Der Shopify Blog

Fernsehkoch und E-Commercler: Wie der Onlineshop von Alfons Schuhbeck mit Shopify realisiert wurde

Koch, Autor, Gastwirt, Fernsehkoch und Unternehmer - Alfons Schuhbeck hat in den letzten Jahrzehnten viele Berufsbezeichnungen unter seinem Namen vereint und dürfte beinahe jedem ein Begriff sein. Mit seinem breiten Spektrum an Angeboten und seiner Expertise für hochwertige Produkte und Rezepte ist er auch im E-Commerce eine ernst zu nehmende Größe geworden.

Seit wenigen Monaten läuft seine Online-Präsenz über Shopify. Aufgesetzt wurde diese von Shop Company, einer Münchner Shopify-Agentur. Im Interview erzählen Shop-Company-Geschäftsführer Stefan Gessulat und Schuhbecks Marketing Leiterin Helga Keilhammer von der Zusammenarbeit, den Herausforderungen bei der Umsetzung und warum schuhbeck.de mehr kann, als nur Produkte anzubieten. 


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Stefan, bitte stell deine Agentur noch einmal vor! 

Stefan: Wir sind eine Münchner Kommunikationsagentur und beschäftigen uns schon seit einigen Jahren mit dem Thema E-Commerce und Shop-Building. Nachdem das Thema Shopify vor einer Weile mehr Fahrt aufgenommen hatte, machten wir eine Ausgründung. Mit Shop Company haben wir eine kleine eigene Agentur nur für das Thema Shopify gegründet, die sich darauf spezialisiert, Kunden ganzheitlich bei ihren Shopify-Auftritten zu unterstützen. Angefangen von dem Aufbau des Shopify-Stores, über Support im täglichen Betrieb, Auswahl von entsprechenden Partnern für Logistik und Newsletter-Lösungen. Dazu gehört auch Online-Marketing und Influencer-Marketing, um relevanten Traffic auf die Seiten zu bringen.

Shopify ist ein System, das seit einiger Zeit gerade in Deutschland, sehr starken Rückenwind hat - aus guten Gründen!

Ihr habt bereits mit unterschiedlichen Shopsystemen gearbeitet - welche Unterschiede konntet ihr dabei zu Shopify feststellen?


Stefan Gessulat - Geschäftsführer von Gessulat + Gessulat und Shop Company

Stefan: Dadurch, dass wir seit über zehn Jahren am Markt sind, haben wir natürlich mit vielen verschiedenen Shopsystem gearbeitet, darunter Magento, Shopware, WooCommerce oder Oxid. Shopify ist ein System, das seit einiger Zeit gerade in Deutschland, sehr starken Rückenwind hat - aus guten Gründen! Einer der Hauptgründe ist, dass es für kleinere und mittelgroße Kunden den Einstieg in den E-Commerce sehr angenehm macht. Man kann mit geringem Aufwand und relativ geringen Kosten schnell live gehen. Außerdem bietet es die Möglichkeit Geschäftsideen zu überprüfen und erste Umsätze zu realisieren. Das System ermächtigt die Kunden, auch selbst damit zu arbeiten und Änderungen vorzunehmen.

Man muss sich um diese leidigen Themen wie Hosting und Updates keine Gedanken mehr machen, was eine große Erleichterung ist.

Ihr arbeitet mit namhaften Kunden zusammen, darunter Alfons Schuhbeck. Wie ist diese Kooperation zustande gekommen?

Stefan: Es gab keine riesengroße offizielle Ausschreibung. Das war eher ein mehr oder weniger zufälliges Zusammentreffen zwischen uns als Agentur und dem Marketing-Team von Schuhbeck. Wir haben uns darüber unterhalten, ob wir zusammenarbeiten könnten und so sind wir dann an zwei Stellen gleichzeitig in die Kooperation eingestiegen. Beim Thema Social Media wurde damals Unterstützung gesucht. Diese haben wir gern angeboten und erfolgreich umgesetzt. Vor allem aber beim Thema E-Commerce wurde eine Agentur gesucht.

Helga: Wir arbeiten locker schon seit sieben Jahren zusammen. Der Kontakt kam über meinen Friseur zustande. Ich bin jetzt seit achteinhalb Jahren bei Schuhbeck und die Agenturen, die vorher hier angebunden waren, hat immer Herr Schuhbeck verantwortet. Er war jedoch nie vollends zufrieden und irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich mich an die Empfehlung erinnern konnte und diese ins Spiel brachte. Also haben wir uns kennengelernt und seitdem arbeiten wir zusammen. Uns ist wichtig, eine Agentur zu haben, die beinahe 24 Stunden erreichbar ist. So sieht auch die Zusammenarbeit aus. Wir schreiben und telefonieren permanent. Ich kann einfach anrufen und sagen: „Ich brauch dies und jenes, wie können wir das angehen?“ und es wird umgesetzt. Wir agieren hier eher hemdsärmelig. Dieses Zusammenspiel und die gemeinsame Kommunikation hat sich aber über die Jahre hinweg entwickelt.  

Ein starkes Team: Helga Keilhammer und Alfons Schuhbeck

Stefan: Wir sind sehr informell. Ich denke, das passt auch gut zur Philosophie von Shopify. Ein System für Leute, die einfach, schnell und unkompliziert vorankommen wollen, ohne vorher endlose Excel-Tabellen zu füllen und Meeting-Listen abzuarbeiten. Einfach Try and Error!

Herr Schuhbeck ist sehr kreativ und hat immer viele Ideen, deswegen haben wir in all den Jahren schon so viel Unterschiedliches umgesetzt.

Lesetipp: Wie du den perfekten Shopify-Partner aus deiner Nähe für dein Unternehmen findest, erklären wir hier.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr an Gessulat + Gessulat bzw. Shop Company als Shopify Partner herangetreten?

Helga: Wir haben jemanden gesucht, der erreichbar und in der Lage ist, alle Kanäle abzudecken. Wir hatten auch eine andere Agentur empfohlen bekommen. Die haben sich dann allerdings tagelang überhaupt nicht gemeldet und es hat nichts funktioniert. Das war damals der ausschlaggebende Punkt. Man muss dazu sagen, Herr Schuhbeck ist sehr kreativ und hat immer viele Ideen, deswegen haben wir in all den Jahren schon so viel Unterschiedliches umgesetzt. Unsere Konstrukte sind immer sehr komplex. Wir brauchten jemanden, der weiß, wie man damit umgeht.

Stefan: Eine ganz große Herausforderung sind von Anfang an die gemischten Warenkörbe gewesen, die dann auch über unterschiedliche Mehrwertsteuersätze verfügen und nicht nur physische Waren beinhalten, sondern z.B. auch Gutscheine für die Restaurants oder die Kochschule. Oder ob ich jetzt ein einfaches Kochbuch kaufe oder ein signiertes, die von unterschiedlichen Logistikern versendet werden müssen.

Hinzu kommt, dass immer stärker angestrebt wird, Abo-Lösungen und Bundles anzubieten. Shopify ist keine Lösung, wo man all diese Herausforderungen auf Knopfdruck lösen kann. Hier braucht es Workarounds.

Lesetipp: Auch Shape Republic arbeitet in ihrem Shopify-Store mit Bundles. Wie das umgesetzt wurde, liest du hier.

Der Schuhbeck Shop kann mehr als nur Produkte anbieten. Was wird dem User noch geboten?

Im Schuhbeck-Shop werden unter anderem Gewürzmischungen des Kochs vertrieben

Helga: Schuhbeck ist eine Unternehmensgruppe, das heißt, wir agieren sehr vielfältig. Es ist nicht getan mit einem Shop und einer Webseite. Wir sind hier in München, im Herzen des Stadtzentrums, und haben hier einen Teeladen, einen Gewürzladen, eine Eisdiele, eine Kochschule und zwei Restaurants. Das muss mit auf der Online-Präsenz abgebildet werden. Das heißt, man muss Reservierungen tätigen können und der Kunde muss die Speisekarte sehen. Für die Kochschule musste das Reservierungs-Tool entwickelt werden, sodass der Kunde sieht, was es für Kurse gibt. Außerdem müssen Gutscheine online bestellbar sein.  

Wir haben zudem eine unglaubliche Rezeptsammlung. Herr Schuhbeck hat in seiner Laufbahn circa 80 Bücher geschrieben, mit Tausenden hochwertigen Rezepten. Auch die wollen wir den Usern zur Verfügung stellen. Dafür haben wir den Kochclub entwickelt. Für eine bezahlte Mitgliedschaft können die Kunden auf alle Rezepte zugreifen, diese teilen, ausdrucken und die Portionsanzahl verändern. Das muss natürlich mit dem Shopsystem connected sein, damit die Gewürze, die in den Rezepten vorkommen, direkt online bestellt werden können. Wir bespielen außerdem noch ein Spiegelzelt und bieten dort eine Dinner Show. Auch das muss auf der Seite abgebildet werden, dafür müssen Tickets bestellbar sein. Wir bieten zudem Catering und Partyservice. Wir haben also eine ganze Bandbreite an Angeboten.


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Wie wird das Fulfillment bei euch gelöst?

Helga: Wir haben im Moment einen Logistiker, mit dem wir seit vielen Jahren verbunden sind, der uns letztendlich helfen konnte, die Artikeldaten aus dem alten Shopsystem zu Shopify zu übertragen. Allerdings läuft das nicht so reibungslos, wie gewünscht, weil einfach keine einheitliche Warenwirtschaft dafür verantwortlich ist. Was uns zur Entscheidung geführt hat, eine Veränderung vorzunehmen und einen neuen Logistiker anzubinden, um das in Zukunft reibungsloser gestalten zu können. Dieser hat auch schon Erfahrung mit Shopify, sodass der Aufwand verringert wird.


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Wie wurden alle technischen Feinheiten bei Shopify realisiert?

Stefan: Unser erster Ansatz ist natürlich immer erst einmal zu schauen, ob es eine entsprechende App dafür gibt, die die Herausforderungen lösen kann. Dankenswerterweise gibt es in Shopify unendlich viele Apps, mit denen man viele Probleme beheben kann. Manchmal ist es dennoch so, dass man sehr individuelle Aufgabenstellungen hat und die App nicht in der Lage ist, exakt auf dieses Problem einzugehen. Wir haben dann im Zweifelsfall eine individuelle Lösung programmiert, sodass wir den Einsatz von Apps teilweise umgehen konnten. Damit haben wir dann nicht nur die Kosten für die App gespart, sondern eine eigene Lösung implementiert, die exakt das Problem ausbessert, vor dem wir standen und zudem Performance-verträglicher ist.

Es wurden ansonsten noch einige Standard-Apps eingebunden, wie zum Beispiel Easybill oder Kollektoren für die Warenwirtschaft. Natürlich nutzen wir auch die ganz klassischen Dinge wie die Google-App. Zum Thema SEO haben wir Apps angebunden, wir nutzen außerdem eine Pagebuilder-App, weil wir dem Kunden ermöglichen möchten, auch Kleinigkeiten selber zu organisieren, zum Beispiel das Lexikon, dass selbst gepflegt und nach Suchmaschinen-Kriterien mit guten Texten befüllt wird.

Der Shop wurde mit einem gewissen Zeitdruck erstellt. Warum war das so?

Stefan: Damals wurde noch ein anderes Shopsystem genutzt. Der alte Shop war in keinem besonders guten Zustand mehr, da es einen Hacker-Angriff gab. Jemand hat versucht Sicherheitslücken bei WordPress auszunutzen. Weil der Shop über den Kochclub mit WordPress verknüpft war, konnte der Shop auch nicht mehr erreicht werden. Wir wollten den Shop wieder live bringen und haben uns bei der Gelegenheit entschieden, ihn nicht länger auf dem alten Shopsystem laufen zu lassen. Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und sind zu Shopify gewechselt. Das hatten wir eh schon lang vor.

In wenigen Tagen war der Shop aufgesetzt, das war kein Problem.

Helga: Für uns ist es dadurch auf jeden Fall viel einfacher. Bisher war es so, dass wir für viele Punkte die Agentur gebraucht haben. Jetzt können wir viel mehr selbst machen.

Wie soll es in der nächsten Zeit mit dem Schuhbeck-Shop weitergehen?

Der Mann, um den sich alles dreht - Alfons Schuhbeck

Stefan: Im Moment geht es vor allen Dingen für uns darum, die Performance zu steigern. Da ist noch Luft nach oben. Noch mehr Sales auf die Seite zu bringen und vor allen Dingen auch noch die ganzen spannenden Features wieder anzubieten. Also den Kochclub, Abo-Möglichkeiten, Gutscheine kaufen, für die Restaurants, für die Kochschule. Meines Wissens nach sind wir im deutschsprachigen Raum die einzigen, die auf Shopify so ein Freemium-Modell wie den Kochclub anbieten. Wir möchten, dass die Webpräsenz einfach wieder der zentrale Treffpunkt wird für alle Dienstleistungen, alle Produkte und alle Rezepte rund um den Namen Schuhbeck wird. Wir wollen hier der zentrale Hub, der zentrale Platz sein für alles, was mit dem Namen Schuhbeck zu tun hat. Das ist dann nahtlos verknüpft mit Content Marketing, weil die ganzen Rezepte, die er in seinem Leben schon verfasst hat, auch hier verfügbar sind. Die sind ein ganz starker Anziehungspunkt für viele seiner Fans. Das wollen wir natürlich optimal auf die Beine stellen. 

Helga: Was Herr Schuhbeck auf jeden Fall liebt, ist das Thema Abo und dass die Kunden die Produkte im Abo kaufen können. Das ist ihm sehr wichtig, da er auch im Nahrungsergänzungsbereich und der Prävention aktiv ist. Wir sind momentan dabei, an entsprechenden Produkten zu arbeiten. Gerade bei Präventionsprodukten wird Abo-Commerce eine zentrale Rolle spielen, denn bei diesem Thema geht es natürlich um eine regelmäßige Einnahme.

Lesetipp: Abo-Commerce erfolgreich umgesetzt - Happy Coffee macht's vor. Hier liest du die Story.

Welche Tipps könnt ihr anderen für den Einstieg in den E-Commerce geben?

Stefan: Mein Tipp ist, egal mit welchem Shopsystem man anfängt, setzt immer auf den Minimal-Viable-Ansatz. Man sollte den Aufwand gering halten, erst einmal anfangen und austesten, nicht zu viel planen. Planungen werden früher oder später eh umgeworfen oder von der Realität in Frage gestellt. Es reicht, erst einmal mit der günstigsten Variante und dem einfachsten Template zu starten.

Alles, was zu kompliziert ist oder zu lange dauert, kann am Anfang weggelassen werden.

Das Wichtigste ist, überhaupt auszuprobieren, und zu schauen, ob ich den Prozess in seiner einfachsten Form abbilden kann. Können damit bereits Sales erzielt werden und welche Hebel muss ich in Bewegung setzen, damit Traffic auf den Shop kommt? Man muss ein Gefühl dafür bekommen, was funktioniert und was nicht. Dann kann ich langsam Stück für Stück mehr Zeit, Geld und Aufwand investieren und den Shop komplexer machen. Gerade dazu eignet sich Shopify. Man kann sehr leicht erst einmal austesten, wie Produkte oder Dienstleistungen überhaupt beim Kunden ankommen. 

Helga: Wir sind schon sehr lang im Business, deswegen ist es für mich an dieser Stelle schwieriger, mich in die Lage eines Start-ups zu versetzen. Aber ich denke, das Wichtigste ist, nicht alles auf einmal zu wollen und sich auf seine Fokusthemen zu konzentrieren!


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Which method is right for you?Über die Autorin: Caroline Dohrmann ist Online-Marketing-Managerin und Content-Enthusiastin. Wenn sie nicht gerade Shopify-Händlern und Händlerinnen die besten Geheimtipps in Interviews entlockt, schreibt sie im Blog über die Shopify-Community, Social Media und was das Online-Marketing gerade bewegt.