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Preiskalkulation: Verkaufspreis berechnen für den Handel in 5 Schritten

Wettbewerbsfähig bleiben durch effektive Preisgestaltung

Wenn du ein neues Produkt in deinem Einzelhandelsgeschäft einführst, kann die passende Preisgestaltung durchaus eine Herausforderung sein. Wie kannst du einen Preis kalkulieren, der hoch genug ist, um einen Gewinn zu erzielen, aber nicht so hoch, dass er deine Kunden abschreckt?

Es gibt eine Vielzahl von mathematischen Formeln, die bei der Preiskalkulation, der Bestimmung der Marge, des Aufschlags, des Abschlags und der Rentabilität verwendet werden. Wenn du aber für Produkte im Direktverkauf und für den Großhandel einen Verkaufspreis berechnen möchtest, gibt es tatsächlich nur eine kleine Auswahl, die du kennen solltest.

Wie die Preiskalkulation speziell für das Dropshipping funktioniert, erklären wir gemeinsam mit einem Experten in unserem umfassenden Leitfaden.

In diesem Artikel werden wir dir einige Formeln für deine Verkaufspreis Kalkulation vorstellen. Mit diesen kannst du erfolgreiche Preisstrategien für dein Produkt entwickeln – egal ob du im Großhandel oder Einzelhandel verkaufst.

Diese fünf Schritte helfen dir bei der Preisgestaltung:


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Schritt 1: Recherchiere deinen Markt

MarktrechercheBevor du für ein Einzelhandelsprodukt eine Preiskalkulation durchführst, solltest du bestimmen, welches Marktsegment du erobern möchtest und wo du dich selbst darin einordnest.

Bist du zum Beispiel eine Discount-Marke, eine moderne Marke oder eine Designermarke?

Wenn ein niedrigerer Preis dein Wettbewerbsvorteil ist, solltest du dies bei deinen Recherchen im Hinterkopf behalten und deine Verkaufspreis Kalkulation entsprechend anpassen. Wenn deine Zielkunden eher preisbewusst sind oder ein hochwertiges High-End-Produkt suchen, sind dies ebenfalls Faktoren, die du bei der Marktforschung berücksichtigen solltest.

Weiterführende Informationen

Schritt 2: Kalkuliere deine Herstellungskosten

Die Herstellungskosten sind eine weitere wichtige Komponente deiner Preiskalkulation. Sie umfassen die Gesamtkosten für die Herstellung oder den Kauf eines Produkts, einschließlich Material, Arbeit und aller zusätzlich anfallenden Kosten, um die Waren in den Bestand und Verkauf zu bringen.

Die Herstellungskosten eines Produkts können mit der folgenden Berechnung bestimmt werden:

Gesamte Materialkosten + Gesamte Arbeitskosten + Zusätzliche Kosten und Gemeinkosten = Herstellungskosten

Schritt 3: Lege deinen Großhandelspreis fest

Großhandelspreis festlegenIm weiteren Verlauf deiner Verkaufspreis Kalkulation, wird der Großhandelspreis ermittelt. Ein guter Ausgangspunkt für die Festlegung deines Großhandelspreises ist die Multiplikation deiner Herstellungskosten mit dem Faktor zwei. Dadurch wird sichergestellt, dass deine Gewinnspanne im Großhandel mindestens 50 % beträgt.

Was ist die Gewinnspanne?

Die Gewinnspanne ist der Bruttogewinn, den ein Einzelhändler beim Verkauf eines Artikels erzielt.

Im Bekleidungssegment des Einzelhandels streben Marken typischerweise eine Gewinnspanne von 30 bis 50 % im Großhandel an. Händler, die direkt an den Verbraucher verkaufen, streben dagegen eine Gewinnspanne von 55 bis 65 % an. Die Gewinnspanne wird oft auch als Marge oder Aufschlagprozentsatz bezeichnet.

Nehmen wir zum Beispiel an, du verkaufst Badeanzüge. Wenn du für jeden gekauften Badeanzug 25 Euro bezahlst und diesen für 50 Euro pro Stück verkaufst, beträgt deine Gewinnspanne pro Anzug 25 Euro oder 50 %.

Die prozentuale Einzelhandelsmarge kann mit der folgenden Formel ermittelt werden:

(Verkaufspreis - Kosten) / Verkaufspreis = Einzelhandelsmarge in %

Für unsere Badeanzüge sähe das so aus:

(50 Euro Verkaufspreis - 25 Euro Kosten) / 50 Euro Verkaufspreis = 0,5 oder 50 % Einzelhandelsmarge

Lesetipp: Verkaufen im Einzelhandel und Onlineshop: Paper & Tea zeigt, wie es funktionieren kann

Schritt 4: Lege deine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) fest

Unverbindliche PreisempfehlungDie unverbindliche Preisempfehlung (auch empfohlener Verkaufspreis) ist der Preis, den eine Marke oder ein Hersteller den Händlern für ihr bzw. sein Produkt empfiehlt. Es sollte in jedem Fall gewährleistet sein, dass die Einzelhändler deinen UVP einhalten, damit sie dich oder deine anderen Einzelhandelspartner nicht unterbieten.

Den Verkaufspreis berechnest du mit der folgenden Formel:

Großhandelspreis / (1 - Aufschlagprozentsatz) = Einzelhandelspreis

Beispiel 1:

Hier ist ein Beispiel, das auf einem Großhandelspreis von 30 Euro und einem Aufschlagprozentsatz von 60 % basiert:

  1. Konvertiere den Aufschlagprozentsatz in eine Dezimalzahl: 60 % = 0,60
  2. Subtrahiere diesen Wert von 1 (um den Kehrwert zu erhalten): 1 - 0,60 = 0,40
  3. Teile den Großhandelspreis durch 0,40
  4. Das Ergebnis ist dein Verkaufspreis

30 Euro Großhandelspreis / (1 - 0,60) = 75 Euro Verkaufspreis

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Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir, wie du deinen Onlineshop einrichtest!

Recherchiere deinen Markt, um zu sehen, wie andere vergleichbare Marken oder Einzelhändler ihre Preise kalkulieren. Dann kannst du rückwärts arbeiten, um zu sehen, ob dein angestrebter Verkaufspreis auf Basis deiner Herstellungskosten realisierbar ist.

Beispiel 2:

Wenn dein angestrebter Einzelhandelspreis z. B. 60 Euro beträgt und du deinen Großhändlern eine Einzelhandelsmarge von 55 % und dir selbst eine Großhandelsmarge von 50 % einräumen möchtest, kannst du mit dieser Formel zur Preiskalkulation rückwärts arbeiten und den Großhandelspreis berechnen:

  1. Konvertiere den Aufschlagprozentsatz in eine Dezimalzahl: 55 % = 0,55
  2. Subtrahiere diesen Wert von 1 (um den Kehrwert zu erhalten): 1 - 0,55 = 0,45
  3. Multipliziere den Verkaufspreis mit 0,45
  4. Das Ergebnis ist dein Großhandelspreis

Einzelhandelspreis x (1 - Einzelhandelsmarge) = Großhandelspreis

60 Euro Verkaufspreis x (1 - 0,55) = 27 Euro Großhandelspreis

Berechne deinen Zielkostenpreis (Warenkosten), um eine Großhandelsmarge von 50 % zu erhalten:

  1. Konvertiere den Aufschlagprozentsatz in eine Dezimalzahl: 50 % = 0,50
  2. Subtrahiere diesen Wert von 1 (um den Kehrwert zu erhalten): 1 - 0,50 = 0,50
  3. Multipliziere den Großhandelspreis mit 0,50
  4. Das Ergebnis ist dein Zielkostenpreis

Großhandelspreis x (1 - Großhandelsmarge) = Zielkostenpreis

27 Euro Großhandelspreis x (1 - 0,50) = 13,50 Euro Zielkostenpreis

Unsere Podcast-Gäste haben erfolgreich eigene Unternehmen aufgebaut, jede Menge Preise kalkuliert und verraten dir ein paar Tipps. Hör rein!

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    Schritt 5: Lege zwei Preispunkte fest

    Wenn du also deine Produkte im Großhandel an Einzelhandelspartner und über deine Website oder deinen Pop-up-Shop direkt an Verbraucher verkaufst, macht die Entwicklung einer dualen Preisstrategie definitiv Sinn. Indem du deine Preiskalkulation für verschiedene Verkaufsziele durchführst, kannst du sicherstellen, dass du zu jedem Zeitpunkt einen Gewinn erzielst – unabhängig davon, ob du deine Produkte im Groß- oder Einzelhandel verkaufst.

    Das bedeutet, dass du einen externen Einzelhandelspreis für deine Produkte festlegst, der auf deiner Website aufgeführt ist und den deine direkten Kunden sehen. Hinzu kommt ein separater Großhandelspreis, den du dem Großhandel oder potenziellen Großhandelskunden in Form einer Preisliste mitteilst.

    Wenn du im Großhandel verkaufst, wirst du wahrscheinlich bei jeder Bestellung eine größere Menge verkaufen. Dadurch kannst du die Produkte entsprechend günstiger verkaufen und einen niedrigeren Preis kalkulieren.

    Du kannst deine Margen berechnen sowie die Großhandelspreise und die empfohlenen Einzelhandelspreise für deine Produkte festlegen.

    Lesetipp: Mit dynamischen Preisen kannst du deine Preisstrategie erweitern und dir bei der richtigen Umsetzung stetige Verkäufe sichern.

    Wenn du zum Beispiel Badeanzüge entwirfst und herstellst und diese über den Groß- und Einzelhandel verkaufst, musst du die folgenden Zahlen berücksichtigen:

    Herstellungskosten: 15 Euro, um einen Badeanzug herzustellen

    Großhandelspreis: 30 Euro

    Unverbindliche Preisempfehlung (UVP): 75 Euro

    Deine Großhandelsmarge:

    50 % Großhandelsmarge = (30 Euro Großhandelspreis - 15 Euro Herstellungskosten) / 30 Euro Großhandelspreis

    Die Marge der Händler, wenn sie deinen UVP verwenden:

    60 % Einzelhandelsmarge = (75 Euro Einzelhandelspreis - 30 Euro Großhandelspreis) / 75 Euro Einzelhandelspreis

    Deine Einzelhandelsmarge beim direkten Verkauf an den Verbraucher (D2C):

    80 % Einzelhandelsmarge = (75 Euro Einzelhandelspreis - 15 Euro Herstellungskosten) / 75 Euro Einzelhandel

    Mit der oben beschriebenen Verkaufspreis Kalkulation für den Groß- und Einzelhandel erzielst du eine Bruttogewinnspanne von 50 % bei deinen Großhandelsbestellungen und 80 % bei deinen Direktbestellungen.


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    Preiskalkulation im Groß- und Einzelhandel: Zusammenfassung

    Nachdem du nun ein besseres Verständnis der Formeln zum Verkaufspreis Berechnen hast, kannst du loslegen. Du kannst eine Tabelle erstellen, die deine Produkte nach Stilnummer und Name auflistet und Spalten für die Herstellungskosten, den Großhandelspreis, die Großhandelsmarge, den Einzelhandelspreis und die Einzelhandelsmarge enthält.

    Verwende die Formeln zur Preiskalkulation oben, um ein Kalkulationsdiagramm zu erstellen, in das du jedes Mal Zahlen einfügen kannst, wenn du für ein neues Produkt Verkaufspreise berechnen musst.


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    Häufig gestellte Fragen zur Preiskalkulation

    Was bedeutet Preisgestaltung?

    Bei der Preisgestaltung legst du Preise für deine Produkte fest. Dabei gibt es verschiedene Faktoren, die du beachten solltest. Einerseits muss der Preis hoch genug sein, dass du mit dem Verkauf Gewinne erzielst. Andererseits musst du die Erwartungen deiner Zielgruppe und das Verhalten deiner Konkurrenz (also deinen Markt) im Auge behalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Wie funktioniert Preisgestaltung?

    Bei der Preisgestaltung gehst du am besten in fünf Schritten vor. Als erstes recherchierst du dein Marktsegment, um herauszufinden, was deine Kundschaft erwartet. Daraufhin kalkulierst du deine Herstellungskosten. Zusammen mit deiner gewünschten Gewinnspanne ergibt sich dein Großhandelspreis und deine unverbindliche Preisempfehlung für den Einzelhandel. Verkaufst du deine Produkte nicht nur B2B sondern auch B2C, solltest du dir eine duale Preisstrategie überlegen.

    Wie funktioniert Preiskalkulation?

    Um Verkaufspreise zu berechnen, benötigst du zunächst die Herstellungskosten. Diese multiplizierst du mit dem Faktor 2, um einen Großhandelspreis mit einer Gewinnspanne von 50% zu erhalten. Für die UVP subtrahierst du einen Aufschlagsprozentsatz von beispielsweise 60% (0,60) von 1, um den Kehrwert (0,40) zu erhalten. Deinen Großhandelspreis dividierst du mit diesem Kehrwert und erhältst deinen Verkaufspreis.

    Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

    Dieser Artikel von Alexis Damen erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.