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Dropshipping: Der einfachste Weg zum eigenen Onlineshop und Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens

Drop shipping fulfillment method.

Hohe Startkosten und Angst vor Scherereien beim Fulfillment schrecken viele potenzielle Entrepreneure davon ab, einen Onlineshop zu eröffnen. Das muss nicht sein!

Stell dir vor, jemand würde dir anbieten, die Vorlaufkosten für dein Inventar für Tausende von Produkte zu bezahlen und für dich das Fulfillment zu übernehmen. Dann wäre der Anfang viel leichter und du könntest von überall aus dein Geschäft betreiben. Klingt zu gut, um wahr zu sein, ist aber möglich.

Das Zauberwort lautet Dropshipping.

In diesem Artikel werden wir dir alles übers Dropshipping beibringen. Wir werden zuerst erklären, was Dropshipping überhaupt ist, dann die Vorteile des aufzählen und dir zeigen, wie du Produkte und Lieferanten für ein Dropshipping-Unternehmen findest. Abschließend stellen wir Lösungen zu einigen der häufigsten Probleme im Dropshipping vor.


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Was ist Dropshipping?

Dropshipping (auch: Streckengeschäft, Streckenhandel) ist ein Business-Modell im Handel, bei dem das Unternehmen Produkte, die es verkauft, nicht selbst auf Lager hat. Stattdessen tun sich Unternehmen, die Dropshipping betreiben, mit einem Großhandelsanbieter zusammen, der seine eigenen Lagerbestände hält. Der Dropshipper leitet Kundenbestellungen und Einzelheiten zur Lieferung an diese Großhändler weiter und dieser liefert die Waren dann direkt an den Kunden.

Der größte Vorteil beim Dropshipping ist, dass du dir keine Sorgen wegen des Fulfillment oder Lagerbestandes machen musst. Da du bei Eigenmarken-Lieferung deine Absenderadresse verwendest und die Rechnung auf dein E-Commerce-Geschäft laufen lassen kannst, hast du trotz des Dropshippings die Möglichkeit, deine eigene Marke aufzubauen.

Christoph Filgertshofer ist Shopify- und Dropshipping-Experte. Seine Geschichte liest du hier.

Die Vorteile des Dropshippings

Es gibt haufenweise Gründe, es mit Dropshipping zu probieren. Hier ein paar der überzeugendsten:

1. Du brauchst nicht viel Kapital, um loszulegen: Mit Dropshipping ist es verblüffend einfach, mit dem Online-Verkauf anzufangen. Du brauchst nicht viel für Inventar auszugeben und kannst deinen Kunden trotzdem Tausende Artikel anbieten.

2. Bequemlichkeit und Effizienz: Ein E-Commerce-Geschäft aufzuziehen und auszubauen, ist viel Arbeit - insbesondere, wenn man nur begrenzte Mittel zur Verfügung hat. Wenn man sich also keine Sorgen wegen des Fulfillment machen muss, ist das unglaublich praktisch und man hat mehr Zeit, sich mit dem Marketing, Kundenservice und dem allgemeinen Betrieb zu beschäftigen.

3. Mobilität: Da alle Aspekte des Fulfillment geklärt sind, kannst du deinen Onlineshop überall dort betreiben, wo du Internetanschluss hast. (Viele digitale Nomaden tun das - lies hier, wie das geht!)

4. Es ist ein bewährtes Modell: Viele Onlineshops - inklusive vieler großer Einzelhändler - verwenden Dropshipping, weil sie ihren Kunden auf diese Weise eine größere Auswahl an Produkten anbieten können, ohne dass sie dabei irgendwelchen Ärger mit Inventar haben.

Lesetipp: Erfolgsgeschichten (mit und ohne Dropshipping!) von Shopify-Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz findest du hier.

Wie finde ich einen Großhändler fürs Dropshipping?

Wenn du bereits weißt, welche Produkte du per Direktlieferung versenden möchtest, ist es am einfachsten, sich an den Originalhersteller zu wenden, um kompetente Vertriebshändler zu finden. Nicht alle Vertriebshändler werden direkt an den Kunden versenden wollen, aber du hast dann zumindest eine Liste, die du der Reihe nach durchgehen kannst.

Leider ist der Markt mit Schwindlern und minderwertigen Informationen übersät. Wenn du lieber ein offizielles Verzeichnis verwenden möchtest, kann ich dir das Verzeichnis Worldwide Brands als verlässliche Quelle für Dropshipping-Großhändler empfehlen, allerdings sollten sich auch hier vorsichtig sein.

Du kannst auch mithilfe von Google Dropshipping-Großhändler finden, musst dabei aber ein paar Dinge beachten.

Ein Grundkurs: Großhändler finden (auf Englisch)

Du suchst einen Großhändler ("wholesaler" auf Englisch) für dein Dropshipping-Business? Dann lies unbedingt das verlinkte Kapitel aus unserem (englischsprachigen) Dropshipping Guide, um loszulegen.

Dropshipping Partner finden

3 Möglichkeiten, wie du mithilfe von Google Großhändler finden kannst

1. Suche ausgiebig: Großhändler und Dropshipping-Anbieter sind bekanntermaßen nicht die besten, was Suchmaschinenoptimierung und Marketing angeht, und normalerweise findet man sie bei Google nicht gleich auf der ersten Ergebnisseite, wenn man z. B. den Suchbegriff „Handtaschengroßhändler“ eingibt. Stattdessen musst du dich durch die Suchergebnisse durchkämpfen, manchmal zehn oder 20 Seiten weit.

2. Lass dich nicht durch das Aussehen irritieren: Anbieter haben oft überholte Webseiten aus den späten 90er-Jahren. Lass dich also nicht von katastrophalem Design und Layout abschrecken. Natürlich kann eine tolle moderne Webseite ein Zeichen für einen super Anbieter sein, aber das heißt noch lange nicht, dass eine minderwertige Webseite auf einen schlechten hindeutet.

3. Verwende viele Suchbegriffe: Belass es bei der Suche nach Anbietern nicht bei dem Begriff "Großhandel" (wholesale). Gib auch andere modifizierte Begriffe wie "Vertreiber" (distributor, seller), "Vertriebspartner" (sales partner), "Reseller" (reseller:-), "Großmenge" (bulk), "Lager" (warehouse) und "Anbieter" (supplier) ein.

Du solltest dich zudem über die rechtlichen Grundlagen des Dropshippings informieren. Hol dir diese Informationen im Zweifelsfall aber von deiner Rechtsberatung ein, da wir hier im Blog keine verbindliche Rechtsberatung geben können.

Lesetipp: 12 Shopify-Apps die dir bei der Produktbeschaffung für deinen Dropshipping-Store helfen, stellen wir hier vor.

Häufige Probleme beim Dropshipping

Wir empfehlen Dropshipping ausdrücklich. Allerdings ist es nicht das E-Commerce-Nirwana, denn es gibt auch hier Schwachstellen und Nachteile. Wenn du gut planst und dir der Schwierigkeiten bewusst bist, lassen sich diese Probleme aber gut bewältigen.

1. Du wirst viel Konkurrenz und niedrige Gewinnspannen haben

Lösung: Das stimmt. Bei Produkten, die per Direktlieferung versandt werden können, gibt es haufenweise Konkurrenz. Dies führt im Normalfall zu Schleuderpreisen und Gewinneinbußen, was den Aufbau eines existenzfähigen Unternehmens erschwert.

Lesetipp: Wie du deine Preise im Dropshipping richtig kalkulierst, erklären wir hier.

Wenn du erfolgreich sein willst, versuche nicht über den Preis zu konkurrieren. Biete stattdessen andere Mehrwerte an, z. B. erstklassige Produktschulung, Spitzenservice oder eine Riesenauswahl. Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du eine profitable Marktnische findest und Mehrwerte schaffen kannst, lies diesen Artikel darüber, wie man die passenden Produkte fürs eigene Business findet.

2. Inventar zu synchronisieren, ist schwierig und führt zu ausverkauften Artikeln

Lösung: Am besten kriegst du dieses Problem in den Griff, indem du mit mehreren Anbietern zusammenarbeitest, deren Sortimente sich überschneiden. Es ist grundsätzlich gewagt, sich auf einen einzigen Anbieter zu verlassen. Hat man zwei Anbieter, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Artikel vorrätig und lieferbar ist.

Irgendwann wird es allerdings mal passieren, dass du einem Kunden einen ausverkauften Artikel schickst. Storniere die Bestellung nicht. Biete dem Kunden stattdessen ein besseres Produkt umsonst an. Du verdienst an der Bestellung zwar nicht viel oder sogar gar nichts, dafür hast du aber vermutlich einen treuen Markenverfechter gewonnen.

3. Es ist schwierig, Produkte zu verkaufen, die man nie zu Gesicht bekommt

Lösung: In der heutigen Welt kann man fast in allem Experte werden, wenn man sich online informiert. Indem du Produkte von Herstellern mit ausführlichen Webseiten verkaufst, kannst du dich mit einer Produktpalette vertraut machen, ohne jemals überhaupt einen Artikel davon in der Hand gehabt zu haben. Und wenn du mal eine ganz spezifische Frage zu einem Produkt beantworten musst, kannst du ja einfach kurz beim Anbieter oder Hersteller anrufen.

Natürlich kannst du die Artikel, die in deinem Shop am beliebtesten sind, auch kaufen, um dich mit ihnen besser vertraut zu machen, und sie dann als “gebraucht” oder “generalüberholt” weiter zu verkaufen. Oftmals wirtschaftest du damit deine Investition wieder herein.

4. Eine Drittpartei einzubeziehen, führt zu vielen Fehlern beim Fulfillment

Lösung: Selbst die besten Dropshipping-Anbieter machen manchmal Fehler und die mittelmäßigen machen sogar viele. Anbieter sind meistens recht gut, wenn es darum geht, etwas zu zahlen, um Probleme zu beheben. Wenn du das aber nicht bist, musst du bereit sein, zu investieren, was nötig ist, um das Problem für deine Kunden zu lösen.

Versuchst du, deinem Anbieter die Schuld für ein Problem beim Fulfillment in die Schuhe zu schieben, kommst du als amateurhaft und unprofessionell herüber. Ähnlich wird dein Ruf leiden, wenn du nicht bereit bist, dem Kunden ein billiges Ersatzteil zu liefern, weil dein Anbieter die Kosten dafür nicht deckt.

Ein Nachteil des Dropshipping sind die Ausgaben, die man bei der Behebung von logistischen Problemen hat. Wenn du diese aber einfach als Kosten deines Geschäftes akzeptierst - und die Kunden immer als Könige behandelst - sollte das kein längerfristiges Problem sein.

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Ein letztes Wort zum Dropshipping

Ist Dropshipping der Weg zum E-Commerce-Erfolg über Nacht? Natürlich nicht. Genau wie bei jedem anderen erfolgreichen Onlineshop musst du über kurz oder lang in eine hochwertige Website, Marketing und Kundenservice investieren.

Trotzdem: Dropshipping ist eine hervorragende Möglichkeit, loszulegen, weil man das Kapital von anderen wirksam einsetzen kann, ohne selbst Tausende von Euro investieren zu müssen. Wenn du es richtig anstellst, kann es die Basis für den Erfolg deines Onlineshops bilden.

Erfahren mehr: Dropshipping mit Oberlo

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Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Artikel von Andrew Youderian erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde lokalisiert von Freddie Debachy.