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Logo-Design: Auf 3 unterschiedlichen Wegen zum perfekten Logo

Logo erstellen

Denk an das schlechteste Logo, das du je gesehen hast. Welches fällt dir auf Anhieb ein? Wenn dir auf die Schnelle keines einfällt, ist das nicht weiter verwunderlich.

Gute Logos bleiben in Erinnerung, schlechte nicht.

Das ist es, was die Gestaltung eines Logos von der Gestaltung anderer Marketing-Materialien unterscheidet. Web-Banner, Anzeigen und Social-Media-Posts haben jeweils ihre eigenen Design-Ziele. Dem Logo kommt jedoch eine ganz eigene und spezielle Bedeutung zu – es soll in Erinnerung bleiben. 

Einige der besten Logos sind die unkompliziertesten. Denk z. B. an den Nike-Swoosh oder die goldenen Bögen von McDonald's. Ted Kaye von der North American Vexillological Association (eine Organisation, die sich der Vexillologie widmet, der wissenschaftlichen Erforschung von Flaggen) sagt, dass Flaggen-Designs einfach genug sein sollten, damit ein Kind sie aus der Erinnerung zeichnen kann. Dasselbe gilt auch für Logos. 

Dein Logo ist nicht deine Marke; die wirst du separat aufbauen. Allerdings wird das Logo zum Gesicht deiner Marke werden. Es wird auf deiner Website, deinen Produkten, deinen Marketing-Materialien, deiner Beschilderung im Geschäft und an fast jedem anderen Ort erscheinen, an dem Menschen mit deiner Marke in Berührung kommen. 

Unabhängig von deinem Budget verdienst du ein Logo, mit dem du dich wohlfühlst. In diesem Leitfaden führen wir dich durch jeden Schritt der Erstellung eines Firmenlogos – von der Farbauswahl bis zur Beauftragung eines Designers. Unterstützung bekommen wir dabei von einigen unserer professionellen internen Designern.

  • Was ist ein Logo und warum ist es für dein Unternehmen so wichtig?
  • Wie viel sollte ein Logo-Design kosten?
  • Logo erstellen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
  • Beauftragen eines Designers
  • Ein Logo kostenlos gestalten (oder sehr günstig)
  • Vermeiden häufiger Fehler beim Logo-Design
  • Fazit
  • Was ist ein Logo und warum ist es für dein Unternehmen so wichtig?

    Ein Logo ist ein Symbol, das deine Marke und die Persönlichkeit deiner Marke durch ein möglichst einfaches Bild repräsentiert. Logos verankern deine Marke in den Köpfen deiner Kunden. Ohne ein Logo haben sie nichts, woran sie sich mit Blick auf deine Marke festhalten könnten. Hier die Erklärung dafür: 

    Menschen lernen aus visuellen Hinweisen

    Gibt es etwas, was die Leute über deine Marke wissen sollten? Die Wissenschaft sagt, dass Bilder bei der Kommunikation effektiver funktionieren als Worte. Wenn Bilder also die Kraft haben, Ideen zu vermitteln, dann ist das am häufigsten in deinem Branding eingesetzte Bild auch das potenziell wichtigste. 

    Ein effektives Produkt-Branding führt über das Logo

    Sicher warst du schon einmal in einem Firmenbüro. Vielleicht ist dir dort die große Anzahl von Gegenständen aufgefallen, die mit dem Firmenlogo versehen sind, wie z. B. Stifte, Notizblöcke, Taschen oder Kleidung. In der Shopify-Zentrale haben wir sogar ein Skateboard in unserer Markenoptik. 

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    Jeder Kickflip wird damit zu einer Marketing-Gelegenheit

    Gebrandete Artikel können auf Messen verteilt, potenziellen Kunden geschenkt und sogar im Geschäft verkauft werden. Gute Gespräche können viel schneller vergessen werden als der Kugelschreiber mit Markenlogo, den ein Kunde in seiner Tasche mit Werbegeschenken findet.

    Logos bieten eine visuelle Grundlage für die grafische Gestaltung

    Dabei gilt, dass die Markenkonsistenz ein wichtiger Faktor für die Entwicklung eines nachhaltigen Eindrucks ist. Wenn du als Grundlage eine verbindliche Repräsentation deiner Marke hast, kannst du bei der Gestaltung anderer Marketing-Elemente darauf zurückgreifen.

    Logos helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben

    Bestimmte Symbole oder Zeichen sind bestimmten Branchen zugeordnet. Denk nur daran, wie viele medizinische Unternehmen Varianten eines roten Kreuzes in ihren Logos verwenden. Wenn viele Unternehmen im gleichen Markt miteinander konkurrieren, ist die Differenzierung der Schlüssel, um wahrgenommen und in Erinnerung behalten zu werden. 

    Ein Logo bietet viele verschiedene Vorteile. Von daher ist es auch nicht schwer zu verstehen, warum fast jedes Unternehmen eines hat. Ein Auftritt ohne Logo erscheint einfach unprofessionell. Es wirkt illegitim, ja sogar unglaubwürdig. 


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    Wie viel sollte ein Logo-Design kosten?

    Du hast also für dich entschieden, dass du ein Logo benötigst. Als nächstes musst du herausfinden, ob du dein eigenes Design entwerfen oder einen Designer beauftragen solltest.

    Ein Logo zu entwerfen, das einzigartig, aber auch simpel genug ist, um in Erinnerung zu bleiben, ist keine einfache Aufgabe für Amateurdesigner. Wenn du das Budget dafür hast, solltest du das tun, was sich für jeden anderen Aspekt deines Business empfiehlt, und einen Profi beauftragen. Aber wie viel sollte ein Logo konkret kosten? 

    Die Kosten für ein Logo-Design können je nach Erfahrungsniveau des von dir beauftragten Designers erheblich variieren. Logos können sehr teuer, unglaublich günstig oder sogar kostenlos sein. Natürlich kannst du dir vorab das Portfolio eines Designers ansehen. Jedoch gilt nach wie vor, dass du die Qualität des bestellten Logos erst erkennen kannst, wenn es entworfen und vorgelegt wurde. Im Allgemeinen werden teure Logos von Profis in Designagenturen entworfen. Dabei ist es jedoch so, dass nicht jedes professionell gestaltete Logo zwangsläufig gut ist.

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    Selbst Profis entgehen manchmal Designfehler, die von Amateuren leicht erkannt werden. Denke daran, dass es immer gut ist, mindestens vier Augen über den fertigen Entwurf schauen zu lassen.

    Einen Designer beauftragen oder dein eigenes Logo entwerfen?

    Wenn du einen Designer für dein Logo-Design beauftragen möchtest, findest du nachfolgend einige Fragen, die du dir vorab stellen solltest: 

    Habe ich das Budget dafür? Wenn du einen Logo Maker im Internet verwendest, kann dein Logo komplett kostenlos sein. Auf der anderen Seite kannst du sehr schnell einen vierstelligen Betrag ausgeben, wenn du mit einem professionellen Designer oder einer Agentur zusammenarbeitest. Rechne am unteren Ende mit etwa 50 Euro bis 300 Euro, um einen einigermaßen erfahrenen Designer zu beauftragen. 

    Kann ich es mir leisten, Geld für ein Logo zu verschwenden, das ich nicht verwende? Wenn du einen Designer beauftragst, zahlst du für seine Zeit, nicht für das Logo selbst. Es besteht hierbei immer die Gefahr, dass das Endprodukt nicht deinen Erwartungen entspricht und verworfen wird. Daher verhandeln Designer und Geschäftsinhaber in der Regel eine sogenannte „Kill-Fee“ – ein an den Designer zu zahlenden Betrag, unabhängig davon, ob das Logo verwendet wird oder nicht. Beachte dies bei deiner Budgetierung und stelle sicher, dass du eine mögliche Kill-Fee berücksichtigst. 

    Wie viel Zeit kann ich dem Logo-Design widmen? Ein Logo zu entwerfen bedeutet, mehr als nur herumzusitzen und auf den „Aha-Moment“ zu warten. Der Prozess basiert in der Regel auf Zusammenarbeit, wobei die Designer dir verschiedene grobe Optionen vorstellen und sich auf dein Feedback verlassen, um ihre Arbeit zu finalisieren.

    Habe ich ein gutes Auge für Design? Logo-Design ist nicht einfach. Wenn dies der Fall wäre, würdest du wahrscheinlich nicht erwägen, einen Designer an Bord zu holen. Einige Geschäftsinhaber zeichnen sich dadurch aus, ihre Markenwerte gut in Worten ausdrücken zu können. Gleichzeitig haben sie aber Schwierigkeiten, diese Worte in einem Bild zum Ausdruck zu bringen. Designer hingegen zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie Wörter in Bildsprache übersetzen. Wenn deine Fähigkeiten besser für das Management als für kreative Aufgaben geeignet sind, ist die Beauftragung eines Designers wahrscheinlich der richtige Weg.

    Lesetipp: Wie finden andere Unternehmen ihre Logo-Ideen? Das Mode-Label Distorted People aus München gab uns hier einen Einblick.

    Logo erstellen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Unabhängig davon, ob du dich dafür entscheidest, ein Logo selbst zu entwerfen, einen Designer zu beauftragen oder einen Logo Maker zu verwenden, wird der Prozess die gleichen Schritte umfassen:

    1. Entwickle deine Markenidentität
    2. Suche nach Design-Inspiration
    3. Wähle Farben, die deine Marke widerspiegeln
    4. Wähle eine passende Schriftart
    5. Gestalte mehrere Grobversionen
    6. Lass dir Feedback geben
    7. Optimiere dein Gewinnerdesign

    1. Entwickle deine Markenidentität

    "Markenidentität" ist ein Sammelbegriff für die visuellen Elemente deiner Marke: von deinen Markenfarben über dein Logo bis hin zur Gestaltung von einzelnen Aspekten deiner Marke. Diese visuellen Elemente arbeiten zusammen, um deine Marke in den Köpfen deiner Kunden zu verankern. 

    Bevor du mit dem Design für dein Logo beginnst, solltest du dir daher ein Bild von deiner Markenidentität machen. Stelle dir zunächst folgende Fragen: 

    • Warum hast du dein Business gestartet?
    • Welche Werte sind dir als Unternehmen wichtig?
    • Was unterscheidet dich von der Konkurrenz?

    Die Unterscheidungsmerkmale deiner Marke – was dir am wichtigsten ist und was deine Kunden am ehesten wahrnehmen werden – liegt in den Antworten auf diese Fragen. Bevor du also deinen Stift ansetzt, bevor du deine Farben und Ästhetik wählst, solltest du dich fragen, wer du eigentlich bist. 

    Mache dir keine Sorgen, wenn du diese Fragen nicht sofort beantworten kannst. Sie sind ein Ausgangspunkt, der zum Nachdenken anregen soll. Sobald du aber darüber nachgedacht hast, wirst du besser in der Lage sein, ein individuelles und einzigartiges Logo zu kreieren. 

    Um dir diesen Prozess näher zu bringen, haben wir mit den Inhouse-Designern von Shopify zusammengearbeitet, um ein Logo für LawnPure zu entwerfen – unsere eigene, fiktive Linie organischer, zitrusbasierter und chemiefreier Rasenpflegeprodukte.

    Zunächst haben wir eine Mindmap für unsere Markenwerte erstellt. Mindmapping ist eine visuelle Technik für ein strukturiertes Brainstorming. Man beginnt mit einer zentralen Idee (in diesem Fall deine Marke) und stellt seine Gedanken dar, indem man Schlüsselwörter und verwandte Konzepte um diese zentrale Idee herum verbindet. 

    Ein solches Mindmapping kann allein oder in einer Gruppe durchgeführt werden und ist ein großartiges Werkzeug, um deine Ideen zu fokussieren oder neue zu entwickeln. In der Markenentwicklung eignet sich das Konzept sehr gut, um einen Konsens über eine stimmige Markenidentität zu erzielen.

    Lesetipp: Wie du eine Marken-Story aufbaust, erklären Branding-Experten in diesem Beitrag.

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    „Mind Mapping“ ist eine hervorragende Technik zur Entwicklung einer stimmigen Markenidentität.

    Ausgehend von unserer Mindmap konnten wir eine konzeptionell starke Marke entwickeln. Damit können wir Fragen beantworten, um besser zu verstehen, was unsere Marke von der Konkurrenz unterscheidet:

    Warum haben wir unser Business gestartet?

    Wir haben unser Unternehmen gegründet, weil wir einen gesunden grünen Rasen haben wollten, der zudem sicher für unsere Kinder und Haustiere ist. Aktuelle chemische Düngemittel sind ideal für die Pflege eines grünen Rasens. Nach dem Einsatz birgt die Rasenfläche jedoch nicht selten Gesundheitsrisiken. Düngemittel auf Essigbasis sind sicherer, aber nicht annähernd so effektiv. Als wir keinen wirksamen natürlichen Dünger finden konnten, beschlossen wir kurzerhand, unseren eigenen herzustellen. 

    Welche Werte sind uns als Unternehmen wichtig?

    Bei LawnPure legen wir Wert auf ethische und sichere Methoden der Rasenpflege und Insektenkontrolle. Wir glauben, dass der Schlüssel zum menschlichen Wohlstand in der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung von sicheren, effektiven und nachhaltigen Rasenpflegeprodukten liegt. Wir sind Verfechter der ökologischen Nachhaltigkeit. Wir glauben, dass die Menschheit eine Verpflichtung hat, unsere Umwelt für unsere eigene Sicherheit und für die Sicherheit zukünftiger Generationen zu schützen. 

    Was unterscheidet uns von der Konkurrenz?

    Die landwirtschaftliche Biotechnologie (auch „Agritech“ genannt) ist von unternehmerischer Gier, unsicheren Praktiken und der Missachtung von Nachhaltigkeitsprinzipien geprägt. Wir haben bereits genug Gerichtsverfahren über Gesundheits- und Umweltfragen erlebt, um zu wissen, dass sich große Agritech-Unternehmen mehr um Gewinne kümmern als um die Sicherheit ihrer Kunden, Mitarbeiter und zukünftigen Generationen.

    Was LawnPure auszeichnet, ist unser Wunsch, eine echte Veränderung herbeizuführen. Unser Team von wissenschaftlichen Forschern widmet sein Leben der Entwicklung sicherer und wirksamer Produkte für eine langfristige und nachhaltige Landwirtschaft. In einer Welt der Nachlässigkeit seitens großer Konzerne ist LawnPure wie eine frische Brise - so frisch wie ein natürlich gepflegter Rasen.

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    Foto von Ryan Bruce von Burst.

    Im Hinblick auf unsere Markenidentität haben wir unsere Kreativität hiermit in Schwung gebracht. Wir haben zwar noch kein Logo-Design erarbeitet, konnten aber herausfinden, welche Werte unser Design kommunizieren muss. 

    2. Suche nach Design-Inspiration

    Der Einstieg ist oft der schwierigste Teil eines jeden kreativen Vorhabens. Natürlich ist es gut, eine Idee zu haben. Manchmal ist das Problem jedoch, zu viele Ideen auf einmal zu haben. 

    Das Phänomen „Paralyse durch Analyse“ tritt auf, wenn man so viele Ideen hat, dass man alles überbewertet, feststeckt und unfähig ist, eine Entscheidung zu treffen.

    Um diese Paralyse durch Analyse zu vermeiden, solltest du dir den kreativen Prozess nicht als Aufgabe vorstellen, etwas aus dem Nichts aufzubauen. Betrachte es stattdessen als Puzzle: Das Logo existiert bereits in deinem Kopf, du musst nur die Teile zusammensetzen, indem du dich an bewährte Design-Prinzipien hältst. 

    Lerne, die Sprache der Logos zu sprechen, indem du dir so viele tolle Logos wie möglich ansiehst. Denke darüber nach, was deine Favoriten so einprägsam gemacht hat. 

    Falls du nicht genau weißt, wo du ansprechende Logo-Designs findest, haben wir dir nachfolgend einige Ressourcen zusammengestellt: 

    • Logoed: Auf Logoed findest du eine regelmäßig aktualisierte Sammlung atemberaubender Logos, die mit einem einfachen, einseitigen Bildlauf präsentiert wird.
    • Logospire: Diese riesige Sammlung von benutzergenerierten Logo-Designs wird deiner Kreativität neuen Schwung verleihen. 
    • Brand New: Brand New ist ein Blog, der Designs neuer und bekannter Marken in allen Branchen abdeckt.
    • LogoLounge: In diesem Blog können Grafikdesigner ihre neuesten Logos hochladen. LogoLounge ist vielleicht am besten für die Veröffentlichung einer Reihe von Büchern bekannt, die Designs zeigen, die zuvor auf der Seite präsentiert wurde.
    • Logo Design Love: Der Grafikdesigner David Airey kuratiert diesen Design-Blog, in dem Logos und Marketing-Designs aus aller Welt bewertet werden. 

    Lesetipp: Du brauchst mehr Inspiration? Diese 20 Shopify-Händler fahren mit ausgeklügelten Designs auf! Hier geht's zum Beitrag.

    Designbezogene Hashtags: Viele Social-Media-Communities verwenden spezifische Hashtags zum Thema Design, um ihr Grafikdesign zu präsentieren. Angesichts der visuellen Natur der Plattform, ist Instagram besonders gut dafür geeignet. Wenn du das nächste Mal auf Instagram unterwegs bist, solltest du nach folgenden Hashtags Ausschau halten: #logo#logodesigns#logodesigner#graphicdesign#graphicdesigner.

    3. Wähle Farben, die deine Marke widerspiegeln

    Farbe ist für die Wahrnehmung visueller Reize von größerer Bedeutung, als viele Menschen annehmen. Studien haben sogar ergeben, dass Farbe die Stimmung beeinflussen kann, was sie mit Blick auf die Kaufentscheidung entscheidend macht.

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    Foto von Ryan Bruce von Burst.

    Die Farben deines Logos werden sich auf deiner Website, in der Beschilderung im Geschäft, in Social-Media-Feeds, Marketing-E-Mails und an jedem anderen Ort wiederfinden, an dem Benutzer mit deiner Marke interagieren. Es gibt keine Farbe, die universell „besser“ ist. Jede Farbe sagt allerdings etwas anderes aus. Von daher solltest du sicherstellen, dass du auch über deine Farbauswahl die richtige Botschaft kommunizierst. 

    Lass uns daher einen genaueren Blick auf die psychologischen Einflüsse bestimmter Farben werfen:

    Braun: Als erdiger Ton wird die Farbe Braun oft mit rein natürlichen Zutaten, hausgemachten Produkten und frisch gebackenen Leckereien in Verbindung gebracht. Braun ist auch die Farbe von Baumrinde, Ästen, Herbstblättern und reichhaltiger Erde und kann einer Marke damit ein gewisses Outdoor-Feeling verleihen.

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    MadeGood verwendet Braun auf der Verpackung und im Marketing, um ein Gefühl von Ursprünglichkeit und Erinnerungen an hausgemachtes Backen zu wecken.

    Orange: Wie ein loderndes Feuer strahlt Orange Wärme, Energie und Leidenschaft aus. Es ist die Farbe der Sonnenuntergänge und erinnert auch oft an den Sommer – besonders wenn es mit hellerem Blau und weichem Grün kombiniert wird. 

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    Die orangefarbene Saftverpackung von Lumi erinnert an eine prickelnde Erfrischung an einem heißen Sommertag.

    Gelb: Als strahlende Schwester von Orange gibt die Farbe Gelb ebenfalls Licht, Energie und Wärme ab. Wenn die Wärme von Orange ein glühender Kamin ist, dann repräsentiert Gelb die intensive Hitze der Mittagssonne, die hoch am Himmel steht. Gelb neigt dazu, Glücksgefühle hervorzurufen – verwende es aber besser sparsam. Ein wenig Gelb kann einer vertrauenswürdigen Marke einen Hauch von Optimismus verleihen. Zu viel davon kann dagegen schnell zu Verwirrung und Überforderung führen.

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    Die Online-Parfümerie Happiness Abscissa (Ha) verwendet Gelb, um ein Gefühl von Optimismus und Freude zu vermitteln.

    Grün: Grün ist eine Farbe mit zwei Persönlichkeiten: Sie kann eine organische Aura hervorrufen, die an üppigen Regenwald, Umweltbewusstsein und ein Gefühl der Ruhe erinnert. Und doch wird Grün genauso leicht zur Farbe von Geld, Gier, Neid und Übelkeit.

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    Die Hundefuttermarke v-dog verwendet Grün, um ihren natürlichen Ansatz für Hundefutter Ausdruck zu verleihen. 

    Rosa: Rosa ist eine weichere, sanftere Farbe und wurde im Lauf der Geschichte sowohl als männlich als auch als weiblich angesehen. Obwohl heutige Kunden Rosa wahrscheinlich mit Weiblichkeit assoziieren werden, erinnert es im weiteren Sinne an Freundlichkeit, Romantik und Liebe. 

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    Das zartrosa Logo von Mignon schafft das Gefühl, geliebt und umsorgt zu werden.

    Rot: Kräftig und unnachgiebig neigt Rot dazu, sich abzuheben. Deshalb ist die Farbe zu einem so zuverlässigen Element im Markenauftritt vieler Unternehmen geworden. Wie Rosa neigt Rot dazu, Romantik zu suggerieren. Aber während die Romantik der Farbe Rosa zart und anmutig ist, ist die Romantik in Rot leidenschaftlich, laut und feurig. 

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    Die Marke KKW Beauty von Kim Kardashian verwendet einen kräftigen roten Ton, um der Marke einen leidenschaftlichen Touch zu verleihen.

    Lila: Lila ist der Rasputin der Farben und ein schattenhafter, mysteriöser Fremder mit einer fast magischen Anziehungskraft. Lila Farbstoffe waren in der Vergangenheit oft selten und teuer. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Farbe Lila mit Reichtum, Überfluss, Mystik, Magie und Genuss in Verbindung gebracht wird.

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    Die passend benannte Bettwarenmarke Purple nutzt die Farbe intensiv, um einen Sinn für futuristischen Luxus zu schaffen.

    Blau: Als Farbe eines klaren Himmels neigt Blau dazu, Gefühle von Vertrauen, Leichtigkeit und Frieden hervorzurufen. Allerdings hat sich Blau auch als die am wenigste appetitanregende Farbe erwiesen. Wenn du Lebensmittel verkaufst, solltest du diese Farbe also besser vermeiden.

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    Das zuverlässige Blau ist die perfekte Farbe, um ein Gefühl von Komfort und Sicherheit für die Handy-Schutzhüllen von Quad Lock zu schaffen.

    Schwarz, Weiß, Grau: Manchmal ist die beste Farbe für deine Marke ... überhaupt keine Farbe. Schwarz-, Weiß- und Grautöne neigen dazu, ein Gefühl der Ruhe, Ausgeglichenheit oder Klarheit hervorzurufen.

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    Schoolhouse kombiniert Grautöne mit sanft gedämpften Farben, um seiner Wohnkulturmarke ein Gefühl der Ruhe zu verleihen.

    Verwendung mehrerer Farben 

    Die meisten Logos sind einfarbig. Einzelne Farben sind einfacher zu koordinieren. Zudem vereinfacht die Verwendung nur einer Farbe die anderen grafischen Elemente deiner Marke. Einfarbige Logos können auch in verschiedenen Farben für verschiedene Zwecke neu gestaltet werden. 

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    Das FedEx-Logo wird in der Regel in Blau und Orange dargestellt. Das Unternehmen hat jedoch Logos in alternativen Farben für bestimmte Abteilungen entwickelt.

    Je mehr du dein Design vereinfachen kannst, desto besser. Komplexe Designs lassen sich schwerer merken und werden weniger wahrscheinlich in den Köpfen deiner Kunden bleiben. 

    Wie erstellt man Farbkombinationen für sein Logo?

    Falls du dich für ein mehrfarbiges Logo entscheidest, solltest du dir darüber bewusst werden, welche Farben du zusammen verwenden kannst. Während die Farbtheorie sehr komplex sein kann, gibt es viele Online-Tools, mit denen du schnell und einfach ein stimmiges Farbschema erstellen kannst.

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    • Paletton: Mit dem Farbrad von Paletton kannst du Farbschemata mit einfachen, interaktiven Reglern erstellen.
    • Coolors: Mit Coolors kannst du zufällige Farbharmonien erzeugen, Farben für deine persönliche Palette festlegen und andere Farben gesammelt anpassen, um eine vollständig anpassbare Palette zu erstellen. Außerdem lassen sich Farbpaletten aus hochgeladenen Bildern generieren.
    • Colormind: Colormind ist besonders gut für Webdesigner geeignet, da es ein einfach zu bedienendes Werkzeug enthält, um gute Lesbarkeit und Farbharmonie auf Webseiten zu erzielen. Erreicht wird dies, indem Farbkombinationen auf derselben Beispielwebseite als Vorschau anzeigt werden – und das in Echtzeit. 
    • ColorSpace: ColorSpace ist am besten für Entwickler geeignet, da es automatisch den CSS-Code für die Farbpalette generiert, die du auf deiner Webseite einsetzen möchtest. 
    • Der Farbpalettengenerator von Canva: Canva generiert Farbschemata nach dem Zufallsprinzip oder aus Bildern. Was das Tool von Canva jedoch einzigartig macht, ist die Möglichkeit, über Schlagworte nach Farbpaletten zu suchen.
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    Im Entstehungsprozess von LawnPure, unserem rein natürlichen, auf Zitrusfrüchten basierenden organischen Pestizid, haben wir uns bereits sehr früh für Grün als Grundfarbe unseres Logos entschieden. Umweltfreundlich und an einen gesunden Rasen erinnernd schien Grün perfekt zu passen. 

    Zunächst hatten wir versucht, die Farbe eines gesunden grünen Rasens zu reproduzieren. In der Theorie erschien das durchaus logisch. Allerdings werden Farben im wirklichen Leben nicht so wahrgenommen, wie sie auf dem Bildschirm erscheinen. Schwankungen bei Licht, Entfernung und einer Vielzahl anderer Faktoren können die visuelle Wahrnehmung beeinträchtigen und dazu führen, dass das gleiche Objekt in vielen verschiedenen Schattierungen erscheint – sogar im gleichen Bild.

    Lesetipp: Wie du deinen eigenen Onlineshop in 10 Schritten zum Launch führst, liest du hier.

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    Aus ein und demselben Foto lassen sich oft verschiedene Varianten unterschiedlicher Schattierung extrahieren. Original-Foto von Scott Webb aus Burst.

    Rechne damit, eine Weile mit deiner Grundfarbe zu experimentieren, bevor du die für dich perfekte Farbe findest. Das sichtbare Spektrum ist so groß, dass die kleinsten Veränderungen in Farbton, Sättigung oder Helligkeit die Stimmung der Farbe deiner Marke erheblich verändern können. Wir haben einige grundlegende Symbole und Texte geändert und dann ein paar mögliche Schattierungen verglichen. Schon kleine Tonunterschiede schienen ganz unterschiedliche Dinge zu vermitteln.

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    Hellere, sattere Töne waren aufmerksamkeitsstark und verspielt, hatten aber auch eine karikaturhafte, kindliche Anmutung. Eine gute Farbe für den Verkauf von Spielzeug oder Comics, aber nicht die richtige für LawnPure. Dunklere, erdigere Grüntöne schienen eher die Natur in den Fokus zu rücken, wie wir es auch ursprünglich für unsere Marke LawnPure angedacht hatten. Dies war besonders dann der Fall, wenn sie mit Braun- und Orangetönen sowie Dunkelrot kombiniert wurden. 

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    Experimentiere mit verschiedenen Farbkombinationen, um zu sehen, wie sie die Stimmung deines Logos verändern.

    Dennoch gab es hier etwas, was nicht ganz passte. Die Farben strahlten zwar dieses Motto „Zurück zur Natur“ aus, erinnerten uns aber auch an militärische Tarnung. Solche eine Farbkombination mag für eine Marke aus dem Segment Jagd- oder Campingausrüstung großartig funktionieren. Für die friedliebenden Hippies bei LawnPure, die umweltfreundliche, nachhaltige Rasenpflegeprodukte verkaufen, war es keine so gute Idee.

    Ursprünglich schien die Entscheidung für Grün einfach. Nach stundenlangem Experimentieren fühlte es sich jedoch langsam so an, als hätten wir überhaupt keine Entscheidung getroffen. „Grün“ kann Limettengrün, Seeschaumgrün oder Waldgrün bedeuten – aber welches Grün ist das LawnPure-Grün? Nachdem wir zu so vielen Farbtönen nein gesagt hatten, stolperten wir schließlich über genau das Grün, das wir suchten.

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    Das LawnPure-Grün (Hex-Code #00b151) ist ein reineres, mildes Grün, das nicht zu gesättigt und nicht zu dunkel ist und nur einen Hauch von Blau hat – kaum wahrnehmbar, aber genug, um Bilder von einem üppigen Feld unter einem hellblauen Himmel zu erzeugen. Genau das war die Marke LawnPure als Farbe.

    Wir haben überlegt, unser LawnPure-Grün mit anderen Farben zu kombinieren. Die Mischung mit hellen Rosa- und Orangetönen sah großartig aus und gab ihm eine sommerliche Qualität, die den Geschmack von saftig frischen Pfirsichen, Erdbeeren oder Wassermelonen hervorrief. Ideal für fruchtige Sommergetränke oder Duftkerzen, aber nicht ganz richtig für LawnPure. 

    Gemischt mit Himmelblau und sandigem Beige, spiegelte es schon viel mehr das Bild eines gepflegten Sommerrasens wider. Vielleicht zu viel: Diese Farbkombinationen hatten etwas Künstliches an sich. Es mag für einen Golfplatz-Shop funktionieren, war aber immer noch nicht ganz die Marke LawnPure. 

    Und dann gab es noch Braun. Das Mischen mit Braun schien den meisten Sinn zu machen, da es schließlich die Farbe eines reichhaltigen Bodens ist. Allerdings erschien diese Kombination weniger ästhetisch ansprechend. Dunklere Brauntöne ergänzten unser LawnPure-Grün einfach nicht gut. Hellere Brauntöne sahen besser aus, riefen aber eher felsige, ausgetrocknete, unfruchtbare Böden als reichhaltige, kultivierbare Böden hervor.

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    Am Ende beschlossen wir, die Entscheidung für eine zweite Farbe vorerst aufzuschieben. Wir waren nicht prinzipiell gegen zusätzliche Farben, aber es war klar, dass etwaige weitere Farben nur minimal eingesetzt würden. Vorerst stand also die Hauptfarbe der Marke, womit wir bereit waren, die ersten Ideen zu entwickeln.

    4. Wähle ein Schriftbild

    Möglicherweise enthält dein Logo keinen Text. Ein Großteil deines Grafikdesigns wird jedoch nicht ohne auskommen, so z. B. deine Webtexte, Beschilderungen und viele andere Marketing-Materialien. Aus Gründen der Einheitlichkeit ist bei der Gestaltung deines Logos wichtig zu berücksichtigen, welche Schriften deine Marke einsetzen soll – auch wenn das Logo selbst ohne auskommen soll.

    Schriftbild vs. Schriftart

    Die Begriffe „Schriftbild“ und „Schriftart“ werden oft synonym verwendet, wodurch davon ausgegangen wird, dass es sich um ein und dasselbe Konzept handelt. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied: Ein Schriftbild ist eine charakteristisch unterschiedliche Menge typografischer Symbole und Zeichen, die oft in Variantengruppen wie kursiv und fett unterteilt sind. Jeder dieser Variantengruppen ist eine Schriftart.

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    Die vier grundlegenden Schriftstile und wann man sie verwenden sollte

    Es gibt viele Modelle zum Sortieren von Schriftarten. Einige konzentrieren sich auf Stil, andere auf die historische Bedeutung und wieder andere auf endlos zersplitterte Unterkategorien. Das gebräuchlichste System sortiert Schriften jedoch in vier Grundtypen.

    Serifenschrift-Stile 

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    Das Wort „Serife“ beschreibt eine kleine Linie oder einen Strich, die/der am Ende eines längeren Strichs in einem Buchstaben oder einem anderen Zeichen angebracht ist. Serifen sind das älteste Schriftbild und gehen auf Inschriften zurück, die im lateinischen Alphabet verwendet werden. 

    • Merkmale: Serifen werden oft mit Geschichte, Tradition und Antike in Verbindung gebracht und werden verwendet, um Reichtum, Eleganz und Autorität in den Vordergrund zu stellen.
    • Wann man sie verwenden sollte: Serifenschriftarten können eine attraktive Darstellungsform sein und werden traditionell für Texte in Drucksachen wie Zeitungen, Büchern und Zeitschriften verwendet. Auch Luxusmarken, die ein wohlhabendes Publikum ansprechen, verwenden häufig serifenbetonte Stile.
    • Verwendung im Branding: Alte und ineinander übergehende Serifen haben eine eher „klassische“ Anmutung. Moderne Serifen (Schriften mit einem dickeren Serifenstrich) wirken zeitgemäßer, innovativer und kreativer. 
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      SLH.com verwendet eine solche moderne Serifenschrift, um Luxus und Modernität zu vermitteln. Bild mit freundlicher Genehmigung von Campaigns of the World.

      Sans-Serif-Schriftbilder

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      Sans-Serif-Schriften, manchmal auch gotisch genannt, haben keine Serifen am Ende von Zeichenstrichen. Sie haben eine geringere Variation der Zeilenbreite und sind tendenziell besser lesbar, wenn sie von hinten beleuchtet werden. Daher werden sie auch am häufigsten für Text auf Computerbildschirmen verwendet. In Printmedien werden sie am häufigsten in Schlagzeilen verwendet, können aber manchmal auch im Fließtext verwendet werden. 

      • Merkmale: Sans-Serif-Schriften werden häufiger mit Einfachheit, Modernität und Minimalismus in Verbindung gebracht. Designtechnisch funktionieren sie gut mit viel negativem Raum und erzeugen eine glänzende, edle Haptik.
      • Wann man sie verwenden sollte: Sans-Serif-Schriften sind vielseitig einsetzbar und lassen sich gut für Bildschirmtexte und Schlagzeilen verwenden. Marken verwenden serifenlose Schriften in der Regel, wenn sie versuchen, ein Gefühl zeitgenössischer eleganter Einfachheit zu vermitteln.
      • Verwendung im Branding: Sans-Serif-Schriften sind in der Regel besser auf dem Bildschirm als im Printbereich lesbar. Daher werden sie auch häufiger in Texten auf Websites als in Zeitschriften und Zeitungen verwendet. Im Allgemeinen vermitteln Sans-Serif- Schriftarten eine eher nüchterne Atmosphäre und werden häufiger von Marken verwendet, die versuchen, ein Gefühl von Innovation und Modernität zu vermitteln. 
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        McDonald's verwendet eine serifenlose Schrift zur Vermittlung einer schlichten Modernität. Bild mit freundlicher Genehmigung von Campaigns of the World.

        Skriptstile 

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        Skript-Schriftbilder haben ihren Ursprung in der Handschrift oder der Kalligraphie. Sie sind flüssiger als die Serifenschrift oder Sans-Serif-Stile und werden oft in eher eigenwilligen Kontexten verwendet. Skriptstile sind vielseitig und können sowohl von formellen als auch von lässigen Marken verwendet werden. 

        • Merkmale: In Anlehnung an die Handschrift neigen Skriptstile dazu, den Text „menschlich“ zu machen. Skript-Schriftbilder haben oft viel Persönlichkeit, sodass sie besonders gut darin sind, die Stimmung innerhalb des Texts zu verändern. 
        • Wann man sie verwenden sollte: Skript-Schriftarten sollten sparsam verwendet werden. Sie eignen sich schlecht für langen, ausführlichen Fließtext, da sie in der Regel weniger gut lesbar sind. In Kombination mit einer Serifenschrift oder Sans-Serif-Schrift können Skripte jedoch ein sehr effektives Werkzeug zur Betonung sein. 
        • Verwendung im Branding: Formale Skript-Schriften vermitteln ein Gefühl von Luxus, Romantik und Leidenschaft. Eher informelle Varianten können deiner Marke eine freundlichere und ungezwungenere Atmosphäre verleihen. Skript-Schriftarten können besser geeignet sein, um Wörter und kurze Sätze hervorzuheben – besonders wenn es sich um ein Wort handelt, bei dem der Kunde innehalten soll. 
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          HBO verwendet eine Skript-Schriftart zur Betonung. Mit freundlicher Genehmigung von Campaigns of the World

          Dekorative Schriftarten

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          Dekorative (oder Display-)Schriften sind schwer zu kategorisieren. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf typografische Konventionen verzichten. Dekorative Schriften können eine Vielzahl von Stimmungen vermitteln, konzentrieren sich aber im Allgemeinen auf ein bestimmtes Thema, Motiv oder eine bestimmte Ästhetik. In jüngerer Zeit entwickelte Schriften sind in der Regel dekorativ und wurden oft speziell für eine bestimmte Marke entwickelt. 

          • Merkmale: Dekorative Schriften können sehr knifflig sein, da sie stilistisch vielfältig, aber in der Regel schwieriger zu lesen sind. Das macht sie wiederum für Fließtext eher ungeeignet. Titel mögen in einem dekorativen Schriftstil besser aussehen, aber auch hier sollten Designer vorsichtig sein: Die übermäßige Verwendung fast jeder dekorativen Schrift hat die Tendenz, kitschig zu erscheinen. Außerdem kommen dekorative Schriften schnell aus der Mode, da sie sich an ästhetischen Trends orientieren. 
          • Wann man sie verwenden sollte: Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, den starken Gebrauch von dekorativen Schriften zu vermeiden. Einzelne Zeichen können gut für die Anpassung oder Integration in Logos sein. Dabei solltest du aber sicherstellen, dass du die Lizenzrechte für die Verwendung des Zeichens in deinem Logo hast.
          • Verwendung im Branding: Dekorative Schriften sind unendlich vielfältig, sodass es unmöglich ist, sie auf einen einzigen Verwendungszweck zu beschränken. Sie werden in der Regel in Logos verwendet. Es ist üblich, dass größere Marken ganze Schriftsätze nur für den eigenen Gebrauch erstellen lassen. Nicht-Zeichenschriften (wie Emojis) werden zudem häufig verwendet, um jüngere Kunden anzusprechen. 
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            McDonald‘s erzählt eine Geschichte nur mit Emojis. Mit freundlicher Genehmigung von Ads of the World.

            Was sagt mein Schriftbild über meine Marke aus?

            Wie die Farbe kann ein subtiler Unterschied im Schriftbild sehr unterschiedliche Dinge über deine Marke aussagen. Es ist in Ordnung, mehr als eine Markenschriftart zu haben. Der Schlüssel ist jedoch Beständigkeit. Der ständige Wechsel zwischen stark unterschiedlichen Schriften kann deinem Branding ein unentschlossenes Gesamtbild verpassen, das sich mit der Zeit in Kundenmisstrauen verwandelt. 

            Wenn deine Marke eine bestimmte Anzahl von Schriften verwendet, solltest du sicherstellen, dass du konkrete Richtlinien für die Verwendung der einzelnen Schriftarten hast. Wenn die Schriftwahl häufig und zufällig wechselt, ruft dies häufig ein Gefühl von Misstrauen und Unruhe hervor. 

            Die Suche nach der richtigen Schriftart mag nicht sofort erfolgreich sein. Du kannst deine Auswahl aber einschränken, indem du neben deiner Markenidentität einige Schlüsselfaktoren berücksichtigst. 

            Wie bei der Farbe ist die Markenidentität der wichtigste Faktor, wenn es um deine Schrift geht. Verschiedene Schriftattribute vermitteln in der Regel unterschiedliche Markenqualitäten:

            1. Linien: dick vs. dünn  

            Fette, dicke Schriften, wie asymmetrische Serifenschriften, neigen dazu, Autorität und Stabilität hervorzurufen. Dünnere Schriften vermitteln ein Gefühl von Eleganz und Fortschritt. 

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            2. Stress: diagonal vs. vertikal

            Der Begriff „Neigung“ einer Schrift beschreibt den Winkel in dem die dünnsten Teile des Strichs eines Zeichens ausgerichtet sind. Pinselschriften und kursiver Text würden als auf einer diagonalen Achse sitzend beschrieben, während Blocktext als auf einer vertikalen Achse sitzend beschrieben würde. Schriftarten auf einer vertikalen Achse sehen eher formal und traditionell aus, während Schriftarten auf einer diagonalen Achse eher lässig und einladend erscheinen. 

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            3. Kontrast: niedrig vs. hoch

            Wenn man von einem Schriftbild spricht, beschreibt „Kontrast“ den Unterschied zwischen dicken und dünnen Schriftzügen. Schriften mit niedrigem Kontrast sind in der Regel besser lesbar, erscheinen aber weniger formal als Schriften im mittleren Kontrastumfang. Kontrastreiche Schriften sehen in der Regel moderner und seriöser aus.

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            4. Stimmung: formal vs. informell, klassisch vs. modern, dramatisch vs. ruhig

            Die „Stimmung“ einer Schrift ist schwerer zu erkennen. Ältere Serifenschriften und Skript-Schriftarten sind formaler und klassischer, während ältere Skripte eine dramatischere Anmutung haben. Neuere serifenlose Schriften neigen dazu, eine ruhige Modernität zu vermitteln, können aber sowohl formal als auch informell sein. Dekorative Schriften können alle oben genannten sein, vermitteln im Allgemeinen aber ein eher dramatisches Gefühl. Frag dich selbst, welche Qualitäten du deiner Schriftart zuschreibst und ob es die gleichen Qualitäten sind, die du deiner Marke zuschreiben würdest. 

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            5. Gestalte mehrere Grobversionen

            Zurück bei LawnPure begannen wir parallel zum Prozess der Logogestaltung mit dem Brainstorming für unsere Markenschriftart. Die Marke LawnPure versteht sich als innovativ, modern und futuristisch, sodass klassische Stimmungsschriften nicht passend erschienen. Auch dramatischere Schriften funktionierten mit unserer Marke nicht – LawnPure ist ruhig, wie frisches Gras an einem heißen Sommertag.  

            Wir beschlossen, mit ruhigen und modernen Schriften zu spielen: 

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            Wie beim Logo war unser erster Instinkt, das Aussehen und die Haptik von Gras nachzuahmen. Wir wollten etwas, das sich lebendig und gedeihend anfühlt. Serifenschriften fühlten sich „fixiert“ an und neigten dazu, diese Qualität nicht sehr gut auszudrücken. Sans-Serif-Schriften waren besser, fühlten sich aber trotzdem nicht richtig an. 

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            Dünne Linien erschienen tendenziell weniger formal als dicke Linien, was gut passte. Sie hatten aber auch eine eher gewöhnliche Anmutung, was nicht mit dem innovativen Charakter von LawnPure übereinstimmte. Dicke Linien fühlten sich innovativer an, schienen aber eine dramatische, weniger ruhige Stimmung zu vermitteln. Wir brauchten etwas, das irgendwo in der Mitte liegen würde. 

            Wir haben auch einige Skript-Schriftarten ausprobiert, die zur Betonung verwendet werden sollten. Skripte spiegeln den dynamischen, welligen Charakter von Gras an einem windigen Tag wieder. Daher dachten wir, dass dies gut mit der Marke LawnPure funktionieren würde. 

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            Unsere Skript-Schriften hatten einen informellen und interessanten Charakter. und spiegelten sicherlich diesen welligen Charakter von Gras wieder. In größeren Dosen erschienen sie jedoch etwas zu retro. An dieser Stelle hatten wir dann die Idee, Schriftarten zu kombinieren. Wir probierten einige Kombinationen aus, wobei jedoch keine davon für einen wirklichen Aha-Effekt sorgte. 

            Unsere Lieblingsschriftart war Southern Aire, da es dem Charakter von Gras am nächsten kam. Wir versuchten dann, diese Schriftart mit einigen anderen, formaleren serifenlosen Schriften zu kombinieren.

            lawnpure script test

            Dabei stießen wir jedoch auf ein grundlegendes Problem: Je mehr wir versuchten, die Skriptschrift wie Gras aussehen zu lassen, desto weniger lesbar wurden die Worte. Je lesbarer wir sie machten, desto weniger sah sie wie Gras aus. Wir versuchten, zwei Schriften zu kombinieren, die einfach nicht zusammenpassten. Am Ende haben wir die Idee mit der Skript-Schriftart über Bord geworfen. Das Testen auf diese Weise war jedoch ein wichtiger Schritt bei der Erstellung unseres finalen Logos.

            Wenn du dein eigenes Logo entwirfst, wirst du wahrscheinlich ebenfalls auf solche Probleme stoßen. Design umfasst auch immer viel Testen nach dem „Trial and Error“-Prinzip. So kannst du einen ganzen Nachmittag lang experimentieren und am Ende des Tages trotzdem nichts vorzuweisen haben – abgesehen von der Erkenntnis, dass die Einschränkung deiner Möglichkeiten weniger Arbeit für den nächsten Tag bedeutet.

            Letztendlich war es die Schriftart Rhino Sans, von der wir dachten, dass sie unsere Markenwerte am besten veranschaulichen würde.

            lawn-pure-rhino-sans

            Rhino Sans war formal, aber nicht zu formal. Die Schrift fühlte sich ruhig, modern und einzigartig an. Sie war zwar gelegentlich unlesbar, wobei wir aber nicht vorhatten, sie für Fließtext zu verwenden. 

            Eine Sache gefiel uns daran jedoch nicht: das „W“ war breiter als die anderen Buchstaben. So beschlossen wir dann, unsere ursprüngliche Idee einer an Gras erinnernden Skript-Schriftart mit Rhino Sans zu kombinieren. Erneut ging es ans Testen. 

            lawnpure-script-tests

            Und auch dieses Mal stießen wir auf ein Problem. Je mehr wir das „W“ wie Gras erscheinen ließen, desto weniger lesbar wurde es. Uns ist es wichtig, zu betonen, wie viele Stunden des Ausprobierens in die Erstellung eines einfachen Logos einfließen können. 

            Wir probierten unzählige verschiedene Skript-Schriften aus. Wir experimentierten mit den Dimensionen der Zeichen, passten einzelne Linien und Winkel an und nutzten die Umrisse der Zeichen als Leitfaden für unsere eigenen handgezeichneten Buchstaben. Aber egal was wir uns auch einfallen ließen, das Logo erschien einfach noch nicht rund. 

            lawnpure-adjustments

            Letztendlich haben wir uns dafür entschieden, unser eigenes „W“ zu gestalten. Wenn du dein Logo lieber von Hand zeichnen möchtest, ist dieser Weg durchaus eine gute Möglichkeit. Wir setzten dabei auf das Stift-Werkzeug in Photoshop. 

            pen-tool-sketch

            6. Lass dir Feedback geben

            Der kreative Prozess ist für jeden anders. Einige beginnen mit Skizzen, andere legen direkt in Adobe Illustrator los. Die Entwurfsphase beinhaltet viel Testen und Ausprobieren. Lass dich also nicht entmutigen, wenn die Dinge etwas länger dauern.

            An einem bestimmten Punkt wirst du das Gefühl haben, dass du nicht einmal mehr Buchstaben von Formen oder gute Logos von schlechten unterscheiden kannst. Wenn dies geschieht, könnte es Zeit für Feedback sein. Feedback ist für den kreativen Prozess unglaublich wichtig, denn es ist die einzige Methode, mit der Kreative ihre Ideen „testen“ können. 

            Dabei kannst du dir Feedback von fast jedem geben lassen. Achte aber darauf, dass du dich nicht auf eine einzelne Person verlässt. Es hilft auch, wenn die Feedback gebende Person zu deiner Zielgruppe zählt. 

            Das beste Feedback erhältst du, indem du spezifische Fragen darüber stellst, wie die Person deine Marke anhand des Logos wahrnimmt. Aussagen wie „gut“ oder „schlecht“ sind hier nicht sonderlich hilfreich. Du möchtest stattdessen erfahren, wie deine Marke wirkt. 

            Hier sind einige Ideen für Fragen, die du potenziellen Feedback-Gebern stellen kannst:  

            • Was ist das erste, was dir auffällt?
            • Wie würdest du meine Marke charakterisieren? 
            • Woran erinnerst du dich am meisten bei meinem Logo?
            • Gibt es etwas, was dich verwirrt?
            • Wenn du einen Aspekt des Designs entfernen könntest, was wäre es?

            Den Menschen fällt es in der Regel schwer, sich vorzustellen, wie sie im wirklichen Leben auf deine Marke reagieren würden. Vermeide daher Fragen wie „Würdest du das kaufen?“ oder „Ist das interessant?“. Auf spezifischere Fragen wirst du auch spezifischere Antworten und besseres Feedback erhalten.

            Nachdem wir mit dem Logo von LawnPure experimentiert hatten, lag uns ein Design vor, für das wir Feedback einholen wollten.

            lawnpure-logo-design-feedback

            7. Optimiere dein Gewinner-Design

            Mit unserer Schriftart buchstabierten wir den Markennamen und zeichneten dann Grashalme, die das „W“ darstellen sollten. Beim Design von Logos hat man fast immer mit einer ganz bestimmten Herausforderung zu kämpfen: Wenn man stundenlang akribisch das gleiche Bild anpasst, kann man den Überblick darüber verlieren, was das Logo überhaupt erst gut gemacht hat.

            Wenn du dann Feedback bekommst, wird die Stärke deiner Entwürfe immer klarer werden. Du wirst Teile deines Designs bemerken, die vielleicht nicht so ansprechend sind, wie du ursprünglich gedacht hast. Dagegen werden sich Aspekte, über die du nicht wirklich nachgedacht hast, als sehr erfolgreich erweisen. Solch ein Feedback kann für einige Überraschungen sorgen. 

            Und genau das ist auch uns passiert. Wir haben so lange probiert, das Graslogo wie Gras aussehen zu lassen, dass wir völlig vergaßen, das „W“ auch wie ein „W“ aussehen zu lassen. Unser häufigstes Feedback zu unserem ersten Entwurf? Vielen war einfach unklar, wie man „LallnPure“ aussprechen sollte. Also begaben wir uns zurück ans Reißbrett, um die Angelegenheit erneut aufzugreifen.

            Das zweite Feedback hatte mit dem Unterstrich beim „e“ in LawnPure zu tun. Wir hatten den Standardabstand der Schrift verwendet. Da aber Größe und Abmessungen stark verändert wurden, erschien das „e“ etwas zu weit weg. 

            lawn-pure-logo-kerning

            Wir nahmen das Feedback an, setzten die vorgeschlagenen Überarbeitungen um, und schließlich war unser optimiertes Logo fertig: 

            LawnPure Logo final

            Beauftragen eines Designers

            Du möchtest dein Logo lieber von einem Profi kreieren lassen? Kein Problem – es gibt unzählige Websites und Online-Communities, in denen du freiberufliche Designer finden und beauftragen kannst. 

            1. Shopify Experts: Wenn du einen Designer suchst, der E-Commerce wie seine Westentasche kennt, solltest du einen Blick in unseren Marktplatz von Shopify Experts werfen. Die Shopify Experts können bei allen Arten von Designaufgaben helfen. Außerdem kannst du hier so filtern, dass du einen Experten in deiner Preisklasse oder mit Erfahrung in deiner Branche findest. 

            Logo-Design: Auf 3 unterschiedlichen Wegen zum perfekten Logo Ja mei, das Gschäft bliaht: Wie die Traditionsmarke Löwenbräu jetzt auch erfolgreich online verkauft Merchant Inspiration Talks 2019 – Ein Rückblick auf das größte deutsche Community-Event Shopifys Individuelles Design mit Startup-Budget: So optimierte Tastemaker seine Mobile User Experience Die Blaupause für dein E-Commerce-Business: Wie du einen profitablen Onlineshop aufbaust, startest und erweiterst Progressive Web Apps: So sieht die Zukunft des Onlineshoppings aus Primaten mit Blick fürs Detail: Wie eine Münchner Shopify-Agentur individuelle Shopdesigns für Löwenbräu, Freeletics und Co. Erstellt Wie eine Agentur aus Zürich Kundenprojekte und erfolgreiche eigene Marken unter einen Hut bringt Wie (und wann) du externe Experten engagieren solltest, um dein Unternehmen weiterzuentwickeln Vom Onlineshop zur Shopify-Agentur: So wurde Latori zum Partner des Vertrauens für Babbel Von 0 auf 16.000 Bestellungen im Monat: Wie xouxou berlin einen Trend kreierte Magdeburg – Los Angeles – Berlin: Wie Tokio Hotel in Tante-E einen zuverlässigen Partner fand Gute Vorsätze, die sich jeder Shopify-Händler für 2020 zu Herzen nehmen sollte So geht's: Vom Freelancer zum erfolgreichen Unternehmen als Shopify Partner Vom Software-Lock-in zu Shopify: Der Weg von URBANARA zu neuer Dynamik Der ultimative Guide zur Gewinnung von Webdesign-Kunden Die Visitenkarte im Internet: In wenigen Schritten deine eigene Website erstellen So vermeidest du die 6 häufigsten Fehler beim Schreiben von Werbetexten und machst mehr Umsatz Wrappie around: Wie ein Startup aus Koblenz das Schenken wieder zu einer Herzensangelegenheit macht

            Seriöse Shopify-Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz findest du in unserer englischen Expertensuche.

            2. Upwork: Eine globale Online-Plattform, die Unternehmen und Freelancer zusammenbringt. Upwork umfasst einen gemeinsam genutzten Stundenzettel und einen Live-Chat, sodass du den Fortschritt deiner Freelancer leicht verfolgen kannst. 

            3. Freelancer: Freelancer ist einzigartig, da potenzielle Kandidaten für Jobs, die du offerierst „bieten“. So kannst du schnell die besten Designer zu den niedrigsten Kosten finden. 

            4. Fiverr: Ein Marktplatz zum Kauf und Verkauf einer Vielzahl von digitalen Dienstleistungen wie Texten, Grafikdesign, Videobearbeitung, Programmierung und vieles mehr. Fiverr bietet feste Preise unabhängig von der Arbeitszeit an. Das macht die Budgetplanung für dein Logo-Design einfacher. 

            5. Dribbble: Eine Community für Designer, in der sie ihre kreative Arbeit präsentieren und mit Arbeitgebern in Kontakt treten können. Dribbble funktioniert nicht nur als Plattform, um Designer zu finden. Falls du dein Logo auf eigene Faust entwerfen möchtest, ist es auch ein Ort, um neue, kreative Designs als Inspiration zu entdecken.

            dribble-screenshot

            Tipps für die Arbeit mit Grafikdesignern

            Die Rekrutierung eines professionellen Grafikers kann ein großer Vorteil für Geschäftsinhaber sein, die ein gutes Logo benötigen. Einen Experten zu haben, mit dem man Ideen besprechen und entwickeln kann, hat viele Vorteile: Du kannst deine eigene kreative Energie einbringen und gleichzeitig schnell die guten von den schlechten Ideen trennen. 

            Aber die Partnerschaft mit einem Designer ist nicht immer eine Garantie für das perfekte Logo. Es ist wichtig zu wissen, was dich bei der Beauftragung erwartet und wie du einen Designer anleiten solltest. Wenn du einen Profi beauftragen möchtest, findest du hier einige Tipps für eine gute Zusammenarbeit:

            • Führe eine Hintergrundprüfung durch und achte auf Sicherheit. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer auf Freelancer-Websites sind Experten ihres Fachs, die mit ihrer Leidenschaft Geld verdienen wollen. In seltenen Fällen reagieren betrügerische Bewerber jedoch auf Stellenausschreibungen, um Nutzer zu täuschen. Du solltest daher immer einen genauen Blick auf die Profilseite des Freelancers werfen. Anhand des Portfolios und der Bewertungen früherer Auftraggeber kannst du die Qualität deiner Bewerber besser beurteilen. Außerdem sollte sämtliche Kommunikation schriftlich erfolgen. Zu guter Letzt solltest du niemals persönliche Finanzinformationen oder Kontopasswörter an deine Freelancer weitergeben.
            • Stelle Beispiellogos zur Verfügung und gib so viele Details wie möglich an. Wenn es einen bestimmten Look gibt, den du auch gern bei deinem Logo sehen würdest, dann solltest du dem Designer einige Beispiele an die Hand geben. Grafikdesigner sind in der Regel visuell lernende Menschen. Das bedeutet, dass du ihnen deine Vorstellungen am besten mit Bildern vermitteln kannst, anstatt nur darüber zu sprechen. 
            • Setze realistische Deadlines. Respektiere den kreativen Prozess und verstehe, dass das Endprodukt einige Entwürfe und Feedback-Schleifen erfordert. Enge Deadlines werden nur zu einem Logo-Design führen, das überhastet und unvollständig erscheint. 
            • Gib klares, deutliches und ehrliches Feedback. Was mit Blick auf Designentwürfe am wenigsten hilfreich ist, sind Aussagen wie „gut“ oder „schlecht“. Denn das sagt rein gar nichts darüber aus, was im Design funktioniert und was nicht. Stelle keine unklaren Anforderungen wie: „Kannst du es ein bisschen trendiger machen?“ Auch abstrakte Zielvorgaben wie „Versuche, den zeitlosen Geist unserer Marke zu erfassen“ sollten vermieden werden. Versuche stattdessen herauszufinden, was an dem Design am meisten in Erinnerung bleibt und was davon entfernt werden kann.
            • Kein Micromanagement deines Designers. Plane genügend Zeit für Logo-Design, Feedback und Überarbeitungen ein. Du musst deinen Designer zwischen zwei Entwürfen nicht nach dem Status quo fragen oder ihn ständig überwachen. Ständiges Nachfassen bei einem Freelancer erweckt den Eindruck, dass man ihm nicht zutraut, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten oder sein Fachwissen als Designer nicht respektiert.
            • Erwarte keine kostenlose Arbeit. Bitte Freelancer nicht, sich mit Originalarbeiten zu „bewerben“, sofern du nicht planst, sie dafür zu entlohnen. Bitte nicht um „kostenlose Arbeitsproben“, „kleine Revisionen“ oder „Gefälligkeiten“. Erwarte nicht, dass du mit „Reichweite“, „Erfahrung“ oder „der Chance, ein tolles Portfolio aufzubauen“, bezahlen kannst. Dieser Ansatz ist unethisch und wird fast immer zu minderwertiger Arbeit führen. 

            Lesetipp: Wann du einen Experten zu Rate ziehen solltest und wie du dabei vorgehst, erklären wir hier.

            Ein Logo kostenlos gestalten (oder sehr günstig)

            In der Start-up-Phase deines Unternehmens ist es möglicherweise nicht möglich, einen neuen Mitarbeiter einzustellen oder selbst einen Freelancer zu beauftragen. In diesem Fall hast du zwei Möglichkeiten: du entwickelst dein eigenes Logo oder verwendest einen kostenlosen Online Logogenerator.

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            Die fünf besten kostenlosen Logo Maker

            Wenn du wenig Zeit hast und ein professionelles Logo benötigst, dann ist ein kostenloser Logo Generator die beste Wahl. Es gibt viele geeignete Logo Maker im Internet. Allerdings ist hierbei Vorsicht geboten, denn minderwertige Logo Maker führen in der Regel auch zu minderwertigen Logos. 

            Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir eine Liste der besten kostenlosen Logo Maker zusammengestellt, die derzeit online sind: 

            Hatchful by Shopify: Hatchful ist das kostenlose Logo-Design-Tool von Shopify, das sich speziell an die E-Commerce-Branche richtet. Hatchful stellt Fragen zur Persönlichkeit und Branche deiner Marke und generiert darauf basierend Designs, die speziell auf dein Unternehmen zugeschnitten sind. Ausgehend von diesem ersten Design kannst du dann mit Hatchful Schriften, Farben, Symbole und Layouts anpassen.

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            Fokussiert auf E-Commerce orientiert sich der Entwicklungsprozess von Hatchful stark an den Grundlagen des visuellen Marketings und der Beziehung zwischen Markenwerten und Design. 

            Für Geschäftsinhaber, die sich in diesen Bereichen gut auskennen, aber vielleicht ein wenig Hilfe beim Designprozess selbst benötigen, ist Hatchful eine gute Wahl. Da hier der Bereich E-Commerce klar im Fokus steht, bietet Hatchful kostenlose, umfangreiche Branding-Pakete, die hochauflösende Versionen deines Logos für Social-Media-Profile, Website-Banner, Markenartikel, Beschilderung und vieles mehr beinhalten.

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            1. Canva: Canvas kostenlose Grafikdesign-Suite enthält viele Logovorlagen, die mit dem intuitiven Drag-and-Drop-Editor angepasst werden können. Canva ist ideal für praktisch veranlagte Nutzer, insbesondere für solche, die voll und ganz nach kreativer Freiheit suchen. Die grenzenlosen Gestaltungsmöglichkeiten können jedoch für Einsteiger überwältigend sein. Wenn du weniger Erfahrung im Designen hast, solltest du lieber einen leichter zugänglichen Logogenerator aus dieser Liste verwenden.

            2. LogoMakr: LogoMakr verfügt über einen optimierten, schrittweisen Prozess zur Erstellung von Logos, der für Anfänger leicht zu erlernen ist. Dieser Logo Maker enthält mit einer Datenbank von über einer Million Grafiken, einer Text-Symbolleiste und einem einfach anzuordnenden Layering-System, ähnlich dem Ebenen-System in Photoshop und anderen komplexeren Designsoftwares, alles, was du brauchst.

            3. Ucraft: Ucrafts Logogenerator ist ideal, um minimalistische Logos in kurzer Zeit zu erstellen. Ucraft bietet drei elementare Designoptionen - Text, Symbole und Formen - sowie eine Drag-and-Drop-Oberfläche, um dein Design leicht anzupassen. Während die Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt sind, ist es gerade die Einfachheit, die Ucraft zu einem großartigen Werkzeug macht, wenn du in Windeseile ein Logo benötigst.

            4. MarkMaker: Der Logogenerator von MarkMaker hat nur sehr begrenzte Anpassungsmöglichkeiten, aber er gleicht dies aus, indem er einer der am einfachsten zu bedienenden Logo Maker für Anfänger ist. Sein einzigartiger Prozess ähnelt einem KI-gesteuertem Roboter für Grafikdesign. MarkMaker liefert dir eine endlose Liste von sofort generierten Logos, fragt dich, welche Logos dir gefallen, und erstellt daraufhin weitere Designs, die deinen Favoriten nahe kommen. 

            Alle Logo Maker auf dieser Liste haben ihre Vor- und Nachteile. Wir empfehlen dir, sie alle auszuprobieren, um die für dich beste Lösung zu finden. 

            Tools zur Generierung von Logos eignen sich hervorragend für die Erstellung professioneller Logos in kurzer Zeit. Allerdings hat jeder kostenlose Logogenerator seine Grenzen. Außerdem besteht auch immer die Gefahr, auffallend ähnlichen Logos von Konkurrenzmarken zu begegnen. 

            Für viele Vollzeit-Entrepreneure reichen kostenlose Logo Maker nicht aus. Nicht wegen der Logos selbst (es besteht kein Zweifel, dass du mit diesen Tools ein tolles, originelles Logo erstellen kannst), sondern wegen des eingeschränkten Kreationsprozesses. 

            Das Unternehmertum zieht in der Regel Menschen an, die von kreativem Ausdruck und innovativen Problemlösungen leben. Solche Menschen möchten sich die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten abzurunden und ihr Branding durch die Gestaltung eines eigenen Logos zu optimieren, meist nicht entgehen lassen.

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            Foto von Sarah Pflug von Burst. 
             

            Vermeiden häufiger Fehler beim Logo-Design

            Wenn es eine Sache gibt, die du nach dem Lesen unseres Artikel mitnehmen solltest, ist es Folgendes: Unterschätze niemals die Bedeutung deines Logos!

            Logos sind subjektiv. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, um ein Logo zu kreieren. Allerdings gibt es häufige Fehler und nützliche Techniken, die man beachten sollte: 

            Ja: Halte dein Farbschema einfach. Monochromatische Logos sind anpassungsfähiger und vereinfachen die Farbauswahl. Je mehr Farben du verwendest, desto komplizierter wird die Anpassung. 

            Nein: Mach dein Design nicht zu kompliziert. Du solltest es vermeiden, zu viele Symbole in ein Logo zu integrieren. Einfache Figuren sind viel einfacher zu vermitteln als komplexe Motive und werden eher in Erinnerung behalten. Denke nur an den Kultstatus des ikonischen Apfel-Designs von Apple oder des symmetrischen „VW“-Logos von Volkswagen. 

            Ja: Erstelle Variationen deines Logos in verschiedenen Größen und Proportionen. Wenn du etwas später dein Logo von Websites bis hin zu Kugelschreibern einsetzen möchtest, wirst du dir wünschen, von vornherein mit unterschiedlichen Grüßen geplant zu haben.

            Nein: Erstelle KEINE Variationen, die zu unterschiedlich sind. Vermeide es, zu viele Elemente neu anzuordnen und ändere nicht das Design. 

            Ja: Schau dir verschiedene Logos an und lass dich von anderen Marken inspirieren, insbesondere von solchen in deiner Branche. 

            Nein: Orientiere dich nicht zu stark an anderen Logos. So etwas gilt nicht nur als Plagiat, sondern raubt dir auch jede Chance, dass dein Logo auffällt. 

            Ja: Sei zeitgenössisch. Auch wenn deine Marke einen eher „klassischen“ Charakter hat, muss sie sich in einer modernen Welt behaupten. Etliche Marken greifen auf klassische Designelemente zurück. Gleichzeitig wird die völlige Vernachlässigung von über Jahrzehnte hinweg etablierten Designtheorien befremdlich wirken. 

            Nein: Sei nicht zu trendy. Logos aus einer Zeit, die von bestimmten Farben, Designs oder einer bestimmten Ästhetik bestimmt ist, werden schnell alt. Zum Beispiel wurde das ursprüngliche Logo des kanadischen Profibasketballteams der Toronto Raptors im Jahr 1994 entworfen – einer Zeit, als helle Pastellfarben, scharfe kantige Designs und Jurassic Park äußerst angesagt waren. Die ersten Merchandising-Verkäufe waren hoch, aber das Logo wurde schnell alt. Nach einigen kleinen Optimierungen wurde es dann 2014 endgültig eingestellt.

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            Wenn man sich zu sehr auf aktuelle Trends verlässt, kann dies zu einem Logo führen, das sehr schnell altmodisch wirkt.

            Kreiere ein Logo, mit dem du dich wohlfühlst

            Starke, einprägsame Marken haben in der Regel starke, einprägsame Logos. Dieser Prozess der Erstellung eines einfachen Bildes mag wie eine Menge Arbeit erscheinen. Bedenkt man aber, dass dieses Design langfristig mit deiner Marke verbunden sein wird, lohnt es sich. 

            Jede große Marke hat einmal klein angefangen. Du musst nicht auf ein hochwertiges Design verzichten, nur weil du dich in der Start-up-Phase befindest. Der Gedanke daran, ein eigenes Logo zu entwerfen, mag zunächst entmutigend erscheinen. Jetzt solltest du aber ein besseres Verständnis der Prinzipien des Logo-Designs und der damit verbundenen Schritte haben, wodurch du hoffentlich das Selbstvertrauen gewonnen hast, dein ganz eigenes tolles Logo zu gestalten. Auf geht‘s!

            Titelbild von Eugenia Mello.


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            Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

            Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem Blog von shopify.com und wurde übersetzt.