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Nutzergenerierter Inhalt: Wie du Kunden animierst, Content für dich zu erstellen

Die meisten Menschen sind skeptisch gegenüber Marketing-Botschaften von Firmen. Daher investieren Unternehmen viel Arbeit, Zeit und Geld, um diese Zweifel zu überwinden. Was aber, wenn du eine stete Quelle für guten Content auftun könntest, ohne alles selbst erstellen zu müssen? Was, wenn du Kunden als Direktvermarkter, Content-Produzenten, Fotografen und Influencer in dein Team integrieren könntest? Und das auch noch kostenlos?

Wie das gehen soll? Durch das planmäßige Einbeziehen von nutzergeneriertem Inhalt.


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Inhaltsverzeichnis:

  • Was sind nutzergenerierte Inhalte?
  • Vorteile von UGC.
  • So gelangst du an nutzergenerierte Inhalte
  • So setzt du den Content deiner Nutzer wirksam ein
  • Nutze die Stimmen deiner Kunden
  • Was ist nutzergenerierter Inhalt?

    Nutzergenerierter Inhalt (auch: User Generated Content, kurz: UGC) ist Content über deine Marke, der von Leuten erstellt wird, die mit deiner Marke interagieren - aber dafür nicht von dir bezahlt werden.

    Diese Nutzer können Kunden sein, Angestellte, Freiwillige oder ein engagiertes Publikum. UGC kann zum Beispiel aus Fotos, Videos, Bewertungen oder Social-Media-Beiträgen bestehen. Auch Kundenbewertungen sind eine Form von nutzergeneriertem Inhalt, ebenso Instagram-Fotos oder Unboxing-Videos auf YouTube.

    Firmen aller Branchen erschließen nutzergenerierten Inhalt, um eine der größten Kauf-Hürden zu überwinden: Vertrauen.

    Lesetipp: Du willst wissen, wie du deinen Onlineshop vertrauenswürdig machst? Hol dir die Checkliste! Hier findest du sie.

    In einer Studie gaben 66 Prozent der Befragten zwischen 16 und 29 Jahren an, Informationen aus Online-Kritiken und Kunden-Empfehlungen als Entscheidungshilfe. Das Vertrauen in Kundenrezensionen sinkt zwar offenbar mit steigendem Alter, trotzdem greifen noch 61 Prozent der 30- bis 49-Jährigen auf sie zurück. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es immerhin noch 49 Prozent. 

    Menschen trauen anderen Menschen bei der Kaufentscheidung, und UGC ist Content, der von Menschen generiert wurde.

    Weitere Vorteile von nutzergeneriertem Content

    Da UGC nicht von dir stammt, hat er noch andere Vorteile außer Vertrauen zu schaffen. Du kannst:

    • Zeit sparen bei der Content-Herstellung, indem du deinen eigenen Content mit welchem aus deinem Netzwerken kombinierst.
    • Deine Reichweite erhöhen, wenn Kunden deine Marke durch geteilten Content über soziale Netzwerke loben.
    • Deine Community mit einbeziehen und engere Bindungen mit Kundinnen schaffen, indem du diese in dein Marketing einbaust und sie besser verstehst.

    Lesetipp: Wie du mit Retention-Marketing an bestehende Kunden verkaufst, erfährst du hier.

    UGC kann sowohl in kurzfristigen Kampagnen als auch langfristigen Marketingstrategien eingesetzt werden, aber in jedem Fall benötigst du drei Dinge:

    1. Einen “Call to Create” (Generierungsaufruf), der die Leute dazu bringt, selbst Content generieren zu wollen.
    2. Kanäle für die Beschaffung und das Sammeln von Einreichungen.
    3. Einen Plan für Moderation, Teilen und Nutzung dieses Contents innerhalb deiner Marketingstrategie.

    Woher du nutzergenerierten Inhalt bekommst

    Falls du bemerkst, dass deine Ziel-Kunden ohnehin schon Content über deine Marke teilen, hast du Glück — ein guter Ausgangspunkt für deine UGC-Strategie.

    Wenn deine Kunden aber keine Selbststarter sind, dann musst du eine kreative Schnittmenge zwischen der Art von Content finden, die dir beim Markenaufbau hilft, und dem Content, den die Kunden tatsächlich erstellen und teilen wollen.

    Der Content, den User gern generieren, muss sich nicht unbedingt direkt auf deine Produkte beziehen. Denke dir deine eigenen kreativen Ansätze aus, aber priorisiere immer die Gründe, warum Leute Content teilen wollen.

    Die meisten von uns haben persönliche Gründe, Content zu teilen. Laut einer Studie von CoSchedule teilen:

    • 49 Prozent der Befragten, um zu informieren, zu beeinflussen oder eine Aktion anzuregen über Produkte, die ihnen am Herzen liegen
    • 68 Prozent, um ihren Netzwerken besser zu vermitteln, wer sie sind und was ihr Selbstverständnis ist
    • 78 Prozent Informationen online, weil sie so mit Leuten in Verbindung bleiben, mit denen sie sonst wenig Kontakt hätten
    • 69 Prozent, um mit der Welt zu kommunizieren
    • 84 Prozent, um Initiativen oder Marken zu unterstützen, die sie schätzen.

    Einer der beliebtesten UGC-Ansätze ist es, Kunden Fotos von deinen Produkten machen zu lassen und sie mit einem Marken-Hashtag über die sozialen Medien zu teilen.


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    Starte mit einem Marken-Hashtag

    Markenhastag bei Air up

    Quelle: Air up

    Marken-Hashtags sind der einfachste Weg, nutzergenerierten Inhalt zu fördern, zu sammeln und zu automatisieren, insbesondere auf Instagram und Twitter.

    Du kannst diese Hashtags teilen und weitläufig mit einem „Call to Create” verbinden:

    • in Dankes-E-Mails
    • in Social-Media-Biografien
    • in Packungsbeilagen
    • auf deiner Website
    • auf einem Poster oder Bildschirm-Display
    • durch Mundpropaganda
    • und vielem mehr.

    Nur weil von einem Markenhashtag die Rede ist, musst das nicht heißen, dass dein Markenname zwingend titelgebend für diesen sein muss. So fasst der Hersteller für duftende Trinkflaschen, Air up, alle wissenswerten Neuigkeiten über sich und sein Produkt unter dem Hashtag #thinknewdrinknew zusammen. Du kannst auch verschiedene Hashtags benutzen, um nutzergenerierten Inhalt nach Zielen zu organisieren. Einer kann deine Kundengeschichten präsentieren, über einen anderen können deine Belegschaft interessante Einblicke in die Unternehmenskultur geben.

    Bei Shopify zum Beispiel benutzen wir #myfirstsale, damit Händler die Geschichte ihrer ersten Bestellung teilen können; #lifeatshopify nutzen Mitarbeiter, um aus ihrem Arbeitsalltag zu berichten.

    Durch die Hashtag-Suche findest du alle Nennungen in einem Feed und kannst leicht wählen, welchen Content du herausfiltern möchtest. Wichtig ist, dass du genaue Anweisungen kommunizierst, wie der Hashtag einzusetzen und deine Marke zu taggen ist, und ebenso wo der Content später erscheinen wird.

    Lesetipp: Das Einmaleins der Instagram Hashtags und welche besonders beliebt sind, erklären wir dir hier.

    Schaffe Anreize über Gewinnspiele und Werbegeschenke

    shore projects #goodtimes contestQuelle: Shore Projects

    Gewinnspiele und Werbegeschenke sind grundsätzlich ein toller Weg, dein Geschäft wachsen zu lassen. Sie sind zudem ein unwiderstehlicher Anreiz, um sich an den UGC-Bemühungen deiner Marke zu beteiligen.

    Einen einfachen Fotowettbewerb, bei dem Kunden ihr bestes Foto zu einem Thema einreichen, kannst du nutzen, um zukünftige Posts für deine Social-Media-Kalender “crowdzusourcen” und dein engagiertestes Publikum zu belohnen.

    In obigem Beispiel benutzt Shore Projects #GoodTimes und #ShoreProjects, um landseitige Lifestyle-Fotographie einzufangen – mit klaren Teilnahme-Anleitungen. Indem du unter den Regeln zum Preisausschreiben eine Fotogalerie anlagen, gehst du selbst mit gutem Beispiel voran und gibst Kunden eine Vorstellung davon, welche Art Content die Gewinnchancen erhöht.

    Du kannst deine Preisausschreiben per Hand durch Hashtags betreiben oder durch Tools wie Gleam oder Typeform vereinfachen, die User selbst Content und Informationen hochladen lassen.

    Lesetipp: Wie Onlinehändler durch Social Commerce in die Welt ihrer Kunden eintauchen, kannst du im Blog nachlesen.

    Frage nach einem Verkauf nach UGC

    lush ugc email

    Aufrufe zur Einreichung nutzergenerierter Inhalte können auch am Ende des Bestellprozesses per E-Mail erfolgen. Genauso, wie du vielleicht Kunden um eine Empfehlung bittest, kannst du auch darum bitten, Fotos oder Videos zu teilen, auf denen die Kundinnen deine Produkte nutzen.

    Mit Shopify-Apps wie Loox kannst du sowohl Empfehlungen als auch nutzergenerierte Fotos durch Nach-Verkaufs-Mails abfragen. Erbitten z.B. visuelle Produkt-Besprechungen mit Fotos, die du vielfach einsetzen kannst. Einen kleinen Anreiz anzubieten, kann helfen, etwa ein Rabatt auf den nächsten Kauf.

    Lesetipp: E-Mail-Marketing leicht gemacht: Alles, vom Aufbau des Verteilers über den richtigen Content bis zur ersten Mail, findest du hier.

    Wie man nutzergenerierten Content wirksam einsetzt

    Einen stetigen Strom nutzergenerierten Inhalts anzuregen, kann eine Herausforderung sein. Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das Beste aus deinem UGC herauszuholen. Das bedeutet auch, den Content Dritter in deine Website und Social-Media-Strategie einzugliedern.

    Poste UGC auf deinen sozialen Kanälen

    Quelle: Purelei

    Der womöglich einfachste Weg, UGC wirksam einzusetzen, liegt in deinem Social Media-Mix, indem du den Content mit deinem Publikum teilst und dabei den User taggst und hervorhebst, der ihn generiert hat.

    Das spart dir nicht nur die eigenständige Arbeit für Posts, es kann auch helfen, bestehende Kunden weiter einzubinden und womöglich darüber auch noch deren jeweiliges Publikum mit anzusprechen.

    Wenn du allerdings eine Anzeige mit UGC buchst, ist es besser, du bittest die Urheberin vorher ausdrücklich um Erlaubnis, um einen Copyright-Streit zu vermeiden.

    Poste UGC auf deiner Webseite

    ugc gallery embed

    Abgesehen davon, dass du deinen Radius erweiterst, kann UGC auch als sozialer Vertrauensnachweis auf deiner eigenen Website benutzt werden.

    Mediengalerien werden oft angelegt, um Besuchern den eigenen Content vorzustellen. Wenn du an dieser Stelle deinen Content sorgfältig kuratierst und als Einreichungs-Galerie präsentierst, kannst du UGC sogar nutzen, um sowohl deine Kunden als auch deine Produkte ins rechte Licht zu rücken.

    Es gibt keinen Mangel an Shopify-Apps, um Instagram-Galerien anzulegen, z.B. Covet Pics oder Tagtray. Beide helfen dir, UGC zu erfassen und auf deiner Website einzubetten. Du musst nur sicher stellen, dass du eine Möglichkeit hast, die Einreichungen zu moderieren, so dass nur eingebettet wird, was du auswählst.

    Gehe nicht das Risiko ein, alles automatisch unter einem bestimmten Hashtag ohne Moderation einzubetten, insbesondere, wenn jeder mit öffentlichen Hashtags posten kann.

    Lege eine „Social-Media-Wand” für deinen Shop an

    Socialmeidawand bei ZOÉ LU

    Auf Social-Media-Wänden kannst du Fotos und Kommentare aus verschiedensten Kanälen zusammen ziehen und diese Unterhaltung in einem Feed darstellen, an dem sich andere beteiligen können. Diesen kannst du auf deiner Website einbetten oder bei deiner nächsten Veranstaltung auf einem Bildschirm zeigen.

    Wenn dich dieser Ansatz interessiert, besuche Walls.io (ein kostenloser Plan) oder Everwall. Beide bieten Lösungen an, wie man Online-Content auch offline darstellen kann.

    Nutze die Stimmen deiner Kunden

    Bevor du dir das Geld deiner Kunden verdient hast, musst du dir erst etwas anderes verdienen: deren Vertrauen.

    Nutzergenerierter Inhalt lässt dich die Meinungen und kombinierte Kreativität deiner Community nutzen, um Content herzustellen und zu teilen. Und das organisch, überzeugend und authentisch. Dabei haben wir erst die Oberfläche gestreift, wie du nutzergenerierten Inhalt breit einsetzen kannst.

    Werde kreativ bei der Akquise und beim Einsatz nutzergenerierter Inhalte und schau zu, wie deine Marketingbemühungen zunehmend Früchte tragen.

    Foto von Gian Ceson


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    Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

    Dieser Artikel von Braveen Kumar erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.