Mit Etsy und Shopify: Wie eine Hamburger Unternehmerin nach dem Ende von DaWanda einen Neustart hinlegt

Mit Etsy und Shopify: Wie eine Hamburger Unternehmerin nach dem Ende von DaWanda einen Neustart hinlegt

Feb Factory Hamburg - Shopify.de

Nach einer gestalterischen Laufbahn und 13 Jahren im Verpackungsdesign hatte es Daniela Hornung satt. Mit einer Menge Ideen in petto machte sich die Hamburgerin auf in die Selbständigkeit und eröffnete 2011 mit Feb Factory ihren ersten DaWanda-Shop: ein Designstudio für Papeterie.

Ende des Monats schließt DaWanda nun, doch Danielas Traum vom eigenen Shop lebt weiter und wird mithilfe von Etsy und Shopify auf das nächste Level gebracht: E-Commerce mit einem eigenen Onlineshop.

Welchen Herausforderungen sie sich im Aufbau des neuen Shopmodells stellt, warum Etsy neben Shopify zumindest für den Anfang Sinn macht und weshalb die Schließung von DaWanda schlussendlich ein Segen für sie ist, das hat Daniela uns im Interview verraten.

Ich kann jetzt bei Shopify all das realisieren, was ich weder bei DaWanda noch bei Etsy kann.

Migration zu Shopify und Etsy

Sie verkaufen mit Feb Factory über DaWanda individuell zusammengestellte Alben. Wie hat alles angefangen?

Daniela Hornung von Feb Factory Ich habe eine ganz klassische Laufbahn gemacht. Es fing an, als meine Schwester zur Einschulung ihrer kleinen Tochter, ein Freundebuch gesucht hat. Sie rief mich an und sagte: “Dani, guck mal in Hamburg. Hier sind sie alle so schrecklich.” Ich sagte: “Ja, kein Problem”, bin losgelaufen und habe mich so erschrocken, denn ich fand alles, was ich sah, ganz furchtbar. Ich fand die Fragen furchtbar, ich fand die Illustrationen furchtbar – ich war damit einfach nicht glücklich.

Da ich aus dem gestalterischen Bereich komme – ich habe Industriedesign studiert und 13 Jahre lang in einer Agentur für Verpackungsdesign gearbeitet – dachte ich, das kann ich doch selber machen!

Nicht alle DaWanda-Händler gehen auch zu Etsy: Lesen Sie hier, warum eine Unternehmerin aus dem schwäbischen Markt Wald komplett auf Shopify setzt.

Sie haben sich also aus der Not heraus selbst ans Basteln gesetzt?

Genau. Ich habe mir Fragen ausgedacht. Illustration kann ich zwar nicht, da hab ich auf gutes Stockmaterial zurückgegriffen und habe meiner Nichte ein eigenes Freundebuch fertiggestellt, das ich noch mit der Hand genäht habe.

Das Mädchen hat sich tierisch gefreut und so ging es los. Dann hat es eine Freundin gesehen und sagte: “So eins möchte ich auch”. Auch das Zweite habe ich noch mit der Hand genäht. Dann wollte die kleine Schwester eins für den Kindergarten, also habe ich eins für den Kindergarten gemacht und so ging es immer weiter.

Irgendwann war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mir dachte: Jetzt lohnt es sich, sie drucken zu lassen. Ich fing mit einer 40-Stück-Auflage an. Im Nachhinein ist die kleine Menge echt süß, aber schließlich weißt du ja nicht, wie es läuft und ankommt.

Dann kam irgendwann meine kleine Nichte und sagte, dass die Familie da aber nicht reinschreiben soll, weil es “total uncool ist”. Natürlich. So sollte die Familie ein eigenes bekommen. Gesagt, getan. Ich setzte mich dran und machte die erste Auflage für die Familie mit ganz anderen Fragen fertig. Auf diese Weise hat sich das stets auf Anfrage weiterentwickelt und die Produkte vermehrten sich.

Lesetipp: Weitere Erfolgsgeschichten von Shopify-Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie hier.

Woher kam die Idee, sich bei DaWanda anzumelden und ein skalierbares Produkt daraus zu machen?

Von DaWanda hat mir eine Freundin erzählt. 2011 waren die noch gar nicht so bekannt. Zuerst hat sie mir Etsy vorgeschlagen. Ich schaute es mir an, doch habe keinen großen Gefallen daran gefunden. Es war ein amerikanisches Unternehmen und sah ziemlich komplex aus. Und da ich nur ein paar Produkte hatte, brauchte ich gar nicht die vielen Mechanismen und Statistiken.

Und dann gab es DaWanda. DaWanda war ein deutsches Unternehmen, ein vergleichsweise kleineres Portal und ich fand den Gedanken schöner, es zu unterstützen.

Um den nächsten Schritt  zu testen, habe ich zunächst auf Designmärkten begonnen und verkaufte die wenigen Produkte, die ich hatte. Vor Ort kam immer wieder die Frage, ob und wo man denn meine Produkte online erwerben könnte. Daraufhin habe ich angefangen nach Möglichkeiten zu suchen und habe ausgekundschaftet, welche Marktplätze es gibt. So bin ich mit Feb Factory bei DaWanda gelandet.

Von DaWanda zu Shopify zu wechseln, ist jetzt ganz einfach mit der neuen DaWandify Migrations-App.

Aha, da gibt es einen Bedarf.

Mit den sechs Büchern, die ich hatte, habe ich 2011 Feb Factory eröffnet. Irgendwann äußerten meine Kunden Extrawünsche: “Ich hätte aber gerne kein grünes, sondern ein blaues Cover, außerdem möchte ich gerne mehr Seiten haben.” Ich fand es so schön, dass ich mit den Kunden eine direkte Rückkopplung hatte, die mich merken ließ: “Aha, da gibt es einen Bedarf.”

Daraufhin machte ich mir Gedanken, wie ich diese Produktidee am schlauesten angehe und habe angefangen, die Freundebücher als Einzelseiten zu gestalten. Somit hatten die Kunden die Möglichkeit, ein beliebiges A5-Album zu kaufen, das es im Handel gibt und die Einzelseiten dort abzuheften. Natürlich habe ich auch selbst Alben zum Verkauf angeboten.

Auf diese Weise konnten die Kunden die Alben mit Seiten für Mädchen, für Jungs, für den Kindergarten, für die Familie, ja sogar für Lehrer bunt mischen. Der Grundgedanke war, dass der Ordner  bei den Kindern bleibt und nur die Seiten weggegeben werden. Und das hat sich als ein wahnsinniger Vorteil herausgestellt, denn viele Bücher gehen verloren oder werden beschmutzt.

Oft ist es so, wenn du die Bücher hast, sie aber ständig nur weggibst, dann hast du als Buchbesitzer nicht wirklich etwas davon. Mit den Einzelseiten ergaben sich viele kleine Vorteile aus der gewonnenen Flexibilität. Bis heute ist das immer noch ein Bestseller.

Jedes Mal, wenn es ein Problem gab, war danach alles besser.

Als meine beste Freundin heiratete, habe ich mich an ein Gästebuch herangewagt. Ich wollte gerne ein quadratisches, denn das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Bei meiner Onlinesuche habe ich tatsächlich nur einen einzigen Anbieter gefunden. Von ihm nahm ich sehr viel Bestand auf, doch irgendwann hieß es, die werden nicht mehr produziert.

Das war natürlich ein Rückschlag, doch bis dato lief es so: Jedes Mal, wenn es ein Problem gab, war danach alles besser. Darum bin ich im Moment auch ganz entspannt, was die DaWanda-Schließung betrifft.

So habe ich angefangen, die Alben selber produzieren zu lassen und es war gar nicht so schwer, wie zuvor gedacht. Ich arbeite nebenbei in einem Verlag, dadurch haben wir viel Kontakt zu Druckereien. Mein Gedanke war, dass Alben eigentlich bloß Bücher ohne Inhalt mit zwei Löchern für die Mechanik sind. Daher brauchte ich nur jemanden, der die Buchdecken macht.

Und so bin ich auf einen kleinen Hersteller gekommen, der ebenfalls in Hamburg sitzt. Seitdem produziert er für mich die Albumdecken. Ich habe mir eine Federschlagpresse und Mechaniken zugelegt. So bekomme ich praktisch die flachen Alben geliefert, stanze da die Mechaniken rein und hefte die gewünschten Seiten dazu ein.

Albumdecken Feb Factory - shopify.de

Feb Factory setzt auf Albumdecken in allerhöchster Qualität.

Wie läuft es inzwischen in der Produktion? Die Albumdecken lassen Sie produzieren. Wird alles andere in Handarbeit gemacht?

Genau. Das, was ich nicht kann, lasse ich machen, denn ich habe weder die Maschinen noch den Platz, um die Decken herzustellen.

Die Personalisierung mache ich hier vor Ort. Das heißt, ich habe einen Schneidplotter, ich nutze Folien für die Beschriftung, beklebe sie nach Vorgabe der Kunden und je nachdem, was der Wunsch ist, stelle ich die benötigte Anzahl an Einzelseiten zusammen und verschicke das fertige Album.

Wie wird man von der Hobbybastlerin zum Entrepreneur?

Ich habe in der Agentur aufgehört, weil ich irgendwann an einen Punkt kam, an dem ich nicht weiterkam. Ich hatte den Kopf voller Ideen, doch meine Vorschläge wurden nicht wirklich angenommen, denn dort waren sie eher konservativ.

Ich wollte aber kreativ sein, ich wollte Neues schaffen, konnte es dort aber nicht ausleben. Ich habe relativ lange mit der Idee gespielt mich selbständig zu machen, bin vom Typ her jedoch nicht unbedingt die Selbständige.

Feb Factory mit DaWanda war ein Selbstläufer. Ich habe es nicht forciert. Es lief einfach gut, die Nachfrage war immer da und die neuen Produktideen kamen gut an.

Ich habe es zunächst parallel zu meinem Job in der Agentur gemacht, denn am Anfang habe ich vielleicht 200 Euro im Monat erwirtschaftet. Davon hätte ich niemals leben können. In der Agentur bin ich aber stets transparent damit umgegangen, dass ich ein Business nebenbei pflege.

Als ich mich dann doch selbständig machte, hatte ich drei Standbeine, da ich nicht wusste, mit welcher Unternehmensstrategie ich überleben kann. Ich hatte zum einen eigene Grafikkunden, die ich betreut habe. Zum anderen habe ich als freie Mitarbeiterin gearbeitet und das mache ich bis heute noch, ca. 15 Stunden pro Woche bin ich im Verlag. Das dritte Standbein war der DaWanda-Shop. Der Gedanke war: Aus den drei Strategien muss eine gute Mischung entstehen, damit es zum Leben reicht.

Und im Laufe der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass der DaWanda-Shop doch Ihren Fokus verdient?

Ja, genau. Weil es eben das war, was mir am meisten Spaß gemacht hat. Das, was ich damals so vermisst habe und was ich jetzt bei Feb Factory so wundervoll finde, ist, dass ich mir die Produkte  ausdenken kann und alle Werkzeuge habe, um sie auch wirklich umzusetzen.

Dadurch, dass ich flexibel bin, kann ich viele Nischenprodukte anbieten. Wenn die Kunden oder ich selber etwas vermisse, das es so noch nicht gibt, kann ich schnell reagieren und es anbieten. Ich mache es meistens so, dass ich die Erstauflage klein halte und da sind Onlinedruckereien, was den Preis betrifft, einfach unschlagbar. Das ist so wundervoll, weil man mit kleinen Auflagen (ca. 30–40 Produkte) erstmal testen kann, wie es überhaupt ankommt. Denn nicht alles, was ich mir ausdenke, funktioniert. Manchmal bin ich die Einzige, der es gefällt (lacht).

Feb Factory

Einzelseiten für Freundebücher - eine innovative Idee von Feb Factory.

Für welche Verkaufsstrategie haben Sie sich entschieden?

Bei DaWanda kannst du die Produkte im eigenen Shop nicht wirklich teasern. Im Großen und Ganzen kannst du da nicht einmal deine Produkte erklären und ich habe viele neue Produktideen, die erklärungsbedürftig sind. Wie zum Beispiel die Freundeseiten - denn das Prinzip der Einzelseiten gibt es nicht im Handel und ist somit für die Kunden erst einmal unverständlich.

Mit meinem neuen Shopify Shop habe ich die Möglichkeit, meinen Kunden die Produkte zu erklären.

Das ist unter anderem auch eine Sache, auf die ich mich in meinem neuen Shopify Shop freue, weil ich dann endlich die Möglichkeit habe, meinen Kunden den Hintergrund und die Funktionsweise zu erklären. Im Moment müssen sie bei DaWanda gezielt nach mir suchen.

Jetzt ist DaWanda passé. Wie war Ihre erste Reaktion bezüglich der Schließung der Plattform?

Die allererste Reaktion war: Schock. Ich hatte Feb Factory nur bei DaWanda und keinen eigenen Shop. Im März 2018 bin ich in mein neues Studio umgezogen, da ich vorher alles zu Hause gemacht habe und es einfach zu eng wurde.

Zwar ist es kein physischer Laden, sondern Werkstatt und Lager für mich und es soll auch kein physischer Laden werden. Ich genieße die Unabhängigkeit sehr, einfach mal nicht da zu sein und mich nicht an Öffnungszeiten zu halten.

Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

Ich hatte also nur den DaWanda-Shop und dieser drohte, bald nicht mehr zu existieren. Es gibt ein Zitat von Buddha, es lautet: “Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

Ich wusste, ich kann DaWanda nicht vor der Schließung retten, also muss ich da anders herangehen. Damals hatte ich bereits seit zwei Jahren, wenn nicht sogar länger, mit der Shopify-Idee gespielt. In meinem Kopf war der gesamte Onlineshop schon längst fertig.

Warum haben Sie sich vorher nicht getraut, den eigenen Onlineshop aufzumachen?

Was heißt nicht getraut, es lief einfach gut, auch ohne eigenen Onlineshop. Es war alles so schön einschätzbar. Ich wusste ungefähr, was ich im Monat bei DaWanda verkaufe und war damit zeitlich gut ausgefüllt. Es bestand keine Notwendigkeit.

Vor zwei Jahren habe ich angefangen, die Hochzeitsalben mit Fragen zu produzieren und das sind auch diejenigen, die am besten funktionieren. Das brachte mir eine Umsatzsteigerung von 40 Prozent.

Diese zusätzliche Nachfrage konnte ich kaum stemmen. Und dadurch, dass ich noch zu Hause gearbeitet habe, wollte ich auch niemanden einstellen. Ich hatte also nie Zeit, die Shopify-Idee wirklich umzusetzen und jetzt bin ich zum Glück gezwungen, es endlich zu machen.

Sie haben sich für Shopify als Shopsystem entschieden. Warum?

Ich habe mir unterschiedliche Systeme angeguckt. WordPress stand im Raum bzw. WooCommerce. Die Lösung fand ich aber nicht so schön.

Also habe ich beschlossen hintenrum an die Sache heranzugehen. Dafür habe ich mir Shops online gesucht, die mir optisch und vom Aufbau her gefallen haben. Daraufhin habe ich geprüft, welches Shopsystem sie verwenden und es war immer Shopify. Insbesondere hat mir der Onlineshop des amerikanischen Taschenherstellers, WP Standard, gefallen.

Da wusste ich: Shopify wird's!

WP Standard

Ich prüfte, welches Theme sie nutzen und setzte anhand dessen mit InDesign die Aufmachung mit meinen Produkten um. Es sah toll aus. Da wusste ich, Shopify wird's werden. Ich habe meinem Shopify-Experten Patrick Rosenblatt den Shop geschickt und habe gesagt, so will ich den haben!

Sie haben sich neben Shopify auch für Etsy entschieden. Warum macht beides für Sie Sinn?

Etsy zu verwenden, ist insofern sinnvoll, als dass sehr viele Kunden von mir automatisch von DaWanda mit zu Etsy gehen werden. Außerdem glaube ich, dass Feb Factory zumindest am Anfang über meinen Shopify Shop nicht das erreichen wird, was es über einen öffentlichen Marktplatz erreichen kann.

Dadurch dass ich zum Beispiel hier die Miete im Büro als Fixkosten habe und ich noch nicht weiß, wie was funktioniert, streue ich lieber ein bisschen weiter. Langfristig werde ich aber versuchen, die Kunden für den Wiederkauf auf meinen Onlineshop zu lenken.

Darüber hinaus propagiert DaWanda Etsy als die Alternative aktuell sehr und verweisen ihre Kunden konkret auf den Marktplatz. Es gibt inzwischen so einige Plattformen, die versuchen von der DaWanda Insolvenz zu profitieren und Etsy Konkurrenz zu machen.

Bisher sahen aber alle anderen DIY-Plattform-Anbieter nicht wirklich wettbewerbsfähig aus, denn sie werden vermutlich an ähnliche Grenzen stoßen wie DaWanda auch.

Wie fühlen Sie sich nun als Eigenmarke?

Ich bin sehr gespannt und ich freue mich wahnsinnig auf den Launch von Feb Factory mit Shopify. Ich hoffe, dass es weiterhin so gut läuft wie jetzt, damit ich noch ein bisschen mehr wachse.

Im Moment hilft meine Schwester mit, da ich es alleine nicht mehr stemmen kann. Mein Wunschteam habe ich schon im Kopf und sobald der Webshop läuft, will ich mehr meiner Ideen umsetzen, denn das kommt aktuell noch zu kurz.

Im Moment bin ich noch sehr mit dem operativen Geschäft beschäftigt und für mein Wunschteam brauche ich eine gewisse Konstanz, sodass ich die Leute nicht nur für einige Wochen beschäftige. Und das erhoffe ich mir auch von Shopify.

Feb Factorys neuer Shopify Store

Viele überlegen sich mit der Schließung von DaWanda, welche Strategie sie nun fahren sollen. Was würden Sie ihnen empfehlen? Etsy oder doch einen eigenen Onlineshop?

Ich kann jetzt bei Shopify all das realisieren, was ich weder bei DaWanda noch bei Etsy kann.

Wenn du deinen eigenen Onlineshop hast, bist du viel flexibler in der Umsetzung. Ich kann jetzt bei Shopify all das realisieren, was ich weder bei DaWanda noch bei Etsy kann. Sowohl bei Etsy als auch bei DaWanda bin ich an viele Systemvorgaben und auch an die Marketingstruktur gebunden.

Für richtige Hobbybastler, die kein skalierbares Produkt haben (wollen), ist Etsy wahrscheinlich praktischer, denn man verspürt nicht so einen Druck wie beim eigenen Onlineshop. Du hast auch andere Kosten, denn du zahlst nur dann, wenn du etwas verkaufst.

Aber es ist auch eine Persönlichkeitssache. Jeder muss seinen individuellen Weg finden. Oft ergeben sich Möglichkeiten, die man in so einem Plan nicht bedacht hat.

Am Anfang habe ich die Produkte aus Asien bezogen. Jetzt bin ich die Einzige in Deutschland, die sie herstellt.

Ich konzentriere mich gerne auf Details, was auch mein Alleinstellungsmerkmal widerspiegelt. Als ich mit den quadratischen Alben angefangen habe, wurden diese noch in Asien produziert - alle einzeln in Plastik verpackt. Das hatte mich schon immer gestört, aber ich hatte nicht das Gefühl, etwas dagegen tun zu können, weil  ich gar nicht an die Möglichkeit gedacht habe, sie selbst zu produzieren. Jetzt bin ich die Einzige in Deutschland, die sie herstellt - komplett plastikfrei.

Auf DaWanda suchen die Leute im Moment gezielt nach mir, d. h. nach meinen Alben, denn für die meisten ist es eher eine Do-It-Yourself-Plattform. Daher glaube ich, dass ich sie auf Shopify besser verkaufen kann, als über Etsy, da ich über die organische Suche mit diesem USP besser gefunden werden kann.

Hätten Sie den Schritt zu Shopify im Nachhinein gerne eher gemacht?

Ich glaube, jetzt ist der absolut richtige Zeitpunkt (lacht).

Nein, Spaß bei Seite. Ich habe mir vorher ja schon sehr lange darüber Gedanken gemacht und ich habe einen dicken Ordner mit all den Ideen für Shopify, die ich niedergeschrieben habe und jetzt endlich umsetzen kann.

Von Schriftarten bis zum Aufbau, Navigation – das komplette Konzept eben. Ich hätte auch schon früher beginnen können, aber allein zeitlich hätte ich es nicht eher geschafft.

Viele empfinden bezüglich der DaWanda-Schließung Angst vor der Umstellung. Was würden Sie ihnen raten?

Man sollte einfach mal machen.

Du kannst die Vergangenheit nicht ändern. Darum braucht man dem auch nicht nachzutrauern. Ich glaube, das Problem ist eher, dass die Leute zu viel denken und zu wenig machen. Man sollte einfach mal machen.

Die Negativität wird sich immer mitziehen und man wird nie zufrieden sein, wenn man alles versucht zu zerdenken. Starte jetzt, starte klein, man kann heutzutage so perfekt klein starten.

Starte jetzt, starte klein!

Und hab keine Angst vor Ideenklau, denn das hab ich mir oft anhören müssen. “Dani, hast du nicht Angst, dass die Leute das nachmachen?”. Ich antwortete dann nur: “Dann mach ich halt das Nächste”. (lacht)

Die Angst vor Ideenklau kann für viele eine sehr große Hemmschwelle sein. Natürlich muss man den Markt im Blick behalten. Hin und wieder sehe ich  auch mal Sachen, die eins zu eins von mir übernommen wurden. Ich habe meine Marke eintragen lassen, was insbesondere für den neuen Shopify Shop wichtig ist. Aber wegen jeder Kleinigkeit sollte man sich nicht stressen lassen.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke von Shopify?

Ich habe mich durch den Shopify-Admin durchgeklickt und fand den Aufbau sehr logisch und intuitiv. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, ich könnte damit nicht umgehen. Langfristig habe ich jemanden, der den Shop für mich organisatorisch betreuen wird, sodass ich mich voll und ganz auf die Feb Factory konzentrieren kann.

Die nächsten Schritte werden zunächst so aussehen, dass ich Fotos mache und Texte schreibe. Außerdem muss ich einen logischen Aufbau konzipieren und bestimmen, was ich teasern will. Ende des Monats starte ich mit dem neuen Shopify Shop durch - endlich!

Wie das richtige Setup für Ihren Onlineshop gelingt, steht in unserem Shopify Schnellstart-Guide!

Wie finde ich einen seriösen Shopify Experten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz? 

Geben Sie in dieser Suchmaske Ihre Stadt oder Ihr Land ein und schauen Sie sich die Profile und Referenzen der Experten an. (Hier sind die Ergebnisse für Deutschland, Österreich und die Schweiz.) Sie finden garantiert einen passenden!

Hinweis: Es ist möglich, dass sich nicht jeder Experte für alle drei Länder (bzw. für jede Stadt) eingetragen hat. Es kann sich also durchaus lohnen, einen Experten aus Deutschland anzuschreiben, auch wenn Sie in Österreich oder der Schweiz angesiedelt sind. 


Starten Sie Ihren eigenen Onlineshop mit Shopify!

14 Tage lang kostenlos testen—keine Kreditkarte erforderlich.


Which method is right for you?Über die Autorin: Inara Muradowa ist Shopify Partner, SEO-Expertin und Corporate Blogger. Neben technischer Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung steht sie Unternehmen mit Konzeption und Verfassen von professionellen Blogposts tatkräftig zur Seite.

Starten Sie Ihren kostenlosen 14-tägigen Shopify-Test