Alles, was du zum neuen iOS 14-Update wissen musst

What you need to know about iOS 14

Inzwischen hast du vielleicht schon gehört, dass das kommendes iOS 14-Update von Apple die Art und Weise beeinflussen wird, wie du personalisierte Werbung in den sozialen Medien schalten kannst. Das Update erfordert, dass iOS-Apps die Benutzer proaktiv um Erlaubnis bitten, sie über andere Apps und Websites hinweg zu tracken. Zuvor konnte ein standardmäßiges Opt-in für die Benutzer vorgenommen werden.

Angesichts der weiten Verbreitung von iOS-Geräten kann sich diese Richtlinie auf die Fähigkeit deines Unternehmens auswirken, ein Publikum auf iOS-Geräten anzusprechen. Dies gilt insbesondere dann, wenn ihr stark auf digitale Werbung setzt oder eine mobile App für iPhone und iPad anbietet.

Die genauen Auswirkungen dieser Änderung werden sich erst mit der Zeit zeigen, wobei die tatsächliche Opt-in-Rate von Unternehmen zu Unternehmen variieren wird. Wir möchten dir aber helfen, dich vorzubereiten und die richtigen Schritte mit Blick auf diese Richtlinie zu unternehmen. 

Inhaltsverzeichnis

  1. Was du über das iOS 14-Update wissen musst
  2. Wie wirkt sich das Update auf dein Business aus?
  3. Wie kannst du dich auf die neuen Datenschutzrichtlinien von Apple einstellen?

Was du über das iOS 14-Update wissen musst

Das neue iOS 14 Update ist ab dieser Woche verfügbar und kann auf geeigneten iPhones (ab iPhone 6s) installiert werden. Als iPhone-Besitzer:in, hast du mittlerweile vielleicht auch schon dieses Pop-up für ausgewählte Apps zu sehen bekommen.

Apple’s App Tracking Transparency (ATT) prompt will display when a user opens an app, allowing them to choose whether the app can track their behavior to be able deliver personalized ads.
Die Eingabeaufforderung von Apples App-Tracking-Transparenz (ATT) wird angezeigt, wenn Benutzer eine App öffnen. So können sie wählen, ob die App ihr Verhalten verfolgen kann, um personalisierte Werbung ausspielen zu können.

Du kannst dir das Ganze wie das „Cookies akzeptieren“-Banner vorstellen, dass du auf jeder Webseite beim Surfen im Web siehst – hier jedoch für mobile Apps auf iOS.

Das Pop-up wird für folgende Apps ausgelöst:

  1. Apps, die Kundeninformationen mit anderen Unternehmen zu Marketing- und Werbezwecken teilen.
  2. Apps, die Kundeninformationen (wie Werbeplattformen) von anderen Unternehmen nutzen.

Wenn du beispielsweise eine Retargeting-Kampagne auf Facebook für alle deine Kunden durchführst, die eine bestimmte Produktkollektion in deiner iOS-App angesehen haben, kannst du nur Kunden ansprechen, die sowohl für deine mobile App als auch für die Facebook-App die Option „Tracking zulassen“ ausgewählt haben.

Diese Änderung betrifft alle Plattformen, die Daten zur Personalisierung von Werbung erfassen. Wir haben uns in diesem Artikel auf Facebook konzentriert, weil es eine der Plattformen mit der größten Reichweite und den umfangreichsten Targeting-Optionen ist und dein Shop wahrscheinlich einen großen Teil deiner Online-Werbung über diese Plattform schaltet.

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Wie wirkt sich das Update auf dein Business aus?

Wenn dein Unternehmen über eine iOS-App verfügt, die Kundendaten zu Marketingzwecken an Dritte weitergibt, musst du das obige Datenschutz-Pop-up implementieren, um die Apple-Richtlinie zu befolgen. Weitere Informationen findest du auf der Entwicklerseite von Apple.

Auch ohne eine mobile App könnte dein Unternehmen von dieser Änderung betroffen sein, wenn du Geld für digitale Anzeigen ausgibst, die auf iOS-Geräten geschaltet werden. Wenn ein Nutzer nicht damit einverstanden ist, dass er von einer Werbeplattform getrackt wird und personalisierte Werbung erhält, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Facebook, Instagram, Snapchat und Pinterest, kannst du ihn auf diesen Apps möglicherweise nicht erneut ansprechen. Dies bedeutet, dass Benutzer dieser Apps wahrscheinlich weniger relevante Anzeigen sehen werden.

Lesetipp: Wie du deinen Anzeigen-Traffic trotz iOS 14-Einschränkungen gewinnbringend nutzen kannst, liest du hier.

Beachte, dass dies möglicherweise nicht für Android-Geräte und öffentliche Browser-Besuche in deinem Onlineshop gilt. Während du also wahrscheinlich weniger iOS-App-Nutzer direkt ansprechen können wirst, bist du je nach Opt-in-Rate möglicherweise dennoch in der Lage, den Rest deiner Zielgruppe zu erreichen.

Hier siehst du, welche Auswirkungen das auf deine Kampagnen für Leadgenerierung und Retargeting-haben könnte:

  • Kampagnen zur Leadgenerierung: Da du davon ausgehen kannst, dass ein Teil deiner iOS-Zielgruppe das Tracking ablehnt, wird deine zielgerichtete Kampagne die Werbeausgaben naturgemäß weniger effizient denjenigen Kunden zuweisen, die am wahrscheinlichsten kaufen werden. Infolgedessen können sich abhängig von deinen aktuellen Targeting-Optionen entsprechende Leistungsänderungen ergeben.
  • Kampagnen zum Retargeting: Wahrscheinlich wirst du nicht in der Lage sein, iOS 14-Benutzer basierend auf ihren Aktivitäten in deinen Apps und Websites erneut anzusprechen, wenn sie nicht in personalisierte Werbung eingewilligt haben. Das wiederum wird die Gesamtgröße deiner Retargeting-Zielgruppen, die sich auf In-App-Tracking stützen, schrumpfen lassen.

Du solltest für jede Plattform, auf der du Werbung schaltest, überprüfen, wie deine Daten verwendet werden, und nachvollziehen, welche Änderungen im Zuge von iOS 14 vorgenommen werden müssen.

Wenn du wie viele Shopify-Händler:innen, auf Facebook- oder Instagram-Anzeigen angewiesen bist, findest du nachfolgend bestimmte Änderungen, die du beachten solltest, sowie von Facebook empfohlene Maßnahmen.

  • Zukünftig wirst du nur noch acht Conversion-Events pro Domain für die Optimierung verwenden können. Wenn du aktuell mehr als acht Events verwendest, musst du die Top-8 im Facebook Business Manager priorisieren.
  • Domains mit Pixel-Events, die von mehreren Facebook Business Managern gemeinsam genutzt werden, müssen im entsprechenden Business Manager verifiziert werden. Die Domainverifizierung legt fest, welches Business-Manager-Konto die Berechtigung hat, die acht verfügbaren Conversion-Ereignisse für eine bestimmte Domain zu konfigurieren und zu priorisieren. Erfahre hier, wie du eine Domain verifizieren kannst.
  • Bei aktiven Kampagnen werden 28-Tage-Click-Through-, 28-Tage-View-Through- oder 7-Tage-View-Through-Attributionsfenster nicht länger unterstützt. Der neue Standard ist ein 7-Tage-Click-Through. Du kannst dein Attributionsfenster auf Anzeigengruppenebene statt auf Kontoebene festlegen.

Die vollständige Liste der Empfehlungen findest du im Hilfecenter des Facebook Business ManagerGoogle und Snapchat und andere Werbeplattformen bieten ebenfalls Anleitungen in ihren Hilfecentern.

TIPP: Mit dem Facebook-Kanal von Shopify kannst du deine Vertriebs- und Marketingaktivitäten auf Facebook-Websites verbinden und verwalten. Der Kanal ermöglicht es dir, die Menge an Informationen, die du mit Facebook teilst, anzupassen, sobald du alle erforderlichen Einwilligungen der Kunden hast, um die Werbeausgaben für Android-, Web- und iOS-Traffic zu optimieren.

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Wie kannst du dich auf die neuen Datenschutzrichtlinien von Apple einstellen?

Hier findest du einige Maßnahmen, um sicherzustellen, dass du die Maßgaben von Apple einhältst, deine Werbeausgaben besser nutzt und dein digitales Marketing insgesamt optimierst:

  • Überwache sorgfältig den Return on Ad Spend (ROAS) für deine Kampagnen und verteile dein Budget entsprechend neu. Alle KPI, die du im E-Commerce auf dem Schirm haben solltest, findest du übrigens hier.
  • Wenn deine iOS-App die Kundendaten zu Marketing- oder zur Monetarisierung von Anzeigen mit Dritten teilt, aktiviere das Pop-up-Fenster „App-Tracking-Transparenz“ für deine Benutzer, bevor du deren Tracking-Daten an andere Unternehmen weitergibst. 
  • Diversifiziere und experimentiere mit neuen Social-Media-Plattformen. Wie wäre es zu Beispiel mit TikTok-Anzeigen?
  • Ziehe in Erwägung, mehr in organische Marketingkanäle wie SEO zu investieren, die von dieser Richtlinie nicht betroffen sind.

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  • Erwäge den Einsatz von Anreizen und Angeboten, um Besucher aus bezahlten Kanälen für deine E-Mail-Liste zu gewinnen. Ein Retargeting kannst du noch immer per E-Mail vornehmen, auch wenn du die entsprechenden Kunden nicht über Retargeting-Anzeigen erreichen kannst.
  • Ziehe in Erwägung, ein Last-Click-Attributionsmodell für die Kundenakquise zu verwenden und dich auf UTM-Parameter zu verlassen, um die Kampagnenleistung in Reporting-Tools außerhalb deines Ad-Managers, wie z. B. Google Analytics, zu verfolgen.

Vorbereitung für das iOS 14-Update

Wenn du auf digitale Werbung angewiesen bist, solltest du als Vorbereitung auf dieses Update informiert bleiben und die oben genannten Tipps berücksichtigen. Wir werden die Entwicklung weiterhin im Auge behalten und Neuigkeiten im Blog bereitstellen.


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Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf Englisch und wurde übersetzt.