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Kleinunternehmen gründen: Warum du jetzt gründen solltest + Tipps

Kleinunternehmen gründen

Was glaubst du, wie viele internetbasierte Unternehmen 2019 in Deutschland gegründet wurden? Vielleicht Fünfhundert? Tausend? Oder sogar Zehntausend? Alles falsch. Zu rund 200.000 Online-Existenzgründungen kam es laut den Zahlen des KfW-Gründermonitors im Jahr 2019.

Und das, obwohl doch einiges dagegen spricht: Selbstständigkeit heißt bekanntlich, selbst und ständig zu arbeiten und zudem gibt es kein festes Gehalt. Vor allem aber nimmt man es mit Internet-Riesen wie Amazon, eBay und Alibaba auf. Um nicht gleich mit dem eigenen Kleinunternehmen pleite zu gehen, braucht es also eine Menge Mut und Können.

Wieso immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer trotz dieser Vorurteile den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und warum der große Kuchen des Internets noch längst nicht aufgeteilt ist, erfährst du in diesem Beitrag. Außerdem verraten wir dir, was ein Kleinunternehmen auszeichnet, was du beim Kleinunternehmen gründen beachten musst, die Unterschiede zum Kleingewerbe und warum gerade kleine Onlineshops den Großen immer öfter ein Schnippchen schlagen.

Inhaltsverzeichnis


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Raus aus den Zwängen: Wieso Menschen selbstständig werden

Beginnen wir mit der grundlegenden Frage: Warum wagen so viele Deutsche den Sprung ins kalte Wasser und gründen ihr eigenes Kleinunternehmen als Online-Business? Eine umfassende Antwort liefert die Bildungsplattform Jugend Gründet. Laut dieser existieren fünf wichtige Gründe für Selbstständigkeit.

1. Nach der eigenen Pfeife tanzen

Dein eigenes Business zu haben heißt, dass du alle wichtigen Entscheidungen selbst treffen kannst: Über die Schwerpunkte deines Kleinunternehmens und die Art und Weise, wie es sich präsentiert, welche Aufgaben du selbst übernimmst und welche du an deine Angestellten delegierst, sowie über Projekte, die zunächst fokussiert werden oder auf der langen Bank landen.

Für immer mehr Menschen gehört auch die Selbstbestimmung im Beruf zu einem erfüllten Leben. Einfach abzuarbeiten, was der Chef einem vorgibt, und sich täglich mit unliebsamen Kollegen rumzuschlagen, passt daher für viele nicht mehr ins Bild.

2. Eigene Ideen Realität werden lassen

Famose Geschäftsideen lauern überall. In der weinseligen Runde mit Freunden, unter der Dusche oder auf deiner abendlichen Joggingrunde. Diese als Angestellte auch umzusetzen, ist allerdings oft unmöglich. Denn – Automobilindustrie, Energiesektor und Lebensmittelbranche sind lebende Beispiele dafür – deutsche Konzerne bewegen sich meist mit der Grazie eines Containerfrachters.

Kommt dir also spontan der Einfall für eine allesverändernde App oder die Dienstleistung, auf die die Welt gewartet hat, dann ist Selbstständigkeit meist der attraktivste, erfolgversprechendste und kürzeste Weg zu ihrer Umsetzung.

Lesetipp: Wir haben Tipps und Fragen für dich, ob deine Geschäftsidee die Richtige ist.

3. Den Geldbeutel füllen

Es mag paradox klingen, aber tatsächlich ist für viele Menschen das Einkommen ein Argument für ihre Selbstständigkeit. Denn zwar ist es so, dass eine Gründung zunächst einer Investition bedarf und vor allem in der Anfangszeit der Schmalhans den Küchenmeister gibt, langfristig gesehen ist die Einkommensgrenze allerdings nach oben offen.

Denn egal wie gut dein Gehalt in einem Angestelltenverhältnis auch sein mag, irgendwann stößt du dort an ein Limit, das für Selbstständige nicht existiert. Oder anders gesprochen: Bezos, Musk und Gates haben es nicht zum Milliardär gebracht, indem sie sich jeden Monat ihren Lohnzettel abgeholt haben.

4. Frei die eigene Zeit einteilen

Kleinunternehmen gründen

Flexibel und entspannt: Bestimme selbst, wann du arbeitest.

Morgens um 09:00 Uhr ins Büro und um 17:00 Uhr wieder nach Hause, ob momentan Hochsaison herrscht oder du dir auf der Arbeit vor Langeweile die Fingernägel abkaust – darauf haben immer weniger Menschen wirklich Lust. Flexibilität und Effizienz ist es, wonach sie sich sehnen.

Gründest du dein eigenes Business, kannst du selbst bestimmen, wann und wie viel du arbeiten möchtest. Bist du ungebunden und hast jede Menge Energie, kniest du dich vielleicht auch am Wochenende ins Geschäftsleben. Hast du kleine Kinder und wünschst dir mehr Zeit mit ihnen, schraubst du deinen Einsatz ein wenig zurück.

5. Schluss mit der Arbeitslosigkeit

Abschließend bildet eine Gründung für viele Menschen die Chance, endlich wieder ein geregeltes Einkommen zu beziehen. Denn am Arbeitsmarkt sieht es insbesondere für die junge Mutter meist ebenso schlecht aus, wie für den Langzeitarbeitslosen. Selbstständigkeit bietet die Gelegenheit für einen beruflichen Neuanfang – im eigenen Tempo, nach den eigenen Regeln und mit den eigenen Ideen.


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Was ist ein Kleinunternehmer und wann ist man ein Kleinunternehmer?

Nun kennst du ein paar Gründe für Selbstständigkeit, doch wie fängt man am besten an? Stehst du noch ganz am Anfang und möchtest eventuell sogar nur nebenberuflich selbstständig einsteigen, reicht es vermutlich aus, wenn du dich für die Kleinunternehmerregelung entscheidest und als sogenannter Kleinunternehmer beginnst.

Alles was du zur Kleinunternehmerregelung wissen musst und die wichtigsten Fragen beantwortet dir der Gründungsförderer Dr. Jan Evers ausführlich im Blog.

Dazu eine kurze Begriffsklärung. Wir reden vom Kleinunternehmer als steuerliche Regelung und nicht vom Kleinunternehmen als Unternehmensbegriff der EU. Als Kleinunternehmer meldest du beim Finanzamt bei deiner Gründung die Kleinunternehmerregelung nach § 19, 1 Umsatzsteuergesetz (UStG) an. Damit musst du keine Umsatzsteuer erheben. Du kannst also mit geringeren Preisen als deine Konkurrenz starten, da deine Kundschaft keine Mehrwertsteuer zahlen muss.

An dieser Stelle fragst du dich vermutlich, ob du beim Kleinunternehmen gründen was beachten musst. Wenn du dich selbstständig meldest, musst du auch einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen. Dort gibst du deinen geschätzten Umsatz für das erste und zweite Jahr nach Gründung an. Liegt dieser im ersten Jahr unter 22.000 € und im zweiten Jahr unter 50.000 € darfst du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. Bist du Kleinunternehmer musst du außerdem auf deinen Rechnungen vermerken, dass du aufgrund der Kleinunternehmerregelung auf die Umsatzsteuer verzichtest. Andersherum kannst du als Kleinunternehmer die Mehrwertsteuer deiner Ausgaben nicht über den Vorsteuerabzug zurück holen.

Deine Kleinunternehmen gründen Checkliste:

  • Selbstständigkeit anmelden
  • geschätzter Umsatz im Gründungsjahr liegt unter 22.000 €
  • geschätzter Umsatz im Folgejahr liegt unter 50.000 €
  • Kleinunternehmerregelung beim Finanzamt anmelden
  • Alle Rechtsformen möglich

Lesetipp: Erfahre hier, welche Rechtsformen es für Unternehmen gibt.

Was ist der Unterschied zwischen der Kleinunternehmerregelung und dem Kleingewerbe

Kleinunternehmen gründen

Die Begriffe Kleinunternehmer, Kleinunternehmerregelung und Kleingewerbe werden oft synonym verwendet, sollten aber nicht verwechselt werden. Als Kleinunternehmer giltst du, wenn du dich für die Kleinunternehmerregelung gemeldet hast, die über das Umsatzsteuergesetz geregelt wird. Ein Kleingewerbe wird hingegen über das Handelsgesetzbuch geregelt und betrifft dich, sofern du ein Gewerbe anmelden möchtest, ohne im Handelsregister eingetragen zu werden. Du kannst also Kleinunternehmer sein und ein Kleingewerbe führen, allerdings ist beides nicht Voraussetzung für das jeweils andere.

Deine Kleingewerbe Checkliste:

  • Anmeldung über das Gewerbeamt
  • Umsatz liegt jährlich unter 600.000 €
    oder
    Gewinn liegt jährlich unter 60.000 €
  • Rechtsform: Einzelunternehmer oder GbR
  • Keine doppelte Buchführung nötig

Ein Kleinunternehmen gründen nebenberuflich - warum?

Die Anmeldung als Kleinunternehmer ist keine Pflicht, wenn dein Umsatz unter 22.000 € liegt. Du kannst frei entscheiden, ob du dich für oder gegen die Kleinunternehmerregelung entscheidest, daher listen wir dir hier ein paar Gründe für Selbstständigkeit als Kleinunternehmer auf.

Möchtest du dich erst einmal nebenberuflich selbstständig machen und viel an Privatkunden verkaufen, kannst du von der Kleinunternehmerregelung profitieren. Startest du nebenberuflich, kannst du zunächst schauen wie das Geschäft läuft und später in das Regelunternehmertum wechseln. Dies ist erst verpflichtend, übersteigt dein Umsatz jährlich 22.000 €. Dann giltst du ab dem Folgejahr als Regelunternehmer.

Musst du für dein Unternehmen große Investitionen tätigen, kann dir der vermeintlich steuerliche Vorteil allerdings ein Schnippchen schlagen. Du musst zwar keine Umsatzsteuer erheben und damit deiner Kundschaft keine Mehrwertsteuer berechnen, andererseits darfst du die Mehrwertsteuer, die bei deinen eigenen Ausgaben anfällt, auch nicht beim Finanzamt geltend machen. Überlege dir also vor der Gründung, ob du zu Beginn viel investieren musst, um arbeiten zu können.

Sollte deine Zielgruppe Geschäftskunden sein, löst sich der steuerliche Vorteil ebenfalls schnell in Luft auf, da diese die Mehrwertsteuer ohnehin geltend machen können. Hier hättest du also gegenüber der Konkurrenz keinen direkten Vorteil. Außerdem kann es sein, dass du als Kleinunternehmer weniger ernst genommen wirst.

Zusammengefasst: Verkaufst du hauptsächlich an Privatkunden, musst keine oder nur wenige Investitionen zu Beginn tätigen und willst nebenberuflich erst einmal die Luft der Selbstständigkeit schnuppern ist das Kleinunternehmertum genau das Richtige für dich.

Lesetipp: So kalkulierst du deine Verkaufspreise richtig.

David gegen Goliath: Haben Kleinunternehmen online überhaupt eine Chance?

Kleinunternehmen gründen

Nun mögen all diese Gründe zwar plausibel klingen und durchaus attraktiv wirken. Allerdings löst ihr Mehrwert sich schnell in Wohlgefallen auf, wenn du mit deinem Business schnurstracks in den Konkurs steuerst.

Denn wie ein Damoklesschwert scheinen die Riesen des Onlinehandels über jeder Neugründung zu schweben. Gibt es überhaupt Aussichten auf Erfolg, wenn du deinen eigenen Shop eröffnest? Tatsächlich stehen deine Chancen auf einen Durchbruch ziemlich gut, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Die Zahlen können täuschen

Es stimmt, dass Amazon jedes Jahr neue Wachstumsrekorde verzeichnet. Verantwortlich für diese Erfolgszahlen ist allerdings nicht das Kerngeschäft des Konzerns aus Seattle. Vielmehr machen Onlinehändler:innen inzwischen überproportional viel Gewinn mit dem Marketplace.

Denn der Online-Riese besteht aus unzähligen kleinen Unternehmen, die Amazons Plattform nutzen, um ihre Ware unter das Volk zu bringen. Die meisten von ihnen besitzen dabei einen eigenen Onlineshop und ihr Shop auf Amazon ist nur eines von mehreren Standbeinen.

Lesetipp: Welche Marktplätze du an deinen Shopify-Store anbinden solltest und was dabei zu beachten ist.

2. Kaufhaus vs. Nischenhändler

Unsere Innenstädte verändern sich gerade rapide und wer sich momentan als Erstes aus der Skyline verabschiedet, sind die großen Warenhäuser. Warum? Weil es dort zwar alles gibt, aber selten in ausreichender Produktbreite und zuverlässiger Beratungstiefe.

Es fehlt am umfassenden Verkaufsgespräch, am exklusiven Einzelstück, an der individuellen Auswahl und der sympathischen Story – viele Onlineriesen haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.

Für dich und deine Gründerpläne bedeutet das im Umkehrschluss einen immensen Wettbewerbsvorteil, wenn du dich auf eine Nische spezialisierst und deiner Kundschaft ein exklusives und vielfältiges Angebot in diesem einen Segment unterbreitest. Legst du außerdem noch Produktinformationen mit echtem Mehrwert, ehrlicher Beratung und gutem Kundenservice obendrauf, hast du fast schon gewonnen.

3. Die Kleinen der Online-Welt werden unterstützt

Immer mehr Menschen haben die Nase voll von Großkonzernen, die ihre Mitarbeiter:innen ausbeuten und keine Steuern zahlen. Lieber möchten sie die Kleinen unterstützen und ihren Mitmenschen eine gute Existenz ermöglichen. Dafür sind sie auch bereit, ein wenig mehr Zeit zu investieren und etwa bei Restaurant oder Hotel direkt anzufragen, anstatt eines der großen Bestellportale zu nutzen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit Onlineshops. Wer einen Artikel bei einem der großen Stores entdeckt, macht sich immer häufiger die Mühe, kurz nach dem etwaigen Hersteller zu suchen und seine Bestellung dort aufzugeben. Denn das gute Gefühl, richtig zu handeln, spielt im Selbstbild zahlreicher Leute eine immer größere Rolle.

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    Wieso, weshalb, warum: Noch mehr Argumente für einen Onlineshop

    Das klingt doch schon ziemlich aussichtsreich. Warum aber solltest du mit deiner genialen Idee ausgerechnet ins Internet gehen und dort dein eigener Chef werden und nicht etwa mit einem stationären Geschäft?

    Weil es zahlreiche gute Gründe gibt, im Web mit der Existenzgründung deines Kleinunternehmens zu beginnen:

    • Geringere Kosten: Ladenmiete, Personalkosten, Lagerhaltung und und und. Ein Geschäft verursacht jede Menge Kosten. Ein Plätzchen im Internet dagegen ist bereits für kleines Geld zu haben; selbst eine professionell gestaltete Webseite schlägt nur mit wenigen hundert Euro zu Buche. Auf Personal kannst du anfangs größtenteils verzichten und selbst Lager und Logistik lassen sich kostengünstig über externe Dienstleister abwickeln. Perfekt also für Kleinunternehmer.
    Kleinunternehmen gründen

    Mit wenig Budget in die Online-Selbstständigkeit.

    • Große Reichweite: Während du im stationären Handel auf Laufkundschaft angewiesen bist, steht dir im Internet die Welt offen. Na gut, vielleicht nicht die ganze Welt. Es soll ja Länder geben, die das Web zensieren und mit einem Shop auf Deutsch wirst du vermutlich nur Menschen aus dem DACH-Raum ansprechen. Aber bereits mit einer einfachen Übersetzung ins Englische wirst du ein großes Stück internationaler – und dass dein Shop bei alldem keine festen Öffnungszeiten hat, ist nur ein weiterer Pluspunkt.

    Lesetipp: Das ist zu beachten, wenn du mit deinem Shopify-Store weltweit verkaufen willst.

    • Einfache Geschäftsprozesse: Kassenwirtschaft, Werbung, selbst die Gestaltung deines Onlineauftrittes und deines Produktkatalogs lassen sich mittlerweile dank leicht verständlicher Tools, ohne großen Aufwand, erledigen. Du musst also keine ausgebildete Kauffrau sein oder gar BWL studiert haben, um dein Business erfolgreich zu führen. Viel mehr zählen Einsatzbereitschaft, der Wille zum Erfolg und eine unabdingbare Leidenschaft für deine Produkte.

    Einen einfacheren Weg als einen Onlineauftritt wirst du also nicht finden, um deine Idee unter das Volk zu bringen.


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    Ein Minenfeld: Wo Gefahren lauern

    Bevor du nun allerdings losziehst und deinen eigenen Onlineshop gründest, möchten wir dich in deinem Eifer ein klein wenig bremsen. Denn wie immer, wenn es ums Geschäftliche geht, erwartet dich der ein oder andere Fallstrick. Daher von uns folgende Hinweise:

    Unterschätze die Arbeit nicht

    Auch wenn im Web 3.0 vieles automatisch funktioniert, dir clevere Apps einen Großteil der Arbeit abnehmen und du mit einem Kleinunternehmen einige steuerliche Erleichterungen hast, ist eine Geschäftsgründung mit jeder Menge Aufwand verbunden. Einfach den Store ins Netz stellen und dich zurücklehnen reicht nicht.

    Stell dich also darauf ein, zu Beginn deiner Karriere ordentlich Klinken putzen zu müssen. Influencer kontaktieren, (digitale) Messen besuchen, die sozialen Medien bespielen – all das gehört zu deinen Aufgaben. Auch das Tagesgeschäft wie Pakete packen und zur Post bringen, neue Ware ordern und Produkte einpflegen wird zunächst an dir hängen bleiben.

    Wähle das richtige Produkt

    Nur weil Kylie Jenner damit erfolgreich war, solltest du selbst keinen Shop für vegane Kosmetikprodukte aufziehen, wenn sich in deinem Bad lediglich Zahnpasta, Shampoo und Deo befinden. Das ist völlig in Ordnung: Nicht jeder muss für glamouröse Beautyprodukte brennen. Entscheide dich lieber für eine Nische, in der du dich wirklich zu Hause fühlst. Bist du Autoschrauber, verkaufe Reparatursets für verschiedene Modelle und Fahrzeugtypen. Bist du Gamer, spezialisiere dich auf individuell gestaltete Controller. Liebst du Meerschweinchen, biete artgerechtes Spielzeug und naturechte Gehege an.

    Denn egal wie groß, klein oder abgefahren deine Peergroup auch ist – wenn du ein Teil von ihr bist, brennst du für deine Mission, bist vermutlich Experte für deine Produkte und sprichst die Sprache deiner Kundschaft. So wirkst du authentisch und triffst fast schon instinktiv die richtigen Geschäftsentscheidungen. Als leidenschaftlicher Gamer, der weiß, wie man ein virtuelles Autorennen gewinnt oder als Sieger aus einer FIFA-Derby hervorgeht, verstehst du die Bedürfnisse von Video-Spiel-Begeisterten schließlich am besten.

    Der 18-jährige Christoph Filgertshofer ist einer von vielen jungen Unternehmern, die ihr Hobby zum Job gemacht haben: Auch wenn er sich nicht vorgestellt hätte, dass er Geld mit dem verdienen kann, was er am liebsten macht, profitiert er heute nicht nur finanziell von seinen Gaming-Künsten, sondern konnte auch eine riesige Community aufbauen. Ihre Leidenschaft für Halbmarathons mit Gleichgesinnten bewegte auch Nora Breuker dazu, im Jahr 2019 ein eigenes Business zu gründen: Seitdem bringt sie mit ihrem Unternehmen From Fat to Finish Line Menschen zusammen, die ihren inneren Schweinehund bewältigen und den Sportsfreund in sich entdecken wollen.

    Lesetipp: 17 Orte, an denen du Inspiration für deine eigene Produktidee findest.

    Vergiss die Zahlen nicht

    Ja, Buchhaltung macht keinen Spaß. Trotzdem darfst du sie keinesfalls vernachlässigen. Führe genaue Statistik über deine Ausgaben und Einnahmen. Fahnde nach günstigen Angeboten, vergleiche die Preise von Dienstleistern und vergiss auch nicht die Kleinigkeiten wie Kosten für Strom oder den Pausensnack für deinen ersten Mitarbeiter.

    Nur wenn du alle Zahlen im Blick behältst und klug wirtschaftest, kannst du dein junges Unternehmen zum Erfolg führen. Mache dich auch darauf gefasst, dass du zu Beginn deiner Karriere investieren musst, bevor dein Geschäft Gewinne abwirft. Denn bekanntlich kommt von nichts auch meistens nichts.

    Startschuss für eine neue Existenz

    Kleinunternehmen gründen

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    Wenn du uns also fragen würdest, ob es momentan an der richtigen Zeit ist, dein eigenes Kleinunternehmen zu gründen, dann lautet unsere Antwort trotz der erwähnten Gefahren bedingungslos: Ja!

    Im Internet ist noch viel Platz für clevere Ideen, einzigartige Produkte und charmante Stories. Sicher, anfangs wirst du vermutlich nicht gleich das dicke Geld mit deinem Geschäft einfahren, aber mit ein wenig Fleiß und gutem Kundenservice steht dein Business schnell auf eigenen Füßen. Vergiss nur nicht, die verflixten Zahlen im Blick zu behalten.

    Und jetzt bleibt uns nichts anderes übrig, als dir alles Gute bei deiner eigenen Erfolgsgeschichte zu wünschen! Wir sehen uns im Netz.


    Titelbild von Tim Douglas. Weitere Bilder von Ketut Subiyanto, Karolina Grabowska und Mikhail Nilov.


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    Häufig gestellte Fragen zu Kleinunternehmen gründen

    Was kann ich als Kleinunternehmer steuerlich absetzen?

    Als Kleinunternehmen kannst du, genau wie alle anderen Unternehmen, alles steuerlich absetzen, was du zum Arbeiten braucht. Dazu gehören beispielsweise Personalkosten, Kosten für Waren und Dienstleistungen sowie Abschreibungen. Nicht absetzbar hingegen ist die gezahlte Umsatzsteuer.

    Wie viel darf ich als Kleinunternehmer verdienen?

    Die Umsatzgrenze der Kleinunternehmerregelung liegt bei 22.000 € im Jahr. Überschreitest du diesen Umsatz in einem Jahr, giltst du im darauffolgenden als Regelunternehmer und fällst nicht mehr unter die Kleinunternehmerregelung.

    Was für Kosten habe ich als Kleinunternehmer?

    Für die Gründung mit dem Status Kleinunternehmer fallen keine gesonderten Kosten an, da du dich lediglich für die Kleinunternehmerregelung meldest. Als Kleinunternehmer rechnest du mit allen Kosten, die eine Gründung mit sich bringt. Diese sind abhängig von deiner Branche, deiner gewählten Rechtsform und deinen Begleitkosten.

    Which method is right for you?Über die Autorin: Inara Muradowa ist SEO & Content Beraterin. Ihr Schwerpunkt ist der Bereich E-Commerce. Im Shopify-Blog porträtiert sie am liebsten erfolgreiche Gründer*innen und gibt Insider-Tipps zu aktuellen Trends.