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Geld verdienen mit Dropshipping: Kostenüberblick und professionelle Preiskalkulation

Dropshipping mit Shopify

Wer sich als Online-Händler:in für das Handelsmodell Dropshipping entscheidet, profitiert von vielen Vorteilen. Ein geringer Kapitalbedarf, Ortsunabhängigkeit, leichte Skalierbarkeit oder der schnelle Einstieg sind nur einige der Vorzüge.

Du weißt noch nicht, was Dropshipping ist, oder wie Geld verdienen mit Dropshipping überhaupt funktioniert? Wir beantworten all deine Frage in einem Beitrag.

Wie viel du mit Dropshipping verdienst, wie viel dich Dropshipping kostet und warum dieser Geschäftsansatz nicht ganz von selbst läuft, erfährst du in diesem Beitrag. Dazu erklärt der Dropshipping-Experte Sebastian Huke, warum eine professionelle Kalkulation eine Voraussetzung für deinen Erfolg ist, und begleitet dich durch den anspruchsvollen Kalkulationsprozess.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie viel verdiene ich mit Dropshipping?
  2. Warum ist die Preiskalkulation ein Erfolgsfaktor für deinen Dropshipping Verdienst?
  3. Warum sollte ich alle Dropshipping Kosten kennen?
  4. Was sind die Unterschiede zwischen Dropshipping Kosten und den Kosten des klassischen Online-Handels?
  5. Was kostet Dropshipping?
  6. Welche Begriffe und Parameter muss ich für die Preiskalkulation im Dropshipping kennen?
  7. Wie kalkuliert man Verkaufspreise im Dropshipping richtig? Schritt-für-Schritt-Anleitung
  8. Was muss ich bei der Preiskalkulation im Dropshipping beachten? 5 Tipps
  9. Bleib in Bezug auf die Preiskalkulation dauerhaft motiviert

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Wie viel verdient man mit Dropshipping?

Shopify-Händler:innen wissen ganz genau, dass Erfolg im Onlinehandel immer auch eine Frage der Erfahrung ist. Man muss bestimmte Ereignisse, Abläufe und Prozesse mehrfach erlebt haben, um souverän damit umgehen zu können. Trotzdem gilt Folgendes: Eine intensive Vorbereitung führt ebenfalls zum Erfolg und kann frisch gebackenen Gründer:innen stark empfohlen werden.

Dennoch kannst du mit dem Verkauf und dem Geld verdienen mit Dropshipping direkt starten, nachdem du den passenden Lieferanten gefunden hast. Dein Verdienst hängt stark davon ab, welche Produkte du vertreibst, zu welchen Preisen du sie anbietest und wie hoch die weiteren Dropshipping Kosten sind, z. B. für Lieferanten, Marketing oder Shopsystem.

Allerdings sind diese Kosten bedeutend geringer als die Kosten des klassischen Onlinehandels. Dein Dropshipping-Unternehmen kannst du bereits mit einem geringen Kapital beginnen, weshalb der finanzielle Druck geringer ist. Du selbst musst zu Anfang wenig Ressourcen wie Lager oder Personal beisteuern, sondern lagerst einen Großteil auf deinen Partnerlieferanten aus. Deine Produkte haben daher wahrscheinlich eine größere Gewinnspanne als preislich ähnliche Produkte deiner Marktkonkurrenz mit klassischem Onlinehandel.

Aber wie viel verdient man mit Dropshipping ungefähr? Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns reale Zahlen an. In einer Umfrage gaben französische Dropshipping-Unternehmen mehrheitlich an, monatlich zwischen 100€ und 500€ zu verdienen. Währenddessen führten wir eine eigene Fallstudie durch, in der wir innerhalb von wenigen Tagen ca. 1000$ mit Dropshipping verdienen konnten.

Dein Dropshipping-Verdienst kann also zwischen mehreren hundert oder tausend Euro liegen. Je nachdem, welche Produkte verkauft werden und ob diese in einer eher hoch- oder niedrigpreisigen Nische angesiedelt sind, mit niedrigem oder hohem Absatz.

    Eine hochpreisige Nische bedient das Unternehmen Ontaria. Der Gründer Markus Philipp, war Gast in unserem Podcast und erzählt seinen Weg zum Ein-Mann-Dropshipping-Business.

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    Um aus deinem Verdienst das Optimum rauszuholen, ist eine richtige Preiskalkulation essenziell. Hier kann man nämlich eine ganze Menge falsch machen, wenn man sich nicht gründlich genug mit dem Thema beschäftigt. Problematisch dabei ist, dass ein Kalkulationsfehler das Unternehmen immer wieder und nicht nur einmalig trifft.

    In den folgenden Abschnitten versorgt dich unser Gastautor Sebastian Huke, mit den wichtigsten Grundlagen, einer Schritt-Für-Schritt-Anleitung und erprobten Praxistipps zur richtigen Kalkulation deiner Verkaufspreise. Du erfährst, was Dropshipping kostet, die Unterschiede zwischen der klassischen Preiskalkulation und der Kalkulation fürs Dropshipping und wie sich fehlerhafte Kalkulationen konkret auswirken.

    Lesetipp: Erfolgsgeschichten (mit und ohne Dropshipping!) von Shopify-Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz findest du hier.

    Warum ist die Preiskalkulation ein Erfolgsfaktor für deinen Dropshipping Verdienst?

    Wer sich dazu durchgerungen hat, sein Geld künftig mit einem eigenen Unternehmen zu verdienen und hierzu einen großen Aufwand auf sich genommen hat, der will natürlich unbedingt, dass das Projekt maximalen Erfolg mit sich bringt. Im Business ist Erfolg vor allem dadurch definiert, dass das Unternehmen gute Umsätze und Gewinne erzielt. Ob der Traum vom beruflichen Erfolg letztlich in Erfüllung geht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Hierzu gehört zum Beispiel der Aufbau des Sortimentes, die Servicebereitschaft oder auch die Qualität der internen Prozesse.

    Nicht vergessen sollte man in diesem Zusammenhang aber einen Faktor, der eine stärkere Bedeutung hat als viele andere: die Kalkulation der Verkaufspreise in deinem Shop.


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    Viele Händler:innen machen einen entscheidenden Fehler und setzen an die Stelle einer sorgfältigen und vor allem faktenbasierten Kalkulation eine Preisfindung auf der Grundlage ihres Bauchgefühls. Neu-Online-Händler gehen oft davon aus, man müsse lediglich den Einkaufspreis eines Produktes ermitteln und hierauf einen bestimmten prozentualen Aufschlag berechnen, um einen vertretbaren und vernünftigen Verkaufspreis zu erhalten. Bei dieser Vorgehensweise würde man aber die tatsächlichen Kosten im Unternehmen völlig ignorieren.

    Es gilt stattdessen, alle Kostenfaktoren im Unternehmen zu kennen, zu berechnen und zu berücksichtigen und diese letztlich anteilig in die Kalkulation von jedem einzelnen Preis einfließen zu lassen.

    Warum sollte ich alle Dropshipping Kosten kennen?

    Werfen wir, um dies anschaulicher zu machen, einen Blick auf die Konsequenzen, die mit kalkulatorischen Fehlern verbunden sind. Es liegt auf der Hand, dass wir ein ernsthaftes Problem haben, wenn der Erlös eines Produktes nicht ausreicht, um alle mit dem Verkauf verbundenen Kosten zu decken. Wir sprechen hier ganz bewusst von “allen Dropshipping Kosten” und nicht nur von den reinen Ausgaben für die Produktbeschaffung.

    Diese gehen über den Einkaufspreis, den unsere Lieferanten gewähren, deutlich hinaus. Kommt es nun dazu, dass wir eine Kalkulation erstellen, ohne sämtliche Kosten zu berücksichtigen, steigt das Risiko, dass wir damit bei jedem einzelnen Verkauf Verluste einfahren. Problematisch hierbei: Oft fällt es zunächst nicht auf, dass wir mit unserem Geschäftsergebnis langsam, aber sicher ins Minus steuern. Häufig werden die Kosten und Gebühren, die wir eigentlich berücksichtigen müssten, zu einer ganz anderen Zeit, nämlich deutlich später, abgerechnet. Befinden wir uns gleichzeitig in einer Phase, in der wir steigende Umsätze erzielen, können sich Verluste sehr leicht hinter dem vordergründigen Anstieg der Geschäftsergebnisse verbergen.

    Jeder einzelne Verkauf, über den wir uns als Unternehmer eigentlich freuen sollten, treibt uns immer tiefer ins Minus. Während wir uns also angesichts von hohen Besucherzahlen und steigenden Umsätzen erfolgreich wähnen, bewegen sich unsere Geschäfte immer weiter in den Verlustbereich. Es liegt auf der Hand, dass wir es als Shop-Betreibende auf keinen Fall so weit kommen lassen dürfen. Wir müssen uns von Anfang an intensiv mit dem Thema Kalkulation beschäftigen und dürfen dabei keine wichtigen Dropshipping Kosten außer Acht lassen.


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    Was sind die Unterschiede zwischen Dropshipping Kosten und den Kosten des klassischen Online-Handels?

    Der klassische Online-Händler, der zum Beispiel seinen Shop über Shopify darstellt, Produkte lagert und diese selbst an Kund:innen versendet, befindet sich in einer anderen Situation als der Dropshipper, der Lagerung und Versand von Waren seinem Lieferanten überlässt. Dieser entscheidende Unterschied in Bezug auf die konkrete Form der Abwicklung wirkt sich stark auf die Kostenstruktur und damit auch auf die Kalkulation aus. Betrachten wir die relevanten Faktoren näher, um einen Eindruck darüber zu gewinnen, was hier zu beachten und zu berücksichtigen ist.

    Die Ursache für diese entscheidenden Abweichungen liegt in den Strukturen begründet, die beide Handelsmodelle voneinander unterscheiden. Auf der einen Seite finden sich bestimmte Kostenbereiche, die nur im Bereich Dropshipping eine Rolle spielen. Diese müssen klassische Händler:innen nicht beachten. Auf der anderen Seite gibt es ebenso Kostenpotenziale, die nur konventionelle Shop-Betreibende betreffen und die Dropshipper nicht berücksichtigen müssen. Es ist sehr wichtig, diese Unterschiede zu erkennen. Ignoriert man sie nämlich, können sich schnell Verluste in die Kalkulation einschleichen und das Geld verdienen mit Dropshipping wird schwieriger.

    Was kostet Dropshipping?

    Dropshipping Kosten

    Kostenpositionen, die nur Dropshipping-Händler:innen betreffen sind vor allem die Gebühren für Lieferanten, damit sie den Direktversand an die Endkund:innen übernehmen. Hier kann man keine Standards benennen, da die Preisgestaltung immer eine individuelle Verhandlungssache zwischen Herstellern und Großhändlern auf der einen und dem Dropshipping-Händler:innen auf der anderen Seite sind.

    Hier wird erneut sehr deutlich, dass es für Dropshipper unbedingt erforderlich ist, mit ihren Lieferanten hartnäckig über die Konditionen zu verhandeln. Doch nicht nur die Versand- und Verpackungskosten machen den Unterschied zum klassischen Online-Handel aus. Häufig muss für den Wareneinkauf beim Dropshipping auch ein wenig mehr bezahlt werden. Schließlich nimmt man immer nur einen Artikel zur selben Zeit ab, während klassische Händler:innen größere Posten kaufen und dadurch bestimmte Rabatte erhalten.

    Darüber hinaus muss immer geprüft werden, ob durch die Nutzung eines für Dropshipping geeigneten Systems wie Shopify nicht auch zusätzliche Kosten im Unternehmen entstehen, die in die Preiskalkulation einfließen müssen.

    Lesetipp: Wie du überhaupt Lieferanten findest und die 4 häufigsten Probleme im Dropshipping umgehst, liest du hier.

    Welche Begriffe und Parameter muss ich für die Preiskalkulation im Dropshipping kennen?

    Preiskalkalkulation Begriffe

    Um Preise korrekt kalkulieren zu können, müssen alle Kosten deines Unternehmens gekannt und berücksichtigt werden. Die Schritt-für-Schritt-Tabelle zeigt dir genau, wie du die Dropshipping Kosten anteilig in deinen Verkaufspreis einfließen lässt. Im Folgenden erklären wir dir die verschiedenen Kostenpositionen der Tabelle im Einzelnen:

    • Bruttopreise und Nettopreise
    • Einkaufspreise und Bezugspreise
    • Selbstkostenpreis und Bruttoverkaufspreis

    Bruttopreis vs. Nettopreis

    Als gewerbliche Händler:in unterscheidest du immer zwischen Nettopreisen und Bruttopreisen. Enthält ein Preis die gesetzliche Umsatzsteuer, die in den meisten Fällen bei 19 Prozent liegt, spricht man von einem Bruttopreis. Wurde die Umsatzsteuer dem genannten Preis noch nicht hinzugefügt, hast du es mit einem Nettopreis zu tun.

    Im geschäftlichen Kontakt zwischen Businesspartner:innen, also zum Beispiel zwischen dir und deinen Lieferanten, sprichst du grundsätzlich von Nettopreisen, ohne die gesetzliche Umsatzsteuer. Sprichst du mit Endkund:innen über einen Preis, verwendest du den Bruttopreis, der die Umsatzsteuer beinhaltet.

    Dies liegt daran, dass die Umsatzsteuer für Geschäftsleute lediglich ein durchlaufender Posten ist, den du dir im Rahmen der Umsatzsteuererklärungen vom Finanzamt zurückholst. Privatpersonen dagegen erhalten die Umsatzsteuer nicht zurück. Für sie ist sie ein fester Bestandteil des Preises.

    Lesetipp: Erfahre mehr über die Mehrwertsteuerregelungen in der EU, in unserem Beitrag.

    Einkaufspreis und Bezugspreis

    Es ist üblich und sinnvoll, mit jedem Lieferanten immer über die konkreten Einkaufskonditionen zu verhandeln. 

    Bei der Verhandlung von Einkaufskonditionen geht es vor allem um drei Positionen, durch die der Netto-Listenpreis reduziert werden kann, um den Einkaufspreis zu erhalten:

    Dies ist erstens der Rabatt, den dir der Großhändler gewährt, weil du die eingekauften Waren weiterverkaufst. Zweitens kannst du einen Bonus dafür erhalten, dass du zum Beispiel eine gewisse Anzahl an Produkten in einem fest definierten Zeitraum abnimmst. Drittens hast du das Recht, einen bestimmten Betrag vom Rechnungspreis abzuziehen, wenn du die Rechnung innerhalb einer vorgegebenen Zeit bezahlst. Diesen Nachlass bezeichnet man als Skonto.

    Deine Produkte erhältst du allerdings nicht zum Einkaufspreis, sondern zum Bezugspreis. In diesem ist das Dropshipping-Handling enthalten, da dir der Lieferant für die Übernahme von Lagerung, Verpackung und Versand deiner Produkte einen Aufschlag berechnen wird.

    Lesetipp: Wie du den richtigen Dropshipping-Partner mit AliExpress findest, erfährst du hier.

    Selbstkostenpreis und Bruttoverkaufspreis

    Darüber hinaus musst du berücksichtigen, mit welchen weiteren Kosten du es zu tun hast, um deinen Selbstkostenpreis zu berechnen. Hierzu zählen:

    • Handlungskosten
    • Marketingkosten
    • Ausgaben für Marktplätze oder Shopsysteme
    • Gebühren für Zahlungsanbieter

    Die Handlungskosten umfassen allgemeine Kosten und Verwaltungsausgaben. Teilt man deren monatliche Summe durch die Anzahl der monatlich verkauften Produkte, erhält man den Anteil, der je Artikel berücksichtigt werden muss.

    Die anderen Kostenpositionen erklären sich von selbst und müssen ebenfalls auf den Bezugspreis aufgeschlagen werden. Dies führt dich zur Ermittlung des sogenannten Selbstkostenpreises. Auf diesen schlägst du abschließend den gewünschten Gewinn und die gesetzliche Umsatzsteuer auf. Am Ende dieses Prozesses erhältst du den Bruttoverkaufspreis.

    Wie kalkuliert man Verkaufspreise im Dropshipping richtig? Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Wir haben dir bisher gezeigt, welche Folgen eine fehlerhafte Kalkulation im Unternehmen haben kann. Außerdem hast du alle wichtigen Begriffe und Größen kennengelernt, die bei der Preiskalkulation eine Rolle spielen. Ab jetzt kannst du die folgende Tabelle selbständig einsetzen, die dich dabei unterstützt, die korrekten Verkaufspreise für deinen Dropshipping-Shop zu kalkulieren.

    Du findest hier alle Elemente wieder, die wir dir vorgestellt und detailliert erklärt haben. Kurze Erläuterungen sorgen für ein optimales Verständnis. Damit du eine bessere Orientierung hast, geben wir bei den einzelnen Positionen eine ungefähre Einschätzung vor. Wir zeigen dir zusätzlich den konkreten Rechenweg und blenden für dich exemplarische Ergebnisse ein, die deiner Kontrolle dienen sollen.

    Tipp: Im Alltag hat es sich bewährt, die einzelnen Kostenpositionen und die Rechenschritte in eine Tabellenkalkulation (zum Beispiel Excel) zu übertragen, um auf dieser Grundlage künftig alle Verkaufspreise berechnen zu können.

    Faktoren der Preiskalkulation Rechenschritt [€]
    Netto-Listeneinkaufspreis 100
    - Rabatt 5.00% 100,00 * 0,05 -5
    - Bonus 2.50% 100,00 * 0,025 -2.5
    = Zieleinkaufspreis 92,50
    - Skonto 2.00% 92,50 * 0,02 -1.85
    = Einkaufspreis 90,65
    Großhändler-Gebühren für Dropshipping-Handling bis zu 20 € je Sendung, hier 7 € 7 +7
    = Bezugspreis 97,65
    + Handlungskosten Alle Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten (im Monat) je verkauften Produkten (im Monat) 5.100€ : 1.500 verkaufte Produkte +3.4
    + Marketingkosten Je nach Werbekanal zwischen 3% und 100%, hier 20% 97,65 * 0,20 +19.53
    + Gebühren Shopsystem/Marktplatz Abhängig von diversen Faktoren, hier Shopify 29$/Monat¹ + 2,0% des Verkaufspreises (29€ : 1.500 verkaufte Produkte) + (194,23 * 0,02) +3,90²
    + Gebühren Zahlungsanbieter hier PayPal mit 1,9% des Verkaufspreises + 0,35€ je Zahlungsvorgang (194,23 * 0,019) + 0,35 +4,04¹
    = Selbstkostenpreis 128,52
    + Gewinn Je nach Produkt zwischen 5% und 100%, hier 27% 128,52 * 0,27 +34.70
    = Barverkaufspreis 163,22
    + Umsatzsteuer 19.00% 163,22 * 0,19 +31.01
    = Brutto-Verkaufspreis 194,23

    ¹ bei der Umrechnung den Tageswechselkurs berücksichtigen.
    ² Falls Brutto-Verkaufspreis noch nicht bekannt, ist hier ein kalkulatorischer Näherungswert einzusetzen.

    Was muss ich bei der Preiskalkulation im Dropshipping beachten? 5 Tipps

    Um die Verkaufspreise für deinen Dropshipping-Shop optimal berechnen zu können, benötigst du auf der einen Seite die fachlichen Grundlagen, die wir dir bisher vermittelt haben und auf der anderen Seite ein wenig Übung. Die folgenden Tipps und Ratschläge unterstützen dich aktiv dabei, das Erlernte schnell im eigenen Unternehmen umsetzen zu können, um einen guten Dropshipping Verdienst zu erzielen:

    1. Erfolg setzt eine einwandfreie Kalkulation voraus
    2. Nutze deinen Verkaufspreis als Marketingfaktor
    3. Preiskalkulationen müssen streng systematisch erfolgen
    4. Behalte das Marktgeschehen und die Konkurrenz immer im Auge
    5. Es gibt gute Gründe für Abweichungen vom Preisstandard

    Tipp 1: Erfolg setzt eine einwandfreie Kalkulation voraus

    Die professionelle und umsichtige Kalkulation der Verkaufspreise in deinem Shop zählt zu den wichtigsten Faktoren in Bezug auf deinen Dropshipping Verdienst und Erfolg. Dies solltest du dir immer wieder vor Augen führen, wenn du in Versuchung bist, die Preise einfach aus dem Bauch heraus festzulegen. Eine fehlerhafte Kalkulation kann dich und dein Unternehmen finanziell schnell ruinieren. Mach dir das immer wieder klar und lege Wert darauf, in deinem Unternehmen persönlich für dieses wichtige Thema zuständig und verantwortlich zu sein.

    Tipp 2: Der Verkaufspreis als Marketingfaktor

    Das Thema Kalkulation ist noch deutlich vielschichtiger, als man annehmen könnte. Es beschränkt sich nicht auf die Frage von Gewinn oder Verlust im Unternehmen. Die Verkaufspreise wirken darüber hinaus als Marketinginstrument und haben einen großen Einfluss darauf, wie erfolgreich im Shop verkauft wird.

    Schauen wir uns in diesem Zusammenhang ein kleines Beispiel an. Unter Expert:innen in Sachen Preisgestaltung herrscht schon lange Einigkeit darüber, dass Konsumierende dazu neigen, zu Produkten zum mittleren Preis zu greifen. Wenn du also in einem Regal drei ähnliche Produkte siehst, die zu einem niedrigen, einem hohen und einem mittleren Preis angeboten werden, dann greifst du mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dem mittleren Angebot. Diesen Effekt nutzen Händler:innen aktiv, um die Verkäufe für bestimmte Artikel zu erhöhen.

    Man kann hieran erkennen, dass es jenseits der eigentlichen Kalkulation durchaus Faktoren geben kann, die dafürsprechen, in Einzelfällen vom Ergebnis der Preisberechnung abzuweichen, wenn man einen bestimmten Effekt erzielen will.

    Noch mehr Marketing-Tipps haben wir in diesen Beiträgen für dich:

    Tipp 3: Preiskalkulationen müssen immer streng systematisch erfolgen

    E-Mail-Marketing leicht gemacht: Vom Aufbau des Verteilers über den richtigen Content bis zur ersten Mail

    Mach es dir zur Pflicht, die Verkaufspreise für deinen Shop immer systematisch und standardisiert zu kalkulieren. Wenn du dich an diese Vorgehensweise gewöhnt hast, geht dir die Nutzung einer entsprechenden Tabelle schon bald schnell von der Hand.

    Plus: Wenn du aus strategischen Gründen einmal von einem kalkulierten Preis abweichen willst, kann es nicht schaden, exakt zu wissen, wie weit du dadurch ins Minus gerätst.

    Tipp 4: Behalte das Marktgeschehen und die Konkurrenz immer im Auge

    Wir haben uns bisher vor allem mit der Frage beschäftigt, wie eine professionelle und seriöse Preiskalkulation für den Online-Handel eigentlich aussieht. Du weißt daher nun ganz genau, wie du die Verkaufspreise für deinen Shop so kalkulieren kannst, dass du damit Gewinne erwirtschaftest.

    Allerdings bist du als Dropshipper nicht allein auf der Welt, sondern von einer großen Konkurrenz umgeben. Dies hat konkrete Folgen in Bezug auf die Preise, mit denen wir uns an dieser Stelle beschäftigen wollen. Das Internet ist als Marktplatz moderner Verbraucher extrem transparent. Selbst unerfahrene Anwender:innen haben keine Mühe damit, auf die Schnelle Preise zu vergleichen und günstige Stores ausfindig zu machen. Eine Chance auf erfolgreiche Verkäufe hast du nur dann, wenn du nicht teurer bist als deine Konkurrenz. Du musst deine Gewinnvorstellungen daher exakt an die jeweilige Marktsituation anpassen, wenn du dauerhaft erfolgreich sein willst.

    Es ist für Händler:innen unverzichtbar, sich regelmäßig und ausführlich mit dem aktuellen Marktgeschehen zu beschäftigen und dabei vor allem die Preise der direkten Konkurrenz im Auge zu behalten. Nur wenn du weißt, was um dich herum geschieht, kannst du angemessen reagieren und deine Preiskalkulation an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.

    Lesetipp: Ist es Zeit für ein neues Geschäftsmodell? Alles über Print-on-Demand auf Basis von Dropshipping erfährst du hier.

    Tipp 5: Es gibt gute Gründe für Abweichungen vom Preisstandard

    Wenn wir dir in diesem Artikel bisher immer wieder klar vor Augen geführt haben, wie wichtig es ist, sich in Bezug auf die Kalkulation von Preisen an klare und systematische Vorgaben zu halten, dann betraf dies den Regelbetrieb deines Shops. Im Großen und Ganzen sollte man hiervon nicht sonderlich abweichen.

    Es gibt allerdings Situationen, in denen es sinnvoll ist, bewusst mit der Regel zu brechen. Dies gilt zum Beispiel dann, wenn du kurzfristig einen bestimmten Marktbereich eroberst oder deine Konkurrenz auf ihren Platz verweisen willst. In dieser Situation ist es möglich, die kalkulierten Preise mehr oder weniger zu unterschreiten, um mehr Verbraucher:innen auf sich aufmerksam zu machen.

    Auch in dieser Situation solltest du nicht darauf verzichten, die korrekten Preise in einem ersten Schritt zu kalkulieren. Nur auf diese Weise kannst du genau berechnen, welche Kosten durch diese besonders günstigen Preise entstehen. Es versteht sich von selbst, dass du zu solchen Möglichkeiten nur in Ausnahmefällen und nur für kurze Zeit greifen solltest, um dein Geschäftsmodell nicht zu gefährden.

    Bleib in Bezug auf die Preiskalkulation dauerhaft motiviert

    Natürlich wird es dich im Laufe der Zeit reizen, in der einen oder anderen Situation auch einmal auf den vorgeschriebenen Kalkulationsweg zu verzichten und einen Preis doch rein aus dem Bauch heraus festzulegen. Du wirst schließlich unter dem Gefühl stehen, dass du mit der Zeit viele Preise rein intuitiv beurteilen und festlegen kannst. Und doch wollen wir dir eindringlich raten, auch in solchen Fällen nicht darauf zu verzichten, den Preis per Eingabe in die Kalkulationstabelle zu überprüfen. Nur so kannst du gewährleisten, immer mit sicheren Preisen zu arbeiten und das Risiko von sich einschleichenden Verlusten zu minimieren.

    Ein interessanter Nebeneffekt dieser Vorgehensweise besteht darin, dass du jederzeit einen Überblick über die Kostenstruktur in deinem Unternehmen behältst. Dies kann einen sehr guten Anlass bieten, deine Ausgaben immer wieder zu reduzieren. Auf diese Weise kannst du deinen Dropshipping Verdienst deutlich erhöhen, ohne die Preise in die Höhe klettern zu lassen. Jeder Euro, den du innerhalb der laufenden Kosten in deinem Unternehmen einsparen kannst, wirkt sich unmittelbar auf deine Kalkulation, auf deine Verkaufspreise und auf deine Gewinne aus. Wenn du die Kalkulation einwandfrei beherrschst, hast du schon den ersten wichtigen Schritt zum Geld verdienen mit Dropshipping getan.

    In diesem Zusammenhang solltest du auch das Potenzial regelmäßiger Verhandlungen mit deinen Lieferanten nicht unterschätzen. Nicht umsonst lautet eine alte Kaufmannsweisheit, dass der Gewinn beim Einkauf gemacht wird. Initiiere daher in überschaubaren Abständen Verhandlungsgespräche mit all deinen Lieferanten und bemühe dich aktiv um günstige Konditionen. Es empfiehlt, immer genau darüber informiert zu sein, wie sich der Umsatz mit dem jeweiligen Hersteller oder Großhändler in der letzten Zeit entwickelt hat. So kannst du deine Argumente für bessere Preise und Konditionen optimal unterfüttern. Leg vor solchen Verhandlungsgesprächen immer genau fest, was du erreichen willst und lass dir das Heft nicht aus der Hand nehmen. Je überzeugter du auftrittst, desto besser werden die gewährten Konditionen ausfallen und desto effektiver kannst du Geld verdienen mit Dropshipping.


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    Häufig gestellte Fragen zum Geld verdienen mit Dropshipping

    Wie viel verdient man mit Dropshipping?

    Je nachdem wie groß deine Produktpalette, deine Konkurrenz und deine Marge sind, kannst du mit Dropshipping zwischen hundert und mehreren tausend Euro verdienen. Dein Dropshipping Verdienst hängt außerdem davon ab, ob du in einer hochpreisigen oder niedrigpreisigen Nische vertreibst und ob du viel oder wenig Konkurrenz hast und damit mehr oder weniger Spielraum bei der Festlegung deines Verkaufspreises.

    Was ist der Unterschied bei der Preiskalkulation beim Dropshipping und klassischem Handel?

    Während Dropshipper Gebühren für Produktion und Lieferung an die Hersteller zahlen, können Shops mit eigener Produktion diese Kosten außer Acht lassen – für sie fallen wiederum Material-, Lager- und Personalkosten an, die für den Herstellungsprozess notwendig sind. Im traditionellen Handel ist es oft möglich, durch Mengenrabatte Einsparungen zu erzielen. Der Dropshipper, der oft nur einen Artikel zur selben Zeit abnimmt, hat diese Option nicht.

    Wie kalkuliert man einen Verkaufspreis?

    Am einfachsten lässt sich eine Preiskalkulation mit Hilfe einer Kalkulationstabelle durchführen. Diese bewährte Methode stammt aus der Kostenrechnung und ist etwa so alt wie das Thema selbst. Mit der Kalkulationstabelle gelangst du über mehrere Zwischenschritte vom Nettoeinkaufspreis zum Bruttoverkaufspreis. Mitberücksichtigen solltest du dabei auch immer eine prozentuale Gewinnmarge, die du mit deinen Produkten erzielen willst. Ein Muster für eine Kalkulationstabelle findest du im Beitrag.

    Was kostet Dropshipping?

    Deine Dropshipping Kosten ergeben sich vor allem aus den Beschaffungskosten deiner Produkte, deinen Ausgaben für das Marketing sowie den Gebühren für Shopsysteme und Zahlungsanbieter. Die Höhe dieser Kostenpositionen hast du zum Teil selbst in der Hand, da du zum einen mit deinen Lieferanten verhandeln kannst, die Höhe deiner Ausgaben für das Marketing selbst entscheidest und ebenfalls selbst entscheidest welches Shopsystem und welchen Zahlungsanbieter du wählst.

    Which method is right for you?Über den Autor: Sebastian Huke ist seit 10 Jahren im E-Commerce aktiv und gibt sein Wissen gerne weiter. Er ist Marketing Manager beim Portal DropShipping.de, wo er Unternehmern den Start in die Online-Welt erleichtern möchte.

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