E-Mail-Marketing leicht gemacht: Wie Sie in 6 Schritten einen E-Mail-Verteiler aufbauen

E-Mail-Marketing leicht gemacht: Wie Sie in 6 Schritten einen E-Mail-Verteiler aufbauen

Build an email list | Shopify Retail blog

Die Welt ist ja schon jetzt komplett voll mit Blogs, Social-Media-Kanälen und YouTube-Videos. Da erscheint es für neue und kleine Unternehmen fast aussichtslos, noch irgendwie Aufmerksamkeit in der richtigen Zielgruppe zu generieren.

Obwohl es im Internet zweifellos dieses Überangebot an Content gibt, gibt es noch immer einen Kanal, über den Sie (und Ihr Unternehmen) Ihre Zielgruppe passgenau und direkt ansprechen können.

Allerdings ist es nicht immer leicht, diesen direkten Draht zu Ihren Kunden auszubauen - was ihn umso wertvoller macht.

Wir reden natürlich über die E-Mail-Adressen Ihrer potenziellen und bereits existierenden Kunden.

Dank E-Mails können Sie direkt vor den Augen Ihrer Kunden auftauchen und müssen nicht darauf warten, dass diese Sie finden. Auf diese Weise können Sie potenzielle Kunden daran erinnern, dass es Sie gibt, und bereits existierenden Kunden weitere Angebote machen, beispielsweise exklusiven Content oder Coupons und Deals.

E-Mail ist zudem ein perfektes Medium, um die Kundenbindung aufzubauen und die Beziehung zu vertiefen. Durch diese gefühlt persönliche Beziehung fühlen sich Kunden gehört, verstanden und wert geschätzt. So schaffen Sie loyale Kunden, die nicht nur bei Ihnen einkaufen, sondern auch zu echten Fürsprechern werden. 

Bauen Sie Ihre eigene E-Mail-Liste auf: 6 Schritte, wie man von einem leeren Posteingang zu einer robusten Abonnenten-Liste gelangt

Aber nicht vergessen: Es ist nicht so leicht, an E-Mail-Adressen zu kommen. Wie kommt man also an eine Liste potenzieller Käufer und qualifizierter Leads?

Beginnen Sie mit diesem Sechs-Schritte-Prozess, der Ihnen helfen wird, die Liste Ihrer Abonnenten zu vergrößern, sodass Sie diesen Menschen Nachrichten direkt in die Inbox schicken können.

Schritt 1: Richten Sie Ihre Systeme ein

Bevor Sie einen E-Mail-Verteiler aufbauen können, benötigen Sie einen Ort, an dem Sie die Adressen aufbewahren. Nachfolgend einige Elemente, die eine gut funktionierende E-Mail-Marketing-Maschinen enthalten sollte:

  • Ein E-Mail-Management-System (EMS) wie MailChimp, Aweber, ConvertKit oder ActiveCampaign. Jedes System hat Vor- und Nachteile. Welches Sie auswählen sollten, hängt davon ab, wie viele Abonnenten Sie anstreben (und wie viele Sie schon haben) und was für Kampagnen Sie gestalten wollen.

  • Ein POS-System, das Sie in Ihr EMS integrieren können.

  • Ein Sign-Up-Formular für Ihre E-Mail-Liste, das Sie mit dem EMS Ihrer Wahl erstellen können sollten.
  • Opt-in-Formulare oder spezielle Seiten auf Ihrer Website, Orte, an denen sich Ihre Visitors für Ihren Verteiler anmelden können. Einige EMS-Systeme helfen Ihnen, Formulare zu erstellen, die Sie in Ihre Website integrieren können. Sie können allerdings auch Drittanbieter-Plugins und -Systeme wie LeadPages oder Thrive Leads verwenden, die Ihnen bei der Erstellung, Einbettung und Verwaltung Ihrer Opt-In-Formulare helfen.

Vergewissern Sie sich, dass alle Elemente Ihres Systems vollständig integriert sind und ordnungsgemäß funktionieren, bevor Sie damit loslegen, weitere Abonnenten zu generieren. Schicken Sie eine Test-E-Mail und abonnieren Sie Ihre E-Mails genau so, wie ein regulärer Abonnent das machen würde. So garantieren Sie, dass alles reibungslos funktioniert.

Schritt 2: Präsentieren Sie Abonnenten gute Gründe

Build your email list | Shopify Retail blogE-Mail-Adressen sind wertvoll, weil sie direkten Zugang ins Postfach bieten. Sie sind wichtige persönliche Informationen - deshalb sind Leute nicht unbedingt geneigt, diese Informationen herauszugeben, es sei denn, es gibt einen zwingenden Grund, dies zu tun.

Das Aufbauen einer E-Mail-Liste beginnt damit, einen guten Grund herauszuarbeiten, warum Ihnen jemand seine E-Mail-Adresse geben sollte.

Warum sollte jemand diese Informationen weitergeben? Was haben Abonnenten davon? Warum sind Ihre E-Mails so wichtig, dass man sie unbedingt im Posteingang haben will?

Beantworten Sie diese Fragen, indem Sie die Bedürfnisse, Wünsche, Probleme und Herausforderungen Ihrer Zielgruppe berücksichtigen. Wenn Sie einen Wunsch erfüllen, ein Bedürfnis befriedigen oder ein Problem lösen können, dürfte das ein zwingender Grund für jemanden sein, Ihnen die Adresse zu geben.

Um das zu erreichen, sollten Sie versuchen, Ihre Idealkunden so gut wie möglich zu verstehen. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihren idealen Kunden finden und Käuferpersönlichkeiten für Ihren Laden entwickeln können.

Schritt 3: Tauschen Sie zwei Werte gegeneinander

Kate Spade Saturday lead magnet for email list | Shopify Retail blogAuch wenn Sie eine gute Antwort gefunden haben auf die Frage "Warum soll ich euch meine E-Mail-Adresse geben?", benötigt Ihre Zielgruppe womöglich noch einen weiteren Ansporn.

Deshalb bieten Sie einen weiteren Wert im Tausch gegen etwas Wertvolles. Machen Sie Ihrem Publikum also ein Angebot, damit dieses nicht alleine etwas gibt in dieser Situation.

Anreize dafür, sich für Ihre E-Mails anzumelden, werden oft als "Lead Magnets" bezeichnet (wie in dem Kate-Spade-Beispiel oben).

Ein guter Lead Magnet sollte etwas sein, was Menschen wirklich wollen. Das bedeutet, dass er ein Problem lösen sollte, etwas lehren sollte, was Menschen lernen wollen, oder den Empfängern etwas geben sollte, das sie nicht schon haben.

Hier sind einige Ideen für Ihren Lead Magnet:

  • Spezielle Coupons oder Rabattcodes für Ihre Produkte.

  • Mitgliedschaft in einer VIP-Gruppe oder einer anderen exklusiven Community, wo sie sich mit anderen Kunden austauschen können, spezielle Angebote erhalten und Produktvorschauen erhalten.

  • Kostenlose Proben oder eine Möglichkeit, Produkte vor dem Kauf auszuprobieren.

  • Exklusiver Zugang zu Inhalten, die niemand sonst erhält (z.B. Insider-Informationen, Zugang zum "Backstage"-Bereich oder zu speziellem Content auf Ihrer Website, Videos oder Ähnliches, die wirklich nützlich sind).

Ihr Lead Magnet sollte als Teil Ihres Opt-in-Formulars angeboten werden - das heißt, dass Sie ebenfalls einen guten Call-to-Action benötigen, bzw. erklären sollten, was Ihre Kunden tun sollten, um das unschlagbare Angebot zu erhalten.

Um einen effektiven Call-to-Action (oder CTA) zu erstellen, können Sie diesen bewährten Methoden folgen:

  • Verwenden Sie ein klares Messaging. Die Leute müssen genau wissen, was Sie im Austausch für ihre E-Mail-Adresse anbieten.

  • Seien Sie fokussiert. Ihr CTA (und das Angebot selbst) sollten eine Lösung für genau ein spezielles Problem bieten.

  • Machen Sie‘s nicht komplizierter, als es ist. Idealerweise können Sie Ihr Angebot in nur einem Satz beschreiben. Ihr CTA kann aus nur ein paar Wörtern bestehen: "Holen Sie sich Ihren Coupon", "Gib mir einen VIP-Zugang" oder "Melden Sie sich an für unschlagbare Angebote" sind prägnant und auf den Punkt gebracht.

Schritt 4: Laden Sie Leute ein, die Sie bereits kennen

Invite contacts to your email list | Shopify Retail blogEs ist Zeit, endlich Personen zu Ihrer E-Mail-Liste hinzuzufügen. Bevor Sie versuchen, Fremde davon zu überzeugen, sich bei Ihnen anzumelden, sollten Sie zuerst die Leute einladen, die Sie bereits kennen.

Sie finden potenziell Interessierte an folgenden Orten:

  • Ihre aktuelle Kundendatenbank. Durchforsten Sie Ihr Kassensystem oder alte Online-Bestellungen und kopieren Sie alle E-Mail-Adressen von Kunden in eine Liste. Wenn Sie solche Kontaktinformationen bislang nicht gesammelt haben, beginnen Sie jetzt damit.
  • Ihr bestehendes Netzwerk von Influencern und Partnern. Business-Kontakte sind vielleicht nicht Ihr idealer Zielmarkt, wenn es um Kunden geht, trotzdem können Sie Influencer und Partner nutzen, um im Gespräch zu bleiben. Wenn diese Partner regelmäßig Ihre E-Mails erhalten, bedeutet dies, dass diese häufiger an Sie denken.
  • Ihre Freunde und Familie und andere enge Unterstützer. Wer unterstützt Sie bereits? Laden Sie diese Menschen ein, Teil der E-Mail-Liste zu werden, die Sie aufbauen.

Jetzt gibt es allerdings einen richtigen und einen falschen Weg, Leute Ihrer Liste hinzuzufügen.

Fügen Sie niemals Leute Ihrer E-Mail-Liste hinzu, ohne sie zuerst zu fragen! Geben Sie allen immer die Möglichkeit, sich selbst für Ihre E-Mails anzumelden. Das gilt für alle (inklusive Ihrer Freunde, Eltern und Haustiere).

Leuten ungebeten Marketing-E-Mails Ihres Geschäfts zu schicken, kann nicht nur dazu führen, dass diese sich umgehend abmelden, sondern auch dazu, dass man Ihre E-Mails als Spam markiert.

Das mindert den Wert Ihres Verteilers und kann es sogar schwieriger machen, in den Posteingängen (und nicht den Spam-Filtern) von zukünftigen Abonnenten zu landen, die eigentlich von Ihnen hören wollen.

Jetzt wird‘s also wichtig. So laden Sie die Leute dazu ein, sich bei Ihnen anzumelden:

  1. Laden Sie die Leute persönlich ein und zwar auf dem Kanal, den diese bevorzugen, sei es E-Mail, Social Media, Chat-Apps oder was auch immer.

  2. Sagen Sie ganz offen, dass Sie einen Verteiler für Ihr Unternehmen aufbauen und die Personen einladen, sich einzutragen.

  3. Erklären Sie, was Ihre Abonnenten davon haben. (Und ja, das sollten Sie auch bei Menschen tun, die Sie gut kennen!) Wird es einen Rabatt für Freunde geben? Kostenlose Produkte? Zugriff auf ganz spezielle Inhalte? Erklären Sie ganz konkret, welchen Gegenwert Ihre Abonnenten erhalten.

  4. Holen Sie sich die explizite Erlaubnis, Ihre Bekannten in Ihren Verteiler aufzunehmen, oder versenden Sie einen Link, sodass diese sich selbst eintragen können.

Zusätzlich können Sie Ihre Freunde bitten, den Link weiterzuleiten. Das ist ein guter Trick, Ihre Reichweite zu vergrößern, noch bevor Sie die ersten offiziellen Links verschickt haben.

Schritt 5: Werbung, Werbung, Werbung

Fassen wir mal kurz zusammen, was bislang passiert ist:

  1. Sie haben Ihre Systeme eingerichtet und getestet.
  2. Sie haben Formulare und Webseiten eingerichtet, sodass man sich auf Ihrem Verteiler eintragen kann.
  3. Sie haben definiert, warum sich die Leute bei Ihnen anmelden wollen. Dazu haben Sie sich überlegt, welcher Lead Magnet attraktiv sein könnte im Austausch für die E-Mail_Adressen Ihrer potenziellen Kunden.
  4. Sie haben Menschen eingeladen, zu denen Sie bereits eine Verbindung hatten, und haben diese gebeten, die eigenen Freunde einzuladen.

Jetzt sind Sie bereit, Ihren Verteiler auch außerhalb Ihres Freundeskreises zu bewerben und weitere potenzielle Kunden zu finden. Hier kommen ein paar Tricks, wie das gelingt:

  • Setzen Sie einen Link zu Ihrem Anmeldeformular in Ihre E-Mail-Signatur.

  • Fügen Sie einen Link zu Ihrer Liste (oder der entsprechenden Webseite) in Ihre Social-Media-Profile ein. Erwähnen Sie den Verteiler auch in allen Bios und sonstigen "Über Uns"-Texten, die Sie verwenden.

  • Erstellen Sie Posts in den sozialen Medien, um Ihre Liste bekannter zu machen und Leute zu animieren, sich anzumelden. (Denken Sie daran, Ihr Angebot zu erwähnen und was Abonnenten sofort erhalten!)

  • Bieten Sie Publikationen oder Podcasts an, Gastbeiträge zu schreiben und stehen Sie für Interviews bereit. Wenn Sie interviewt werden oder Ihr Artikel veröffentlicht wird, sollten Sie unbedingt Ihren Verteiler erwähnen bzw. einen Link hinzufügen.

  • Bewerben Sie Ihren Verteiler in Communities, in denen Sie aktiv sind, etwa LinkedIn- oder Reddit-Gruppen. Stellen Sie allerdings sicher, dass es in den jeweiligen Kontext passt - ansonsten werden Sie eventuell als Spammer wahrgenommen.

Bewerben Sie Ihren Verteiler überall, wo es passend erscheint. Sie können zudem kreativ werden, was den Offline-Bereich betrifft.

Sie können zum Beispiel ein Tablet in Ihrem Laden bereithalten, auf dem sich Kunden direkt eintragen können. Oder Sie nutzen einen guten alten Sign-up-Sheet während Events. Sie sollten in Ihrem Laden und an allen Orten immer eine gedruckte Liste bereithalten, sodass Interessierte sich eintragen können.

Es gibt nichts, das Sie nicht tun können, um Ihren Verteiler anzupreisen. Was Sie allerdings immer brauchen, ist die Erlaubnis jemanden einzutragen. Besser ist deshalb, wenn sich Ihre Kunden selbst eintragen können.

Schritt 6: Schicken Sie Ihren Abonnenten verlässlich guten Content

Die Schritte 1 bis 5 werden Ihnen helfen, Abonnenten zu gewinnen, was natürlich das wichtigste ist, wenn Sie einen Verteiler aufbauen wollen.

Der letzte Schritt, Schritt 6, wird Ihnen helfen, diese Abonnenten bei der Stange zu halten und sie schließlich umzuwandeln in zahlende Kundschaft.

Und das ist super einfach: Alles, was Sie tun müssen, ist einen guten Gegenwert zu liefern.

Jede E-Mail, die Sie versenden, sollte einen klaren Zweck haben und den Empfängern nutzen (und nicht Ihnen oder Ihrem Unternehmen).

E-Mails funktionieren, weil Sie durchs Versenden als persönlich und als immer ansprechbar wahrgenommen werden. Aber sobald Sie den Menschen, die Ihnen ihre E-Mail-Adressen anvertraut haben, Müll schicken, werden diese auf "Unsubscribe" klicken und für immer weg sein.

Denken Sie also immer daran, dass Ihre Empfänger echte Menschen sind - vermutlich sogar echte Menschen, die gestresst sind, viel um die Ohren haben und Ihren Posteingang unbedingt mal aufräumen müssten. Vergessen Sie das nie und fragen Sie sich immer, wie Sie Ihren Abonnenten etwas Nützliches und Hilfreiches bieten können.

Folgen Sie dieser Philosophie für Ihren E-Mail-Verteiler und Sie werden nicht nur eine wertvolle Datenbank mit Kundenadressen aufbauen, sondern auch Abonnenten haben, die sich jedes Mal freuen, wenn eine E-Mail von Ihnen im Posteingang auftaucht.


Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist verantwortlicher Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchten Sie einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lesen Sie bitte zuerst diesen Leitfaden. Hendrik erreichen Sie übrigens auch auf Twitter.

Dieser Artikel von Kali Hawlk erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.

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