200 % mehr Traffic zur Black Week – so gelang einem Berliner Onlineshop der Cyber Monday Erfolg

200 % mehr Traffic zur Black Week – so gelang einem Berliner Onlineshop der Cyber Monday Erfolg

Shopify Händler Stay Cold Apparel Streetwear Berlin

Vom 23. bis zum 26. November steht dieses Jahr wieder das Cyber-Wochenende mit dem sogenannten “Black Friday” und dem darauffolgenden Cyber Monday an – die Zeit für alle Schnäppchenjäger!

An diesen Tagen (auch BFCM genannt) winken etliche Onlineshops mit Rabatt- und Gutscheinaktionen.

Der Shopify-Shop Stay Cold Apparel hat 2017 seine ganz eigenen Erfolge an diesen Tagen gefeiert und den Traffic auf ihrem Streetwear-Shop immens steigern können.

Die ultimative 27-Punkte-Checklist: So bereiten Sie Ihren Onlineshop auf Black Friday Cyber Monday vor

Welche Maßnahmen das Tattoo-Mode-Label aus Berlin dafür auf den Weg gebracht hat und welche Black-Friday-Tipps sie anderen Händlern mit auf den Weg geben können, hat uns der stellvertretende Geschäftsführer und Marketing Manager Vivian Meurer (aka Vuven) im Interview verraten.

Wir haben erst eine Woche vorher auf unsere Cyber-Monday-Aktion aufmerksam gemacht!

Zuallererst: Was zeichnet Stay Cold Apparel aus?

Bei Stay Cold geht es um Rebellion, Integrität und darum seinen eigenen Weg zu gehen. Unser Slogan lautet deswegen auch "Defeat Conformity". Unsere Mode sagt, dass man sich nichts von der Gesellschaft vorgeben lassen muss oder in einen kleinen Kasten gezwängt werden kann. Wir nutzen neben Tattoo-Designs auch okkulte Zeichen oder Symboliken, zum Beispiel brennende Kirchen. Für uns ist das aber eher ein Sinnbild für Nonkonformität und das Gegen-den-Strom-Schwimmen. Es geht darum Dinge, die einen runterziehen, an sich abprallen zu lassen und eher Positives auf sich wirken zu lassen. Auch wenn unsere Sprüche wie "I hate everyone" das von außen nicht gleich zeigen.

Das Besondere an unserer Mode ist, dass die Designs hauptsächlich von Tätowierern gemacht wurden. Diese gehören entweder zu unserem Freundeskreis oder werden speziell angefragt und sind somit stark im Entstehungsprozess einbezogen. Viele unserer Kunden sind selbst in der Tattoo-Szene unterwegs. Aber auch Leute aus der der Metal- und der Hardcore-Punk-Szene kaufen bei uns. Ich habe allerdings auch schon Kunden gesehen, die keine Tattoos haben oder scheinbar nicht in das "typische" Bild passen, aber den Kern der Marke verstehen.

Wie sich das Münchner Unternehmen Freeletics auf BFCM vorbereitet, steht hier.

Seit wann nutzen Sie Shopify für die Marke?

Unsere Label gibt es seit 2015 und Max, unser Gründer, hat sich damals darüber schlau gemacht, welche Shopsysteme es gibt. Dabei wurde auch darauf geachtet, welche Shopsysteme ein starkes Wachstum vorweisen können.

Für uns war es wichtig ein nachhaltiges Unternehmen zu suchen, was auf lange Sicht erfolgreich ist. Deshalb haben wir uns von Anfang an für Shopify entschieden.

Das Team von Stay Cold Apparel - shopify.de

Das Team von Stay Cold Apparel bei der Arbeit

Stay Cold Apparel hat Shops für die USA, UK, Kanada, Australien und Europa -  welcher läuft davon am besten?

Am erfolgreichsten sind wir insgesamt auf dem amerikanischen Markt. Da ist auch die Markenbekanntheit am höchsten und es kennen etwa zehn Mal mehr Leute unser Label als anderswo. Vor allem die Region um Los Angeles spielt hier eine wichtige Rolle. Deutschland und die restlichen EU-Staaten sind bei uns auch stark vertreten. Kanada und Australien sind im Vergleich schwächer, wahrscheinlich auch deswegen, weil unsere Lieferzeiten hier länger sind. Das schreckt einige ab.

Wo wir momentan extremes Wachstum sehen, ist bei den Franzosen. Die haben bei uns auch gerade die Briten abgelöst, obwohl wir auch da schon recht bekannt und beliebt sind. Auch die Niederlande und Belgien werden für Stay Cold immer relevanter.

Lesetipp: Weitere Erfolgsgeschichten von Shopify-Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie hier.

Stay Cold hat bei Facebook und Instagram über 200.000 Fans. Warum ist die Community so überzeugt von der Marke?

Wir sind im Bereich Customer-Support und Kommunikation sehr stark. Egal ob das per Telefon, E-Mail, Instagram oder Facebook ist - wir sind immer auf einer freundschaftlichen Ebene mit unseren Kunden.

Wir behandeln unsere Kunden so, wie wir unsere Freunde behandeln würden.

Das schreiben wir uns auch immer wieder auf die Fahnen, dass der Kunde bei uns König ist und wir so gut wie möglich versuchen, seine Probleme und Anliegen zu behandeln.

Welche Marketing-Kanäle oder Maßnahmen waren bisher am lukrativsten für Stay Cold?

Für uns sind momentan Facebook und Instagram sehr stark. Wobei wir bei Facebook dieses Jahr einen starken Rückgang an Traffic feststellen mussten. Instagram ist gerade noch unsere stärkste Plattform. Jedoch denke ich, dass es hier einen ähnlichen Trend geben wird.

Stay Cold Apparel auf Instagram - Shopify Händler aus Berlin

Stay Cold Apparel auf Instagram

Ich glaube, der Trend geht eher zur Dezentralisierung, deswegen versuchen wir seit diesem Jahr ein bisschen zu streuen und uns nicht nur auf Instagram zu verlassen. Wenn von heute auf morgen der Traffic bei Instagram genauso einbricht, wäre der Ärger groß. Dem versuchen wir schon jetzt entgegen zu wirken und unsere Marke auf verschiedenen Plattformen zu verteilen. Man sagt nicht umsonst, man soll nicht alle Eier in einen Korb legen.

Sie haben letztes Jahr mit den Aktionen zum Cyber-Monday-Wochenende viel Erfolg gehabt. Wie sah dieser aus?

Wir haben gut abverkauft an diesen Tagen und sehr hohe Traffic-Zahlen erreicht. Wir hatten an diesem Wochenende etwa 150 Prozent mehr Traffic im Shop als sonst. An dem Montag waren es sogar gut 200 Prozent mehr Besucher. Der Traffic kam vor allem wieder aus den USA, aber auch aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien.

November ist nicht zuletzt durch dieses Wochenende auch unser verkaufsstärkster Monat.

Wie haben Sie diesen Erfolg ermöglicht?

Wir geben bei Stay Cold Apparel normalerweise keine großen Rabatte. Wir schmeißen nicht mit 10-Prozent- oder 20-Prozent-Rabattgutscheinen um uns, weil einfach sehr viel Liebe und Arbeit in der Marke steckt.

Besondere Aktionen gibt es exklusiv an diesen Tagen. Unsere Kunden und Personen, die uns schon länger folgen, wissen das auch.

Ich glaube, die Leute fiebern da oft ein bisschen drauf hin. Im Rahmen des "Black Friday" wird dann eher die rote Linie bis zum Kauf überschritten, als an anderen Tagen. Vor allem in den USA, denn gerade wenn man im Ausland bestellt, haben die Leute das Gefühl, dass sie so ein Angebot jetzt nutzen müssen.

Welche Maßnahmen wurden umgesetzt, um auf die Aktionen aufmerksam zu machen?

Wir haben zum einen unsere Social-Media-Kanäle bespielt, Facebook Ads geschalten und E-Mail-Marketing-Kampagnen gestartet. Dazu haben wir uns Unterstützung geholt. Adrian von Tante-E., der uns auch bei der Shop-Entwicklung zur Seite steht, hat für uns eine Early-Access-Kampagne gestartet und einen starken Funnel aufgebaut. Die Newsletter-Empfänger haben dann einen bestimmten Link am Aktionstag bekommen. Dadurch konnten wir die Leute ansprechen, bei denen wir von einer hohen Kaufwahrscheinlichkeit ausgehen konnten.

Wir haben erst eine Woche vorher auf unsere Cyber-Monday-Aktion aufmerksam gemacht. Das hat trotzdem ganz gut funktioniert!

Sehen Sie Herausforderungen bei den Kampagnen, die für dieses Wochenende aufgesetzt werden müssen?

Bei den Facebook Ads muss man auf dem Schirm haben, dass die Ad-Preise an diesen Tagen extrem hoch sind. Deswegen muss man seine Anzeigen noch smarter und effizienter gestalten.

Da kommt es dann natürlich immer drauf an, welche Strategie und welches Ziel verfolgt wird. Dieses Jahr wird das bei uns die Neukunden-Akquise sein. Dabei werde ich bei den Ads die Leute herausfiltern, die an Stay Cold interessiert sind und mit uns agieren, aber aus irgendeinem Grund noch nicht gekauft haben. Man sollte sich an diesen Tagen an die Personen halten, bei denen die Kaufwahrscheinlichkeit am höchsten ist, die sich gern auf Angebote einlassen und vielleicht auch zu den Pfennigfuchsern gehören.

Wie hat sich Shopify bei dem Cyber-Wochenende bewährt?

Das gute bei Shopify war, dass sie schon sehr früh darauf hingewiesen haben, dass diese Tage bevorstehen. Zwei oder drei Monate vorher bekommt man dazu eine Erinnerung und dann läuft eine Uhr im Shop herunter.

An diesen Tagen waren die Shopify-Server auch alle stabil, sodass unsere Shops den Traffic gut abhalten konnten.

Welche Tipps können Sie anderen Händlern für das Cyber-Monday-Wochenende mit auf den Weg geben?

Man muss aus der Konkurrenz herausstechen! Dem Kunden muss ein maximaler Nutzen aufgezeigt werden - ob das jetzt in Form von Rabatten oder anderen Aktionen ist. Eine gute Vorbereitung ist auch extrem wichtig, gerade wenn man an das eigene Warenlager denkt.

Den eigenen Kampagnen muss maximale Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eine gute Strategie und ein festes Ziel ist hierbei oberste Voraussetzung.

Welche Maßnahmen hat Stay Cold Apparel dieses Jahr geplant?

Wir werden uns dieses Jahr vor allem auf Neukunden-Akquise fokussieren. Dafür ist ab Anfang November wichtiges Content-Marketing geplant. Wir werden zwar auch wieder Facebook-Ads bauen, aber das Ziel soll es sein, durch guten Content die Anzeigen-Kosten zu drosseln. Auch E-Mail-Marketing wird wieder eine Rolle spielen, da wird unser Dienstleister erneut einen E-Mail-Funnel aufsetzen.

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Seit wenigen Monaten nutzen wir außerdem Chatchamp (Gibt's im Shopify App Store!), ein Tool eines jungen Berliner Unternehmens für Messenger-Marketing mit Facebook. Adrian von Tante-E. wird erstmals mit diesem Tool für die diesjährige Cyber Week einen Funnel bauen. Durch gezielte Kampagnen werden die Leute vorher dazu animiert, sich für die Liste einzutragen. Bei den nachfolgenden Messenger-Kampagnen bekommen die Leute aus unserer Liste dann gezielt Push-Nachrichten von einem Chatbot über aktuelle Angebote oder Hilfestellung, falls ein Kauf abgebrochen wurde.

Außerdem haben wir für dieses Jahr etwas mehr Ware bestellt und unser Lager aufgefüllt, weil wir wissen, dass die Leute den ganzen Shop leerkaufen werden.

Abschließend - wo soll es 2019 mit Stay Cold Apparel hingehen?

Wir wollen 2019 unabhängiger von Social Media werden, damit Instagram unseren Erfolg nicht mehr so stark beeinflussen kann. Hierbei arbeiten wir momentan an einer Strategie. Wir werden außerdem unser Team vergrößern und stärkere Produkte rausbringen. Wir sind dabei eine Neuproduktion für Hoodies zu machen und lassen dafür einen komplett eigenen Stoff entwickeln. Der kann dann mit anderen Markenprodukten noch besser mithalten.

Hier wird im Blog von Stay Cold Apparel ein Künstler aus Los Angeles vorgestellt

2019 wollen wir außerdem den Künstlern mehr Aufmerksamkeit schenken, denn über diese erfährt man momentan noch recht wenig bei uns. Bald kommt unser neues Sortiment raus, da werden die Designer schon besser in den Prozess einbezogen. Ansonsten werden wir noch stärker Stay Cold sein - also einzigartig und nonkonform!


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Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchten Sie einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lesen Sie bitte zuerst diesen Leitfaden.

Die Autorin dieses Artikels ist Caroline Dohrmann.

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