Der Shopify Blog

Online verkaufen nach Stuttgarter Formel: Kreative Shoplösungen mit minimalem Aufwand

Den richtigen Shop Zusammenwürfeln

Mit fast 20-jähriger Erfahrung im Bereich individuelle Softwareentwicklung und 17 Jahren in der Onlineshoperstellung ist netshake ein echtes Urgestein in der E-Commerce-Welt. Seit 2000 betreuen die Spezialisten hauptsächlich mittelständische Unternehmen aber auch große Marken wie Mercedes, Deutsche Bank und EnBW und helfen ihnen, erfolgreich online zu verkaufen

Die Ideen gehen dem Stuttgarter Onlineshop-Spezialisten nicht aus. Stattdessen lassen sie sich von den vielen intelligenten Softwarelösungen inspirieren, die es mittlerweile auf dem Markt gibt. Nach dem Motto ‘gewusst wie’ würfeln die netshaker verfügbare Tools und eigene Ideen geschickt zusammen und realisieren so effizient selbst die komplexesten Shopsysteme für ihre Partner.

Mit dem Abitur in der Tasche in die Selbstständigkeit

Gründer Sven-Oliver-Stietzel - netshake
netshake-Gründer Sven-Oliver Stietzel

Das Internet fand Gründer Sven-Oliver Stietzel schon immer spannend, schließlich hat er bereits in seiner Schulzeit bei Werbeagenturen gejobbt. Mit 17 Jahren gründete er seine erste GmbH, um individuelle Softwarelösungen für das Internet anzubieten und finanzierte sich so das Wirtschaftsinformatikstudium.

Svens Fähigkeiten kamen so gut an, dass er nach seinem Abschluss Vollzeit-Selbstständiger wurde. Statt sich als Angestellter fremden Strukturen unterzuordnen, wollte er lieber selbst welche schaffen und seine Ideen verwirklichen. Heute ist Sven CEO seiner eigenen Agentur und aktiv in der  Projektberatung, dem Key-Account-Management sowie der eigenen Unternehmensentwicklung. 

Mit seiner unstillbaren Neugier und langjähriger Erfahrung weiß Sven als Kopf von netshake ganz genau, wie man sich als Onlinehändler seine zukünftigen Marktanteile sichert. Im Gespräch gibt er uns Einblick in die technischen Tricks und Kniffe seiner unzähligen Projekte aus jeder existierenden E-Commerce-Nische und teilt sein Erfolgsrezept für ein langes und kreatives Agenturleben.

Warum sind eure Onlineshops “clever“?

Clever sind unsere Lösungen deshalb, weil wir auf eine intelligente Kombination der sinnvollsten am Markt verfügbaren Tools und Systeme setzen. So braucht man nicht jedes Mal das Rad neu erfinden, auch wenn dies leider gängige Praxis in der IT-Branche ist. Denn es gibt so viele schlaue Entwickler, die sich bereits tolle Systeme ausgedacht haben. Wir sind getrieben von technischer Leidenschaft, um diese ausgefallenen und kreativen Lösungen zu finden und sie klug zu vereinen. So helfen wir Unternehmen, besser online zu verkaufen.

Wir bringen die Dinge zum Laufen.

Unser Fokus liegt voll und ganz auf der Technik. Darauf haben wir uns spezialisiert und sind so in der Lage unheimlich effizient höchste technische Qualität zu liefern. Dank unserer Erfahrung aus fast zwei Jahrzehnten ist unsere Vorgehensweise sehr ausgereift und professionell. Uns ist es wichtig, stets einen besonderen Mehrwert für die Besucher der Onlineshops zu schaffen, zum Beispiel durch ausgefeilte Produktkonfiguratoren

Wir legen Wert darauf, in dem was wir tun wirklich sehr gut zu sein und in die Tiefe zu gehen. Das geht nur, weil wir uns voll und ganz auf eine Sache konzentrieren. Würden wir zum Beispiel auch Grafik, Marketing und Kommunikation oder Offpage-SEO anbieten, so könnten wir niemals so detailliert, qualitativ und professionell arbeiten wie wir es heute tun. Wir machen Technik. Daher kooperieren wir unter anderem auch mit vielen Werbeagenturen, die oftmals weniger stark technisch ausgerichtet sind. Gemeinsam können so in jeder Hinsicht optimale Verkaufslösungen realisiert werden.

Lesetipp: Weitere Erfolgsgeschichten und Tipps unserer Shopify-Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz findest du hier.

Der netshake-AnsatzDer netshake-Ansatz für Shopify-Kunden

Viele mittelständische Firmen im DACH-Raum befinden sich immer noch im Prozess der Digitalisierung. Welche Rolle spielt die Datendigitalisierung für einen erfolgreichen Onlineshop?

Dazu fällt mir ein gutes Beispiel ein: Ein Projekt für einen Partner aus der Maschinenbaubranche. Dort gab es einen Print-Katalog mit rund 3.500 Produkten auf über 200 Seiten. Der war nicht nur teuer und langwierig in der Produktion, sondern auch nicht besonders nachhaltig. Also haben wir gemeinsam überlegt, wie wir die Produktdaten am sinnvollsten digitalisieren und online vermitteln können. 

Unternehmen, die heute nicht ihre Daten aufräumen, werden in 5 Jahren untergehen.

Schritt 1: Digitale Produktdatenbank erstellen

Zuerst mussten wir die Daten aufräumen. Vieles war kreuz und quer verteilt, Bilder waren in unterschiedlichen Formaten und in chaotischen Ordnerstrukturen. Außerdem gab es kein einheitliches System für Datentabellen der Produktbemaßungen. Unternehmen, die heute nicht ihre Daten aufräumen, werden in fünf Jahren untergehen. Statt eines klassischen PIM Systems, haben wir die Produktdatenbank des Shopsystems eingesetzt, um die Daten medienneutral zu digitalisieren. 

Das ging nicht nur erheblich schneller als mit einem PIM-System, sondern war zugleich auch deutlich kostengünstiger. Im Ergebnis hatte das Unternehmen eine zentrale Datenbank in welcher alle Produktinformationen sauber strukturiert und stets aktuell zur Verfügung stehen.

Schritt 2: Online-Produktkatalog auf Desktop- & Mobilgeräten einrichten

Für die eingepflegten Daten haben wir anschließend einen Onlinekatalog mit den aktuellen und aufgeräumten Produktinformationen erstellt. Zusätzlich wurde die Datensynchronisation mit einer eigenen App eingerichtet, damit der Produktkatalog auch auf mobilen Geräten offline verfügbar ist. So können heute sowohl die Fachhändler als auch der Außendienst jederzeit unkompliziert auf die aktuellen Produktdaten zugreifen.

Produktkatalog onlineEin Online-Produktkatalog, auch als mobile Variante

Schritt 3: Neues Auftragssystem entwickeln

Das Auftragssystem unseres Partners war veraltet und aufwendig. Aufträge wurden per E-Mail und in manchen Fällen sogar per Fax entgegengenommen und anschließend bearbeitet. Vor allem für Aufträge mit geringem Auftragsvolumen war dieser Prozess mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden. Deshalb haben wir die kundenspezifischen Daten und Preise aus ihrem ERP-System ausgelesen, konsolidiert und auf der Website verfügbar gemacht. Endkunden und Fachhändler können so direkt bestellen, statt vorher Angebote schicken zu müssen und der Hersteller hat mehr Kapazitäten für die Bearbeitung großer Projekte.

Schritt 4: Warenrestbestände veräußern

Unter den Produkten in der Datenbank waren vereinzelte Waren, die nicht mehr produziert wurden und deshalb nicht aktiv beworben werden sollten. Diese Produktdaten haben wir einfach und automatisiert für Ebay-Listings aufbereitet. Über diese Anzeigen war der Verkauf der Restposten schnell erledigt.

Schritt 5: Onlineshop und Website fusionieren

Im nächsten Schritt wurden Website-Auftritt und Onlineshop miteinander verheiratet. Dafür haben wir eine Plattform mit enormer Detailtiefe geschaffen, inklusive eindrucksvoller 3D-Ansichten. Dieses Feature gibt Besuchern der Website die Möglichkeit, 3D-Modelle der Produkte beispielsweise für die Konstruktion herunterzuladen. Das wäre mit einem einfachen Print-Katalog nicht möglich gewesen.

Schritt 6: Produktkataloge automatisch erstellen

Obwohl das Ziel des Projekts die Digitalisierung der Katalogdaten war, haben wir zusätzlich ein automatisches Tool für die Print-Variante eingerichtet. In einigen Zielgruppen ist diese Form der Katalogdarstellung immer noch sehr gefragt. 

Früher hätte die Erstellung eines Produktkatalogs circa neun Monate gedauert und etwa 20 Mitarbeiter involviert. Mit unserer Lösung können neue Kataloge in zehn Minuten von einer Person erstellt werden. Damit können außerdem erstmals Kataloge mit Teilsortimenten entstehen für beispielsweise Messeauftritte oder kundenbezogene Kataloge, je nach Maschinenpark. Diese Möglichkeit ist nicht nur praktisch, sondern erhöht auch die Absatzchancen.

Auch du brauchst einen kompetenten Partner für deine Digitalisierung? Finde deinen Shopify-Experten aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz?

Gib in dieser Suchmaske deine Stadt oder dein Land ein und schau dir die Profile und Referenzen der Experten an. (Hier sind die Ergebnisse für Deutschland, Österreich und die Schweiz.) Du findest garantiert einen passenden!

Hinweis: Es ist möglich, dass nicht jeder Experte für alle drei Länder (bzw. für jede Stadt) gelistet ist. Es kann sich also durchaus lohnen, einen Experten aus Deutschland anzuschreiben, auch wenn du in Österreich oder der Schweiz angesiedelt bist. Umgekehrt gilt dies natürlich auch.

Wie schafft es netshake, auch nach 20 Jahren Agenturleben immer noch neue Ideen zu haben?

Wir setzen auf eine gute Mischung aus unterschiedlichen Projekten, die abwechslungsreich sind. So können wir an jedes Projekt mit einem klaren Kopf und neuer Energie herangehen. Allein durch die Mischung von unterschiedlichsten Anforderungen an Onlineshops von mittelständischen Unternehmen, Großkonzernen und manchmal auch Start-ups ergeben sich stets neue Sichtweisen. Außerdem setzen wir auf laufende Weiterbildung, internen Wissenstransfer und die Zusammenarbeit in sich regelmäßig neu zusammengesetzten Teams. Auch suchen wir stets den Austausch mit Außenstehenden, um unseren Blick über den Tellerrand zu schärfen. 

Wichtig war mir, dass die Person ins Team passt und mich mit ihrem Engagement überzeugt.

Unser Ansatz ist es, die bestmögliche Lösung zu finden. Dafür muss man querdenken können. Das geht nur mit einem Spitzenteam. Ich habe ursprünglich als eine One-Man-Show begonnen und mir nach und nach Freelancer dazugeholt, die später zu Festangestellten wurden. Mittlerweile arbeiten wir nur noch mit einem festen Team. 

netshake Grüner Sven bei einem seiner Vorträgenetshake Gründer Sven weiß, was er will, auch bei seinen Mitarbeitern

Bei der Auswahl habe ich wenig wert auf harte Fakten wie Werdegang oder Erfahrung gelegt. Wichtig war mir, dass die Person ins Team passt und mich mit ihrem Engagement überzeugt. Alles andere kann man lernen. Es bringt nichts, wenn wir jemanden haben, der sich mit den heutigen CSS-Standards auskennt, da diese in fünf Jahren ganz anders aussehen werden. Entscheidend ist die Begeisterung für das, was man tut.

Lesetipp: Begeisterung kennt auch das Team von Moving Primates. Wie die Shopify-Agentur Shop-Designs für große Marken wie Löwenbräu und Freeletics erstellt, liest du hier.

Warum passt Shopify zu eurer Unternehmensphilosophie? 

Wir haben bereits mit der kompletten Palette an gängigen Shopsystemen erfolgreich Projekte realisiert: Magento, Oxid, Shopware, Woocommerce und unsere Eigenentwicklungen. Schon immer haben wir die Veränderungen am Markt mit großem Interesse beobachtet. So kennen wir Shopify schon lange und sehen inzwischen nicht nur großes Potenzial, sondern auch eine deutliche Reife des Systems. Die Plattform hat sich zu einem ernsthaften Tool mit einer gigantischen Infrastruktur entwickelt. Dies war auch für uns die Grundlage zu entscheiden nur noch Lösungen auf der Basis von Shopify für unsere Partner zu entwickeln.

Mit Shopify verschwendet man keine Gedanken mehr an Updates.

Schaut man sich vergleichsweise Magento an, kommt man dort als Techniker bei dem Gedanken an ein Update schon ins Schwitzen. Zu aufwendig und komplex ist die professionelle Wartung des Systems. Und aufgrund der vielfältigen Abhängigkeiten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sich dabei mit feuchten Händen auf Fehlersuche begibt. Mit Shopify erlebt man hingegen, wie toll es ist, keine Gedanken mehr an Updates oder technische Infrastruktur verschwenden zu müssen.

Händler können sich dank Shopify wieder auf den Onlineverkauf konzentrieren.

Es sollte nicht die Aufgabe eines Händlers sein, sich darüber zu informieren, welche Server, Backup-Strategien, Loadbalancer und Skalierungsmöglichkeiten die richtigen sind. Da kann man immens viel Geld und Energie hineinstecken. Ich empfinde es als sehr angenehm, dass sich Händler mit Shopify auf den Onlineverkauf konzentrieren können, was auch ihre primäre Aufgabe ist. Sie müssen sich keine Sorgen mehr um die Technik dahinter machen.

Ein anderer, wichtiger Grund, der uns zu Shopify bewegt hat, ist die Unternehmensphilosophie. Oft werden Shopsysteme nur funktional verglichen und niemand schaut sich das Unternehmen hinter der Software an. Als Magento von Adobe gekauft wurde, hat die Software von einem Tag auf den anderen eine andere Philosophie bekommen. Für einige unserer Partner war das ein echtes Problem, da die Weiterentwicklung des Systems in eine völlig andere Richtung weiterging. Shopify ist ein börsennotiertes, kanadisches Unternehmen und zu groß, um von irgendwem abhängig zu werden und tut das Beste für ihre Händler.


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Ihr bezeichnet eure Kunden als Partner, mit denen ihr gemeinsam vorangeht. Inwiefern passt diese Einstellung zur Positionierung als Shopify-Agentur?

Als Partner vorankommen

Umgeben von Gleichgesinnten

Ganz genau, wir haben keine Kunden, sondern nur Partner. Wir setzen auf eine langfristige Zusammenarbeit auf freundschaftlicher Ebene. Genau das haben wir uns auch von Shopify erhofft - gemeinsam voranzugehen. Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Wir wurden sehr partnerschaftlich und auf Augenhöhe aufgenommen. Es gibt einen Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme. Das macht den Kontakt im Vergleich zu anderen Softwareunternehmen deutlich persönlicher. Zudem ist das Partnernetzwerk bei Shopify sehr familiär. Dort sind alle darum bemüht, gemeinsam Lösungen zu finden, um besser online zu verkaufen. Das ist genau die Philosophie, die wir auch intern verfolgen. 

Wie schätzt du aktuelle und zukünftige Marktchancen für Onlinehändler ein?

Der Ecommerce ist eine grüne Wiese

Der E-Commerce ist eine grüne Wiese.

Wir sehen noch sehr viel Potenzial, sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Deshalb wachsen wir momentan sehr stark und werden im nächsten Jahr auch einen außereuropäischen Standort eröffnen. Vor allem Shopify kommt langsam in der Wahrnehmung im DACH-Raum an und wird ernst genommen.

Wir freuen uns, Teil dieser großartigen Story zu sein.

Ein großer Teil der Händler versteht noch nicht, dass man sich mit der Onlinestrategie von heute den Marktanteil für die nächsten fünf bis zehn Jahre sichert. Trotzdem probieren viele, einem Zug, der schon abgefahren ist, hinterherzuhecheln und noch aufzuspringen - statt selbst die treibende Kraft zu sein. Man braucht heute nicht mehr anfangen, Bücher online verkaufen zu wollen. Das ist verbrannte Erde. Aber im E-Commerce ist noch so viel grüne Wiese verfügbar.

Händler sollten sich nicht darin versteifen, es perfekt zu machen, sondern einfach Erfahrung sammeln. Jetzt ist die beste Zeit dafür, weil es so viele unheimlich leistungsfähige Tools gibt. Und wenn man sich anfangs überfordert fühlt, sucht man sich am besten einen starken und erfahrenen Partner. Unternehmen, welche sich und ihre Produkte heute nicht konsequent online positionieren und verkaufen, überlassen die Marktanteile der Zukunft dem Wettbewerb. Dies gilt sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich, für physische als auch digitale Produkte oder Dienstleistungen.


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Which method is right for you?Über die Autorin: Inara Muradowa ist Shopify Partner, SEO-Expertin und Corporate Blogger. Neben technischer Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung steht sie Unternehmen mit Konzeption und Verfassen von professionellen Blogposts tatkräftig zur Seite.