Dropshipping: Der einfachste Weg zum eigenen Onlineshop und Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens

Dropshipping: Der einfachste Weg zum eigenen Onlineshop und Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens

Drop shipping fulfillment method.Hohe Startkosten und Angst vor Scherereien beim Fulfillment schrecken viele potenzielle Entrepreneure davon ab, einen Onlineshop zu eröffnen. Das ist schade.

Stellen Sie sich doch mal vor, jemand würde Ihnen anbieten, die Vorlaufkosten für Ihr Inventar für Tausende von Produkte zu bezahlen und für Sie das Fulfillment zu übernehmen. Dann wäre der Anfang viel leichter und Sie könnten von überall aus Ihr Geschäft betreiben. Klingt zu gut, um wahr zu sein, ist aber möglich.

Das Zauberwort lautet Dropshipping.

In diesem Artikel werde ich Ihnen alles übers Dropshipping beibringen. Ich werde zuerst erklären, was das überhaupt ist, dann die Vorteile des Dropshippings aufzählen und Ihnen zeigen, wie Sie Produkte und Lieferanten für ein Dropshipping-Unternehmen finden. Abschließend zeige ich Lösungen auf zu einigen der häufigsten Probleme im Dropshipping.

Was ist Dropshipping?

Dropshipping (auch: Streckengeschäft, Streckenhandel) ist ein Business-Modell im Handel, bei dem das Unternehmen Produkte, die es verkauft, nicht selbst auf Lager hat. Stattdessen tun sich Unternehmen, die Dropshipping betreiben, mit einem Großhandelsanbieter zusammen, der seine eigenen Lagerbestände hält. Der Dropshipper leitet Kundenbestellungen und Einzelheiten zur Lieferung an diese Großhändler weiter und dieser liefert die Waren dann direkt an den Kunden.

Der größte Vorteil beim Dropshipping ist, dass Sie sich keine Sorgen wegen des Fulfillment oder Lagerbestandes machen müssen.  Da Sie bei Eigenmarken-Lieferung Ihre Absenderadresse verwenden und die Rechnung auf Ihr E-Commerce-Geschäft laufen lassen können, haben Sie trotz des Dropshippings die Möglichkeit, Ihre eigene Marke aufzubauen.

Die Vorteile des Dropshippings

Es gibt haufenweise Gründe, es mit Dropshipping zu probieren. Hier ein paar der überzeugendsten:

1. Sie brauchen nicht viel Kapital, um loszulegen: Mit Dropshipping ist es verblüffend einfach, mit dem Online-Verkauf anzufangen. Sie brauchen nicht viel für Inventar auszugeben und können Ihren Kunden trotzdem Tausende Artikel anbieten.

2. Bequemlichkeit und Effizienz: Ein E-Commerce-Geschäft aufzuziehen und auszubauen, ist viel Arbeit - insbesondere, wenn man nur begrenzte Mittel zur Verfügung hat. Wenn man sich also keine Sorgen wegen des Fulfillment machen muss, ist das unglaublich praktisch und man hat mehr Zeit, sich mit dem Marketing, Kundenservice und dem allgemeinen Betrieb zu beschäftigen.

3. Mobilität: Da alle Aspekte des Fulfillment geklärt sind, können Sie Ihren Onlineshop überall dort betreiben, wo Sie Internetanschluss haben. (Viele digitale Nomaden tun das - lesen Sie hier, wie das geht!)

4. Es ist ein bewährtes Modell: Viele Onlineshops - inklusive vieler großer Einzelhändler - verwenden Dropshipping, weil sie ihren Kunden auf diese Weise eine größere Auswahl an Produkten anbieten können, ohne dass sie dabei irgendwelchen Ärger mit Inventar haben.

Lesetipp: Erfolgsgeschichten (mit und ohne Dropshipping!) von Shopify-Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie hier.

Wie finde ich einen Großhändler fürs Dropshipping?

Wenn Sie bereits wissen, welche Produkte Sie per Direktlieferung versenden möchten, ist es am einfachsten, sich an den Originalhersteller zu wenden, um kompetente Vertriebshändler zu finden. Nicht alle Vertriebshändler werden direkt an den Kunden versenden wollen, aber Sie haben dann zumindest eine Liste, die Sie der Reihe nach durchgehen können.

Leider ist der Markt mit Schwindlern und minderwertigen Informationen übersät. Wenn Sie lieber ein offizielles Verzeichnis verwenden möchten, kann ich Ihnen das Verzeichnis Worldwide Brands als verlässliche Quelle für Dropshipping-Großhändler empfehlen, allerdings sollten sich auch hier vorsichtig sein.

Sie können auch mithilfe von Google Dropshipping-Großhändler finden, müssen dabei aber ein paar Dinge beachten.

Ein Grundkurs: Großhändler finden (auf Englisch)

Sie suchen einen Großhändler ("wholesaler" auf Englisch) für Ihr Dropshipping-Business? Dann lesen Sie unbedingt das verlinkte Kapitel aus unserem (englischsprachigen) Dropshipping Guide, um loszulegen.

Dropshipping Partner finden

3 Möglichkeiten, wie Sie mithilfe von Google Großhändler finden können

1. Suchen Sie ausgiebig: Großhändler und Dropshipping-Anbieter sind bekanntermaßen nicht die besten, was Suchmaschinenoptimierung und Marketing angeht, und normalerweise findet man sie bei Google nicht gleich auf der ersten Ergebnisseite, wenn man z. B. den Suchbegriff „Handtaschengroßhändler“ eingibt.  Stattdessen müssen Sie sich durch die Suchergebnisse durchkämpfen, manchmal zehn oder 20 Seiten weit..

2. Lassen Sie sich nicht durch das Aussehen irritieren: Anbieter haben oft überholte Webseiten aus den späten 90er-Jahren. Lassen Sie sich also nicht von katastrophalem Design und Layout abschrecken. Natürlich kann eine tolle moderne Webseite ein Zeichen für einen super Anbieter sein, aber das heißt noch lange nicht, dass eine minderwertige Webseite auf einen schlechten hindeutet.

3. Verwenden Sie viele Suchbegriffe: Belassen Sie es bei der Suche nach Anbietern nicht bei dem Begriff "Großhandel" (wholesale). Geben Sie auch andere modifizierte Begriffe wie "Vertreiber" (distributor, seller), "Vertriebspartner" (sales partner), "Reseller" (reseller:-), "Großmenge" (bulk), "Lager" (warehouse) und "Anbieter" (supplier) ein.

Sie sollten sich zudem über die rechtlichen Grundlagen des Dropshippings informieren. (Hier geht's zu unseren Artikeln zur Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO.) Holen Sie sich diese Informationen im Zweifelsfall aber von Ihrer Rechtsberatung ein, da wir hier im Blog keine verbindliche Rechtsberatung geben können.

Häufige Probleme beim Dropshipping

Ich empfehle Dropshipping ausdrücklich. Allerdings ist es nicht das E-Commerce-Nirwana, denn es gibt auch hier Schwachstellen und Nachteile. Wenn Sie gut planen und sich der Schwierigkeiten bewusst sind, lassen sich diese Probleme aber gut bewältigen..

1. Sie werden viel Konkurrenz und niedrige Gewinnspannen haben

Lösung: Das stimmt. Bei Produkten, die per Direktlieferung versandt werden können, gibt es haufenweise Konkurrenz. Dies führt im Normalfall zu Schleuderpreisen und Gewinneinbußen, was den Aufbau eines existenzfähigen Unternehmens erschwert.

Wenn Sie erfolgreich sein wollen, versuchen Sie nicht über den Preis zu konkurrieren. Bieten Sie stattdessen andere Mehrwerte an, z. B. erstklassige Produktschulung, Spitzenservice oder eine Riesenauswahl.  Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, wie Sie sie eine profitable Marktnische finden und Mehrwerte schaffen können, lesen Sie diesen Artikel darüber, wie man die passenden Produkte fürs eigene Business findet.

2. Inventar zu synchronisieren, ist schwierig und führt zu ausverkauften Artikeln

Lösung: Am besten kriegen Sie dieses Problem in den Griff, indem sie mit mehreren Anbietern zusammenarbeiten, deren  Sortimente sich überschneiden. Es ist grundsätzlich gewagt, sich auf einen einzigen Anbieter zu verlassen. Hat man zwei Anbieter, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Artikel vorrätig und lieferbar ist.

Irgendwann wird es allerdings mal passieren, dass sie einem Kunden einen ausverkauften Artikel schicken. Stornieren Sie die Bestellung nicht. Bieten Sie dem Kunden stattdessen ein besseres Produkt umsonst an. Sie verdienen an der Bestellung zwar nicht viel oder sogar gar nichts, dafür haben Sie aber vermutlich einen treuen Markenverfechter gewonnen.

3. Es ist schwierig, Produkte zu verkaufen, die man nie zu Gesicht bekommt

Lösung: In der heutigen Welt kann man fast in allem Experte werden, wenn man sich online informiert. Indem Sie Produkte von Herstellern mit ausführlichen Webseiten verkaufen, können Sie sich mit einer Produktpalette vertraut machen, ohne jemals überhaupt einen Artikel davon in der Hand gehabt zu haben.  Und wenn Sie mal eine ganz spezifische Frage zu einem Produkt beantworten müssen, können Sie ja einfach kurz beim Anbieter oder Hersteller anrufen.

Natürlich können Sie die Artikel, die in Ihrem Shop am beliebtesten sind, auch kaufen, um sich mit ihnen besser vertraut zu machen, und sie dann als “gebraucht” oder “generalüberholt” weiter zu verkaufen. Oftmals wirtschaften Sie damit Ihre Investition wieder herein.

4. Eine Drittpartei einzubeziehen, führt zu vielen Fehlern beim Fulfillment

Lösung: Selbst die besten Dropshipping-Anbieter machen manchmal Fehler und die mittelmäßigen machen sogar viele. Anbieter sind meistens recht gut, wenn es darum geht, etwas zu zahlen, um Probleme zu beheben. Wenn sie das aber nicht sind, müssen Sie bereit sein, zu investieren, was nötig ist, um das Problem für Ihren Kunden zu lösen.

Versuchen Sie, Ihrem Anbieter die Schuld für ein Problem beim Fulfillment in die Schuhe zu schieben, kommen Sie als amateurhaft und unprofessionell herüber.  Ähnlich wird ihr Ruf leiden, wenn Sie nicht bereit sind, dem Kunden ein billiges Ersatzteil zu liefern, weil Ihr Anbieter die Kosten dafür nicht deckt.

Ein Nachteil des Dropshipping sind die Ausgaben, die man bei der Behebung von logistischen Problemen hat.  Wenn sie diese aber einfach als Kosten Ihres Geschäftes akzeptieren - und die Kundin immer als Königin behandeln - sollte das kein längerfristiges Problem sein.

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Ein letztes Wort zum Dropshipping

Ist Dropshipping der Weg zum E-Commerce-Erfolg über Nacht? Natürlich nicht. Genau wie bei jedem anderen erfolgreichen Onlineshop müssen Sie über kurz oder lang in eine hochwertige Website, Marketing und Kundenservice investieren.

Trotzdem: Dropshipping ist eine hervorragende Möglichkeit, loszulegen, weil man das Kapital von anderen wirksam einsetzen kann, ohne selbst Tausende von Euro investieren zu müssen. Wenn Sie es richtig anstellen, kann es die Basis für den Erfolg Ihres Onlineshops bilden.

Erfahren Sie mehr: Dropshipping mit Oberlo

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Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchten Sie einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lesen Sie bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Artikel von Andrew Youderian erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde lokalisiert von Freddie Debachy.

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