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Nutzergenerierter Inhalt: Wie du Kunden animierst, Content für dich zu erstellen

user generated content

Die meisten Menschen sind skeptisch gegenüber Marketing-Botschaften von Firmen. Daher investieren Unternehmen viel Arbeit, Zeit und Geld in die Produktion von Content, der diese Verbraucher-Skepsis überwinden soll.

Was aber, wenn du eine stete Quelle für guten Content auftun könntest, ohne alles selbst herstellen zu müssen?

Was, wenn du Kunden als Direktvermarkter, Content-Produzenten, Fotografen und Influencer in dein Team integrieren könntest? Und das auch noch kostenlos?

Wie das gehen soll? Durch das planmäßige Einbeziehen von nutzergeneriertem Inhalt.

Was ist nutzergenerierter Inhalt?

Nutzergenerierter Inhalt (auch: User-Generated Content, kurz: UGC) ist Content über deine Marke, der von Leuten hergestellt wird, die mit deiner Marke interagieren - aber dafür nicht von dir bezahlt werden.

Diese “Nutzer” können Kunden sein, Angestellte, Freiwillige oder ein engagiertes Publikum. Der von diesen Menschen hergestellte Content kann aus Fotos, Videos, Bewertungen, Social-Media-Beiträgen oder sonst etwas bestehen.

Kundenbewertungen sind eine Form von UGC. Ebenso von Kunden geteilte Instagram-Fotos oder die berüchtigten Unboxing-Videos auf YouTube.

Firmen aller Branchen erschließen nutzergenerierten Inhalt, um eine der größten Kauf-Hürden zu überwinden: Vertrauen.

In einer Studie gaben 54 Prozent der Befragten an, dass sie Informationen aus Online-Kritiken und Kunden-Empfehlungen vertrauen, wohingegen die Vertrauens-Quote bei Informationen von der Marke selbst nur bei 20 Prozent lag.

Menschen trauen anderen Menschen eher als Marken, und UGC ist Content, der von Menschen generiert wurde.

Da UGC nicht von dir stammt, hat er noch andere Vorteile außer Vertrauen zu schaffen. Du kannst:

  • Zeit sparen bei der Content-Herstellung, indem du deinen eigenen Content mit welchem aus deinem Netzwerken kombinierst.
  • Deine Reichweite erhöhen, wenn Kunden deine Marke durch geteilten Content über soziale Netzwerke loben.
  • Deine Community mit einbeziehen und engere Bindungen mit Kundinnen schaffen, indem du diese in dein Marketing einbaust und sie besser verstehst.

UGC kann sowohl in kurzfristigen Kampagnen als auch langfristigen Marketingstrategien eingesetzt werden, aber in jedem Fall benötigst du drei Dinge:

  1. Einen “Call to Create” (Generierungsaufruf), der die Leute dazu bringt, selbst Content generieren zu wollen.
  2. Kanäle für die Beschaffung und das Sammeln von Einreichungen.
  3. Einen Plan für Moderation, Teilen und Nutzung dieses Contents innerhalb deiner Marketingstrategie.

Woher du nutzergenerierten Inhalt bekommst

Falls du bemerkst, dass deine Ziel-Kunden ohnehin schon Content über deine Marke teilen, hast du Glück—ein guter Ausgangspunkt für deine UGC-Strategie.

Wenn deine Kunden aber keine Selbststarter sind, dann musst du eine kreative Schnittmenge zwischen der Art von Content finden, die dir beim Markenaufbau hilft, und dem Content, den die Kunden tatsächlich erstellen und teilen wollen.

Der Content, den User gern generieren, muss sich nicht unbedingt direkt auf deine Produkte beziehen. Denke dir deine eigenen kreativen Ansätze aus, aber priorisiere immer die Gründe, warum Leute Content teilen wollen.

Die meisten von uns haben persönliche Gründe, Content zu teilen. Laut einer Studie von CoSchedule:

  • teilen 49 Prozent um zu informieren, zu beeinflussen oder eine Aktion anzuregen über Produkte, die ihnen am Herzen liegen
  • teilen 68 Prozent, um ihren Netzwerken besser zu vermitteln, wer sie sind und was ihr Selbstverständnis ist
  • teilen 78 Prozent Informationen online, weil sie so mit Leuten in Verbindung bleiben, mit denen sie sonst wenig Kontakt hätten
  • teilen 69 Prozent Informationen, weil sie darüber mit der Welt kommunizieren
  • teilen 84 Prozent, um Initiativen oder Marken zu unterstützen, die sie schätzen.

Einer der beliebtesten UGC-Ansätze ist es, Kunden Fotos von deinen Produkten machen zu lassen und sie mit einem Marken-Hashtag über die sozialen Medien zu teilen.

Starte mit einem Marken-Hashtag

hoverkicks branded hashtagQuelle: Hoverkicks

Marken-Hashtags sind der einfachste Weg, nutzergenerierten Inhalt zu fördern, zu sammeln und zu automatisieren, insbesondere auf Instagram und Twitter.

Du kannst  diese Hashtags teilen und weitläufig mit einem “Call to Create” verbinden:

  • in Dankes-E-Mails
  • in Social-Media-Biografien
  • in Packungsbeilagen
  • auf deiner Website
  • auf einem Poster oder Bildschirm-Display
  • durch Mundpropaganda
  • und vielem mehr.

Das Beste daran: Du kannst verschiedene Hashtags benutzen, um nutzergenerierten Inhalt nach Zielen zu organisieren. Einer kann deine Kundengeschichten präsentieren, über einen anderen können deine Mitarbeiterinnen interessante Einblicke in die Unternehmenskultur geben.

Bei Shopify zum Beispiel benutzen wir #myfirstsale, damit Händler die Geschichte ihrer ersten Bestellung teilen können; #workatshopify nutzen Mitarbeiter, um aus ihrem Arbeitsalltag zu berichten.

Durch die Hashtag-Suche findest du alle Nennungen in einem Feed und kannst leicht wählen, welchen Content du herausfiltern möchtest. Wichtig ist, dass du genaue Anweisungen kommunizierst, wie der Hashtag einzusetzen und deine Marke zu taggen ist, und ebenso wo der Content später erscheinen wird.

Schaffe Anreize über Gewinnspiele und Werbegeschenke

shore projects #goodtimes contestQuelle: Shore Projects

Gewinnspiele und Werbegeschenke sind grundsätzlich ein toller Weg, dein Geschäft wachsen zu lassen. Sie sind zudem ein unwiderstehlicher Anreiz, um sich an den UGC-Bemühungen deiner Marke zu beteiligen.

Einen einfachen Fotowettbewerb, bei dem Kunden ihr bestes Foto zu einem Thema einreichen, kannst du nutzen, um zukünftige Posts für deine Social-Media-Kalender “crowdzusourcen” und dein engagiertestes Publikum zu belohnen.

In obigem Beispiel benutzt Shore Projects #GoodTimes und #ShoreProjects, um landseitige Lifestyle-Fotographie einzufangen --mit klaren Teilnahme-Anleitungen. Indem du unter den Regeln zum Preisausschreiben eine Fotogalerie anlagen, gehst du selbst mit gutem Beispiel voran und gibst Kunden eine Vorstellung davon, welche Art Content die Gewinnchancen erhöht.

Du kannst deine Preisausschreiben per Hand durch Hashtags betreiben oder durch Tools wie Gleam oder Typeform vereinfachen, die User selbst Content und Informationen hochladen lassen.

Nutze Thunderclap

thunderclap

Quelle: Thunderclap

Derweil der Großteil nutzergenerierten Inhalts auf der Kreativität deiner Kunden beruht, lässt Thunderclap dich die Meldungen und sozialen Netzwerke deiner Kunden anzapfen.

Es ist wie Kickstarter, aber anstatt dass Kunden deine Idee mit Geld unterstützen, stärken sie dich über ihren Online-Einfluss.

Einen Thunderclap kannst du kostenlos starten; Nutzer können einwilligen, eine Nachricht deiner Wahl zu teilen. Wenn du dein gesetztes Ziel erreicht hast und deine Kampagne endet, postet jedes teilnehmende Konto zeitgleich deine Botschaft—in einem gemeinsamen “Donnerschlag”—mit maximaler Reichweite und Wirkung.

Du kannst Thunderclaps benutzen, um einen Produktstart zu bewerben oder deine Community zu ermuntern, einen guten Zweck zu unterstützen.

Frage nach Content in E-Mails nach einem Verkauf

lush ugc email

Aufrufe zur Einreichung nutzergenerierter Inhalte können auch in E-Mails nach einem Verkauf eingebaut werden. Genauso, wie du vielleicht Kunden um eine Empfehlung bittest, kannst du auch darum bitten, Fotos oder Videos zu teilen, auf denen die Kundinnen deine Produkte nutzen.

Mit Shopify-Apps wie Loox kannst du sowohl Empfehlungen als auch nutzergenerierte Fotos durch Nach-Verkaufs-Mails abfragen. Erbitten z.B. visuelle Produkt-Besprechungen mit Fotos, die du vielfach einsetzen kannst. Einen kleinen Anreiz anzubieten, kann helfen, etwa ein Rabatt auf den nächsten Kauf.

Wie man nutzergenerierten Content wirksam einsetzt

Einen stetigen Strom nutzergenerierten Inhalts anzuregen, kann eine Herausforderung sein, aber zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das Meiste aus jeder von dir akquirierten Einreichungen herauszuholen. Das bedeutet auch, sie in deine Website und Social-Media-Strategie einzugliedern.

Poste UGC auf deinen sozialen Kanälen

luxy hair ugcQuelle: Luxy Hair

Der womöglich einfachste Weg, UGC wirksam einzusetzen, liegt in deinem Social Media-Mix, indem du den Content mit deinem Publikum teilst und dabei den User taggst und hervorhebst, der ihn generiert hat.

Das spart dir nicht nur die laufende Herstellung deines eigenen Contents für Posts, es kann auch helfen, bestehende Kunden weiter einzubinden und womöglich darüber auch noch deren jeweiliges Publikum mit anzusprechen.

Wenn du allerdings eine Anzeige mit UGC buchst, ist es besser, du bittest die Urheberin vorher ausdrücklich um Erlaubnis, um einen Copyright-Streit zu vermeiden.

Poste UGC auf deiner Webseite

ugc gallery embed

Abgesehen davon, dass du deinen Radius erweiterst, kann UGC auch als sozialer Vertrauensnachweis auf deiner eigenen Website benutzt werden.

Mediengalerien werden oft angelegt, um Besuchern den eigenen Content vorzustellen. Wenn du an dieser Stelle deinen Content sorgfältig kuratierst und als Einreichungs-Galerie präsentierst, kannst du UGC sogar nutzen, um sowohl deine Kunden als auch deine Produkte ins rechte Licht zu rücken.

Es gibt keinen Mangel an Shopify Apps, um Instagram-Galerien anzulegen, z.B. Covet Pics oder Tagtray—beide helfen dir, UGC zu erfassen und auf deiner Website einzubetten. Du musst nur sicher stellen, dass du eine Möglichkeit hast, die Einreichungen zu moderieren, so dass nur eingebettet wird, was du auswählst.

Gehe nicht das Risiko ein, alles automatisch unter einem bestimmten Hashtag ohne Moderation einzubetten, insbesondere, wenn jeder mit öffentlichen Hashtags posten kann.

Lege eine “Social-Media-Wand” für dein Ladengeschäft oder ein Event an

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Bei Veranstaltungen schießen die Leute von alleine Fotos und Videos und teilen sie online. Indem du einen Organisations- und Darstellungsablauf für diese festgehaltenen Momente anlegst, kannst du zu weiteren Einreichungen anregen.

Auf Social-Media-Wänden kannst du Fotos und Kommentare aus verschiedensten Kanälen zusammen ziehen und diese Unterhaltung in einem Feed darstellen, an dem sich andere beteiligen können. Diesen kannst du auf deiner Website einbetten oder bei deiner nächsten Veranstaltung auf einem Bildschirm zeigen.

Wenn dich dieser Ansatz interessiert, besuche Walls.io (ein kostenloser Plan) oder Everwall. Beide bieten Lösungen an, wie man Online-Content auch offline darstellen kann.

Nutze die Stimmen deiner Kunden

Bevor du dir das Geld deiner Kunden verdient hast, musst du dir erst etwas anderes verdienen: deren Vertrauen.

Nutzergenerierter Inhalt lässt dich die Meinungen und kombinierte Kreativität deiner Community nutzen, um Content herzustellen und zu teilen. Und das organisch, überzeugend und authentisch. Dabei haben wir erst die Oberfläche gestreift, wie du nutzergenerierten Inhalt breit einsetzen kannst.

Werde kreativ bei der Akquise und beim Einsatz nutzergenerierter Inhalte und schau zu, wie deine Marketingbemühungen zunehmend Früchte tragen.

Foto von Nicole De Khors auf Burst - wo du kostenlose Fotos für dein Web-Projekt finden kannst.

Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

Dieser Artikel von Braveen Kumar erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.