Kickstart Your Speaking Career: How To (Metaphorically) Drop The Mic (auf Englisch) hilfreiche Tipps für den Beginn Ihrer Karriere als Vortragsredner. Zudem stellt sie einige tolle Vorlagen zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Vortragsideen an Veranstaltungskoordinatoren senden können.

    Wenn Sie nach mehr Ressourcen suchen, sollten Sie einen Blick auf die Blog-Serie von Webdesignerin und Entwicklerin Catt Small werfen. Darin erörtert sie, wie Sie in einem Jahr zu einem Vortragsredner werden können (Englisch). Hier finden sich großartige Einführungstipps und eine leicht zu folgende Anleitung, um zu einem erfahrenen Referenten zu werden.

    Finding web design clients: Catt suite
    Eine Vorschau der Blog-Serie von Catt Small

    5. Webdesign-Kunden finden: Empfehlungen

    Lassen Sie uns nun den Schritt vom externen Netzwerken zu einem eher intern orientierten Ansatz gehen. Es geht um den Zurückgriff auf Ihren bestehenden Kundenkreis.

    Haben Sie einen Empfehlungsprozess für Ihr Webdesign- und Entwicklungsbusiness eingerichtet? Falls nicht, ist es an der Zeit, dies in Betracht zu ziehen. Mundpropaganda ist eines der mächtigsten Marketinginstrumente, die Ihrem Unternehmen zur Verfügung stehen. Von daher sollten Sie jede Gelegenheit nutzen, um die Leute dazu zu bringen, über Ihre Arbeit zu sprechen.

    Warum? Weil Ihre Arbeit hervorragend ist und die Welt es wissen sollte!

    Außerdem neigen Menschen dazu, sich mit Gleichgesinnten zu umgeben. Wer könnte Ihnen also besser beim Gewinnen neuer Kunden helfen, als jemand, den Sie bereits als attraktiven (und kompatiblen) Kunden aufgebaut haben?

    Wir Sie Ihre Kunden dazu animieren, Sie weiterzuempfehlen, lesen Sie in diesem Beitrag.

    Wenn es also darum geht, neue Webdesign-Kunden zu gewinnen, sollte eine Empfehlungsstrategie fester Bestandteil Ihres Repertoires sein. Sie sollten Ihre bestehenden Verbindungen so nutzen, dass Sie dem Wachstum Ihres Business zugutekommen.

    Das Endprodukt kann von Unternehmen zu Unternehmen variieren, aber ein nachhaltiges und skalierbares Empfehlungssystem berücksichtigt die folgenden Überlegungen.

    Timing

    Wann werden Sie Ihren Kunden um eine Empfehlung bitten? Gibt es so etwas wie den "perfekten Zeitraum"? Nun, es hängt alles davon ab, was für Ihr Unternehmen am sinnvollsten ist. Es gibt drei unterschiedliche Ansätze, wenn es darum geht, einen geeigneten Zeitpunkt zum Fragen nach einer Empfehlung zu finden:

    1. In der Mitte des Projekts: Nehmen wir an, Sie haben Ihrem Kunden den funktionierenden Prototyp seiner neuen E-Commerce-Website zur Verfügung gestellt – und er ist ziemlich begeistert. Sie haben Ihren Projektplan strikt eingehalten und Ihren Kunden konsequent über den Fortschritt auf dem Laufenden gehalten. Ihre bisherige Zusammenarbeit gestaltet sich also hervorragend. Warum also nicht die Begeisterung Ihres Kunden nutzen, indem Sie ihn darum bitten, Sie anderen potenziellen Kunden zu empfehlen?
    2. Zum Ende des Projekts: Es gab einige Probleme, aber Sie haben es endlich geschafft. Der Kunde ist von Ihrer Arbeit beeindruckt und hat Sie bereits mit Blick auf die eine oder andere Fähigkeit gelobt. Sie sind der Meinung, dass der Kunde rundum zufrieden ist und Sie seine Probleme im Bereich Webdesign erfolgreich gelöst haben? Dann könnten Sie ihn darum bitten, Ihr Unternehmen an sein professionelles Netzwerk zu verweisen.
    3. Beim Start eines neuen Projekts Sie haben bereits ein Projekt mit Ihrem aktuellen Kunden abgeschlossen und konnten sich daraufhin direkt einen Folgeauftrag sichern. Bei der Arbeit am ersten Projekt haben Sie viel gelernt. Sie konnten Ihren Workflow so anpassen, dass er wirklich auf Ihren Kunden zugeschnitten ist. Sie verstehen, wie der Kunde tickt und was ihn antreibt. Auch Ihr Kunde hat mittlerweile ein besseres Verständnis für die Zusammenarbeit mit Ihnen. Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, ihn um eine Empfehlung zu bitten. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass Sie bereits eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung aufgebaut haben.

    Sie müssen nicht immer an der gleichen Stelle in einem Projekt fragen. Alles hängt von Ihrer Beziehung zu Ihrem Kunden ab. Identifizieren Sie den richtigen Zeitpunkt basierend darauf, wann Ihr Kunde am ehesten zufrieden ist.

    Aktuelle Arbeitsbelastung

    Wie viele neue Kunden kann Ihr Unternehmen noch betreuen? Behalten Sie laufende Projekte und die Liste für anstehende Projekte im Auge. So können Sie besser abzuschätzen, wie viele Empfehlungen Sie benötigen, um Ihren aktuellen monatlichen Umsatz zu halten (oder zu steigern). Anhand dieser Informationen können Sie sicherstellen, dass Sie mit der durch Ihr Empfehlungsprogramm erzeugten Nachfrage auch Schritt halten können.

    Anreize

    Arbeiten Sie mit Anreizen für bestehende Kunden, die Ihnen neue Aufträge vermitteln? Dies ist eine wichtige Frage. Denn obwohl Sie damit möglicherweise mehr Empfehlungen erhalten, könnte die Qualität Ihrer Empfehlungen leiden (d. h. Ihr Kunde könnte mit Blick auf den Bonus sehr großzügig empfehlen, anstatt sorgfältig zu überlegen, wer gut zu Ihrer Arbeit passen könnte).

    Referral Rock, ein Anbieter einer Software für Empfehlungsmarketing, geht die Vor- und Nachteile eines incentivierten Empfehlungsprogramms (auf Englisch) durch. Nehmen Sie sich die Zeit für die Lektüre und entscheiden Sie dann, welche Art von Programm am besten für Ihr Business funktioniert.

    Empfehlungsvorlage

    Um Ihren Kunden das Abgeben qualitativ hochwertiger Empfehlungen zu erleichtern, können Sie ihnen eine einfache E-Mail-Vorlage zur Verfügung stellen. Diese können sie dann ihrerseits im Kontakt zu anderen Unternehmen einsetzen. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass sie auch  die Informationen weitergeben, die Ihrer Meinung nach Ihre Dienste (und deren Qualität) am besten positionieren.

    Hier ist eine bestehende Vorlage, an der Sie sich orientieren können:

    Hallo ______.

    Ich habe kürzlich (Ihr Name), einen (Ihr Titel), für (Zusammenfassung des Ziels des Projekts) eingestellt. (Ihr Name) schlug (Zusammenfassung des Projekts) vor. Ich bin mit der Lösung und Qualität der geleisteten Arbeit sehr zufrieden besonders im Bereich (Bereich, in dem Sie positives Feedback erhalten haben).

    Als (Ihr Name) fragte, ob ich jemanden kenne, der ebenfalls nach Unterstützung im Bereich Webdesign und Entwicklung sucht, der (Beschreibung Ihres idealen Kunden), dachte ich direkt an Sie.

    Wenn Sie an einem Kostenvoranschlag oder weiteren Informationen interessiert sind, können Sie sich direkt an (Ihr Name, Ihre Kontaktdaten) wenden. Ich kann eine Zusammenarbeit mit (Ihr Name) definitiv nur empfehlen.

    Testimonials

    Denken Sie daran: Wenn Sie nicht fragen, werden Sie nie wissen, ob Ihr Kunde bereit ist, Ihnen eine Empfehlung zu geben. Zögern Sie also nicht, Ihre besten Kunden darauf anzusprechen. Im schlimmsten Fall wird Ihr Kunde antworten: "Sorry, ich kenne im Moment niemanden auf dem Markt, der Bedarf an Webdesign-Dienstleistungen hat."

    In diesem Fall können Sie Ihren Kunden um ein Testimonial bitten. Hierbei handelt es sich um eine Form des Social Proof, das Sie für alle Ihre Vertriebsmaterialien und Ihre eigene Präsenz (z B. Ihre Website oder Ihr Portfolio) verwenden können. Kai Davis von kaidavis.com bietet einige umsetzbare Ratschläge, um sich mithilfe von sechs einfachen Fragen starke Kundentestimonials zu sichern (auf Englisch).

    In Verbindung bleiben

    Unabhängig davon, ob Sie eine Empfehlung oder ein Testimonial wünschen, ist es unglaublich wichtig, gute Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Dazu gehört es, Ihren Kunden rechtzeitig zu antworten, auf ihre Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen und alles zu geben, um ihre Zufriedenheit zu gewährleisten.

    Am Ende des Tages weiß man nie, woher neue Webdesign-Kunden kommen könnten.

    Im Vergleich zu anderen Strategien ist dies hier ein sehr einfacher Ansatz für die Neukundengewinnung: Bleiben Sie stets mit Ihren Kunden in Verbindung. Denn wer weiß: Ihr Ansprechpartner könnte sein Unternehmen verlassen, um sich weiterzuentwickeln und den nächsten Karriereschritt zu gehen. Wenn Sie ihm eine unkomplizierte und angenehme Arbeitserfahrung geboten haben, wird er Ihr Unternehmen wahrscheinlich bei seinem neuen Arbeitgeber empfehlen.

    6. Webdesign-Kunden finden: Inbound Marketing

    Sie haben also alle oben genannten Outbound-Bemühungen ausprobiert: Angebote, Jobbörsen, Kaltakquise, Veranstaltungen und die Anfrage an bestehende Kunden, sie weiterzuempfehlen.

    Wäre es aber nicht viel einfacher, wenn diese potenziellen Kunden direkt (und passiv) zu Ihnen kämen?

    Deshalb ist Inbound-Marketing wichtig für Ihr Unternehmen. Sie nutzen wahrscheinlich bereits Inbound-Marketing-Taktiken und haben eine solide Grundlage, auf der Sie aufbauen können (wie z. B. ein Blog). Von daher sollten Sie jetzt Ihre Bemühungen zur Gewinnung von wünschenswerten Webdesign-Kunden maximieren.

    Start (oder Fortführen) eines Blogs

    Lassen Sie uns nichts überstürzen.

    Wenn Sie noch keinen Blog für Ihr Unternehmen gestartet haben, sollten Sie einige Zeit damit verbringen, Ihre Nische zu identifizieren und darüber zu schreiben. Das wird nicht nur dazu beitragen, Ihre Position als Vordenker in Ihrer Branche zu festigen (natürlich unterstützt durch Ihre Fähigkeiten als exzellenter Vortragsredner). Es wird Ihnen darüber hinaus auch eine Plattform bieten, um mit dem Aufbau Ihrer Inbound-Marketingaktivitäten zu beginnen.

    Lesetipp: Wie sie einen erfolgreichen Blog aufsetzen und mit Content befüllen, lesen Sie hier.

    Noch immer nicht überzeugt, dass es sich lohnt, Zeit, Mühe und Ressourcen zu investieren? Hier sind einige gute Gründe, warum Sie einen Blog auf der Website Ihres Unternehmens führen sollten:

    Suchmaschinenoptimierung

    Sicher haben Sie den Begriff "SEO" bereits gehört. Wahrscheinlich haben Sie sogar den gesamten Rest Ihrer Website dafür optimiert.

    Sie möchten, dass Google Ihr Unternehmen als die erste Wahl für potenzielle Webdesign-Kunden erkennt, die nach ähnlichen Dienstleistungen suchen.

    Sie wollen die Nummer 1 sein oder zumindest in den ersten paar organischen Ergebnissen einer Suche geführt werden.

    Ein Blog wird Ihnen helfen, diese Reputation weiter auszubauen und Ihrem Unternehmen die Möglichkeit geben, für vielfältigere aber eng verwandte Keywords zu ranken – und das, ohne auf halbseidende SEO-Tricks wie Keyword-Stuffing zurückzugreifen (tun Sie das bitte nicht).

    Und während wir gerade beim Thema sind, haben wir hier einen besonderen Tipp für den Blogging-Erfolg: 

    Sie sollten regelmäßige Keyword-Recherchen durchführen, um zu bestimmen, wie Sie Ihr Publikum erweitern und neue Webdesign-Kunden auf Ihre Website ziehen können.

    Einige der beliebtesten Websites sind in diesem Zusammenhang Moz und SEMRush. Beide Dienste sind mit einer Abogebühr verbunden. Die Investition lohnt sich jedoch, um den Rechercheprozess zu vereinfachen. Wenn Sie nach einer kostenlosen Alternative suchen, können Sie es mit dem Keyword Planner von Google probieren.

    Definition Ihrer Nische

    Mit einem Blog auf der Website Ihres Unternehmens können Sie auch eine Nische definieren. Damit meinen wir den Kompetenzbereich, der Sie von Ihren Mitbewerbern unterscheidet.

    Diese Differenzierung ist beispielsweise die Branche, auf die Sie sich spezialisieren. So setzt Ihr Unternehmen z. B. den Fokus auf Webdesign und Webentwicklung für die Modebranche. Diese Spezialisierung könnte mittlerweile so ausgeprägt sein, dass Sie ein Experte für die Wünsche und Bedürfnisse dieses besonderen Segments und der damit verbundenen Zielgruppen sind.

    Vielleicht sind Sie aber auch das einzige auf Shopify fokussierte Unternehmen in Ihrer Region. Wenn ein potenzieller Webdesign-Kunde dann nach einer E-Commerce-Lösung sucht, sind Sie der erste Ansprechpartner für alle Belange in Sachen Theme- und Anwendungsentwicklung.

    Die Auswahl einer Nische hilft Ihnen aber nicht nur, erfolgreicher in Ihren SEO-Bemühungen zu sein. Es wird auch dazu beitragen, die Art der von Ihnen angesprochenen Kunden und die Inhalte, die Sie in Ihrem Blog veröffentlichen möchten, einzugrenzen. Dies wird es einfacher machen, für Ihr Publikum relevante Themen zu finden und zukünftige Webdesign-Kunden vorzuqualifizieren.

    Aufbau eines Publikums

    Sobald Sie eine Nische haben, können Sie mit dem Aufbau eines Publikums beginnen, für das Ihre Nische relevant ist.
    Zurück zu unserem Mode-Beispiel: Wenn Sie Inhalte produzieren, die die Herausforderungen und Chancen des Webdesigns für die Modebranche ansprechen, werden Sie eher ein Publikum von potenziellen Modekunden aufbauen. Viele davon werden Ihrem Blog folgen, um weitere Tipps und Ratschläge zu erhalten.

    Herunterladbare Inhalte

    Eine Frage bleibt jedoch: Wie werden Sie dieses neu gefundene Publikum letztendlich in echte Kunden wandeln?

    Während der Arbeit stoßen Sie vielleicht auf häufige Probleme, die sich von Kunde zu Kunde, von Projekt zu Projekt wiederholen. Vielleicht werden Ihnen auch einige Fragen häufiger als andere gestellt. Oder Sie stellen fest, dass Sie sehr ähnliche Lösungen für viele verschiedene Kunden anbieten.

    Notieren Sie sich all diese wertvollen Informationen. Bewahren Sie sie sicher auf.

    Es wird sich als nützlich erweisen, versprochen.

    Diese Informationen helfen Ihrem Unternehmen, wertvolle Inhalte zu erstellen: Ratgeber, Vorlagen und andere Ressourcen, die aktuelle und potenzielle Kunden im Austausch für einige grundlegende Informationen (und ihre E-Mail-Adresse) herunterladen können. Inhalte können kurz und knapp oder sehr ausführlich sein. Sie sollten einzig und allein einen Mehrwert für Ihre potenziellen Kunden bieten und auf die Lösung eines Problems abzielen.

    Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel dafür, wie Shopify-Plus-Partner WeMakeWebsites herunterladbare Inhalte einsetzt, um die Registrierung für den Blog des Unternehmens zu fördern:

    Finding web design clients: We make websites

    Die Shopify Experten von Pop Commerce nutzen ebenfalls ein Download-Angebot, um ihre Website-Audits bei potenziellen Kunden zu bewerben:

    Finding web design clients: Pop commerce
    Finding web design clients: Free website rescue audit
    Sobald sich ein potenzieller Kunde für die Checkliste von Pop Commerce entschieden hat, wird er auf diese Seite weitergeleitet.

    Stellen Sie es sich so vor: Ihr Blog und öffentlich zugängliche Inhalte werden Besucher anziehen. Dann verwenden Sie herunterladbare Inhalte, um deren Kontaktdaten zu erfassen, sie zu konvertieren und sie zu einem neuen Webdesign-Kunden für Ihr Unternehmen zu machen.

    E-Mail-Newsletter

    Wenn Sie Inhalte produzieren, sei es in Form von Ressourcen oder Blog-Posts, sollte Ihr Unternehmen einen E-Mail-Newsletter erstellen. Ihre aktuellen und potenziellen Kunden können sich hierfür anmelden und sich damit passiv über Ihr Fachgebiet informieren.

    Newsletter lassen sich zudem ziemlich einfach automatisieren.

    Mit Ihrem RSS-Feed und einem Tool für die E-Mail-Automatisierung können Sie Blog-Artikel zu einem täglichen, wöchentlichen oder monatlichen E-Mail-Newsletter zusammenstellen. Dies spart Ihrem Unternehmen Zeit und Ressourcen und versorgt Ihre Kunden und potenziellen Kunden mit wertvollen Inhalten.

    Es ist eine Win-Win-Situation.

    Und während Sie diese Liste erstellen, können Sie werbende Inhalte und weitere Informationen über Ihre Dienstleistungen hinzufügen.

    Shopify-Plus-Partner Kurt Elster, Gründer der E-Commerce-Beratung Ethercycle, teilt seine bevorzugten E-Mail-Newsletter in seinem Artikel "Der kontraintuitive Ansatz zur Gewinnung Ihres ersten Kunden" (auf Englisch). Außerdem gibt er umsetzbare Ratschläge für die Erstellung eines eigenen E-Mail-Newsletters.

    Finding web design clients: Ethercycle
    Die Newsletter-Landingpage von Ethercycle

    Lesetipp: Wie Sie die AIDA-Methode für Ihre Newsletter-Funnel einsetzen, lesen Sie hier.

    Social Media

    Glückwunsch! Sie haben jetzt all diese tollen Inhalte, mit denen Sie Besucher Ihres Blogs zu echten Kunden machen können. Aber haben Sie auch darüber nachgedacht, wie sich zunächst einmal Leser für Ihren Blog gewinnen lassen?

    Abgesehen von SEO sollten Sie die Verwendung von Social Media zur Erweiterung der Reichweite Ihres Blogs in Betracht ziehen.

    Social Media ist nicht nur ein weiterer Weg, um Ihr Publikum weiter aufzubauen. Es ist auch ein Kanal, mit dem Sie Ihre Community (von Kunden oder Gleichgesinnten) pflegen, an branchenbezogenen Diskussionen teilnehmen und Ihre Marke außerhalb Ihrer eigenen Präsenz (wie Ihrer Portfolio-Seite) entwickeln können.

    Sie können kostenlose Automatisierungstools wie HooteSuite, Buffer und Tweetdeck verwenden, um Ihre Social-Media-Posts vorauszuplanen. So bleiben Sie bei Ihren Followern präsent und liefern ihnen konsequent neue Inhalte.

    Portfolio und Fallbeispiele

    Content-Marketing ist großartig, keine Frage. Eines Ihrer wertvollsten Marketing-Assets ist jedoch Ihr Portfolio.

    Es zeigt das ansprechende Webdesign und die Entwicklungsarbeit, die Sie tagtäglich leisten. Außerdem können potenzielle Webdesign-Kunden auf Basis Ihres Portfolios entscheiden, ob Ihr Unternehmen tatsächlich für eine Kooperation in Frage kommt.

    Es ist auch ein Bereich, über den Sie wertvolle Informationen von potenziellen Kunden abfragen können.

    Wir könnten den ganzen Tag über dieses wichtige Thema sprechen. Für den Einstieg empfehlen wir Ihnen aber diesen Artikel in unserem Blog: So konzipieren Sie ein überzeugendes Web-Design-Portfolio (auf Englisch). Simon Heaton von Shopify geht hier ausführlich darauf ein, was ein gutes Webdesign-Portfolio ausmacht und wie Sie es Ihren potenziellen Kunden zugänglich machen können. Verwenden Sie diese Tipps, um Ihre aktuelle Portfolio-Seite aufzupeppen und für Ihre Inbound-Marketingaktivitäten zu optimieren.

    Finding web design clients: Kamui
    Schauen Sie sich dieses großartige Portfolio – Kamui – von Admir Hadzic an.

    Kennen Sie diesen Spruch: Hinter jedem guten Portfolio steckt eine gute Fallstudie.

    Okay, wir haben das Sprichwort vielleicht etwas abgewandelt, aber es steckt in jedem Fall etwas Wahrheit dahinter.

    Neben Ihrem Portfolio sollte Ihre Website auch praxisrelevante, datengestützte Fallstudien präsentieren. Dies ist eine greifbare Grundlage für potenzielle Kunden, anhand derer sie entscheiden können, ob Ihr Unternehmen für eine Zusammenarbeit in Frage kommt. Und wenn die Landingpage dafür dann noch gut geschrieben (und für Suchmaschinen optimiert) ist, kann sie zu einer wahren Goldgrube für neue Kunden werden.

    Lesetipp: Wie Sie eine Fallstudie schreiben, die Ihnen neue Kunden beschert, lesen Sie hier.

    Finding web design clients: University of Oregon
    Sie suchen ein Beispiel, das Ihnen beim Einstieg hilft? Werfen Sie einen Blick auf die Fallstudie von Super Top Secret für die University of Oregon.

    Fazit

    Wie Sie letztendlich neue Webdesign-Kunden für Ihr Unternehmen finden, hängt von vielen Dingen ab – vor allem aber von Zeit und Ressourcen.

    Wir hoffen, dass Ihnen dieser Leitfaden neue Ideen und Ansätze aufzeigen konnte, um Ihr Business im Bereich Webdesign und Entwicklung weiter auszubauen.

    Was ist Ihr bevorzugter Ansatz zur Gewinnung neuer Webdesign-Kunden? Lassen Sie es uns in den Kommentaren unten wissen.

    Sie möchten sich neue Zielgruppen erschließen und hunderte potenzielle Kunden erreichen? Treten Sie dem Shopify-Partnerprogramm bei und arbeiten Sie als Freelancer oder Agentur für Shopify-Händler.


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    Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchten Sie einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lesen Sie bitte zuerst diesen Leitfaden.

    Dieser Beitrag erschien auf dem Blog von Shopify.com und wurde übersetzt.