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Pre-Orders: Den Hype um Vorbestellungen für den Business-Erfolg nutzen

Illustration einer Hand,d ie einen Tablett mit einem Deckel hält, der bereit ist, geöffnet zu werden

Vorbestellungen waren für Online-Unternehmen noch nie so vielseitig und effektiv wie heute.

Du kannst morgens ein Produktbild mit einer kurzen Beschreibung einstellen und bereits am Abend Hunderte von Bestellungen aus der ganzen Welt haben. Dies kann die Markteinführung des Produkts validieren und sogar die Finanzierung sicherstellen.

Es gibt viele überzeugende Gründe, Vorbestellungen anzubieten. Hierzu zählen die positiven Auswirkungen auf den Cashflow, die Flexibilität, die sie deinen Produkteinführungen bieten, und eine Reduzierung der damit verbundenen Risiken. 

Dabei gibt es viel zu beachten. Gehen wir also die verschiedenen Arten von Produktvorbestellungen durch, wie du Pre-Orders einrichtest und wie du deine Vorbestellungskampagne zu einem Erfolg machst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine Vorbestellung?
  2. Wann und warum Pre-Orders anbieten?
  3. Auswahl deiner Vorbestellmethode: Sofort bezahlen vs. später bezahlen vs. Crowdfunding
  4. Wie funktionieren Produktvorbestellungen mit Shopify?
  5. Strategien für eine erfolgreiche Pre-Order-Kampagne
  6. Validierung deiner nächsten Produktinnovation mit Vorbestellungen

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Was ist eine Vorbestellung?

Eine Pre-Order ist eine Bestellung für einen Artikel, der noch nicht auf dem Markt ist oder derzeit nicht auf Lager ist. Die Artikel werden an die Kaufenden versandt, sobald sie verfügbar sind. Vorbestellungen ermöglichen es den Leuten, Produkte zu bestellen, bevor sie verfügbar sind.

Allerdings erfordern unterschiedliche Situationen unterschiedliche Arten von Vorbestellungen. Ein Startup, das Geld für seine erste Produktionsserie benötigt, hat andere Bedürfnisse als eine etablierte Marke, die ihre nächste Version testen, validieren und bekannt machen möchte. Die Präsentation eines ehrgeizigen Erstlaufs eines Produkts erfordert wahrscheinlich mehr Spielraum als eine Variation eines bewährten Favoriten.

Vorbestellungen können von einer Vielzahl von Unternehmen mit großem Erfolg genutzt werden – von Start-ups über große Unternehmen (z. B. Sonys riesiger Vorverkauf der Playstation 5) bis hin zu kleineren Boutique-Unternehmen.

Lesetipp: Du stehst noch ganz am Anfang? So gründest du dein eigenes Kleinunternehmen.

Wann und warum Vorbestellungen anbieten?

Eine Person mit einer Uhr am Handgelenk sitzt vor einem Laptop und wartet auf den Start einer Pre-Order-KampagneDer Verkauf von physischen Waren kann mit erheblichen Risiken und Kapital verbunden sein. So ist es durchaus üblich, Tausende von Euro in die Produktentwicklung und das Inventar zu investieren, das sich vielleicht verkauft, vielleicht aber auch nicht. Und all das basierend auf einem Bauchgefühl und ungewisser Annahmen. Die Generierung von Vorbestellungen, bevor in die Produktion investiert wird, kann ein wertvoller Ansatz zur Produktvalidierung sein.

Ein Geschäft mit physischen Waren zu führen, kann zudem chaotisch und kompliziert sein:

  1. Die Produktherstellung involviert in der Regel mehrere Drittanbieter, mit denen du dich abstimmen musst.
  2. Diese Lieferanten müssen dann ihren Teil des Produkts (oft aus Übersee) an dich oder deinen Fertigungspartner liefern. 
  3. Danach müssen die Endprodukte verpackt werden (wobei die Verpackungen wahrscheinlich ebenfalls extern bezogen wurden), bevor das Produkt dann endlich versandfertig ist.

Und dabei sind die komplizierten Designprozesse, potenzielle Beschaffungsprobleme und die wechselseitige Kommunikation noch gar nicht berücksichtigt.

Zeitaufwendig? Definitiv. Es ist ein Wunder, wenn alles nach Plan läuft. Außerdem ist es teuer. Und selbst bei günstigen Konditionen dauert es oft mindestens 6 Wochen von der Bestellung bei deinem Lieferanten bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Produkt in deinem Lager steht. Erst dann kannst du mit dem Verkauf und dem Decken deiner Kosten beginnen.

Lesetipp: Beim Dropshipping kannst du einige dieser Hürden verkleinern. In unserem Dropshipping-Guide erfährst du wie.

Mithilfe von Vorbestellungen können Marken mit der Annahme von Bestellungen beginnen und Geld erhalten, während der oben beschriebene Prozess noch im Gange ist. Dies steht im Gegensatz zu dem üblichen „Wasserfall“-Ansatz, bei dem eine Phase auf die andere folgen muss. 

Ein weiterer hervorragender Anwendungsfall für Vorbestellungen ist das Minimum Viable Product (oder MVP). Das Konzept der Validierung einer Produktidee vor der Umsetzung ist in der Softwarebranche gang und gäbe. Im E-Commerce wird darüber jedoch weitaus weniger gesprochen. Bei physischen Produkten gestaltet sich das Ganze naturgemäß etwas schwieriger. Es war jedoch noch nie so einfach, neue Produktbilder zum Testen eines Produkts zu erstellen. Durch späteres Bezahlen und Produktvorbestellungen über Crowdfunding können Shops neue Designs und Farbvarianten im Voraus präsentieren. So müssen sie sich nicht auf die Produktion festlegen, wenn sich das Angebot nicht gut genug verkauft und entsprechend bewährt.

Die Gründer von Fluxbag, Jens Thiel und  haben den Ansatz der Produktvalidierung mit Crowdfunding gelöst. Ihre Kampagne auf Kickstarter half ihnen dabei zu testen, wie gut ihr Produkt ankommt. Durch das gesammelte Feedback, konnten sie ihr Produkt bis zum Release verbessern, ohne bereits eine Vielzahl an Produkten produziert zu haben.

Das Tolle an Jens und Lucas Geschichte ist der geringe Einsatz ihres Experiments. Hätte es kein Interesse gegeben, hätten sie nur den Zeit- und Kostenaufwand für die Erstellung ihrer Prototypen und die Durchführung der Crowdfunding-Kampagne gehabt. Damit konnten die beiden das Interesse an ihrem Produkt direkt über Vorbestellungen erfassen.

Die erste Kickstarter-Kampagne von FLUXBAG als Beispiel einer Pre-Order-Kampagne

Auswahl deiner Vorbestellmethode: Sofort bezahlen vs. später bezahlen vs. Crowdfunding

Es gibt einige verschiedene Kategorien von Vorbestellungen, jede davon mit ihren eigenen passenden Anwendungsfällen:

  • Vorbestellungen mit sofortiger Bezahlung. Dies ist die häufigste Art der Vorbestellung. Es handelt sich im Grunde um einen normalen Kauf mit einer längeren Lieferzeit.
  • Pre Order mit späterer Bezahlung. Eine Person gibt ihre Bestellung mit der Absicht auf, in der Zukunft zu bezahlen. Es besteht Einvernehmen darüber, dass sowohl verkaufende als auch kaufende Person in Zukunft von diesem Geschäft zurücktreten können, da noch kein Geld geflossen ist.
  • Pre-Order-Kampagnen via Crowdfunding. Auf Crowdfunding-Websites wie Kickstarter können Marken ihre geplanten Produkte mit einem groben Zeitplan für die Lieferung (oft Monate, nicht Tage) einstellen. Meist besteht ein Einvernehmen darüber, dass der Kundschaft in Zukunft nur dann etwas berechnet wird, wenn eine bestimmte Anzahl von Vorbestellungen eingeht.

Hinweis

Einige Länder verbieten oder beschränken den Kauf eines Produkts, wenn kein Lagerbestand für dieses vorhanden ist. Wenn das bei dir der Fall ist, werden Vorbestellungen mit späterer Bezahlung wahrscheinlich deine einzige Option sein. Wie immer solltest du genau recherchieren, um sicherzustellen, dass du alle geltenden Vorschriften einhältst.

Vorbestellungen mit sofortiger Bezahlung

Bei dieser Art der Produktvorbestellung wird die Zahlung sofort am Checkout abgewickelt, genau wie bei einem normalen Kauf. Auf dem Button „Jetzt kaufen“ wird stattdessen jedoch „Jetzt vorbestellen“ stehen. Auch werden zusätzliche Informationen angezeigt, welche die längere Lieferzeit erklären.

Vorteile:

  • Du wirst im Voraus bezahlt, was sich positiv auf den Cashflow auswirkt.
  • Dieses Modell kann verwendet werden, um Kundschaft für bestehende Produkte zu akquirieren, die nicht mehr vorrätig sind, aber zu einem bestimmten Datum wieder verfügbar werden sollen.
  • Viele Apps für Vorbestellungen können so eingestellt werden, dass sie automatisch Pre-Orders annehmen, wenn ein Produkt nicht mehr vorrätig ist.
  • In der Regel gibt es hierbei die Möglichkeit, eine zusätzliche Information (z. B. das Versanddatum) anzuzeigen.

Nachteile:

  • Reguläre Bestellungen werden im Warenkorb der Kundschaft mit Vorbestellungen vermischt. Das macht die Berechnung der Versandkosten komplizierter und kann Kommunikationsprobleme verursachen.
  • Nicht so gut für unsichere oder längere Vorlaufzeiten geeignet, da die Kundschaft im Voraus bezahlt hat. Größere Verspätungen bei Lieferanten und Lieferungen können sich negativ auf den Ruf der Marke auswirken und den Kundenservice belasten.

Lesetipp: Erfahre mehr darüber, wie sich die Versanddauer auf deinen Umsatz auswirkt.

Pre Order mit späterer Bezahlung

Mehrere Personen zeigen auf einen Laptop und wollen eine Vorbestellung absendenGenau wie bei Vorbestellungen mit sofortiger Bezahlung wird die Schaltfläche „Jetzt kaufen“ durch eine Schaltfläche mit „Jetzt vorbestellen“ ersetzt. Bei dieser Methode werden die Vorbestellungen jedoch in einem separaten System aufbewahrt, bis du zum Zahlungseinzug bereit bist. Wenn es soweit ist, werden die Zahlungslinks versandt, damit deine Kundschaft ihre Bestellung über deinen Onlineshop abschließen kann.

Vorteile:

  • Du kannst Bestellungen für kommende Produkte erfassen, da die Kundschaft erst dann zahlen muss, wenn du bereit bist.
  • Teste neue Produkte / Varianten, indem du eine Vorbestellung anbietest und erst dann die Kundschaft zur Kasse bittest und die Produktion anstößt, wenn du genügend Bestellungen erhalten hast.
  • Ermöglicht dir eine flexible Abrechnung, sei es vor oder nach der Bestellung bei deinen Lieferanten.
  • Alle Pre Orders werden bis zur Bezahlung in ihrem eigenen System getrennt von allen anderen Bestellungen verwaltet.
  • Die Apps enthalten oft eine E-Mail-Kampagne für jedes Produkt, mit der Aktualisierungen, Verzögerungen und Zahlungslinks kommuniziert werden können.
  • Produktvorbestellungen mit nachgelagerter Bezahlung kannibalisieren im Allgemeinen nicht die Bestellungen für deine regulären Produkte. Die Leute haben oft einen bestimmten Betrag im Kopf, den sie bereit sind, auszugeben. Diese Art der Pre Order belastet dieses mentale Budget nicht, da das Geld erst in der Zukunft überwiesen wird.

Nachteile:

  • Die Zahlung wird nicht sofort eingezogen.
  • Wenn die Zahlung letztendlich angefordert wird, werden höchstwahrscheinlich nicht alle Produktvorbestellungen in tatsächliche Käufe konvertiert werden.
  • Nicht vorrätige Produkte werden nicht automatisch als Vorbestellung aufgeführt.

Pre-Order-Kampagnen via Crowdfunding

Crowdfunding (bekannt geworden durch Kickstarter) basiert auf der Idee, dass eine große Gruppe von Einzelpersonen (die Crowd) ein neues Produkt oder Projekt finanziert. Dies steht im Gegensatz zu traditionellen Investitionen durch Banken oder Risikokapitalgeber. 

Die Investitionen erfolgen in der Regel in Form von Vorbestellungen mit einer längeren Lieferzeit (oft mehr als 6 Monate). Dieses Angebot wird auf einer Kampagnenseite vorgestellt, auf der erklärt wird, worum es sich bei dem Produkt handelt, warum es wichtig ist und warum die Investition erforderlich ist. Der Prozess wird über eine Plattform wie Kickstarter, IndieGogo oder deinen eigenen Shop über eine Shopify-App eines Drittanbieters abgewickelt.


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    Vorteile:

    • Eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne validiert ein neues Unternehmen oder eine Produktidee. Hier kannst du ein Mindestumsatzziel festlegen, das die Kampagne erreichen muss, bevor die Bestellungen tatsächlich verarbeitet und ausgeführt werden.
    • Du wirst Geld im Voraus erhalten, das zur Finanzierung der Produktion verwendet werden kann.
    • Gut für erstmalige Produkteinführungen, da die Fulfillment-Zeiten von über 6 Monaten für solche Kampagnen als normal angesehen werden. Außerdem sind Crowdfunding-Unterstützer oft Early Adopters, die etwas toleranter gegenüber kleinen Produktproblemen und Verzögerungen sind.
    • Crowdfunding-Plattformen von Drittanbietern sind oft bereit, dich und dein Projekt bei ihrem Publikum bekannt zu machen (vor allem, wenn dein Produkt besonders innovativ oder zeitgemäß ist). So können schon einmal bis zu 50 % deiner Finanzierungszusagen durch den E-Mail-Newsletter der Plattform und die organische Suche generiert werden.

    Nachteile:

    • Nicht besonders gut für sukzessive Produktreleases. Besser geeignet für neue Ideen und Unternehmen.
    • Wenn du eine Plattform eines Drittanbieters verwendest, ist das oft mit viel Arbeit verbunden. Du musst eine zugkräftige Kampagnenseite aufsetzen (zum Beispiel benötigst du meist ein Video und unterstützendes Bildmaterial, um das Produkt vorzustellen).
    • Crowdfunding-Plattformen verlangen in der Regel zusätzlich zu den Transaktionsgebühren eine Provision von etwa 5 %.
    • Die meisten größeren Crowdfunding-Kampagnen erreichten ihre Ziele, indem sie Traffic für die Website eines anderen Unternehmens (z. B. ihre Kampagnenseite auf Kickstarter) generierten.
    • Die Kundschaft besteht hier hauptsächlich aus „Early Adopters“, die möglicherweise nicht deine Zielgruppe sind.

    Lesetipp: Wenn du dich für Crowdfunding interessierst, solltest du dir die Übersicht von Shopify über die besten Crowdfunding-Websites ansehen.

    Wie funktionieren Pre-Order-Kampagnen mit Shopify?

    Der einfachste Weg, eine Vorbestellung auf Shopify einzurichten, besteht darin, eine Shopify-App mit den richtigen Funktionen für deine Kampagne zu installieren.

    Der Kernpunkt der meisten dieser Apps ist die Mitteilung, dass es sich bei dem betreffenden Produkt um ein Vorbestellungsangebot handelt, das erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgeliefert wird. Dies wird in der Regel dadurch kommuniziert, dass die Schaltfläche „Kaufen“ durch „Vorbestellen“ ersetzt wird, oft zusammen mit zusätzlichem Kontext auf der Produktseite.

    example of pre-order skateboard
    Quelle: H-street

    Sobald die Produktvorbestellungen erfasst wurden, werden sie entweder im Bestellmanagementsystem von Shopify oder im Dashboard deiner App für Vorbestellungen gesammelt – je nachdem, ob die Vorbestellung bereits den Checkout passiert hat. 

    Die meisten (aber nicht alle) Vorbestellungs-Apps basieren auf folgenden Funktionen:

    • Welches Produkt / welche Variante wird vorbestellbar sein und unter welchen Bedingungen (z. B. 0 Lagerbestand, bestimmte Variante, Zeitlimit etc.)
    • Die visuelle Gestaltung des Buttons
    • Optimierungsfunktionen für die Conversion (z. B. ein Countdown-Timer)

    Nachdem du die App aus dem Shopify App Store installiert hast, kannst du im Shopify-Dashboard über den Abschnitt „Apps“ auf die App zugreifen und mit der Erstellung von Angeboten beginnen. Die App reagiert auf deine Auswahl und interagiert entsprechend mit dem Theme deines Shops. Wenn du auf Probleme stößt, solltest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung des App-Entwicklers befolgen oder dich an dessen Kundendienst wenden.

    Wir haben die besten Shopify Apps in einem Blogbeitrag für dich gesammelt. In der folgenden Liste findest du vier Empfehlungen speziell, um Pre-Order-Kampagnen in deinem Shopify-Store durchzuführen.

    Vorbestellungs-Apps für Shopify

    • Pre-order NowÄndere die Schaltfläche „In den Warenkorb“ automatisch in „Vorbestellen“, wenn ein Artikel nicht mehr vorrätig ist, oder zeige einen „Vorbestellen“-Button für Produkte an, die demnächst erhältlich sein werden. Enthält zusätzliche Funktionen wie Badges, E-Mails, Tagging, Warnmeldungen für gemischte Warenkörbe und Rabatte.
    • PreProduct: PreProduct ist eine Vorbestellungs-App mit nachgelagerter Bezahlung, bei der es darum geht, zukünftige Produkte zu testen und Verkäufe zu generieren. Damit können Marken in jeder Phase des Entwicklungsprozesses neuer Produkte Bestellungen generieren und dann Zahlungslinks versenden, wenn alle Ampeln auf Grün stehen. Zu den Funktionen gehören anpassbare E-Mail-Kampagnen, die Analyse und Verwaltung von Vorbestellungen sowie ein anpassbarer Warenkorb.
    • Pre-order ManagerFunktioniert sofort und ohne Anpassung des Themes. Du kannst deinen Vorverkauf verwalten, deinen Text automatisch ändern, um „Ausverkauft“-Hinweise zu verbergen, und Rabatte für vorbestellte Artikel anwenden.
    • CrowdfunderWenn du bereits einen etablierten Shop hast, kannst du die Gebühren von externen Crowdfunding-Sites vermeiden, indem du mit der Crowdfunder-App finanzielle Mittel einwirbst. Biete Vorbestellungen an, während du dein Finanzierungsziel auf der Produktseite und deine aktuelle Unterstützerzahl anzeigst. 

    Strategien für eine erfolgreiche Vorbestellungskampagne

    Sobald du eine Pre-Order-App eingerichtet hast, ist die Einrichtung neuer Produkte mit der Option einer Vorbestellung relativ einfach. Den größten Teil deiner Zeit wirst du für die Fotografie und die Texte auf deiner Produktseite aufwenden.

    Wahrscheinlich hast du deinen eigenen Prozess für die Veröffentlichung von Texten und visuellen Elementen. Nachfolgend jedoch ein paar Tipps für die Erstellung von Produktbildern im Vorfeld:

    • Verwende Muster deines Lieferanten für das Foto-Shooting, damit du deine Produktaufnahmen fertigstellen kannst, bevor dein Inventar eintrifft.
    • Hast du bereits ähnliche Produkte aufgenommen und die Bilder nachbearbeitet? Es könnte weitaus billiger und effizienter sein, einen Bildbearbeiter auf einer Freelancer-Website zu engagieren, um diese bestehenden Fotos anzupassen, als den gesamten Prozess der Konzeption, des Shootings und der Retusche von Grund auf neu zu organisieren.
    • Es gibt auch Apps und Dienste, die mithilfe von digitaler Rendering-Software Produktfotos für dich erstellen. Dies kann beispielsweise bei gängigen Modeartikeln gut funktionieren.
    • Manchmal verfügen Lieferanten über hochwertige Fotos eines ähnlichen Produkts, die du als Grundlage für die Aufbereitung einer neuen Produktaufnahme verwenden kannst.

    Noch mehr Tipps für deinen Pre-Order-Launch findest du in diesen Artikeln:

    Die Vermarktung eines Vorbestellungsprodukts kann über alle üblichen E-Commerce-Kanäle erfolgen, die du bereits nutzt. Allerdings haben sich die folgenden Strategien als besonders erfolgreich erwiesen:


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    1. Virale Loops und Incentives

    Echte Viralität lässt sich nur schwer auf Abruf erzeugen. Aber Anreize zum Teilen deines neuesten Vorbestellungsprodukts sind definitiv ein Weg, um den Grundstein dafür zu legen. Ein gängiges Beispiel ist das Angebot eines Preisnachlasses für jeden, der den Link zu deinem Shop über sein Social-Media-Konto teilt. Dies geschieht in der Regel über eine weitere Drittanbieter-App.

    Das Angebot eines zeitlich begrenzten Rabatts nur für Vorbestellungen kann eine gute Möglichkeit sein, die Dringlichkeit eines Kaufs zu erhöhen. Wenn du deine Vorbestellung nicht rabattieren, aber dennoch zum Teilen anregen möchtest, kannst du Exklusivität durch eine Warteliste schaffen. Vielleicht ist deine erste Auflage begrenzt. Personen könnten aber einen Link zu deinem Shop teilen, um auf der Warteliste vorzurücken und sich einen Platz zu sichern.

    Werde kreativ mit deinen Incentives.

    Lesetipp: Wie du auch ohne Rabatte deinen Umsatz steigerst.

    Kitri, eine Londoner Modemarke, hat es geschafft, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig durch Vorbestellungen einen Kaufanreiz zu schaffen. Die Website der Marke stellt die Philosophie hinter den Vorbestellungen von Kitri vor (übersetzt aus dem Englischen):

    „Es ist uns ein Anliegen, nur in begrenzten Stückzahlen zu produzieren. Dabei ist uns jedoch bewusst, dass dadurch viele von euch unsere beliebtesten Modelle verpassen. Vorbestellungen bedeuten, dass wir nur das produzieren, was ihr kauft, was Abfall reduziert und besser für den Planeten ist! Außerdem bedeutet es, dass ihr euch schon bald ausverkaufte Styles sichern könnt.“

    Eine Produktvorschau der Webite des Modelabels Kitri als Beispiel für Pre-Order-Kampagnen durch Virale Loops und Incentives
    Quelle: Kitri Studios

    2. Setze auf bezahlte Social-Media-Werbung

    Es ist wahrscheinlich keine Überraschung, dass Social-Media-Werbung gut für Vorbestellungen funktioniert. Höchstwahrscheinlich wirst du wissen, welche Plattform für dein Business am besten geeignet ist – sei es Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat oder TikTok

    Hier einige Strategien für bezahlte Aktionen in den sozialen Medien:

    • Verwende eine „Lookalike“-Zielgruppe auf Facebook / Instagram, die auf deinem aktuellen Kundenstamm basiert. Teste dann 3 oder 4 verschiedene Werbemittel für die Vorbestellung in der Werbeanzeige. Wenn du über eine ausreichend große Liste verfügst und die Möglichkeit hast, nach früheren Käufen zu segmentieren, kannst du Kundschaft ansprechen, die in der Vergangenheit bereits ähnliche Artikel gekauft haben.
      Bei der Erstellung von Zielgruppen auf Facebook musst du ein paar Dinge beachten, damit dein Facebook-Marketing zum Erfolg wird.
    • Sprich Personen erneut an, die deine Vorbestellungsseite besucht, aber nicht gekauft haben. Du kannst hierbei auch einen Rabatt einbinden. Denke nur daran, ein „Cookie-Banner“ in deinem Shop einzurichten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
    • Ein kurzes Video, das in den sozialen Medien geteilt werden kann, ist ein wirkungsvolles Mittel, um dein Produkt bekannt zu machen. Vor allem, wenn das Video / Produkt neuartig, interessant oder lustig ist.

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    3. Nutze Communitys

    Bist du vielleicht Teil einer Online-Community? Die Werbung für deinen neuesten Release in einer Community kann ein hervorragender kostenloser Marketingkanal sein. Facebook-Gruppen, Foren und Slack-Channels sind gute Möglichkeiten, um mit Menschen in Kontakt zu treten, die ein bestimmtes Interesse haben.

    Welche Art von Person spricht dieses neue Produkt an?

    Mehrere Personen sitzen an einem Tisch und sprechen über ihre neueste ProduktvorbestellungAchte unbedingt darauf, nicht als spammig oder allzu werblich zu erscheinen. Wenn du noch keinen Ruf in der Community hast, solltest du dir immer vor Augen halten, dass Menschen gerne von anderen Menschen kaufen. Von daher solltest du Anekdoten erzählen, auf Kommentare antworten, echtes Interesse zeigen und das alles als Gelegenheit nutzen, deiner Zielgruppe näher zu kommen.

    Du kannst SparkToro verwenden, um herauszufinden, wo sich deine Zielkundschaft aufhält. Je spezifischer für deine Marke und dein Produkt, desto besser.

    Early Adopters lieben es, die Ersten zu sein, die ein neues Produkt in die Hände bekommen. Dies kannst du auszunutzen, indem du eine ausgewählte Gruppe ansprichst, bevor du dich an den Rest deiner Zielgruppe wendest.

    Lesetipp: Communitys kannst du auch zur Inspiration für neue Produktideen nutzen.

    4. Kooperiere mit Influencern

    Eine wirkungsvolle Methode, um Personen mit einer hohen Kaufabsicht anzulocken, ist die Zusammenarbeit mit einer anderen Marke oder Influencer:innen im Rahmen einer limitierten Auflage. Es gibt verschiedene Plattformen für die Influencer-Recherche, auf denen du die Person finden kannst, die am besten zu deinem Produkt passt.

    Produktvorbestellungen mit nachgelagerter Bezahlung bieten dir die Möglichkeit, Experimente mit geringem Risiko durchzuführen. So kannst du beispielsweise mit Influencer:innen über die Einführung eines Partnerprodukts verhandeln, sofern sie eine bestimmte Anzahl von Vorbestellungen generieren können. Wenn das Ziel nicht erreicht wird, schickst du deiner Kundschaft einfach eine E-Mail, um ihnen mitzuteilen, dass du die Zahlung nicht einziehen wirst. Wenn das Projekt aber funktioniert, hast du gerade eine neue Quelle gefunden. 

    Das Influencer-Marketing ist gereift, wobei viele Influencer ihren Wert kennen. Das bedeutet, dass die Preise noch nie so hoch waren.

    Eine günstigere aber risikoreichere Methode ist der Versand von Produktmustern vor der Markteinführung an eine Handvoll speziell ausgewählter Personen. Du könntest eine handschriftliche Notiz beifügen, in der du erklärst, warum du diese Person für dieses Produkt ausgewählt hast. Wahrscheinlich ist es besser, nicht ausdrücklich eine Gegenleistung zu verlangen, da es manipulativ erscheinen könnte. Wenn es ihnen gut genug gefällt, kann es durchaus sein, dass sie dein Produkt trotzdem in ihrem Feed posten.

    Außerdem kannst du versuchen Micro-Influencer:innen für dein Produkt zu begeistern. Dabei handelt es sich einfach um Personen mit einem kleinen, aber engagierten Publikum. Ihnen wird ein Anreiz geboten, dein Produkt in den sozialen Medien zu teilen, um sich Treuepunkte oder eine Provision zu sichern.


      Hör rein in unseren Podcast mit den Gründern von blowdrops. Sie setzen auf Influencer-Marketing zur Produktvermarktung.

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      Validierung deiner nächsten Produktinnovation mit Vorbestellungen

      Die Möglichkeit, Produkte zu validieren, Hype zu erzeugen und den Cashflow durch Vorbestellungen zu verbessern, kann in jeder Phase deines Unternehmens ein hervorragender Ansatz sein.

      Ob Crowdfunding für ein Startup, Vorbestellungen mit nachgelagerter Bezahlung für die Einführung neuer Produkte oder Vorbestellungen mit sofortiger Bezahlung, um das Banner „Nicht auf Lager“ zu ersetzen – mit dieser Strategie kannst du Bestellungen erfassen, bevor du zum Versenden bereit bist.

      Illustration von Eugenia Mello


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      Häufig gestellte Fragen zu Pre-Orders

      Was ist ein Pre-Order-Produkt?

      Unter Pre-Orders versteht man Produkte, die derzeit in Planung aber noch nicht bereit für den Verkauf sind. Deine Kundschaft kann die Produkte bereits jetzt kaufen, erhält diese aber dennoch erst zum eigentlichen Produkt-Launch.

      Warum sollte ich Produktvorbestellungen anbieten?

      Wenn du ein Produkt zur Vorbestellung frei gibst, kannst du daraus einige Vorteile ziehen. Zum einen baust du mit der richtigen Marketing-Strategie einen Produkt-Hype auf, noch bevor es überhaupt auf dem Markt kam und kannst so deine Verkäufe zum Launch steigern. Zum Anderen kannst du so testen, ob dein Produkt überhaupt Interesse weckt und es wert ist, in Produktion zu gehen. Außerdem kannst du geschickt Feedback von Interessenten einholen, um dein Produkt während der Planung zu optimieren.

      Wann müssen Vorbestellungen bezahlt werden?

      Bei der Bezahlung kannst du zwischen drei möglichen Szenarien wählen: 1. deine Kundschaft zahlt direkt bei Bestellung, 2. deine Kundschaft zahlt erst, wenn das Produkt fertig ist, 3. du nutzt eine Crowdfunding-Kampagne und deine Kundschaft zahlt nur, wenn das Funding-Ziel erreicht wird. Da jede dieser Methoden ihre Vor- und Nachteile hat, gibt es nicht den einen richtigen Weg zum Pre-Order-Erfolg.

      Welche Strategien gibt es bei Pre-Order-Kampagnen?

      Die Vermarktung deiner Pre Orders kannst du über alle E-Commerce-Kanäle durchführen, es gibt allerdings ein paar Strategien, die sich besonders für Produktvorbestellungen eignen: 1. Erzeuge virale Loops und Incentives, 2. Bezahle für Social-Media-Werbung, 3. Stelle dein Produkt in Communitys vor, 4. Gewinne Influencer für dich.

      Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

      Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.