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5 Pandemie-Kaufgewohnheiten, die Bestand haben werden (Studie von Shopify)

Wie viel unserer „neuen Normalität“ wird auch nach der Corona-Pandemie Bestand haben? Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben in den USA und Kanada eine Meinungsumfrage gestartet. Unseren Untersuchungen zufolge haben sich die Kaufgewohnheiten der Verbraucher stark verändert - und zwar nachhaltig. Vor allem fünf Trends stachen dabei heraus und dürften auch für Europa gelten. Welche das sind, zeigen wir dir in diesem Beitrag.


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Unser Kaufverhalten hat sich verändert

In den vergangenen Monaten haben viele von uns Dinge zum ersten Mal gemacht: online veganen Käse gekauft, Arzneimittel nach Hause liefern lassen, virtuelle Yogakurse gebucht und kontaktlos Bier gekauft.

53 % der nordamerikanischen Käufer geben an, dass die Pandemie die Art und Weise, wie sie in Zukunft einkaufen werden, verändert hat.

Im Juni befragten wir Käufer in Kanada und den USA und stellten die folgende Frage: „Wie haben sich deine Kaufgewohnheiten seit der Verbreitung von COVID-19 verändert?“

Die Teilnehmer berichteten, wie sie Anfang 2020 einkauften und ihr Geld ausgaben und wie sich diese Verhaltensweisen im Vergleich zu den ersten drei Monaten der Pandemie in Nordamerika (März bis Juni 2020) darstellten. 

Es haben sich einige klare Muster herauskristallisiert. Unsere Untersuchungen zeigen eine deutliche Zunahme des Onlineshoppings, ein Interesse an virtuellen Erlebnissen, eine stärkere Akzeptanz lokaler Abhol- und Liefermethoden und eine breite Unterstützung für kleine, unabhängige Unternehmen. Die Käufe von Geschenkgutscheinen sind ebenfalls gestiegen, ebenso wie Käufe mit Ratenzahlungen.

Lesetipp: Alle Tipps und Hilfethemen zum Thema Covid-19 findest du hier.

Konsumtrends, die das Jahr 2020 definieren – und deren langfristigen Auswirkungen

Vielleicht überraschender als jede einzelne Verschiebung ist der Beleg dafür, dass diese sich abzeichnenden Trends von Dauer sein werden: 53 % der nordamerikanischen Käufer gaben an, dass die Pandemie die Art und Weise, wie sie in Zukunft einkaufen werden, verändert hat.

Was bedeutet das für dich als Geschäftsinhaber*in? Hier werden wir uns mit den Daten beschäftigen und fünf durch die Pandemie ausgelöste Verbrauchertrends untersuchen, warum sie Bestand haben werden und wie du dein Unternehmen im Jahr 2020 und darüber hinaus erfolgreich anpassen kannst.

1. Zunahme des Onlineshoppings

Im Zuge weltweiter Lockdown-Auflagen wurden viele Einzelhandelsgeschäfte vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit geschlossen, während andere zu einer reinen Online-Strategie übergingen. Die damit verbundenen Effekte haben auch die Käufer gezwungen, ihre Gewohnheiten anzupassen.

Datenvisualisierung zur Darstellung von Statistiken: Mehr als die Hälfte der Käufer (52%) sagen, dass sie während der Pandemie mehr ihrer Ausgaben online verlagert haben

 

52 % von ihnen sagen, dass sie im Vergleich zum Anfang dieses Jahres einen größeren Teil ihrer Ausgaben auf das Internet verlagert haben. Für einige wurde der Online-Kauf zur sichereren Option und letztlich zu ihrer bevorzugten Wahl, auch nach der Wiedereröffnung der Geschäfte: 51 % der Befragten gaben an, dass sie sich während der Pandemie beim Einkaufen in den Geschäften unwohl fühlten.

📊 Was unsere Forschung zeigt:

  • Insgesamt gaben 83 % der Käufer an, dass sie in den ersten drei Monaten der Pandemie mindestens einen Online-Kauf getätigt haben.
  • Davon gaben 60 % an, in diesem Zeitraum mehr online eingekauft zu haben als zu Beginn des Jahres. 6 % kauften zum ersten Mal überhaupt online ein.
  • Die 18- bis 34-Jährigen berichteten über den größten Anstieg. 68 % dieser Gruppe gaben an, in diesem Zeitraum mehr Geld online ausgegeben zu haben, und 9 % sagten, dass sie neu im E-Commerce seien.

Warum dieser Trend Bestand haben wird

81 % der Käufer gaben an, bis Ende 2020 online einkaufen zu wollen – in etwa die gleiche Anzahl von denen, die dies während der Pandemie berichteten. Auch wenn viele Regionen und Kommunen wieder öffnen, bleibt der Online-Einkauf die bevorzugte, und mit verbesserten Liefer- und Abholoptionen auch die bequemere Option.

Das Takeaway

Selbst wenn dein Onlineshop ursprünglich als vorübergehende Maßnahme eröffnet wurde, um den Lockdown zu überstehen, solltest du in jedem Fall in Erwägung ziehen, ihn zu einem dauerhaften Teil deiner Strategie zu machen. Wenn es hier einen Silberstreif am Horizont gibt, dann den, dass eine Krise die perfekte Umgebung für das Experimentieren mit neuen Vertriebskanälen und Lieferoptionen darstellt. Wie ist es dir ergangen? Was kannst du aus Kundenfeedback lernen, um deine Online-Erfahrung weiter zu verbessern?

Hörtipp: Du willst wissen, wie es anderen Händlern während der Pandemie ergangen ist? Alle Folgen unseres Corona-Podcasts findest du hier.

40 % der Käufer gaben an, dass eine leicht zu navigierende Website ihr Online-Einkaufserlebnis positiv beeinflusst. Bei neuen Unternehmen und reinen Einzelhandelsunternehmen, die zum ersten Mal in den E-Commerce einsteigen, sollte darauf geachtet werden, dass die Online-Erfahrung auf die aktuellen Kaufgewohnheiten abgestimmt ist. Gewinne das Vertrauen der Käufer, indem du deine Geschichte erzählst und mit einer professionellen, einladenden Homepage einen hervorragenden ersten Eindruck hinterlässt.

Innerhalb der Produktseiten können klare Fotos, genaue Beschreibungen und personalisierte Einkaufserlebnisse (wie Passformberatung, maßgeschneiderte Empfehlungen und Quizfragen) Kunden beim Einkauf unterstützen, wenn sie dich aktuell nicht persönlich besuchen können.


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💡 Tipp für den Black Friday: Niemand weiß genau, wie der Black Friday / Cyber Monday in diesem Jahr aussehen wird. Allerdings kannst du auf Grundlage deines Wissens über dein Business entscheidende Schritte unternehmen. Wenn sich die Verkäufe bereits (zumindest teilweise) auf deinen Onlineshop verlagert haben, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Nachfrage abzuschätzen. So kannst du anschließend sicherstellen, dass für die Abwicklung einer größeren Anzahl von Bestellungen bereit bist. Du kannst auch damit beginnen, den Kunden realistische Angaben bezüglich Versand- und Lieferzeiten zu kommunizieren.

Lesetipp: Du willst dich optimal auf den Black Friday vorbereiten? Eine Checkliste mit 27 Punkten haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt.

2. Unterstützung lokaler und unabhängiger Unternehmen

Wenn die globale Pandemie etwas Positives ausgelöst hat, dann ist es ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Überall haben sich Gemeinschaften zusammengetan, um die soziale Distanz zu verringern und die Schwächsten zu unterstützen.

Datenvisualisierung zur Darstellung der Statistik: 57% der Käufer suchen nach lokalen, unabhängigen Unternehmen zum Unterstützen

Ein weiteres Phänomen ist die verstärkte Unterstützung für kleine, lokale Unternehmen, die von den Lockdown-Maßnahmen besonders hart getroffen wurden. Von denjenigen, die angaben, vor Ort einzukaufen, taten dies 79 %, um ihre Gemeinden zu unterstützen oder lokale Arbeitsplätze zu schützen.

64 % der Eltern schulpflichtiger Kinder gaben an, dass sie wahrscheinlich unabhängige Unternehmen in ihren Gemeinden aufsuchen werden.

📊 Was unsere Forschung zeigt:

  • 46 % der Käufer in den USA und Kanada gaben an, dass sie seit Beginn der Pandemie bei lokalen, unabhängigen Unternehmen gekauft haben.
  • Von dieser Gruppe gaben 34 % an, dies öfter zu tun als vor der Pandemie.
  • 57 % gaben an, dass sie gezielt lokale, unabhängige Unternehmen aufsuchen, um sie auf diesem Wege zu unterstützen.
  • Die Eltern schulpflichtiger Kinder sind die demografische Gruppe, die sich hier am stärksten engagiert – 64 % gaben an, dass sie wahrscheinlich kleine Unternehmen in ihren Gemeinden aufsuchen werden (gegenüber 54 % bei Nicht-Eltern). 

Lesetipp: 12 Wege, wie auch du kleine Unternehmen unterstützen kannst, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Warum dieser Trend Bestand haben wird

61 % der Käufer gaben zum Zeitpunkt der Befragung an, dass sie planten, in 2020 bei lokalen und unabhängigen Einzelhändlern kaufen zu wollen – deutlich mehr als diejenigen, die dies in den ersten drei Monaten der Pandemie berichteten. Das zeigt, dass dieser Trend nicht nur anhalten wird, sondern sogar noch mehr Dynamik entwickelt.

Datenvisualisierung zur Darstellung der Statistik: 61% der Käufer gaben an, dass sie planen, in sechs Monaten bei lokalen und unabhängigen Einzelhändlern zu kaufen

Das Takeaway

Die Kunden zeigen großes Interesse an kleinen, unabhängigen Unternehmen mit einzigartigen Angeboten und personalisiertem Kundenservice. Diese Stärken solltest du in deiner Kommunikation nutzen: In welcher Hinsicht ist dein Einkaufserlebnis oder dein Produkt besonders?

66 % der Befragten gaben an, dass sie durch Empfehlungen von Freunden/Familie von lokalen Unternehmen erfahren haben.

Aber zuerst solltest du sicherstellen, dass lokale Käufer dich auch finden können. 66 % der Befragten gaben an, dass sie durch Empfehlungen von Freunden/Familie von lokalen Unternehmen erfahren haben, während 37 % die sozialen Medien als Quelle anführten. Für Einzelhandelsgeschäfte ist es wichtig, Laufkundschaft anzuziehen – 42 % der Käufer gaben an, dass während Spaziergängen in der Nachbarschaft neue Geschäfte entdecken. 

📍 Lokale Käufer finden und gewinnen:

📍 Einzelhandelsspezifische Tipps:

  • Stelle sicher, dass die Beschilderung zur Straße hin klar und ansprechend ist (und deine COVID-19-Sicherheitsvorkehrungen enthält).
  • Schließe dich mit anderen örtlichen Unternehmen zusammen, um Ressourcen für örtliche Werbeaktionen oder Kampagnen zu bündeln. 
  • Optimiere die lokale SEO für Online-Karten und halte deinen Google-My-Business-Eintrag auf dem neuesten Stand, um aktuelle Öffnungszeiten und Informationen anzugeben.
  • Schaffe Anreize für Bewertungen (auf Google, Yelp, etc.).

💡 Tipp für den Black Friday: Wenn du vorhast, in deinem Geschäft vor Ort eine Black-Friday-Aktion durchzuführen und mit erhöhtem Kundenaufkommen rechnest, solltest du deinen COVID-19-Plan überdenken. Benötigst du Sicherheitspersonal, um eine sichere Auslastung zu gewährleisten? Welche anderen Maßnahmen könntest du hinzunehmen oder verstärken, um eine komfortable und sichere Erfahrung für Kunden und Mitarbeiter zu gewährleisten?

3. Nachfrage nach kontaktloser Abholung

Für unzählige Unternehmen war die kontaktlose Abholung der rettende Strohhalm, von Lebensmittelgeschäften bis hin zu Tierarztpraxen. Es bietet auch den Käufern viele Vorteile, denn es ist eine bequeme Möglichkeit, Artikel noch am selben Tag zu erhalten. Und das, ohne ins Geschäft zu gehen oder für Express-Versandkosten zu bezahlen – etwas, das besonders für Alleinerziehende oder Menschen mit Mobilitätsproblemen hilfreich ist. Dies sind nur einige wenige Gründe, warum 40 % der Käufer in den ersten drei Monaten der Pandemie die kontaktlose Abholung für ihre Online-Käufe wählten. 

📊 Von Käufern, welche die kontaktlose Abholung in Anspruch nahmen, gaben:

  • 31 % an, dies zwischen März und Juni zum ersten Mal getan zu haben.
  • 72% an, sich in diesem Zeitraum häufiger dafür entschieden zu haben als noch zu Beginn des Jahres.

Warum dieser Trend Bestand haben wird

Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Nachfrage nach einer kontaktlosen Abholung bis Ende 2020 wahrscheinlich stabil bleiben wird. Etwa derselbe Prozentsatz der Käufer, die zu Beginn der Pandemie die kontaktlose Abholung nutzten (40 %), plant, diesen Service auch weiterhin zu nutzen (38 %). Abgesehen von Sicherheitsbedenken erweist sich die kontaktlose Abholung für viele Käufer als praktisch.

Das Takeaway

Wenn ein bedeutender Teil deines Kundenstamms bereits lokal ansässig ist oder du planst, in Zukunft mehr lokale Kunden zu gewinnen, solltest du erwägen, die kontaktlose Abholung als Option in deinem Checkout anzubieten.

Lesetipp: Wie du die kontaktlose Abholung auch für deinen Shop einrichten kannst, erklären wir dir hier.

Datenvisualisierung zur Darstellung der Statistik: Wie laut Käufern Geschäfte die kontaktlose Abholung verbessern können: Updates per Textnachrichten (29%), größere Auswahl von Abholzeiten (29%), weniger Zeit zwischen Bestellung und Abholung (28%)

Als wir die Käufer fragten, was die kontaktlose Abholung für sie verbessern würde, sagten sie Folgendes:

  • 29 % bevorzugten Updates per SMS, um zu erfahren, wann ihre Bestellungen zur Abholung bereit sind.
  • 29 % sagten, dass eine größere Auswahl an Abholzeiten ihre Erfahrung verbessern würde.
  • 28 % wünschten sich, dass die Zeit zwischen Bestellung und Abholung kürzer sei.
  • 23 % gaben an, dass ihre Erfahrung durch eine bessere Beschilderung am Abholort und/oder genaue und detaillierte Abholanweisungen auf der Website verbessert würde.

Kurz gesagt solltest du sicherstellen, dass die Erfahrung einfach, effizient und bequem ist. Außerdem solltest du klar und deutlich durch die Beschilderung vor Ort und an jedem Kontaktpunkt (E-Mail-Bestätigung, Textnachricht usw.) kommunizieren, um die Abholung so nahtlos wie möglich zu gestalten.

💡 Tipp für den Black Friday: Mache dir Gedanken über deine Kapazitäten am Black-Friday-Wochenende: Kannst du vor dem Hintergrund eines erhöhten Bestellvolumens eine kontaktlose Abholung problemlos abwickeln? Sei realistisch, was deine Grenzen angeht, und versprich nicht zu viel.

4. Interesse an lokaler Zustellung

Im Gleichschritt mit der kontaktlosen Abholung hat die lokale Zustellung als Alternative zum Versand oder zum Einkauf im Geschäft an Popularität gewonnen. Angesichts der Zuverlässigkeit und Lieferzeiten der Spediteure, die durch die Pandemie und politische Einflüsse (insbesondere in den USA) beeinträchtigt wurden, haben viele Unternehmen eigene Maßnahmen ergriffen, um die Produkte in die Hände ihrer Kunden zu bekommen. Besonders kritisch war dies bei Sendungen, die normalerweise nicht für den Postversand geeignet sind, wie z. B. verderbliche Waren.

Datenvisualisierung zur Darstellung der Statistik: 31% der Käufer gaben an, dass sie in den ersten drei Monaten der Pandemie etwas online gekauft und es sich lokal liefern ließen / 33% werden dies in Zukunft tun

📊 Was unsere Forschung zeigt:

  • 31 % der Käufer gaben an, dass sie in den ersten drei Monaten der Pandemie etwas online gekauft und es lokal nach Hause geliefert bekommen haben.
  • Von diesen Käufern taten dies 19 % zum ersten Mal. 59 % gaben an, dass sie diese Methode während der Pandemie im Vergleich zu Anfang 2020 häufiger genutzt haben.

Warum dieser Trend Bestand haben wird

Der Trend der lokalen Zustellung zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung, zumal die großen Spediteure (zumindest in den USA) vor Paketverzögerungen und Serviceunterbrechungen warnen. Und in vielen Regionen ist das persönliche Einkaufen immer noch mit Risiken verbunden, was die Popularität dieser Zustellvariante weiter stärkt. In unserer Umfrage sagten 33 % der Käufer voraus, dass sie sich bis Ende des Jahres für die lokale Zustellung entscheiden werden – der gleiche Prozentsatz wie diejenigen, die sagen, dass sie sie bereits genutzt haben.

Das Takeaway

Wie wir gezeigt haben, geht der Trend zur Unterstützung lokaler Geschäfte nicht zurück. Du solltest versuchen, von dieser Dynamik zu profitieren, indem du auf die aktuellen Gewohnheiten dieser Käufer eingehst.

Die Einrichtung einer lokalen Zustelloption im Checkout ist einfach. Allerdings solltest du dir vor dem Start überlegen, mit welchen logistischen Herausforderungen du konfrontiert werden könntest. Wie gestaltet sich dein Lieferplan? Was sind deine regionalen Liefergrenzen? Musst zu zusätzliche Mitarbeiter für den Lieferservice einstellen? Wirst du für die Lieferung eine Gebühr erheben?

Diese Details sollten den Kunden vor dem Abschluss des Checkouts klar gemacht werden, damit sie genau wissen, was sie erwartet. Als wir die Käufer fragten, wie die Unternehmen die lokale Zustellung verbessern und sie zu einer häufigeren Nutzung dieser Option bewegen können, hatten sie einige klare Präferenzen:

  • 62 % gaben die kostenlose Lieferung als Unterscheidungsmerkmal an. 
  • 36 % wünschten sich kostenlose Rücksendungen.
  • 32 % gaben an, dass sie schnellere Lieferzeiten schätzen würden.

💡 Tipp für den Black Friday: Überlege dir, ob du deinen Lieferzeitplan an den Ansturm anpassen solltest. Vielleicht ist die Lieferung am selben Tag oder am nächsten Tag nicht wirklich realistisch. In jedem Fall solltest du sicherstellen, dass deine aktualisierten Lieferfristen den Kunden in den verschiedenen Phasen des Kaufs klar und deutlich mitgeteilt werden.

5. Verlagerung hin zu virtuellen Erfahrungen 

Datenvisualisierung zur Darstellung der Statistik: 14% der Käufer kauften eine digitale Version von etwas, das normalerweise persönlich stattfinden würdeShutdowns und soziale Distanzierung haben Dienstleistungsunternehmen wohl am härtesten getroffen. Fitnessstudios, Salons und Kunstateliers mussten sich bemühen, neue Impulse zu setzen oder ihre digitale Strategie zu verbessern. In einigen Fällen mussten sie sogar neue Produkte von Grund auf entwickeln. Beispielsweise haben sich Yoga-Studios und Kochschulen kreativ auf die Videoproduktion umgestellt, um virtuelle Einheiten und Kurse auf Abruf anbieten zu können.

Andere Unternehmen, die auf die persönliche Interaktion mit Kunden angewiesen waren, haben digitale Wege gefunden, um durch Online-Konsultationen, Fragerunden und Veranstaltungen mit Kunden in Kontakt zu treten.

Lesetipp: Eine tolle Möglichkeit, mit Kunden in Kontakt zu treten, ist der sog. Conversational Commerce. Alles Wissenswerte erfährst du hier.

📊 Was unsere Forschung zeigt:

  • 14 % der Käufer kauften eine digitale Version von etwas, das normalerweise persönlich vorgenommen werden würde.
  • Bei den 18- bis 35-Jährigen springt diese Zahl auf 27 %.
  • Der Trend verzeichnet einen deutlichen Aufschwung. 63 % der Personen, die digitale Erfahrungen erworben haben, gaben an, dies während der Pandemie häufiger getan zu haben als zu Beginn des Jahres.

Warum dieser Trend Bestand haben wird

Da sich die Verbraucher möglicherweise nicht wohl dabei fühlen, zum „Business as usual“ zurückzukehren, selbst wenn sich ihre Communitys langsam wieder öffnen, wird das Interesse an virtuellen Erfahrungen wahrscheinlich bis Ende 2020 und darüber hinaus anhalten. Tatsächlich sagen 14 % der Käufer, dass sie in Zukunft virtuelle Erlebnisse kaufen werden – die gleiche Anzahl wie die, die es bereits aktuell tun.

Das Takeaway

Digitale Versionen deines Produkts oder deiner Dienstleistung können deinen potenziellen Kundenstamm exponentiell erweitern, da sie nicht an geografische oder zeitliche Beschränkungen gebunden sind. Digitale Produkte können auch dazu beitragen, wiederkehrende Kunden zu binden, bis du deine Türen wieder sicher öffnen kannst. 

Datenvisualisierung zur Darstellung von Statistiken: 37% der Käufer sagen, dass kostenlose Online-Kurse oder Bildungsinhalte eines Unternehmens für sie relevant wären

 

Selbst wenn du keine virtuellen Erlebnisse verkaufen möchtest, kannst du digitale Inhalte erstellen, um Produkte zu verkaufen, Kunden zu informieren und deine Community zu vergrößern. 37% der Käufer sagen, dass kostenlose Onlinekurse oder Bildungsinhalte von einem Unternehmen für sie relevant wären. Bei den 18- bis 34-Jährigen springt diese Zahl auf 57 %.

💡 Tipp für den Black Friday: Nutze die erhöhte Sichtbarkeit des BFCM, um deine virtuellen Erfahrungen mit Rabatten oder kostenlosen Testversionen zu launchen oder zu präsentieren.

Beschleunigung der Zukunft

Niemand von uns hätte vorhersagen können, was das Jahr 2020 bringen würde. Obwohl unerwartet, beschleunigte die Pandemie eine bereits eingetretene Verschiebung der Kaufgewohnheiten und bestärkte uns in unserer Vorhersage, dass diese Verbrauchertrends einen langen Atem haben. Unternehmen, die in einer globalen Pandemie bestehen werden, sind diejenigen, die bereit sind, sich an Veränderungen anzupassen und Käufer dort anzusprechen, wo sie sind.


Die Daten in diesem Artikel basieren auf Untersuchungen, die vom Market Insights-Team von Shopify durchgeführt wurden. Die Forschungsdaten wurden mittels einer Online-Umfrage unter US-amerikanischen und kanadischen Verbrauchern (n=1.000 US, n=500 Kanada) vom 12. bis 18. Juni 2020 erhoben. Die Befragungen wurden von der Agentur Maru/Blue für Shopify durchgeführt. In diesem Artikel werden die Begriffe „Verbraucher“, „Shopper“ und „Käufer“ austauschbar verwendet und beziehen sich alle auf die in dieser Untersuchung befragten Personen. „Die ersten drei Monate der Pandemie“ bezieht sich auf die Auswirkungen von COVID-19 in Nordamerika zwischen Mitte März 2020 und dem Beginn der Umfrage.

Forschung von Bianca Johnston
Feature-Bild von Cornelia Li
Datenvisualisierung von Valerio Pellegrini


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Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Artikel von erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.

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