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Facebook Marketing: Zielgruppen erstellen für dein Facebook Targeting

Jemand hält seinen Daumen vor einer blauen Hand nach oben nachdem er erfolgreiches Facebook Targeting betrieben hat

Egal, um welche Art von Marketing es geht, deine Zielgruppe zu kennen, ist das Erfolgskriterium Nummer 1! So nützen dir auch die kreativsten Anzeigen nichts, wenn die Angesprochenen sich nicht für deine Produkte interessieren. Für dein Marketing auf Facebook gibt dir die Plattform verschiedene Targeting-Werkzeuge mit, damit du die richtigen Facebook Zielgruppen erstellen kannst und so deine Anzeigen dort ankommen, wo sie wirken.

Im heutigen Beitrag erfährst du was Facebook Targeting ist und welche Möglichkeiten dir das Network an die Hand gibt. Außerdem erklärt der Berliner Shopify Partner und digitale Entrepreneur Luis Huegel, wie du Fehler beim Facebook Marketing vermeidest und stattdessen erfolgreich auf der beliebtesten Social-Media-Plattform der Welt für dein Unternehmen wirbst.


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Was ist Facebook Targeting?

Ein Mann zielt mit einem Bogen auf eine Zielscheibe und möchte auch beim Facebook Targeting ins Schwarze treffen

Mit der richtigen Zielgruppenansprache bist du auf dem allerbesten Weg deine Kampagnen auf Erfolgskurs zu bringen und die Menschen mit deiner Werbung zu erreichen, die am wahrscheinlichsten zu interagierenden Käufern werden. Beim Facebook Targeting geht es genau darum. Du hast viele verschiedene Optionen, um deine Facebook Zielgruppen zu erstellen. Grundsätzlich wählst du aus, welche der drei Facebook Smart Audiences du nutzen möchtest:

  • Core Audiences: Zum Facebook Targeting gibst du verschiedene Eigenschaften an, die deine Zielgruppe ausmachen.
  • Custom Audiences: Du erstellst Zielgruppen aufgrund von Kontaktdaten, die du bereits gesammelt hast, z.B. über E-Mail-Listen.
  • Lookalike Audiences: Du sprichst Menschen an, die noch nicht mit deinem Unternehmen in Kontakt gekommen sind, aber deren Eigenschaften denen deiner bestehenden Kundschaft ähneln.

Die erste Option des Facebook Targeting ist vor allem für Neueinsteiger relevant, da diese noch keine Daten besitzen, mit denen sie intelligente Facebook Zielgruppen erstellen können. Bei einer Core Audience richtet sich deine Anzeigenschaltung nach bestimmten Kriterien, die du zuvor ausgewählt hast.

Du kannst Regeln für die folgenden Eigenschaften festlegen:

  • Demografie (Alter, Geschlecht, Standort ...)
  • Interessen (Essen, Unterhaltung, Technologie ...)
  • Verhalten (Gerätenutzung, Finanzielle Aspekte, Fortbewegungsmittel ...)
  • Verbindung mit deiner Seite (Gefällt mir-Angaben, Event-Besuche, App-Nutzer ...)

Bist du schon länger im Business und hast bereits Daten gesammelt, um eine Custom oder Lookalike Audience anzulegen, kannst du diese mit den eben genannten Eigenschaften weiter eingrenzen. Die Möglichkeiten eine Facebook Zielgruppe zu erstellen sind dementsprechend vielfältig.

Damit du nicht den Faden verlierst, kommt jetzt unser Gastredner Luis Huegel zu Wort und erklärt dir, welche Fehler du beim Facebook Marketing nicht machen solltest und wie du sie verhinderst.

Wie du mit gezielten Facebook Ads brandneue Kunden gewinnen kannst!

Weitere Tipps und Tricks zum Facebook-Marketing findest du in unserem ausführlichen Artikel

6 Facebook Ads, mit denen du neue Kunden gewinnen und bestehende an dich binden kannst!

So vermeidest du die 19 größten Fehler beim Facebook Marketing und Facebook Targeting

Mit dem Facebook Marketing verhält es sich wie mit vielen Dingen, wenn man ein Unternehmen aufbaut – man probiert, verbessert sich und beginnt dann wieder von vorne. In den letzten Jahren habe ich viele Fehler selbst gemacht und auch sehr viele Kunden betreut, die gerade erst mit dem Facebook Marketing begonnen haben. Fehler machen gehört dazu und ist ein wichtiger Bestandteil des Verbesserns.

In diesem Artikel möchte ich daher ein paar dieser Lektionen vorstellen in der Hoffnung, dass du diese nicht wiederholen musst. Damit du dich besser zurechtfindest, sind die Fehler nicht nach Wichtigkeit, sondern thematisch sortiert und bauen, wo möglich, aufeinander auf.

Die 19 größten Fehler beim Facebook Marketing

Tracking

Fehler #1: Du hast kein Facebook Pixel installiert

“Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken“ sagte Peter Drucker, und besonders im Online-Marketing stimmt diese Aussage mehr denn je. Viele Shop-Betreiber:innen wissen gar nicht, wie viele Daten ihnen zur Verfügung stehen und was sie damit anstellen sollen.

Daten erlauben es uns, unser Marketing systematisch zu verbessern. Das soll natürlich nicht heißen, dass zum Marketing keine Kreativität gehöre, ganz im Gegenteil – nur können die Daten die richtigen Impulse geben, um deine Kreativität gezielt einzusetzen.

Damit alle Daten richtig aufgezeichnet werden, solltest du zu aller erst sicherstellen, dass du das Facebook-Pixel richtig in deinem Shopify Shop integriert hast.

Lesetipp: Tipps und Tricks für erfolgreiches Online-Marketing.

Testen

Fehler #2: Du testest nicht regelmäßig

Die Variablen, die den Erfolg einer Kampagne bestimmen, sind so zahlreich, dass regelmäßiges Testen die einzig sinnvolle Strategie ist. Gute Kampagnen kann und sollte man natürlich skalieren, aber man muss sich bewusst sein, dass jede Strategie nur zeitweise funktioniert. Durch kleine Iterationen und Verbesserungen kannst du langfristig mehr Erfolg verzeichnen, als wenn du jedes Mal ein komplett neues Konzept entwickeln müsstest.

In unserem Leitfaden erfährst du, wie du deine eigene Social-Media-Marketing-Strategie aufbaust.

Fehler #3: Du testest nicht systematisch und baust nicht auf den Ergebnissen auf

Es ist relativ einfach einen Split-Test bei Facebook zu starten. Viel schwerer ist es aber, systematisch aus den Ergebnissen zu lernen und in den nächsten Tests darauf aufzubauen.

Da der Werbeanzeigen-Manager von Facebook anfangs relativ unübersichtlich erscheint, kann ich dir nur raten, eine separate Liste anzulegen, mit der du die Testergebnisse auswertest. Excel oder Google Sheets ist da meistens mehr als ausreichend. Notiere dir pro Test was du getestet hast und die Ergebnisse deiner wichtigsten Metriken. Eine Liste der wichtigsten Metriken pro Kampagnentyp findest weiter unten in diesem Artikel.


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Facebook Targeting

Verschiedene Buttons mit dem Facebook-Logo, -Schriftzug und Gefällt-mir-Icon liegen auf einem weißen TischFehler #4: Du benutzt keine Custom & Lookalike Audiences

Zwei sehr wertvolle Bausteine des Facebook Targeting sind Custom Audiences (Kundenspezifische Zielgruppe) und Lookalike Audiences (Doppelgänger-Zielgruppe). Dennoch erreichen nur wenige das volle Potential dieser Art von Segmentierung. Mit ein paar Tipps und hilfreichen Apps ist dies aber für jeden machbar. Als kurze Erinnerung: Custom Audiences sind Listen von bestehender Kundschaft und Personen, die mit dir auf Facebook interagieren oder dich auf deiner Webseite besucht haben. Lookalike Audiences bauen auf diesen auf und finden ähnliche Personen wie in der Custom Audience.

Custom Audiences benutzt man, um bestehende Kundschaft anzusprechen oder interessierte Besucher:innen zu einem Kauf zu leiten. Lookalike Audiences sind nützlich, um eine neue Zielgruppe auf deinen Shop aufmerksam zu machen.

Die Shopify App Looga exportiert dir wertbasierte Custom & Lookalike Audiences per Knopfdruck. Andere Apps übernehmen fast komplett dein Facebook Marketing und erstellen viele Kampagnen und Zielgruppen automatisch. Looga habe ich mitentwickelt, mit dem Hintergedanken Shopify-Verkäufer:innen das Benutzen von qualitativen Facebook Audiences zu erleichtern.

Noch ein kleiner Tipp: Erstelle dir eine Custom Audience mit Personen die in den letzten 30 Tagen gekauft haben und schließe diese aus deinen Kampagnen aus. Kürzlich konvertierte Kundschaft solltest du nicht nochmals mit einer Kaufempfehlung ansprechen. Das ist herausgeschmissenes Geld und wird oft nervig für die angesprochenen Personen.

Lesetipp: Trotz Anti-Tracking in iOS 14: So verwertest du den Facebook-Traffic sinnvoll.

Fehler #5: Deine Zielgruppe ist zu groß (oder zu klein)

Die optimale Größe deiner Zielgruppe hängt primär von deinem Kampagnenziel ab. Da Facebook-Zielgruppen aber sowohl nur 20 Personen als auch bis 20 Millionen enthalten können, gibt es viel Spielraum. Wenn du mithilfe einer Lookalike Audience neue Menschen ansprechen willst, ist eine Zielgruppengröße von 500.000 bis 1,5 Millionen zu empfehlen. Größere Gruppen solltest du nochmals sinnvoll unterteilen, sonst ist dein Targeting nicht spezifisch genug.

Custom Audiences sind in der Regel kleiner und gezielter. Hier bestimmt die Art der Custom Audience die Größe. Teilweise sind diese auch dynamisch, wenn du zum Beispiel eine Retargeting-Zielgruppe mit Shop-Besucher:innen der letzten 30 Tage erstellst. Achte besonders bei kleinen Zielgruppen darauf, dass keine Werbeanzeigenmüdigkeit eintritt (nächster Fehler).

Eine Darstellung der Zielgruppengroße in Form eines Tachos beim Facebook Targeting

Fehler #6: Deine Anzeige wird den gleichen Personen zu oft angezeigt (Ad Fatigue)

Ad Fatigue (Werbeanzeigenmüdigkeit) beschreibt das Abnehmen an Kampagnenperformance durch zu häufiges Ausspielen einer Anzeige an deine Zielgruppe. Dies kann passieren, wenn deine Zielgruppe zu klein ist, dein Budget zu hoch ist oder die Kampagne schon zu lange ohne Änderung läuft.

Die wichtigste Metrik, auf die du dafür achten musst, ist die Frequenz. Besonders bei kleinen Zielgruppen durch Custom Audiences kann schnell eine hohe Frequenz erreicht werden. Ist dieser Wert über 3 oder 4, solltest du durch Textänderungen, neue Bilder oder eine neue Zielgruppe etwas frischen Wind in die Kampagne bringen.

Lesetipp: Die 6 häufigsten Fehler beim Schreiben von Werbetexten.

Platzierungen

Fehler #7: Du lässt Kampagnen immer automatisch platzieren

Facebook bietet dir eine Vielzahl an Platzierungsmöglichkeiten für deine Anzeigen. Neben den bekannten News-Feed Ads und den Anzeigen auf der rechten Seite des Screens kannst du bequem deine Anzeigen im Messenger, auf Instagram und im Audience Network platzieren.

Die Platzierungen sind jedoch nicht nur als weitere Kanäle zu sehen, sondern sollten genau eingesetzt werden. Je nachdem, welches Ziel du mit deiner Kampagne erreichen willst, eignet sich eine andere Platzierungsmöglichkeit. Facebook hat hierzu einen Leitfaden veröffentlicht, an dem du dich orientieren kannst.

Dazu kommt noch die Entscheidung ob die Anzeige auf Mobilen oder Desktop Geräten ausgespielt werden soll. Denke hierbei immer an die Handlung, die du von deiner Kundschaft sehen willst, und wo diese am natürlichsten wäre. Interaktionen wie Likes oder Shares sind mobil sehr einfach und daher beliebt, teure Produkte werden aber nach wie vor vermehrt auf dem Desktop gekauft.

Möglichkeiten zur Platzierung einer Anzeige bei Facebook, Instagram, im Audience Network oder Messenger für das Facebook Targeting

Anzeigen

Fehler #8: Dein Anzeigenbild erzeugt keine Aufmerksamkeit oder hat zu viel Text

Deine Anzeige steht oft direkt neben Fotos von Freunden oder Katzenvideos im News-Feed, da ist es umso wichtiger, dass sie Aufmerksamkeit erzeugt. Benutze also qualitative Bilder mit starken, aber angenehmen Farben, die man auch ohne großes Detail erkennen kann. Solltest du Text auf deinen Bildern haben, beschränke dies auf ein Minimum, da sonst die Lesbarkeit eingeschränkt werden kann.

Lesetipp: 22 Websites auf denen du kostenlose Bilder findest.

Fehler #9: Dein Anzeigentext ist zu lang, unklar oder hat keinen Call-To-Action

Neben dem Bild, ist der Anzeigentext deine Möglichkeit, die Aufmerksamkeit des Besuchers zu gewinnen. Möglichst schnell, ohne dass er viel Lesen muss, und mit klarer Handlungsaufforderung.

Konzentriere dich auf die Vorteile deines Produktes, weniger als auf die Beschreibung (dafür ist das Bild). Sei hier so kurz und prägnant wie möglich, und scheue nicht davor zurück, Humor zu benutzen. Eine Studie von AdEspresso hat gezeigt, dass ein Großteil der Anzeigen zwischen 4 und 20 Wörter lang sind.

Die Konzeption und Erstellung von Anzeigen ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt hierzu etliche gute Artikel, von denen du dich inspirieren lassen kannst.

Diagramm zur Studie der idealen Länge einer Facebook-Anzeige zum Facebook Targeting

Quelle: AdEspresso

Fehler #10: Du hast immer nur eine Anzeige pro Anzeigengruppe

Die Kampagnenstruktur bei Facebook erlaubt es dir, Anzeigen innerhalb von Anzeigengruppen zu gruppieren. Facebook entscheidet und optimiert dann, welche Variante ausgespielt wird, um das beste Ergebnis zu erzielen. Daher ist es immer gut, mehrere Bilder und Textvarianten zu haben, von denen sich Facebook die effektivste heraussuchen kann.

Geduld

Eine Hand hält eine Armbanduhr, um die vergangene Zeit seit der letzten Kampagne mit neuem Facebook Targeting zu beobachten

Fehler #11: Du ziehst voreilige Schlüsse über die Kampagnenperformance

Facebooks Algorithmus zum Ausspielen der Werbeanzeigen ist ein datenhungriges Biest, das erst nach genug Futter richtig effektiv wird. Mit den ersten Impressionen testet Facebook systematisch, wie und wo deine Anzeige am besten auszuspielen ist, um dein angegebenes Ziel zu erreichen. Facebook macht viele kleine Änderungen die wir nicht sehen, sich aber auf das weitere Ausstrahlen der Kampagne auswirken.

Um diesen Prozess zu unterstützen, ist es in deinem Interesse, Facebook so viele Daten so schnell wie möglich zu geben. Ein Tipp hierfür ist die Fast-Take-Off Methode, bei der du mehr als dein geplantes tägliches Budget zum Beginn der Kampagne ausgibst, um schneller mehr Daten zu generieren.

Dennoch solltest du dir im Klaren sein, dass du mindestens 24 Stunden (bei sehr kleinem Budget auch 48 Stunden) warten musst, bevor du eine Aussage über die Performance der Kampagne treffen kannst. Bleibe also geduldig nach dem Facebook Ads Skalieren und stelle deine Kampagnen nicht vorzeitig ab, weil nicht genug passiert, wenn sie gerade erst ein paar Stunden läuft.

Fehler #12: Du änderst zu viel an der Kampagne in kurzer Zeit

Bei größeren Änderungen an einer Kampagne fängt der Facebook-Algorithmus an neu zu lernen. Wenn du zum Beispiel die Zielgruppe, das Bild oder den Text änderst, muss Facebook erneut anfangen, Daten zu sammeln. Versuch daher, an aktiven Kampagnen so wenige Änderungen wie möglich vorzunehmen.

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Auswertung

Fehler #13: Du guckst gar nicht, oder schaust auf die falschen Metriken

Jedes Unternehmen hat andere Ziele (Wachstum vs. Profitabilität vs. Markenbekanntheit) und diese sollten deine Kampagnentypen bestimmen. Vielmehr geht es hier um die Auswertung der Kampagnenperformance, und welche Zahlen aussagend über den Erfolg einer Kampagne sind.

Hier eine kleine Liste von wichtigen Metriken pro Kampagnentyp:

Außerhalb von Facebook

Ein Mann sitzt vor einem Lapto, auf dem er die Google Analytics seines Onlineshops beobachtet, um den Erfolg seines Facebook Targetings zu beurteilen

Fehler #14: Der Inhalt deiner Zielseite baut nicht auf deine Anzeige auf

In der Konzeption deiner Werbeanzeigen solltest du immer darauf achten, dass die Anzeige auf eine passende Zielseite leitet. Wenn du zum Beispiel ein einzelnes Produkt in deiner Anzeige darstellst, erwartet dein Store-Besucher auch mehr Informationen zu diesem Produkt. Wenn der Klick den Benutzer aber auf deine Shop-Startseite leitet, springt dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ab, weil er nicht direkt findet, was er sucht. Angepriesene Charakteristiken aus deiner Anzeige sollten zudem auch auf der Zielseite schnell wiederzufinden sein.

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Fehler #15: Dein Shop lädt zu langsam oder wird nicht richtig dargestellt

Wie ärgerlich wäre es, wenn du Personen, für deren Klicks du bezahlt hast, wegen langer Ladezeiten wieder verlierst? Fakt ist nämlich, dass bis zu 30 Prozent der Besuchenden die Seite wieder verlassen werden, wenn diese nicht innerhalb von fünf Sekunden geladen hat.

Fast die Hälfte aller Onlineeinkäufe werden heutzutage von mobilen Endgeräten aus getätigt. Die “Mobile-First”-Doktrin ist daher Pflicht. Shopify macht einem das zum Glück sehr einfach, da viele Themes auf mobile Geräte ausgelegt sind. Dennoch rate ich dir, mit so vielen verschiedenen mobilen Geräten wie möglich, deinen eigenen Shop einmal gründlich zu durchstöbern und auf eine reibungslose und angenehme Erfahrung zu achten. Denn genau das sieht ein Großteil deiner Kundschaft - nicht das, was du auf deinem 27-Zoll-Bildschirm siehst, wenn du am Theme herumbastelst 😉

Lesetipp: Finde mit dem Geschwindigkeitsbericht von Shopify heraus, wie schnell dein Onlineshop wirklich ist.

Fehler #16: Du sammelst keine E-Mail-Adressen ein

Eine E-Mail-Liste kann Gold wert sein. Mit der E-Mail einer Person kannst du diese auf mehreren Kanälen langfristig an deine Marken binden. Durch Custom Audiences bist du dabei auch nicht mehr nur auf traditionelle E-Mails beschränkt.

In diesem Leitfaden erfährst du alles über E-Mail-Marketing, wie du deinen Verteiler aufbaust, den richtigen Content aufbaust und die ersten Mails versendest.

Es gibt viele Wege die E-Mail eines Menschen zu erfragen. Hier ein paar Beispiele, die sich auch gut kombinieren lassen.

  1. Lasst uns Freunde sein: Manchmal reicht es schon, wenn du die Person nett bittest, die E-Mail zu hinterlassen um Angebote und Neuigkeiten zu empfangen. Viele bieten hier auch einen Discount auf den ersten Kauf an. (Apps: Klaviyo)
  2. Spin to Win: Diese weitverbreiteten Plugins fordern Personen spielerisch auf, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Hierbei geht es primär um das Sammeln von E-Mail-Adressen. (Apps: Spin-a-Sale, Justuno)
  3. Wo willst du denn hin?: Sogenannte Exit-Intent Popups fordern Personen auf, eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen, bevor sie den Shop verlassen. (Apps: Privy, Sumo)

Mit Instagram Geld verdienen: Die Anzahl deiner Follower ist egal!

Weitere Tipps und Tricks zum Social-Media-Marketing findest du in dem populärsten Artikel des Shopify-Blogs:

Geld verdienen mit Instagram (egal, ob du 1.000 oder 100.000 Follower hast)

Fehler #17: Du nutzt kein Retargeting

Retargeting ist eine der stärksten digitalen Werbemethoden, die uns zurzeit zur Verfügung stehen. Kurz erklärt, sprichst du Menschen, die deine Seite schon besucht haben, erneut an, um sie an dein Angebot zu erinnern. Mithilfe des Facebook Pixels kannst du das Verhalten der Person in deinem Shop als Informationsgrundlage zur Kampagnenerstellung nutzen. Durch Dynamic Ads werden gezielt die Produkte beworben, die sich vorher schon angeschaut wurden. Auch hier ist die Integration zu Shopify nicht schwierig. Apps wie Shoelace können dir das aber auch komplett abnehmen.

Lesetipp: Mit Retention Marketing bindest du bestehende Kundschaft an dich und verkaufst mehr.

Fehler #18: Du trittst mit deiner Kundschaft nicht in den direkten Kontakt

Jeder bekommt heutzutage zu viele E-Mails, und die Effektivität dieses Mediums lässt mit der Zeit nach. Daher ist es umso wichtiger, dass du schon jetzt direkte Kommunikationswege in deine Marketing-Strategie integrierst.

Auch hier macht dir Shopify den Einstieg durch Apps möglichst einfach. Die kostenlose App tawk.to ermöglicht dir zum Beispiel einen Live Chat mit deinen Shop-Besucher:innen. Andere Apps wie ShopMessage benutzen den Facebook Messenger, um Kundschaft zu engagieren und zurückzugewinnen. Alleine die mobile Facebook Messenger App benutzen monatlich über 1,2 Milliarden Menschen aktiv, daher ist dieses Tool eine gute Ergänzung zu jedem Marketing-Setup.

Auf einem Handy wird über den Facebook Messenger die bestehende Kundschaft der Facebook Zielgruppe eines Shopify-Shops kontaktiert, um das Interesse an einem Produkt abzufragen

Fehler #19: Du zeichnest deine Shop-Aktivität nicht auf und wertest diese aus

Neben dem Facebook Pixel kannst du weitere Tracking Pixel in deinen Shop integrieren, um das Verhalten deiner Besucher:innen besser zu verstehen.

Mit diesen Tools kannst du analysieren, wie Personen sich in deinem Shop verhalten, wann sie abspringen und woher sie kommen. Versuche Teile deiner Website oder deines Kaufprozesses zu identifizieren, um heraus zu finden, wo besonders viel abgesprungen wird, damit du diese Abschnitte gezielt optimieren kannst.

Google Analytics ist eines der beliebtesten Tools zum Analysieren von Website-Traffic. Du kannst auswerten, woher Besuchende kommen, welche Werbemaßnahmen am effektivsten sind sowie welche Klickpfade die häufigsten sind. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erfährst du, wie du Google Analytics effektiv benutzt und hier findest du eine Anleitung zur Integration in deinen Shopify Onlineshop.

Hotjar (Screenshot unten) ist ein als kostenlose Version erhältliches Tool, um eine sogenannte Heatmap von deiner Website zu erzeugen. Darin siehst du, wo auf deiner Website vermehrt geklickt wird. Sehr interessant sind auch die Video-Aufzeichnungen vom Verhalten einzelner Personen. Hier findest du Hilfe zum Integrieren von Hotjar in Shopify.

Screenshot der App Hotjar in Benutzung für deutsche Shopify Händler zur Unterstützung des Facebook Targeting

Abschließend

An dieser Stelle möchte ich nochmals betonen, dass das Experimentieren und Iterieren Teil der Lösung ist. Die “Fehler” in diesem Artikel sind hoffentlich Ansatzpunkte, auf die du mit deinen eigenen Tests aufbauen kannst. Viel Erfolg mit den Kampagnen!


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Häufig gestellte Fragen zum Facebook Marketing

Warum Facebook Marketing nutzen?

Facebook ist nach wie vor eine der gefragtesten Social-Media-Plattformen der Welt und auch für Unternehmen eine ideale Anlaufstelle, um auf sich und die eigenen Produkte aufmerksam zu machen. Durch die Anbindung eines Facebook-Shops kannst du sogar deine Produkte in die Social-Media-Plattform einbinden und deine Verkäufe ganz bewusst erhöhen.

Wie einen neuen Facebook-Pixel erstellen?

Facebook-Pixel werden zum Tracking deiner Kampagnen benötigt und sind deshalb notwendig, um festzustellen, welche Stellschrauben gedreht werden müssen, um deine Anzeigenreichweite zu erhöhen. Vor dem Hinzufügen eines Facebook-Pixels brauchst du ein Facebook-Konto und den Facebook-Business-Manager. Jetzt kannst du dein Facebook-Pixel direkt in deinem Kanal erstellen. Klicke dazu im Feld „Pixel einrichten“ auf „neu erstellen“. Eine Liste aller von dir erstellen Pixel findest du unter „Datenfreigabe-Einstellungen“ im Feld „Kunden-Datenfreigabe“. Klicke auf „verbinden“, um dein Pixel an deinen Shop anzubinden.

Was ist Facebook Targeting?

Facebook bietet dir einige Werkzeuge, um deine Zielgruppenansprache zu optimieren. Beim Facebook Targeting wählst du zunächst aus, ob du eine Core, Custom oder Lookalike Audience ansprechen willst. Im Folgenden kannst du diese Facebook Zielgruppen weiter eingrenzen, indem du Regeln für Kriterien wie Demografie,Interessen, Verhalten und die Verbindung der anzusprechenen Personen zu deiner Seite erstellst. Achte darauf, dass du diese Angaben für deine Kampagnen nciht zu häufig wechselst, da bei jeder Facebook Ads Skalierung sih der Algorithmus neu einstellen muss.

Was sind Custom & Lookalike Audiences?

Custom & Lookalike Audiences sind zwei wertvolle Bausteine für das Facebook Targeting. Custom Audiences sind Listen von bestehender Kundschaft und Personen, die mit dir auf Facebook interagiert oder dich auf deiner Webseite besucht haben. Lookalike Audiences bauen auf diesen auf und finden ähnliche Personen wie in der Custom Audience. Im Beitrag haben wir nähere Informationen und Apps verlinkt, die dir den Umgang mit Custom & Lookalike Audiences erleichtern werden.

Wie die Facebook Zielgruppe richtig eingrenzen?

Ob für die Zielgruppengröße 500 oder 5.000.000 Nutzer:innen ein passender Wert ist, hängt stark vom Kampagnenziel ab und lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Wenn du eine Lookalike Audience nutzt, ist eine Zielgruppengröße von 500.000 bis 1,5 Millionen zu empfehlen. Größere Gruppen solltest du nochmals sinnvoll unterteilen, sonst ist dein Facebook Targeting nicht spezifisch genug. Custom Audiences sind meistens kleiner und mitunter auch dynamsich, beispielsweise wenn du die Besuchenden deines Shops der letzten 30 Tage ansprichst.

Wie sieht der passende Anzeigentext für Facebook-Ads aus?

Beim Anzeigentext gilt: Weniger ist mehr. Laut einer Studie sollten Anzeigentexte nicht mehr als 4 bis 20 Wörter enthalten. Um bei einer Anzeige für deine Produkte so viel Text wie möglich einzusparen, solltest du dich nur auf die Vorteile dessen konzentrieren, nicht auf die Produktbeschreibung. Dazu dient das Bild, dass deiner Anzeige anhängt. Dieses muss aussagekräftig genug sein, um die Botschaft deiner Anzeige klar und deutlich rüber zu bringen.

Was ist Smart Audience bei Facebook?

Smart Audience ist ein Synonym für Custom Audiences. Das sind die Menschen, die in irgendeiner Weise schon einmal mit dir und deinem unternehmen agiert haben, z.B. indem sie einen Beitrag bei Facebook geliket oder deine Webseite besucht haben. Du kannst dir Custom Audiences bauen, um dich noch einmal mit diesen Menschen zu verbinden.

Wie groß sollte die Zielgruppe bei Facebook sein?

Facebook-Zielgruppen können unterschiedlich groß sein und z.B. auch nur 20 Personen beinhalten. Bei der Anzeigenschaltung wird Facebook dir anzeigen, ob deine Zielgruppe gut definiert oder zu spezifisch bzw. zu weit gefasst ist. Wenn du eine Lookalike-Audience nutzt, um neue Menschen auf deine Produkte aufmerksam zu machen, solltest du eine Größe zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Nutzern auswählen.

Was ist detailliertes Targeting?

Über detailliertes Targeting kannst du innerhalb der Anzeigenschaltung deine Zielgruppe weiter einschränken und nach demografischen Angaben, Verhaltensweisen oder Interessen eingrenzen. So kannst du für deinen Interior-Shop beispielsweise vor allem Menschen antreffen, die auch bei konkurrierenden Shops einkaufen oder sich besonders für Inneneinrichtung interessieren. Facebook gibt dir Vorschläge, sobald du mindestens einen Begriff in das Textfeld eingibst.

Which method is right for you?Über den Autor: Luis Huegel ist Shopify Partner und digitaler Entrepreneur. Er hat als Head of Product bei Looga eine App entwickelt, die Shopify-Händlern beim Facebook Targeting hilft.