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Do it right: So planst du das Redesign deines Onlineshops richtig

Aufgrund von Lockdown und Kontaktbeschränkungen entdecken immer mehr Menschen Onlineshopping für sich. Laut einer europaweiten Studie der französischen Marketingagentur Criteo, bestellten 35 % der Befragten in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres erstmals in einem kleineren Shop, den sie vorher noch nicht kannten. Angesichts des andauernden Lockdowns dürfte diese Zahl inzwischen sogar noch höher liegen.

Auch Shopify hat beleuchtet, wie sich das Einkaufsverhalten durch die Lockdowns verändert hat.

Grund genug, deinen eigenen Store mit Argusaugen zu betrachten und dich der harten Frage zu stellen, ob das, was du deinen Kunden im Netz präsentierst, wirklich noch zeitgemäß ist. Denn Webdesign unterliegt einem steten Wandel. Was gestern noch modern war, wirkt heute altbacken und angestaubt.

Gelangst du zu der Einsicht, dass dein Store dringend einen neuen Anstrich vertragen könnte, wird es Zeit für den berüchtigten Relaunch. Damit dieser möglichst perfekt über die Bühne geht, haben wir für dich alle wichtigen Informationen zum Thema zusammengestellt. Wir zeigen die häufigsten Fehler auf und erläutern, wie du sie vermeidest, geben Best-Practice-Beispiele und helfen dir, den optimalen Relaunch-Plan zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vom Kopf aufs Papier: Die Planungsphase
  2. Ernst machen: Die Umsetzungsphase und ihre typischen Fehler
  3. Zieleinlauf: Die Abschlussphase

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In drei Schritten zum Relaunch-Erfolg

Hast du dich entschlossen, deinen Webshop einem Facelifting zu unterziehen, greife nicht direkt zum Handy, um die nächstbeste Marketingagentur zu kontaktieren. Denn das wäre bereits der erste Fehler – alles aus der Hand zu geben und auf ein Ergebnis zu hoffen, das deinen Vorstellungen entspricht.

Stattdessen empfehlen wir dir ein strategisches Vorgehen, das sich im Allgemeinen in drei Phasen unterteilen lässt: Planung, Umsetzung und Abschluss. Diese iterative Herangehensweise spart nicht nur Zeit und Geld, sondern führt auch zu den besten Resultaten für dich und deine Partner-Agentur.

1. Vom Kopf aufs Papier: Die Planungsphase

Jedes erfolgreiche Projekt benötigt einen soliden Plan, auch der Relaunch deiner Webseite. Je genauer du selbigen formulierst, desto einfacher gestaltet sich die anschließende Umsetzung für alle Beteiligten. Bevor auch nur eine Zeile Code für deinen neuen Store geschrieben wird, solltest du folgende Punkte abgehakt haben:

Quo vadis? Ziele formulieren

Stelle dir zunächst die Frage, was du mit dem Relaunch deines Stores erreichen möchtest. Grundsätzlich lässt sich der Neustart dabei in eine von drei Kategorien einsortieren:

  • Design-Relaunch: Deine Produktbilder hast du damals mit dem iPhone I aufgenommen und das GIF mit dem tanzenden Baby spricht dich auch nicht mehr wirklich an? Ein frisches Design muss her.
  • Struktur-Relaunch: Dein Store besteht inzwischen aus gefühlten achtzig Unterkategorien und selbst der Suchalgorithmus schafft es nicht mehr, all deine Artikel zu finden? Dann solltest du dringend die Navigation deines Shops optimieren.
  • Technik-Relaunch: Deine Webseite sieht auf mobilen Endgeräten ganz furchtbar aus und obendrein wünschst du dir schon länger ein neues Content-Management-System? Diese Dinge fallen unter ein Technik-Update.

Je genauer es dir gelingt, deine Ziele zu formulieren, desto besser. Dabei musst du dich nicht auf eine der drei Kategorien beschränken. Auch ein Mix aus zweien oder sogar die Abarbeitung aller drei ist denkbar. Hauptsache, du formulierst eine möglichst eindeutige To-do-Liste.

Kritzeln und klicken: Ein erster Entwurf

Deine Ziele hast du nun zu Papier gebracht. Wenn sich dabei die Worte Design- oder Struktur-Relaunch in deinem Pflichtenheft eingefunden haben, ist es an der Zeit für ein wenig künstlerische Tätigkeit: Erstelle einen ersten, groben Entwurf des Aufbaus deiner zukünftigen Webseite.

Profis nennen so ein Modell Wireframes (in etwa: Drahtrahmen). Ob du dafür ein Softwaretool wie zum Beispiel Wireframe.cc benutzt oder zum Collegeblock und Bleistift greifst, spielt keine große Rolle. Wichtig ist vor allem, dass du dokumentierst, wie du dir das Grundgerüst deines Stores und die Anordnung seiner einzelnen Elemente vorstellst.

So verlierst du bei der nachfolgenden Umsetzung nie dein Ziel aus den Augen oder gerätst gar in Gefahr, dich im tückischen "Feature Creep" zu verlieren – also der Implementierung von immer mehr Funktionen und Bausteinen.

Lesetipp: Du brauchst Inspiration für den Aufbau deiner Website? Welche 7 Dinge du nicht bei deiner Planung vergessen darfst, erfährst du hier.

Falls du die Umsetzung dagegen lieber einer Agentur überlässt, hat der Designer bereits eine genaue Vorstellung von dem, was du dir wünschst. So muss er nicht ins Blaue entwickeln oder dich ständig mit Fragen löchern. Das spart nicht nur Nerven, sondern vor allem bares Geld.

Eine Frage der Finanzen: Kalkulieren und Angebote vergleichen

Apropos Geld: Du weißt jetzt genau, wo der Weg hinführen und was am Ende des Relaunches herauskommen soll? Dann ist die Finanzplanung an der Reihe. Falls du nicht gerade Jeff Bezos bist, wird dir für den Umbau deines Stores nur ein begrenztes Budget zur Verfügung stehen und damit solltest du genau kalkulieren. Daher:

  • Erstelle eine Prioritätenliste: Jedes neue Feature in deinem Shop kostet Geld und ist gleichzeitig mehr oder weniger sinnvoll. Muss dein Logo wirklich neu designt werden, wenn es deine Kunden bereits schätzen und lieben? Vielleicht ist das Geld doch besser angelegt in der Einbindung zusätzlicher Zahlungsanbieter?
  • Behalte den ROI im Auge: Der berüchtigte Return On Investment macht zwar keinen Spaß, sollte aber dein ständiger Leitfaden sein. Mit wie viel Umsatzplus kannst du rechnen, wenn du Summe X investierst? Am Ende des Tages ist eine stabile Bilanz leider wichtiger als der schönste Shop der Welt. Hier liest du mehr über die wichtigsten Zahlen im E-Commerce.
  • Angebote vergleichen: Agenturen gibt es jede Menge, günstige auch. Nach guten und günstigen dagegen wirst du suchen müssen. Schau dir daher in Ruhe das Portfolio der Anbieter an, bis du überzeugt von ihrer Arbeit bist und hole dir dann ein Angebot ein. Welche Leistungen sind inklusive, welche musst du extra bezahlen? Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.

    Wie du die passende Shopify Agentur in deiner Nähe findest, erfährst du in unserer Covid-19 Sonderfolge mit Johannes Altmann von Shoplupe. Hör rein!

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      Erst wenn deine finanzielle Planung ebenfalls auf stabilen Füßen steht, solltest du den Startschuss geben. Stellst du dagegen fest, dass ein Relaunch, so wie du ihn geplant hast, den finanziellen Rahmen sprengen würde, heißt es zurück auf ‚Los!‘ und das Konzept noch einmal überdenken. Besser, du führst den Umbau deines Shops in kleinen Schritten durch, als dich an einem großen Brocken monetär zu verschlucken.

      2. Ernst machen: Die Umsetzungsphase und ihre typischen Fehler

      Wenn das Konzept steht, die Finanzierung stimmt und du gegebenenfalls eine Agentur deines Vertrauens gefunden hast, geht es an die Umsetzung. Diese kann, je nach Zielsetzung des Relaunches, von einem Neudesign deiner Corporate Identity bis hin zur vollständigen technischen Überarbeitung deines Webauftrittes reichen. Sich mit jedem einzelnen Aspekt gezielt auseinanderzusetzen, ist genug Stoff für viele weitere Artikel.

      Allerdings ist die Umsetzung auch die Phase, in der sich die häufigsten und schwerwiegendsten Fehler im Relaunch-Prozess einschleichen – völlig unabhängig von Art und Umfang deines Shop-Updates. Diese zu vermeiden, sollte daher immer dein Hauptanliegen sein. Im Folgenden präsentieren wir dir diese typischen Fallstricke.


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      Vor Schönheit umkommen: Nie die User Experience vernachlässigen

      Der erste Fehler, den viele Webseitenbetreiber bei der Neugestaltung begehen, ist, sich zu sehr auf ein ausgefallenes Design zu konzentrieren und dabei die User Experience völlig außer Acht zu lassen.

      Was heißt das genau? User Experience, kurz UX, umfasst alle Erfahrungen, die ein Nutzer bei der Interaktion mit einem Produkt macht. Wie einfach oder kompliziert ist die Interaktion? Welchen Mehrwert erzielt der Anwender? Welche Emotionen werden dabei wachgerufen? Bei Softwareprodukten, wie einer Webseite, ist der wichtigste Aspekt der UX das sogenannte User Interface (UI). Das ist die Eingabe- und Informationsstruktur mit ihren Bildern, Texten und Buttons.

      Lesetipp: Wie sieht gutes Design aus? 21 top gestaltete Shopify-Stores findest du hier.

      Wo also liegt der Nutzen einer ungewöhnlichen Art-déco-Schriftart, wenn sie nur mit Mühe zu entziffern ist? Was bringt ein noch nie dagewesener Menüaufbau, wenn dein Besucher nach drei Klicks nicht mehr weiß, wo er gerade ist? Was hast du von Produktvideos anstelle von Fotos, wenn sie auf Mobilgeräten wegen fehlender Bandbreite nicht abgespielt werden?

      Die Antwort auf alle drei Fragen lautet: gar nichts. Funktionalität kommt im Webdesign immer an erster Stelle. Oder, wie ein UI-Experte einmal sagte: „Wenn es nicht so funktioniert, wie Ihre Nutzer meinen, dass es funktionieren sollte, dann ist es sch… lecht.“

      Das Rad schon wieder neu erfinden: Bestehende Themes nutzen

      Wenn wir bereits über Designentscheidungen sprechen: Es existieren wenig gute Gründe dafür, dass Theme für deinen Shop von der Pike auf neu programmieren zu lassen. So ein Graswurzelprozess frisst Unmengen an Geld und meistens kommt etwas dabei heraus, das in ähnlicher Form sowieso schon existiert.

      Denn Webseiten sind aus gutem Grund allesamt ähnlich gestaltet. So finden sich die Nutzer:innen schnell zurecht und schauen ganz instinktiv an der richtigen Stelle nach dem Button, den sie gerade suchen. Investiere deine Zeit also lieber darin, dich in den gängigen Theme-Stores ausgiebig umzuschauen, anstatt in unnötige Entwicklungsarbeit zu investieren.

      Selbst wenn du nichts findest, dass zu 100 Prozent deinen Vorstellungen entspricht – ein 99-Prozent-Treffer ist garantiert dabei.

      Kein Anschluss unter dieser Nummer: Mobile vergessen

      Wo wir schon beim Thema ‘Themes’ sind: Vergiss niemals, dass inzwischen gut ein Drittel der Menschen das Smartphone zum Shoppen benutzt. Konkret bedeutet das, bei der Auswahl deines Themes und der Gestaltung der UI-Elemente immer auch den kleinen Handybildschirm im Hinterkopf zu behalten.

      Winzige Buttons sind daher ebenso tabu wie ellenlange Dropdown-Menüs. Aufwändige 3D-Animationen deiner Artikel machen sich mit Flatrate und Kabelmodem vielleicht hervorragend, auf dem Mobilgerät allerdings fressen sie nur das Datenvolumen der Nutzer:innen auf.

      Im Idealfall planst du direkt eine eigene mobile Version deines Shops, die unter einer Subdomain wie mobil.meinShop.de zu erreichen ist. So bekommen deine Besucher das Beste aus zwei Welten geboten und Interessenkonflikte sind von vornherein ausgeschlossen.

      Technik, die nicht begeistert: Die technische Unabhängigkeit außer Acht lassen

      Weiterhin soll es Shop-Lösungen geben, die so kompliziert sind, dass Nutzer:innen mit einem Softwarearchitekten reden müssen, wenn sie nur ein neues Produkt einstellen wollen.

      Etwas drastisch formuliert, aber die Essenz dessen ist: Lege Wert darauf, nach dem Relaunch deines Shops unabhängig von IT-Experten zu sein.

      Sämtliche Funktionen des Tagesgeschäftes wie Produktpflege, Kundensupport oder Sonderaktionen solltest du problemlos selbst durchführen können. Technischer Support ist im Krisenfall hilfreich. Dich in Abhängigkeit von einer IT-Abteilung zu begeben, kann dagegen schnell sehr kostspielig werden.


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      Am Ziel vorbei: Die Bedürfnisse deines Marktes nicht kennen

      Als Nächstes sollte jede Entscheidung, die du in der Umsetzungsphase deines Relaunches triffst, immer im Sinne deiner Zielgruppe passieren.

      Die freundliche Frau von der Agentur möchte dir weismachen, dass du unbedingt das TikTok-Paket dazu buchen solltest? Unnötig, wenn deine Kundschaft aus älteren Menschen besteht, die mit dieser Social-Media-Plattform nichts anfangen können. Kreditkarten gehören in jedes Bezahlsystem? Nicht, wenn deine Zielgruppe sehr jung ist und die Plastikkarten gar nicht nutzt.

      Lerne deinen Markt noch vor dem Relaunch so gut wie möglich kennen. Stammdaten liefern dir bereits wichtige Erkenntnisse. Noch besser sind gezielte Kundenbefragungen in der Planungsphase.

      Es jedem recht machen: Der Versuch, sie alle abzuholen

      Genau in diesem Zusammenhang wird oft ein weiterer Fehler begangen: Einen Shop entwickeln zu wollen, der wirklich jeden anspricht. Aber genau das klappt meistens nicht, im Gegenteil.

      Menschen sortieren sich selbst gerne in Schubladen ein. Die eine sieht sich als Anime-Fan, der andere nennt sich Brettspiel-Nerd. Sie alle sprechen ihre eigene Sprache und sind auf der Suche nach Authentizität.

      Sei daher spezifisch. Du bist der Automotiv-Shop für Tuner und Bastler. Hier finden Autonarren alles, was ihr Herz begehrt – Beratung und Insidertipps inklusive, Szeneneulinge sind herzlich willkommen. Aber ihr Duftbäumchen soll Mutter Beimer doch bitte woanders bestellen.

      Identifiziere deine Nische und konzentriere dich voll und ganz darauf.

      Wenn jemand die Nische beherrscht, dann Daniel Theuerkaufer - Verleger und Onlinehändler im Brettspiele-Business. Seine Geschichte hörst du hier!

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      Zu glattrasiert: Wenn die Persönlichkeit fehlt

      Was uns direkt zum nächsten Fehler führt: mangelnde Kundennähe. Interessiert es dich, welche Shops es im riesigen Einkaufszentrum in der Großstadt gibt? Vermutlich nicht wirklich, du schaust nur auf die Marke. Mit dem kleinen inhabergeführten Laden nebenan aber verbindest du Emotionen und Gesichter.

      Zeige daher selbst dein Gesicht und verstecke dich nicht hinter einer kalten Chromfassade. Das heißt nicht unbedingt, dass du ein Foto von dir nebst vollständiger Biografie auf deiner Webseite platzieren musst. Aber erzähle deinen Gästen immer ein wenig über dich. Warum brennst du für deine eigenen Produkte? Was treibt dich an? Wie wurdest du zum Experten für deine Nische?

      So schaffst du Vertrauen, überzeugst deine Besucher:innen von deinem Angebot und bindest sie langfristig an deinen Shop.

      Weitere Tipps zum Aufbau einer Kundenbindung findest du hier:

      3. Zieleinlauf: Die Abschlussphase

      Gleich hast du es geschafft. Das frische Design steht, die neue Technik ist implementiert. Eigentlich bleiben jetzt nur noch drei Dinge zu tun, nämlich: Testen, testen und nochmals testen. Denn Fehler schleichen sich immer ein, auch wenn du Profis engagiert hast. Wir erinnern nur an die limitierte Edition eines japanischen Kleinwagens, die dazu führte, dass zahlreiche Autofahrer:innen mit der Aufschrift ‚Limited IQ‘ auf dem Heck herumfuhren…

      Überprüfe daher nicht nur, ob sämtliche Links korrekt gesetzt wurden und die technischen Aspekte deines Shops einwandfrei funktionieren. Finde auch jemanden, der alle Texte gegenliest und vor allem: Lass deinen neuen Shop auf Usability prüfen.

      Wichtig hierbei ist das Wörtchen ‚lass‘, denn du selbst bist der denkbar schlechteste Kandidat – schließlich weißt du, wie alles funktioniert. Suche dir stattdessen ein paar Tester aus deiner Zielgruppe. Nimm auch Menschen, die technisch völlig unversiert sind. Erst, wenn sich sogar deine Oma in deinem Shop mühelos zurechtfindet, kannst du die Testphase für beendet erklären.

      Unser letzter Tipp: A/B-Tests bringen es nicht 

      Zum Abschluss noch ein finaler Hinweis, denn wahrscheinlich hast du schon einmal von den sogenannten A/B-Tests gehört. Falls nicht: Dabei handelt es sich um Tests, bei denen nur ein einziges Element deiner Webseite verändert wird; beispielsweise ist ein Button einmal rot und einmal grün. Beide Versionen werden nun Tester:innen vorgelegt und sie um ihre Meinung gebeten. Schritt für Schritt soll so die bestmögliche Variante für deinen Internetauftritt ermittelt werden.

      Klingt anstrengend? Ist es auch. Außerdem furchtbar zeitintensiv und selten zielführend. Bei wirklich großen Entscheidungen, etwa ob der Inhalt des Warenkorbes permanent angezeigt werden soll oder nicht – ergeben sie vielleicht noch Sinn. Aber bei jedem kleinen Designelement? Auf keinen Fall!

      Lass dir also bitte nicht einreden, A/B-Tests seien die hohe Schule des Marketings. Das Verfahren stammt noch aus der Zeit der einseitigen Printkampagnen und ist für den Aufbau einer Webseite einfach nicht mehr zeitgemäß.

      Lesetipp: Das heißt nicht, dass die Änderung von bestimmten Elementen und Buttons keinen Einfluss auf deinen Erfolg haben wird! Wie du mit guten CTAs deine Conversions ankurbelst, schreiben wir hier.

      Relaunch!

      Soviel von uns an Tipps und Tricks für den erfolgreichen Relaunch deines Shops. Gründe für eine Neugestaltung gibt es genug, sei es ein veraltetes Design, eine unzeitgemäße Nutzeroberfläche oder überholte Technologie. Der wichtigste allerdings ist, deinen Kund:innen das beste Shopping-Erlebnis anbieten zu wollen, das sie finden können.

      Also, erstelle deinen Plan, sichere die Finanzierung und dann wage dich an die Umsetzung. Vermeide dabei bitte die häufigsten Fehler. Und nimm dir ausgiebig Zeit für das Testen. Dieser Schritt ist fast der wichtigste und wird häufig erst nach dem Launch gemacht, was dich selbst und die Agentur nur frustrieren wird.

      Hältst du dich an diese Schritte und beherzigst die Ratschläge aus diesem Beitrag, dann wird dein persönlicher Relaunch bestimmt ein voller Erfolg!


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      Häufige Fragen zum Redesign von Onlineshops

      Was ist ein Redesign oder Relaunch?

      Bei einem Relaunch oder Redesign werden bestimmte Komponenten einer Website überarbeitet. So werden bei einem Design-Relaunch (auch Redesign) äußerliche Eigenschaften den aktuellen Trends angepasst. Bei einem Struktur-Relaunch wird die Navigation der Website aktualisiert und bei einem Technik-Relaunch beispielsweise das Content-Management-System gewechselt. Dabei ist ein Mix der Kategorien möglich.

      Wann sollte man ein Redesign oder Relaunch machen?

      Die Zeit für einen Relaunch ist immer dann gekommen, wenn große Veränderungen an deiner Website anstehen, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Sollte das Layout deiner Website noch nicht für mobile Geräte geeignet sein oder deine Navigation viel zu umfangreich, solltest du unbedingt einen Relaunch in Betracht ziehen. Du musst allerdings nicht immer deine gesamte Website umkrempeln. Hältst du sie stetig aktuell, was Design, Struktur und Technik angeht, bleibt dir die ganz große Aufräumaktion erspart.

      Wie macht man ein Website Redesign?

      Vor der Durchführung eines Redesigns, solltest du ein Konzept aufstellen, in dem du festhältst, was geändert werden muss, und erste Entwürfe sammelst. Dabei solltest du auch Zeit und Kosten kalkulieren. Bei der Umsetzung musst du stehts deine Zielgruppe im Hinterkopf behalten, damit du ihnen nach Fertigstellung deiner neuen Website ein Erlebnis bieten kannst. Den letzten Schliff verpasst du deinem Relaunch, indem du alles testest und gegebenenfalls nachkorrigierst.

      Was ist bei einem Website Relaunch und Redesign zu beachten?

      Du solltest bei einem Relaunch immer deine Ziele im Auge behalten und daraus eine Prioritätenliste erstellen. So weißt du immer, was du unbedingt umsetzen musst oder an welcher Stelle du Kompromisse eingehen kannst, falls nicht alles klappt wie geplant. Vergiss dabei nicht deine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse und die Nähe zu deinen Kunden herzustellen. Auf technischer Seite solltest du ein System wählen, mit dem du auch nach Fertigstellung selbstständig umgehen kannst.

      Which method is right for you?Über die Autorin: Inara Muradowa ist SEO & Content Beraterin. Ihr Schwerpunkt ist der Bereich E-Commerce. Im Shopify-Blog porträtiert sie am liebsten erfolgreiche Gründer*innen und gibt Insider-Tipps zu aktuellen Trends.