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Social Commerce: Wie der Verkauf über die Sozialen Medien gelingt

Auf einem Handy werden verschiedene Apps von Sozialen Medien präsentiert. Sie ermöglichen erst den Social Commerce.

Wusstest du, dass 90 Prozent aller Online-Shopper:innen soziale Medien nutzen? 38 Prozent dieser Gruppe werden über ihre Social-Media-Kanäle auf neue Produkte aufmerksam. Weltweit werden dadurch jährlich mehr als 30 Milliarden Dollar durch Social Media umgesetzt. Das bedeutende Stichwort hinter diesen Zahlen lautet Social Commerce: der Verkauf von Produkten über Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram. Onlinehändler:innen verknüpfen hier ihre “soziale Präsenz“ sowie Rezensionen und Empfehlungen mit einer unmittelbaren Kaufoption. 

Unkompliziert und schnell schließen Interessent:innen die Bestellung direkt dort ab, wo sie auf einen Artikel stoßen. Zusätzlich werden sie durch die Möglichkeit zur Beteiligung und Interaktion mit dem Unternehmen an dessen Marke gebunden. 

Wie der Social Commerce en detail funktioniert und welche Chancen er dir bietet und wo Fallstricke lauern könnten, erklären wir dir in diesem Beitrag.


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Inhaltsverzeichnis:

  •  Der Ursprung der sozialen Idee
  •  Das Einkaufserlebnis mit Gefühl gestalten
  •  Die Marketingstrategie im Einsatz – so wird sozial verkauft
  •  Die Dos und Don’ts des Social Commerce in sozialen Netzwerken
  • Ganz nah an der Kundschaft: gute Beispiele für Social Commerce

  • Lesetipp: Der Multichannel Vertrieb stellt eine gute Lösung dar, um die Kundschaft auf allen Kanälen zu erreichen. Er bringt jedoch auch gewisse Herausforderungen mit sich. In diesem Beitrag legen wir seine Vor- und Nachteile dar.

    Der Ursprung der sozialen Idee

    Alles begann in der grauen Vorzeit des Jahres 2005 auf der Homepage der damals noch recht relevanten Suchmaschine Yahoo. Die Seite präsentierte sich nicht leer und nüchtern, wie wir es heute von Google kennen, sondern verstand sich viel mehr als Heimatbasis für alle, die von dort ihre Reise in die unbekannten Weiten des Internets antreten wollten. Es wurde nicht bloß ein schlichtes Suchfeld offenbart, sondern jede Menge zusätzlicher Inhalte.

    So gab es dort unter anderem eine Liste mit den meistgesuchten Begriffen der letzten Stunden, einen Bereich für aktuelle Nachrichten und die sogenannte Shoposphere Pick List – eine Aufzählung von Artikeln, die sich in diversen Onlineshops besonders gut verkauften. Yahoo glich einer Social-Media-Seite, die gezielt versuchte, die Aufmerksamkeit ihrer Besucher:innen auf bestimmte Produkte zu lenken. Der Social Commerce war geboren.

    Lesetipp: Headless Commerce: Das Trendthema für Onlineshops genauer beleuchtet

     

    Yahoo im Jahr 2005. Zu dieser Zeit war Social Commerce noch in den Kinderschuhen.


    2005 sah das Internet noch anders aus

    Das Einkaufserlebnis mit Gefühl gestalten

    Heute wird der Begriff Social Commerce zunächst recht vage als Verkauf von Dienstleistungen und Waren über soziale Medien definiert. Diese auf den ersten Blick wenig aussagekräftige Begriffsbestimmung liegt darin begründet, dass sie tatsächlich eine Menge Marketingstrategien unter einer einzigen Überschrift zusammenfasst.

    Allen gemein ist, dass sie ein gewisses Maß an Interaktion durch die Zielgruppe voraussetzen; der Ausdruck soziale Medien wird gleichzeitig sehr weit gefasst. Denn dazu gehören nicht nur große Social-Media-Plattformen wie Facebook, sondern alle Bereiche, in denen sich Besucher:innen aktiv mitteilen können. So beispielsweise auch der Bewertungsteil im Amazon-Shop.

    Lesetipp: Für aufstrebende Entrepreneure kann es eine große Herausforderung sein, ein gutes Produkt für den Onlineshop zu finden. In diesem Beitrag wollen wir dir deshalb 12 Ansätze für eine erfolgreiche Suche aufzeigen.

    Die Ziele der Verkaufsstrategie mit Beteiligung durch die Kundschaft lauten dabei:

    Emotionen wecken

    Zunächst stellen Unternehmer:innen mit einer Social-Commerce-Strategie eine persönliche Bindung zu ihrer Kundschaft her. Schließlich kauft niemand gerne bei einer gesichtslosen Organisation ein, sondern viel lieber in einem vertrauensvollen Geschäft mit persönlicher Note. 

    Durch die direkte Interaktion mit potenziellen Käufer:innen wird aus einem einfachen Onlineshop eine Persona mit Charakter, zu der Besucher:innen sehr viel schneller eine Beziehung aufbauen können, als zu einem x-beliebigen Store im Internet.

    Lesetipp: In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die besten E-Commerce-Plattformen und zeigen dir, wie du herausfinden kannst, welche am geeignetsten für deine geschäftlichen Anforderungen ist.

    Bessere Erfahrung durch Kund:innen

    Ein weiteres Ziel ist, das Einkaufserlebnis der Kund:innen zu verbessern. Nur wer wirklich das Produkt erhält, nach dem er gesucht hat und mit seinem neu erworbenen Artikel rundum zufrieden ist, kauft gerne ein zweites Mal im gleichen Onlineshop. Dies wird durch die direkte Verknüpfung des Kaufvorgangs mit Stimmen anderer Käufer:innen erreicht. Interessierte erfahren, wie der begehrte Artikel wirklich ist: wie er sich anfühlt, wie er verarbeitet ist und ob die Qualitätsanforderungen der Erwartung entsprechen. Die Zahl enttäuschter Kund:innen schrumpft.

    Hier nutzt der Social Commerce zahlreiche Optionen wie Produktrezensionen direkt im Shop, Empfehlungen in großen sozialen Netzwerken, aber auch Videos mit Anwendungsbeispielen oder aussagekräftige Fotos.


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    Eleganteres Einkaufserlebnis

    Zuletzt soll der eigentliche Kaufvorgang entschlackt werden, denn wer zunächst ein interessantes Produkt in der Werbung sieht, dann online danach sucht, als nächstes einen Onlineshop ansteuert, dort den Artikel in den Einkaufswagen packt und schlussendlich noch sämtliche Zahlungsmodalitäten abwickeln muss, dem vergeht schnell die Lust. 

    Kann er das Objekt seiner Begierde dagegen einfach in seinem Twitter-Feed anklicken und landet dann direkt an der Kasse, stehen die Aussichten auf eine erfolgreiche Transaktion wesentlich besser.

    Alle drei Punkte zusammengenommen, führen zu den vier Essentials, die sich Betreiber:innen eines Onlineshops wünschen: 

    1. Zufriedenere Kund:innen
    2. Höhere Konversionsraten
    3. Mehr Shop-Besucher:innen
    4. Ein wenig gratis Werbung nebenbei 

    Lesetipp: Mit Shopify kannst du direkt auf Instagram verkaufen. Was shoppable Posts sind und wie diese funktioniere, liest du hier.

    Die Marketingstrategie im Einsatz – so wird sozial verkauft

    Social Commerce bedeutet nicht nur, deine Produkte direkt über Instagram zu verkaufen. Im Idealfall trittst du gleichzeitig in Dialog mit deinen Besucher:innen oder gibst ihnen die Möglichkeit, auf die eine oder andere Art selbst aktiv zu werden. Erst dann setzt du mindestens eines der vier großen Ziele des Social Commerce in die Tat um. Aktuelle Beispiele für den Einsatz dieser Marketingstrategie sind:

    Lesetipp: In diesem Blogbeitrag verraten wir dir zum einen, wie du einen bereits existierenden Onlineshop kaufen kannst. Zum anderen erklären wir jedoch auch, wie du deinen eigenen Webshop am besten verkaufen kannst.

    Die klassische Produktrezension

    So gut wie jeder Onlineshop ermöglicht seinen Kund:innen, ihre Meinung zu einem gekauften Produkt zu hinterlassen. Diese Rezensionen sind zum einen hilfreich für die Kaufentscheidung anderer Interessent:innen, zum anderen bieten sie deinen Besucher:innen die Möglichkeit, mit dir zu interagieren.

    Denn selbstverständlich kannst du auf die hinterlassenen Bewertungen und Fragen reagieren, Hinweise geben, dich bedanken oder Besserung geloben, sollte deine Kundschaft einmal nicht zufrieden sein. Außerdem suggerierst du deinen Besucher.innen durch den Zugang zu Artikelbewertungen Transparenz und Offenheit. 

    Gefährlich für dein Business wird es, wenn sich die negativen Rezensionen häufen. Bedenke, dass zufriedene Kund:innen sich selten die Zeit nehmen, ein paar Zeilen zu schreiben. Jemand, der sich übervorteilt sieht, wird seinem Ärger hingegen Luft machen wollen. Um dem entgegenzuwirken, kannst du glückliche Käufer:innen mit kleinen Angeboten, etwa mit einem Gutschein für deinen Shop, locken eine sehr gute Beurteilung abzugeben.

    Lesetipp: Du möchtest mehr über Kundenfeedback lernen und wie du es für dich einsetzt? Dann lies diesen Beitrag!

    Aktionen auf deiner eigenen Homepage

    Niemand sagt, dass dein Shop eine reine Verkaufsplattform sein muss. Mit ein wenig Fantasie und Einfallsreichtum findest du zahlreiche Möglichkeiten, um deine Besucher:innen zum Mitmachen zu motivieren. Verkaufst du Mode, dann lass sie über die nächsten Designs deiner T-Shirts abstimmen. Hast du Lebensmittel im Angebot, dann bitte deine Kund:innen um Rezeptvorschläge und koche vor laufenden Kameras.

    Jegliche Form von Teilhabe sorgt für ein größeres Identifikationspotenzial deiner Besucher:innen mit deinem Shop. Denn wer mitmachen darf und vielleicht sogar sieht, wie seine eigene Idee in die Tat umgesetzt wird, ist mehr als nur ein einfacher Besucher bzw. eine einfache Besucherin deiner Webseite. Vielmehr verstehen sie sich als Mitglied einer Gemeinschaft, kommen gerne und regelmäßig wieder und kaufen schlussendlich bei dir ein.

    Die Webseite von Sporthacks. Sie punkten beim Social Commerce mit exklusiven Mitgliedschaften.

    Das Unternehmen Sporthacks lässt Kund:innen gezielt an Produktfindung und Entscheidungen teilhaben

    Suboptimal ist es natürlich, wenn bei einer von dir erdachten Aktion die Resonanz ausbleibt. Denn es wirkt schnell peinlich, wenn du einen großen Designwettbewerb ausrufst und nur zwei Einsendungen erhältst. Einen gewissen Stamm an Kund:innen solltest du also bereits vorweisen und nicht vergessen, im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel zu rühren.

    Lesetipp: Die Social-Media-Plattform TikTok bietet Marken ein breites, junges Publikum, um Anzeigen zu schalten und über die Funktion TikTok Shop zu verkaufen. 

    Social Marketing: Eintauchen in die Welt der Kund:innen

    Auch das Social Marketing – also Werbung über und mithilfe von sozialen Medien – ist Teil des Social Commerce. Hier nutzt du die Reichweite und Möglichkeiten von Plattformen wie Instagram und Twitter, um andere für dich ins Horn stoßen zu lassen.

    Ein geniales Beispiel für eine solche Aktion stellte in jüngster Vergangenheit Coca-Cola auf die Beine. Der Brausekonzern druckte vielerlei Namen auf seine Dosen und rief den Hashtag #ShareACoke ins Leben. 

    Natürlich wollte jeder eine Cola mit seinem eigenen Vornamen, dem des Partners bzw. der Partnerin oder der Oma genießen und am liebsten ein Bild davon im Internet posten. Resultat waren eine überwältigende Marketingkampagne im Web, die den Konzern fast nichts gekostet haben dürfte. Beschert hat sie aber die zusätzliche Identifikation vieler Kund:innen mit der Marke und eine gehörige Portion öffentliche Aufmerksamkeit.

    Social Commerce Beispiel Coca Cole. Über Instagram haben tausende Nutzer ihre Cola Dose mit ihrem Namen geteilt.

    Natürlich musst du nicht direkt einen vergleichbaren Erfolg aufs Parkett legen. Sobald jemand deine Produkte in einem sozialen Netzwerk vorstellt oder sogar empfiehlt, hast du einen Sieg davongetragen.

    Starte mit kleinen Aktionen

    Für den Anfang reichen oft schon eine clevere Idee und eine kleine Aktion vor Ort aus. Vertreibst du beispielsweise Kosmetikartikel, nimm doch einfach mit deinem eigenen kleinen Beautysalon am nächsten Stadtfest teil. Machst du dabei jede Menge Fotos und verteilst diese an deine Gäste, ist ein Re-Post in den gängigen sozialen Netzwerken fast schon garantiert.

    Nutze Influencer-Marketing

    Wenn dir die Zeit fehlt, um selbst aktiv zu werden, überlasse anderen die Arbeit. Um für ein wenig Aufmerksamkeit auf YouTube, Facebook und Co. zu sorgen, muss es nicht gleich das berühmte Testimonial sein. Gerade wenn du in deinem Shop Nischenprodukte anbietest, finden sich häufig sogenannte Mikro-Blogger:innen, die deine Interessen teilen. 

    Der kleine YouTube-Kanal zum Thema Modellbau mit seiner eingeschworenen Gemeinschaft aus 3.000 Abonnent:innen ist für dich als Anbieter:in von Miniaturflugzeugen häufig interessanter, als bereits stark etablierte Influencer:innen. Denn hier interessieren sich nicht nur 100 Prozent der Zuschauer:innen für deine Artikel. Die Betreiber:innen des Kanals sind meist schon für eine kostenlose Warenprobe bereit, darüber ausführlich zu berichten.

    Werbe gezielt und unaufdringlich

    Das Schlimmste, was dir beim Social Marketing widerfahren kann, ist, dass deine Kampagne einfach nicht zündet. Wenn es also ganz mies kommt, hast du Zeit und Geld zum Fenster hinausgeworfen. Allzu aggressives Vorgehen ist allerdings auch keine gute Idee. Menschen erhalten ungern Werbung, um die sie nicht gebeten haben. Übertreibst du es mit der Reklame, schadest du eher deinem Ruf.

    Eine vernünftige Planung und ein kurzer Blick auf erfolgreiche Aktionen der Mitbewerber:innen können daher nie schaden. Gutes Social Marketing funktioniert nach dem Schneeballprinzip. Du stößt eine Aktion lediglich an, der Rest läuft im Idealfall von ganz alleine.

    Lesetipp: Die 19 größten Fehler beim Facebook-Marketing und wie du sie vermeidest, liest du hier.

    Social Media Buchstaben auf einer Magnettafel. Social Media ist ein wichtiger Bestandteil von Social Commerce.


    Deine persönlichen Social-Media-Kanäle

    Der letzte und wichtigste Punkt auf unserer Liste sind deine persönlichen Social-Media-Kanäle. Denn hier versteckt sich die Möglichkeit, das Potenzial aller vorangegangenen Beispiele zu vervielfachen.

    So könntest du zum Beispiel außerordentlich gut bewertete Produkte aus deinem Shop exklusiv vorstellen oder besonders lustige Rezensionen präsentieren, um bei deinen Leser:innen für etwas Erheiterung und ein wenig Aufmerksamkeit zu sorgen. Natürlich sind die sozialen Medien ebenfalls der richtige Ort, auf besondere Aktionen aufmerksam zu machen oder eine Story über deine Social-Commerce-Kampagne zu erzählen.

    Noch viel wichtiger sind aber die technischen Möglichkeiten, die dir die großen Plattformen inzwischen bieten. Denn diese zielen durchgehend darauf ab, deinen Kund:innen das Einkaufen so einfach wie möglich zu gestalten und ganz nebenbei deine Konversionsrate deutlich zu erhöhen.

    Lesetipp: Hier kannst du 20 supereffektive Methoden für gelungene Produktwerbung finden. 

    Facebook: Ein Klick, eine Bestellung

    Facebook ist und bleibt der Gigant unter den sozialen Netzwerken. 2,5 Milliarden Menschen besitzen einen Account und die Tendenz ist weiter steigend. Bereits seit 2007 ist Facebooks Marketplace fester Bestandteil der Plattform. Hier können Mitglieder und inzwischen auch Unternehmen Waren über Facebook kaufen und verkaufen.

    Lesetipp: Wie du mit der Facebook Werbebibliothek bessere Ads als deine Konkurrenz schaltest, liest du hier. 

    2014 kam dann der Kaufen-Button hinzu, der direkt in Posts integriert werden kann. So präsentieren Händler:innen ein Produkt aus ihrem Shop direkt in einem Beitrag und bieten ihren Leser:innen die Möglichkeit, es mit wenigen Klicks direkt zu kaufen, ohne die Plattform dabei überhaupt zu verlassen.

    Der Konzern war sogar dabei, eine eigene Kryptowährung namens Libra zu etablieren. Einkaufen über Facebook sollte so noch schneller und einfacher funktionieren. Aus dieser Idee wird aber keine Realität: Facebook hat seine Pläne für eine eigene Währung wegen zu viel Gegenwind aufgegeben.

    Template Icon

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    Instagram: Kund:innen mit Bildgeschichten gewinnen

    Instagram hat sich vor allem auf Bilder und kurze Videos spezialisiert. Hier besteht für dich also insbesondere die Möglichkeit, deine Produkte durch attraktive Fotos ins rechte Licht zu rücken. Besonders beliebt sind bei den Nutzer:innen Storys, also nicht einfach langweilige Produktbilder, sondern Fotos, die eine Geschichte mit und um den Artikel erzählen.

    Für ein angenehmes Einkaufserlebnis hat die Plattform 2015 den Shop-Now-Button eingeführt. Ähnlich wie bei Facebook erlaubt er Besucher:innen, alles, was sie auf einem Foto sehen, in Sekundenschnelle auch zu kaufen. 

    Lesetipp: Wie du die Fotosharing-App mit Instagram-Werbung in ein erfolgreiches Marketingtool verwandelst, liest du in diesem Beitrag. 

    Instagram hat mit seinem brandneuen Feature "Shops" einen weiteren Fortschritt auf den Weg gebracht: Für Unternehmen ist es nun möglich, einen vollwertigen Shop auf Instagram zu erstellen. Die User:innen können die Produkte so direkt auf der Instagram-Seite kaufen. 

    Social Commerce über Instagram ist für den Onlineshop Giesswein ein wichtiges Standbein.

    Social Commerce mit Instagram am Beispiel des Shopify-Händlers Giesswein

    Pinterest: Mode und Kunst verspielt verkaufen

    Auch Pinterest arbeitet mit visuellen Reizen. Ähnlich einer Pinnwand können Nutzer:innen hier Fotos oder kleine Animationen zur Verfügung stellen. Die Präsentation ist dabei wesentlich verspielter als bei Instagram. Dies bringt Artikel wie Kunst und Mode zwar besonders gut zur Geltung, lässt Produkte wie Schlagbohrmaschinen dafür aber ein wenig fehl am Platz wirken.

    Das Pinterest-Board des Onlinehändlers Lotuscraft. Bei Pinterest ist Social Commerce möglich.

    Das Pinterest-Board des Shopify-Händlers Lotuscrafts aus Österreich

    Eine direkte Kaufoption bietet die Plattform derzeit nur ausgewählten Anbieter:innen. Allerdings öffnet der Konzern seine Pforten immer weiter und nimmt mehr und mehr Händler in sein Programm auf. Diese profitieren wiederum von einem ausgefeilten Shopsystem inklusive Komfortoptionen wie einem Einkaufswagen.

    Lesetipp: Du brauchst den ultimativen Guide für Pinterest, um auf der Plattform durchzustarten? Hier findest du ihn.

    Twitter: authentisch und diskret

    Der Kurznachrichtendienst hat die Anzahl der erlaubten Zeichen in den letzten Jahren sukzessive erhöht. Seit einiger Zeit ist auch das Tweeten von Bildern möglich. Eine gute Option, den eigenen Abonnent:innen schnell und kompakt neue Produkte und aktuelle Angebote zu präsentieren.

    Auch hier gab es für ein paar Jahre einen Buy-Button. Dieser hat sich allerdings nie durchgesetzt und wurde von den Nutzer:innen sogar als störend empfunden. Das Programm ist daher 2017 ersatzlos eingestellt worden.

    Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil erscheint, muss nicht unbedingt einer sein. Denn die fehlende direkte Kaufoption verleiht einem Produkt-Tweet ein großes Stück Authentizität und wirkt weniger wie aggressive Werbung. Ein einprägsames Hashtag und viele Retweets führen dennoch zu starken Umsätzen. 

    Die Dos und Don’ts des Social Commerce in sozialen Netzwerken

    Social-Media-Plattformen bilden die Basis jeder erfolgreichen Social-Commerce-Kampagne. Hier erreichst du mit ein wenig Einsatz und ohne große Kosten eine breite Öffentlichkeit, kannst deinen Shop und deine Produkte präsentieren und deine Artikel sogar ohne große Umwege verkaufen.

    Lesetipp: Wie du eine gelungene Social-Media-Marketing-Strategie entwickelst, zeigen wir dir hier. 

    Bevor du nun losziehst und deinem Store eine eigene Facebook-Seite spendierst, solltest du Folgendes verinnerlichen:

    Menschen wollen Geschichten

    Nur knapp 30 Prozent der Nutzer:innen von sozialen Medien interessieren sich für Werbung. Anstatt ein Produkt platt vorzustellen, erzähle deinen Besucher:innen lieber eine Geschichte. Dabei kann es sich, je nach Plattform, um eine Foto-Story handeln, einen Blogbeitrag mit einem persönlichen Erfahrungsbericht oder um ein Video, in dem du das Produkt selbst testest.

    Geschichten sind authentisch und haben Charakter. Sie wecken Emotionen, die deine Kund:innen schlussendlich mit dem Produkt oder deinem Store in Verbindung setzen. Sei dabei offen und ehrlich, denn so weckst du das größte Vertrauen in deinen Kund:innen.

    Welche Strategien unsere Kund:innen im Social Media umsetzen, erzählen Sie Podcast. Hör rein!

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      Gehe behutsam vor

      Nur weil der Social Commerce erfolgreich sein kann, heißt das nicht, dass du einfach los surfst und in jeder Facebook-Gruppe, die dir relevant erscheint, einen Link zu deinem Shop postest. Mit so einer Aktion würdest du mehr Menschen verärgern, als Kund:innen gewinnen.

      Nutze daher lieber die Kanäle, über die du schon verfügst. Wenn du dich zeitlebens für Mode interessierst und irgendwann den Schritt zu deiner eigenen Online-Boutique gemacht hast, wirst du wahrscheinlich schon lange vorher in Foren, Gruppen und Kanälen aktiv gewesen sein.

      Mache zunächst an den Stellen auf dich und deinen Shop aufmerksam, an denen man dich bereits kennt und schätzt. Die Menschen dort werden dich gerne unterstützen und deine Tweets und Posts liken und teilen. 

      Lesetipp: Die besten Apps, Tools und Plattformen für Content-Ersteller:innen findest du in diesem Beitrag. 

      Pflege deine Kanäle

      Erfolgreicher Social Commerce lebt einerseits von der Beteiligung anderer, andererseits von deinem persönlichen Einsatz. Eine Facebook-Seite, auf welcher der letzte Beitrag mehrere Jahre alt ist, hinterlässt keinen vertrauenerweckenden Eindruck. Ein YouTube-Kanal mit zwei Videos ist eher traurig als verkaufsfördernd.

      Aktualität und regelmäßige neue Posts gehören für dich daher immer dazu. Bevor du deine ersten Fotos online stellst, ist deshalb ein langfristig angelegter Terminplan mit Themen und Ideen dein bester Begleiter.

      Planung ist wichtig, auch für Social Commerce - Shopify
      Auch eine Social-Commerce-Strategie will gut geplant sein

      Vergiss den Backlink nicht

      Dass du in deinen Social-Media-Kanälen auf deinen Shop verweist, versteht sich von selbst. Denke aber auch an den umgekehrten Weg. Auf deinen Store gehören Links zu deiner Facebook-Seite ebenso wie zu Instagram und Co. Denn nur durch eine Verlinkung in beide Richtungen erreichst du die höchsten Klickzahlen. 

      Ganz nah an der Kundschaft: gute Beispiele für Social Commerce

      Beispiele dafür, wie der Social Commerce funktioniert, sind nicht schwer zu finden. Jeder größere Konzern, der in direkter Verbindung zu seinen Kund:innen steht, ist in diesem Sektor aktiv. Genau genommen könnten wir alle Fußballspieler:innen dieser Welt, die einen Twitteraccount besitzen, unter dem Titel Social Commerce“ einordnen.

      Als gute Vorbilder haben wir drei Shops herausgesucht, die sich ihrer Sache ganz und gar verschrieben haben. Dort werden auf sympathische Art, mit viel Liebe zum Produkt und einer großen Portion Social-Media-Know-how hochwertige Waren aus einem jeweils ganz eigenen Segment vertrieben.

      PURELEI - die Eleganz Hawaiis

      Die Pinterest Seite von Purelei. Die Firma betreibt über verschieden Kanäle Social Commerce.

       

      Schmuck, Mode und Accessoires mit einem Hauch von Hawaii-Feeling, dafür steht PURELEI. Ein Abstecher auf die Pinterest-Seite des Anbieters, macht es deutlich. Graue Wintertage sind schnell vergessen und die warme Sommerbrise wird für die Besucher:innen der verschiedenen Pinnwände fast spürbar. Denn dort werden Produkte so präsentiert, wie es sich für den Social Commerce gehört. Verspielt, unaufdringlich und immer in eine kleine Geschichte eingebunden.

      EcoYou - ein Bild für die Umwelt

      Mit EcoYou Nachhaltig verkaufen via Instagram im Social Commerce.
      Mehr Nachhaltigkeit durch bildhaftes Storytelling

      Umweltschutz gewinnt in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Wie du selbst ganz einfach deinen Teil dazu beitragen kannst, erfährst du von EcoYou. Hier gibt es nicht nur laufend neue Tipps und Tricks für einen nachhaltigen Lebensstil, sondern auch gleich die passenden Produkte dazu. 

      Lohnenswert ist vor allem ein Ausflug auf die Instagram-Seite der Naturschützer:innen. Denn dort wird das Social Marketing in Reinform betrieben. EcoYou reizt die Möglichkeiten der Plattform mit Foto- und Textbeiträgen aus und regt seine Abonnent:innen durch intelligente und teils kontroverse Beiträge intensiv zu Diskussion und Austausch an.

      Strong Fitness - was Kund:innen wollen

      Strong Fitness verkauft über Facebook im Social Commerce.


      Top gestylt zum Sport dank Facebook

      Vielleicht ist dir Strong Fitness schon ein Name. Denn Gründerin Jennifer Lapidakis und ihre Make-up-Kollektion wurden nicht nur in Magazinen wie Gala, Cosmopolitan oder Instyle vorgestellt, zudem hatte sie 2019 auch einen Auftritt in der Sendung Die Höhle der Löwen auf VOX.

      Ihre Geschäftsidee ist dabei so simpel und gleichzeitig so genial, dass man sich fragt, wieso vor ihr noch niemand darauf gekommen ist: Schminke, die so wasser- und schweißfest ist, dass sie jedes Training mitmacht und trotzdem natürlich aussieht.

      Ein Blick auf die Facebook-Seite von Strong Fitness verschafft einen guten Eindruck vom Einsatz des Social Commerce auf dieser Plattform. Neben einer nahtlosen Integration des Facebook Marketplace und prominenter Platzierung von User-Reviews reiht sich dort Beitrag an Beitrag; immer mit einem besonderen Fokus auf die Interessen der Besucher:innen. Von Schminktipps für Anfänger:innen und Profis bis hin zu aktuellen Aktionen im Shop ist alles dabei.

      Fazit: Den Fortschritt denken

      Ob über Anleitungen für ein attraktives Auftreten beim Sport oder Bilder, die zu einem nachhaltigeren Leben motivieren, der Social Commerce bietet Onlinehändler und -händlerinnen die Möglichkeit, die Beziehung zu ihren Kund:innen in einer neuen Form zu stärken und mehr Verkäufe zu generieren. Die schnelle Abwicklung des Kaufprozesses und die Präsenz der Marke an dem Ort, an dem sich Interessenten ohnehin bewegen, erschaffen ein Gefühl des Vertrauens und erhöhen die Chance auf den Klick des Kaufen-Buttons.

      Neues Denken in Sachen Marketing und Vertrieb ist gefragt. Starte deine Social-Commerce-Kampagne mit einer gut durchdachten Planung und erreiche einen höheren Bekanntheitsgrad für deine Marke und höhere Verkaufszahlen für dein Unternehmen.

      Aufmacherbild: Magnus Mueller von Pexels


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      Häufig gestellte Fragen zu Social Commerce

      Wie funktioniert Social Commerce?

      Über die Sozialen Netzwerke geben Unternehmen Kund:innen basierend auf ihrem persönlichen Nutzerverhalten Kaufempfehlungen. Der Kanal wird also als Werbeplattform genutzt. Wenn potenzielle Kund:innen ein Produkt in ihrem Feed gefunden haben, das ihnen gefällt, können sie direkt über den Kanal das Produkt kaufen oder werden zum Onlineshop weiterleitet.

      Was muss man beachten, um mit Social Commerce erfolgreich zu sein?

      Wichtig ist, dass du Inhalte für deine Kund:innen anbietest, die sie wirklich interessieren. Sie sollten optisch hochwertig und relevant für deine Zielgruppe sein. Nur wenn du Produkte und Inhalte anbietest, die deine Kund:innen interessieren, kommt es zum Kauf.

      Welche Plattformen kann man für Social Commerce nutzen?

      Social Media Plattformen wie Instagram oder Facebook sind die häufigsten Kanäle für Unternehmen um Social Commerce zu betreiben. Auch auf der Plattform Pinterest ist Social Commerce möglich. Hier bietet sich eine besonders gute Plattform für Kunst, Mode, Schmuck oder Körperpflege.

      Ist Social Commerce das gleiche wie E-Commerce?

      Social Commerce ist eine wichtige Säule im E-Commerce. Social Shopping gewinnt immer weiter an Zuwachs. Die Kanäle sind für Kund:innen moderne und interaktive Kataloge geworden, die den Kauf für die interessant machen.

      Which method is right for you?Über die Autorin: Inara Muradowa ist Shopify Partner, SEO-Expertin und Corporate Blogger. Neben technischer Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung steht sie Unternehmen mit Konzeption und Verfassen von professionellen Blogposts tatkräftig zur Seite.