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Wie du Instagram Stories für dein Marketing nutzt

how to use instagram stories

Die traditionellen sozialen Medien bestärken uns, nur das Beste von uns zu präsentieren, denn bisher galt: Was wir veröffentlichen, bleibt auch dauerhaft verfügbar. Seit einiger Zeit gibt es jedoch eine neue Generation von Inhalten, die sich durch eine Lebensdauer von nur 24 Stunden auszeichnet und dadurch ein authentischeres Teilen fördert.

Auch wenn sich diese verschwindenden Fotos und Videos, die ihren Durchbruch Snapchat zu verdanken haben und nun auch über die Instagram Stories verfügbar sind, durch eine kurze Lebensdauer auszeichnen, werden sie wahrscheinlich einen langfristigen Platz im Marketing-Mix deines Unternehmens finden.

Als Möglichkeit, deine treuesten Follower fortlaufend einzubinden (was Snapchat schon vorher anbot), sind es besonders Instagram Stories, die schnell an Boden gewinnen. Währenddessen kannst du deine regulären Inhalte nach wie vor zum Anziehen neuer Zielgruppen einsetzen.

Stories haben unseren Umgang mit Instagram verändert und die Plattform zu mehr als einem reinem Online-Album für deine Fotos und Videos gemacht.

Mit Instagram Geld verdienen: Die Anzahl deiner Follower ist egal!

Weitere Tipps und Tricks zum Instagram-Marketing findest du in dem populärsten Artikel des Shopify-Blogs:

Geld verdienen mit Instagram (egal, ob du 1.000 oder 100.000 Follower hast)

Warum du Instagram Stories für dein Business nutzen solltest

Warum sollte man überhaupt Zeit in die Kreation von Inhalten investieren, die innerhalb von 24 Stunden wieder im Nirwana verschwinden? Die Antwort ist einfach: Weil es Nutzern (und Marken) eine fast süchtig machende Möglichkeit bietet, ihre Inhalte mit anderen zu teilen.

In einer Studie, in der 25 Studenten befragt wurden, fanden Forscher von der Cornell University heraus, dass die Teilnehmer Snapchat aus verschiedenen Gründen gern benutzten: Es mache Spaß, fühle sich schlanker als andere Kommunikationskanäle an und das kurzlebige Format mache es zudem weniger formell. Verbraucher finden wahrscheinlich aus ganz ähnlichen Gründen Gefallen an Instagram Stories (den nicht zuletzt haben sie mit Snapchat ziemlich viel gemeinsam).

Die Authentizität, die solch vergängliche Inhalte mit sich bringen, gilt auch für Marken.

how to use instagram stories for marketing

Quelle: @mvmt

Allerdings gibt es noch jede Menge weitere Gründe, warum Instagram Stories bei Marketern und Unternehmern für Begeisterung sorgen sollten:

  • Aktive Benutzerbasis: Instagram gibt für Stories einen Wert von 250 Millionen Nutzern täglich aus.
  • Mühelose Erstellung: Niemand erwartet, dass du eine halbe Stunde für die Erstellung eines Post verwendest, der bereits morgen schon nicht mehr verfügbar sein wird. Während reguläre Instagram Posts eine perfekte Belichtung, optimale Aufnahmewinkel und sorgfältig ausgesuchte Hashtags erfordern, benötigt man für eine gute Story lediglich eine schnelle Idee oder einen interessanten Augenblick sowie etwas Kreativität.
  • Testumgebung für neue Ideen: Instagram Stories erhalten nicht dieselbe Öffentlichkeit wie normale Instagram Posts. Und genau das macht sie zu einer hervorragenden Test-Umgebung für Ideen, bei denen du dir noch nicht ganz so sicher bist. Falls deine Idee gut aufgenommen wird (positive Antworten, die Leute schauen deine gesamte Story ohne Abbruch bis zum Ende), kannst du ein Reposting als permanenten Instagram Post in Erwägung ziehen oder das Konzept für einen anderen Kanal adaptieren.
  • Ein ganzes Arsenal an Funktionen: Genau wie bei Snapchat stehen dir verschiedene Tools zur Verfügung, mit denen du zeichnen, Sticker platzieren, Augmented-Reality-Filter hinzufügen und mehr tun kannst.
  • Eine Möglichkeit, Traffic zu generieren: Instagram führt die Möglichkeit ein, deinen Stories Links hinzuzufügen. Derzeit ist diese Funktion nur für verifizierte Accounts verfügbar. Jedoch kannst du Nutzer auch an den Link in deiner Bio verweisen.

Auch wenn das alles bereits schon ziemlich viel Potential bietet, haben wir bis jetzt nur an der Oberfläche gekratzt. Lies weiter und erfahre, wie du Instagram Stories als Marketing-Kanal für dein Business integrieren kannst.

Stories bedeuten Umdenken: “Programmgestaltung” statt “Posten”

Nur weil Instagram Stories nicht für die Ewigkeit sind, bedeutet das nicht, dass du dir keine Gedanken machen musst und ohne Planung auskommen könntest. Während viele Leute einfach nach dem Zufallsprinzip posten, sollten Marken Instagram Stories genau wie jeden anderen Kanal betrachten – und zwar mit etwas zeitlichem Vorlauf.

Marken sollten Instagram Stories genau wie jeden anderen Kanal betrachten – und zwar mit etwas zeitlichem Vorlauf.

Denk bei deiner Story an einen Fernsehsender mit einem für die gesamte Woche geplanten Programm oder sogar wiederkehrenden “Episoden” für bestimmte Wochentage. Mach dir vorab Gedanken über die zu teilenden Inhalte und wie sich deine Story entwickeln wird. Dies wird dir dabei helfen, mitreißendere Inhalte und ein einheitliches Benutzererlebnis für deine Zuschauer zu kreieren.

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Du kannst sogar bestimmte Aktionen vorab ankündigen, sodass deine Follower genau wissen, wann sie sich dazuschalten sollten.

Werde kreativ mit deinen Instagram Stories

Instagram stellt dir eine ganze Reihe von Funktionen zur Verfügung, die du für deine Posts nutzen kannst, und animiert dich dazu, Inhalte mit dem eigenen Editor der Plattform zu erstellen. Trotzdem kannst du nach wie vor relativ einfach Inhalte hochladen, die du an anderer Stelle kreiert hast.

Im Gegensatz zum standardmäßig quadratischen Format der regulären Instagram Posts, werden Stories im Hochformat aufgenommen. Dementsprechend sollte die Größe deiner Fotos und Videos auf 1080 Pixel Breite und 1920 Höhe angepasst werden.

Du kannst deiner Instagram Story lediglich Medien aus den letzten 24 Stunden hinzufügen. Sobald du jedoch in der Stories-Kameraansicht nach oben wischst, sollte alles, was kürzlich zu deiner Fotogalerie hinzugefügt wurde, automatisch angezeigt werden.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie du solche Inhalte erstellen kannst. Sie alle haben eines gemein: Das Ganze kann ziemlich viel Spaß machen.

So kannst du z. B. kurze “Titelkarten” und andere Grafiken in Canva oder sogar in Keynote/Powerpoint erstellen, die du dann als Intro, Call-to-Action oder individuelle Folien innerhalb deiner Story hochladen kannst.

Du kannst auch eine Reihe verschiedener Clips mit einer App für die Videobearbeitung wie Quick by GoPro (kostenlos) zusammenstellen. Denk jedoch daran, dass du jeweils nur 15 Sekunden Videomaterial hochladen kannst. Alles, was darüber hinaus geht, wird rigoros gekürzt.

Auch wenn Instagram dir in puncto Kreativität nicht so viele Optionen wie Snapchat zur Verfügung stellt, versorgt es dich mit allem, was du für die Kombination von Text, Bildern, Videos, Kritzeleien und die Erstellung von kontrastreichen Inhalten benötigst.

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Inhalte von Instagram und anderen Kanälen reposten

Aufgrund der zeitlich begrenzten Natur deiner Instagram Story kannst du vorhandene Inhalte oder Inhalte, die du für andere Kanäle erstellt hast, erneut veröffentlichen – und dies, ohne die Einheitlichkeit zu riskieren, die du über deine bestehende Galerie mit Instagram Posts aufgebaut hast.

Falls du zum Beispiel bereits über eine Snapchat-Präsenz verfügst, spricht nichts dagegen, dass du einige der dort veröffentlichten Inhalte auch auf Instagram einsetzen kannst.

Auch wenn du derzeit keine Snapchat-Strategie hast, kannst du trotzdem von den umfangreicheren Gestaltungsmöglichkeiten wie den AR-Filtern und Bitmojis profitieren. Gehe dazu einfach auf den Snap, den du aus deinen Memories exportieren möchtest. Tippe dann auf die Menü-Schaltfläche oben rechts und dann auf "In Aufnahmen speichern". So kannst du dem Snap als Instagram Story neues Leben einhauchen und ihn vor die Augen eines potenziell neuen Publikums bringen.

Hier siehst du, wie der berühmte Filter Hotdog Guy von Snapchat in eine Instagram Story integriert wurde.World Lens from Snapchat being incorporated into an Instagram Story.

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Falls du über Instagram Follower verfügst, die du mit benutzergenerierten Inhalten versorgen willst – Bilder und Videos von ihnen selbst mit deinen Produkten – kannst du diese in deiner Instagram Story teilen. Bedanke dich kurz, indem du dabei den Handle der entsprechenden Follower erwähnst. So sorgst du für eine angenehme Überraschung und bleibst langfristig in Erinnerung.

Die richtigen Tags aus den richtigen Gründen einsetzen

Bei traditionellen Instagram Posts kannst du durch das Hinzufügen der richtigen Hashtags in der Regel Ihre Reichweite erhöhen. Bei Stories ist eher das Gegenteil der Fall: Hashtags ziehen hier Zuschauer eher von deinen Inhalten weg und hin zu den Beiträgen anderer Nutzer.

Hashtags in Stories werden am besten nur dann verwendet, wenn es auch deine eigenen sind, so z. B. wenn du einen Wettbewerb veranstaltest, bei dem Kunden unter Verwendung eines Marken-Hashtags Fotos von sich mit deinen Produkten einsenden sollen. Auf diese Art und Weise wird das in der Story verwendete Hashtag die Leute zumindest auf eine Sammlung anderer Beiträge leiten, die sich auf deine Marke beziehen.

Auf der anderen Seite gibt es Standort-Tags, mit denen du in standortbezogenen Stories entdeckt werden kannst (z. B. New York City oder ein beliebtes Restaurant in deiner Nachbarschaft). Das regelmäßige Markieren deines Standorts in deiner Story Posts kann, sofern es auch relevant ist, eine gute Möglichkeit sein, um von anderen Leuten gesehen zu werden, die sich auch gerade am entsprechenden Ort befinden und sich dort einchecken.

Du kannst deinem Foto/Video einen Standort oder ein Hashtag im Stickers-Menü hinzufügen.

Erwähnungen sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, bestimmten Mitgliedern deiner Zielgruppe einen Gruß für das Einreichen eines Posts oder Videos zukommen zu lassen, einen Partner-Marke einzubinden oder einfach um deine treuesten Fans zu begeistern.

Instagram Live als Unterstützung für deine Stories

Instagram Live macht Spaß, wenn es die Show von jemand anderem ist. Wenn es aber darum geht, selbst live zu gehen, kann es ziemlich einschüchternd sein – denn das Ganze wird aufgezeichnet und in Echtzeit übertragen.

Live Video gibt dir in der Regel weniger Kontrolle, weil es vor Ort und im Augenblick geschieht. Allerdings handelt es sich hier um interaktives Format, dass dir eine Menge Flexibilität bietet. 

Einer der Vorteile von Instagram Live ist, dass deine Follower benachrichtigt werden, sobald du eine Übertragung startest (es sei denn, sie haben diese Benachrichtigungen deaktiviert). Sobald du deinen Live Stream beendet hast, hast du außerdem die Möglichkeit, ihn innerhalb der nächsten 24 Stunden als Teil deiner Story hochzuladen.

Falls du über eine entsprechende Anzahl an Followern verfügst, kannst du Instagram Live durchaus in Erwägung ziehen. Wenn du deinen Live Stream dann in deiner Story hochlädst, wird sich dessen Symbol verändern, sodass es sich von den restlichen Stories oben in der App abhebt. Der Grund dafür ist, dass solche Live Videos weitaus seltener als reguläre Inhalte vorkommen.

Denke jedoch daran, dass es sich hier um ein interaktives Format handelt. Das bedeutet, dass du regelmäßig auf Kommentare deines Live-Publikums eingehen solltest und die Nutzer zu irgendeiner Form der Interaktion animieren solltest. Zudem kann es auch einige Zeit dauern, bis dein Publikum in ausreichender Zahl beigetreten ist und du endlich loslegen kannst. Stell also sicher, dass du eine kleine Einführung vorbereitet hast, um dir etwas Vorlaufzeit zu verschaffen.

Hier ein paar Ideen für Instagram Live:

  • Veranstalten eines Wettbewerbs oder Einladen deines Publikums, auf ein bestimmtes Resultat zu wetten.
  • Veranstalten einer Q&A- oder AMA-Session (Ask Me Anything)
  • Bericht über eine Veranstaltung oder Teilen eines interessanten Moments
  • Veranstalten einer Talkshow
  • Live Vlogging

Es ist ein Einfaches, sich vor diesem Aspekt der App zu drücken. Instagram Live ist jedoch in jedem Fall ein lohnenswertes Engagement-Tool für Konten mit einer nennenswerten Anzahl an Followern und treuen Fans, wie z. B. der unten abgebildeten Stiftung Black Jaguar White Tiger.

Traffic auf deine Website leiten

Im Vergleich zu den meisten Social-Media-Plattformen stellt dir Instagram weitaus weniger Möglichkeiten zur Verfügung, um Traffic zurück auf deine Website zu leiten. Deine Bio ist in der Regel der einzige Ort, von dem aus du verlinken kannst. Dabei kann es durchaus schwierig sein, die Aufmerksamkeit der Leute auf diesen Teil deiner Instagram-Präsenz zu leiten.

Glücklicherweise kannst du zwei einfache Conversion-Prinzipien anwenden, um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen: Affordanz (vom englischen Affordance) und ein Call-to-Action.

Affordanz spricht die Benutzer mit einem sensorischen Signal an, das sie darauf hinweist, wo ihre Aufmerksamkeit sein sollte und welche Handlung sie vornehmen sollten. Neben dem bloßen Auffordern deines Publikums auf den Link in deiner Bio zu klicken, kannst du z. B. auch deinen eigenen Account (@ihrhandle) erwähnen oder einen Pfeil nutzen, um auf deinen Avatar oben links in deiner  Story zu zeigen. Beide Varianten werden die Nutzer auf deine Bio leiten.

Ein Call-to-Action (CTA) ist andererseits eine direkte Handlungsanweisung, die klar aussagt, zu welcher Handlung du dein Publikum animieren möchtest ("Schau dir mehr Bilder unter #ihrekampagne" an oder "Wische jetzt nach oben, um dir dieses Produkt zu sichern"). Ohne einen expliziten CTA wird sich die standardmäßige Aktion deines Publikums wahrscheinlich auf ein Wischen zum nächsten Post beschränken.

Du kannst auch einen Rabatt-Code für deine Produkte teilen und so das Angebot noch attraktiver machen. Damit sorgst du für noch mehr Aufmerksamkeit und bietest einen weiteren Anreiz zum Besuch deiner Website.

Mit einem verifizierten Konto ist deine Aufgabe womöglich weitaus einfacher. Instagram hat für solche Konten mit der Einführung einer "Swipe up“-Funktion begonnen, über die Zuschauer integrierte Links auch direkt aus deiner Story heraus besuchen können. Diese sogenannten "Swipe up Links“ werden in Zukunft weitaus stärkere Verbreitung finden, halte also danach Ausschau.

Denke daran, dass die Aufmerksamkeit deines Publikums nur für einen kurzen Augenblick sicher ist. Wenn du also möchtest, dass es eine bestimmte Handlung vornimmt, solltest du dies direkt ansprechen. 

Der beste Weg, Stories zu verstehen: Einfach loslegen!

Egal, wie viele neue Social-Media-Kanäle oder -Funktionen es auch gibt, für deinen Erfolg gilt immer die gleiche Grundvoraussetzung: Du musst deine Hände schmutzig machen, um dich mit allen Feinheiten vertraut zu machen.

Stories sind noch immer relativ neu und ein sich weiterentwickelndes Inhaltsformat. Sie fördern jedoch Authentizität und Kreativität, während sie gleichzeitig unsere Angst, etwas zu verpassen, provozieren wie kaum ein anderes Format.

Nutzt du bereits Stories als Teil deiner Instagram-Strategie? Welche Erfahrungen hast du bis jetzt damit gemacht? Teile deine Meinung in den Kommentaren unten.

Und natürlich gilt: Folge uns auf Instagram unter @Shopify!

Besonderer Dank gilt Liz Bertorelli, Social Media Producer für Instagram bei Shopify, für das Teilen ihrer Tipps und Erfahrungen mit dem Stories-Format.


Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden. Hendrik erreichst du übrigens auch auf Twitter.

Dieser Artikel von Braveen Kumar erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde lokalisiert von Philipp Dukatz.